DE511164C - Jodid oder Jodid und Staerke enthaltendes Empfangspapier fuer elektrische Fernschreib- oder -bildgeraete - Google Patents

Jodid oder Jodid und Staerke enthaltendes Empfangspapier fuer elektrische Fernschreib- oder -bildgeraete

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DE511164C
DE511164C DESCH84630D DESC084630D DE511164C DE 511164 C DE511164 C DE 511164C DE SCH84630 D DESCH84630 D DE SCH84630D DE SC084630 D DESC084630 D DE SC084630D DE 511164 C DE511164 C DE 511164C
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    • B41PRINTING; LINING MACHINES; TYPEWRITERS; STAMPS
    • B41MPRINTING, DUPLICATING, MARKING, OR COPYING PROCESSES; COLOUR PRINTING
    • B41M5/00Duplicating or marking methods; Sheet materials for use therein
    • B41M5/20Duplicating or marking methods; Sheet materials for use therein using electric current

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Description

  • Jodid oder Jodid und Stärke enthaltendes Empfangspapier für elektrische Fernschreib- oder -bildgeräte Die Erfindung betrifft ein Jodid oder jodid und Stärke enthaltende Empfangspapier für elektrische, mit oder ohne Drahtübertragung betriebene Fernschreib- oder -bildgeräte.
  • Das bisher bekannte jodidhaltige Papier, insonderheit Jodkaliumpapier, weist den Mangel auf, daß es sich unter dem Einfluß des Lichtes und der Atmosphäre infolge Autoxydation des Jodids zu freiem - Jod braun bzw. bei Anwesenheit von Stärke blau färbt. Infolgedessen hält sich derartiges Papier längere Zeit nur unter Lichtabschluß und in völlig trockener Luft, so daß jodidhaltiges Papier nur im Dunkeln und zwecks Ausschaltung des Luftzutritts im Stapel aufbewahrt wird. Diese Maßnahmen verhindern jedoch die Verfärbung nicht unbedingt.
  • Man hat versucht, diese unerwünschte Erscheinung .der Autoxydation dadurch abzuschwächen, daß man nur geringe Mengen von Jodid anwendete, damit aber als nachteilige Nebenwirkung in Kauf nehmen müssen, daß beim Freimachen von Jod an irgendeiner Stelle des Papiers die dadurch erzeugte Färbung infolge der geringen Jodmenge und in Anbetracht -der ziemlich hohen Dampfspannung des Jods bei Zimmertemperatur bald wieder verblaßt. Zur Vermeidung dieser Erscheinung hat man bei der Herstellung von jo,didhaltigem Sicherheitspapier vorgeschlagen, dem Papier außer der sehr geringen Jodidmenge die vier- bis fünffache Menge eines Reduktionsmittels zuzusetzen. Auch dieses Papier ist jedoch als Empfangspapier für ein elektrisches Fernschreib- oder -bildgerät nicht geeignet, weil einmal die Jodmenge zur Erzielung der notwendigen starken Braunfärbung im Elektrolytschreiber nicht ausreicht und wegen des hohen Gehalts an Reduktionsmittel die etwa entstandene Braunfärbung (wegen der alsbald einsetzenden Reduktion des durch den elektrischen Strom frei gemachten Jods zu farblosem jodid durch das Reduktionsmittel) sofort wieder verschwinden würde.
  • Das Papier nach der Erfindung hat einen Gehalt an Jodid und an Reduktionsmittel in solcher prozentualen Verteilung, daß das jodid in vielfacher, beispielsweise hundertfacher Menge des Reduktionsmittels in ihm enthalten ist. Versuche haben ergeben, däß ein solches Papier für den angegebenen Zweck hervorragend geeignet ist und schon bei Einwirkung kleinster elektrischer Ströme von .der Größenordnung von etwa r bis 2 Milliampere eine an der behandelten Stelle stark hervortretende Färbung zeigt.
  • Das Jodidpapier kann je nach der gewünschten Blau- oder Braunfärbung mit oder ohne Stärkezusatz bereitet. werden. Es wurde gefunden, daß die beste Farbwirkung nicht durch den Zusatz von Stänke in käldoidem, gelöstem Zustande (in Form von Stärkekleister) erzielt wird, sondern eher bei Anwendung der Stärke in ungelöster Form, also in Form einer mehr oder weniger groben Suspension. Zweckmäßig wird jedoch auch hierbei etwas gelöste Stärke in Form von Stärkekleister zugegeben. Ausführungsbeispiel Chemisch reines Filtrierpapier wird durch eine Lösung von r kg Wasser, ioo g Jodkalium, o,i bis i g Rongalit (Natriumhydrosulfitformaldehy:d), ioo g kaltsuspendierter Stärke und 50 g gelöster Stärke gezogen, zwischen Walzen vom überschuß der Lösung befreit und getrocknet. ' Das Papier bleibt weiß und reagiert auf Spuren von Chlorkalk wie auf elektrischen Strom von weniger als i Miniampere unter intensiver Braunblaufärbung.

Claims (2)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Jodid oder Jodid und Stärke enthaltendes Empfangspapier für elektrische Fernschreib- oder =bildgeräte, gekennzeichnet durch einen Gehalt an Reduktionsmitteln in solcher Menge, daß das Jodid in vielfacher (z. B. hundertfacher) Menge des Reduktionsmittels im Papier enthalten ist, zum Zweck, die Ausscheidung von Jod beim Lagern, nicht aber bei Verwendung des Papiers zu verhindern.
  2. 2. Herstellung von Empfangspapier nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß Stärke in rohem, ungelöstem Zustande allein oder zusammen mit gelöster Stärke zugesetzt wird.
DESCH84630D 1927-12-02 1927-12-02 Jodid oder Jodid und Staerke enthaltendes Empfangspapier fuer elektrische Fernschreib- oder -bildgeraete Expired DE511164C (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE968854C (de) * 1936-01-18 1958-04-03 Int Standard Electric Corp Aufzeichnungsblatt fuer elektrische Aufzeichnungsgeraete, wie Faksimile- oder Bildtelegraphen

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