Speichereinrichtung in Fernmeldeanlagen. Die Erfindung bezieht sich auf eine Speichereinrichtung zur Aufnahme von Stromstössen in Fernmeldeanlagen, insbeson dere Fernsprechanlagen.
Sie bezweckt, eine Vereinheitlichung im Bau von Fernmelde-, insbesondere Fern sprechanlagen mit Speichereinrichtungen, indem sie eine leichte Anpassungsmöglich keit der Speichereinrichtungen an die ver schiedene Dämpfung der Verbindungsleitun gen (verschieden lange Leitungen) und an die benutzten Wählerarten schafft.
Erreicht wird dieses dadurch, dass dem Speicher Schalteinrichtungen zugeordnet sind, welche eine Änderung der Geschwin digkeit der vom Speicher abgegebenen Stromstösse ermöglichen.
Der Speicher des in der Zeichnung dar gestellten Ausführungsbeispiels liegt in einer einer Gesellschaftsleitung (Adern a und b) zugänglichen Vermittlungsstelle; er .dient zur Aufnahme der von irgendeiner Stelle über die Adern<I>a</I> und<I>b</I> ausgesandten Strom stösse, sowie zur Aufspeicherung und Um rechnung derselben; ausserdem bewirkt er bei Rückruf die Rücksendung der Stromstösse in die Gesellschaftsleitung zwecks Anschal- tung des gewünschten Teilnehmers.
Zur Aufspeicherung und Umrechnung sind beispielsweise zwei Schrittschaltwerke benutzt, von denen der Speicher Spl, wel cher zuerst eingestellt wird, von der Bau art eines ersten Vorwählers mit fünf Kon taktbänken und demzufolge auch mit fünf Schaltarmen a,<I>b, c, d,</I> e ist, während der Speicher Sp2 nach Art eines Steuerschalters gleichfalls aus fünf Kontaktbänken mit je zehn Kontakten besteht, wobei durch die Schaltarme bei der Einstellung des Speichers die entsprechenden Kontakte überbrückt wer den.
Die Wirkungsweise der beiden Speicher ist derart, dass durch eine erste Stromstoss reihe die fünf Schaltarme a,<I>b, c, d,</I> e d.es Speichers S(pl auf den der Zahl der Strom- Stösse entsprechenden Schritt Schr eingestellt. werden, um dort bis zur Rückstellung bei Schluss der Verbindung .stehen zu bleiben, und dass durch eine darauffolgende zweite Stromstossreihe die Schaltarme des Speichers S'p2 auf die der Zahl der Stromstösse ent sprechenden Kontakte in den Kontaktbän ken gb eingestellt werden und diese Kon takte überbrücken.
Durch die Einstellung der beiden Speicher ist ein bestimmter Weg festgelegt. Beim Abgreifen der Speicher spricht beim Erreichen dieses bestimmten Weges über diesen .eine Prüfeinrichtung an. Die Verdrahtung .der Speicher ist in ein facher Weise aus dem gegebenen Ausfüh rungsbeispiel zu ersehen. Das Abgreifen des Speichers erfolgt durch eine Relaiskette, wobei gleichzeitig Wechselstromimpulse in die Gesellschaftsleitung zur Anschaltung des gewünschten Teilnehmers gesandt werden.
Bei Belegung der Gesellschaftsleitung durch einen anrufenden Teilnehmer werden die Adern a und b der Verbindungsleitung VL überbrückt. Demzufolge wird das in der der Gesellschaftsleitung zugänglichen Ver mittlungsstelle liegende Relais A erregt im Stromkreis:
Erde, Batterie, Wicklung I des Relais A, Kontakte 141c, 21w1, 135x, a-Ader der Verbindungsleitung VL, Teilnehmer,<I>b-</I> Ad-er der Verbindungsleitung VL, Kontakte 133x, <I>23w1,</I> Wicklung II des. Relais<I>A,</I> Erde. Das Relais A betätigt seine Kontakte, so dass eine Erregung des verzögerten Relais V zustande kommt über: Erde, Kontakte 29w, 30a, Relais V, Batterie, Erde.
Durch Erregung des Relais V wird das Relais 7 über: Erde, Kontakt 31v, Relais 7, Batterie, Erde und das Relais U über: Erde, Batterie, Drehmagnet D1 des Speichers Spl, Schalt arm s1 des Speichers Spl, Relais U, Kon takt 91v, Erde, erregt. Ausserdem kommen, die Relais S und R zur Erregung über: Erde, Kontakt 80v, Schaltarm 132s2 des Speichers Sp2, Wicklungen I der Relais P und S, Batterie, Erde.
Nach Erregung des Relais U erfolgt durch Schliesser des Kon taktes 562c eine Erregung der Wicklung II des Relais WI über: Erde, Batterie, Wick- lang II des Relais W1, Kontakte 56,c., 57u1, 58p1, 59v, Erde. Das Relais W1 öffnet .seine Kontakte 21,v1 und 2:3w1 und schliesst seine Kontakte 222v1 und 24w1.
Durch Öffnen der genannten Kontakte wird das Relais A von der über die Teilnehmerstelle verlaufen den Schleife abgeschaltet, so dass es abfällt. Demzufolge kommt jetzt eine Erregung des Relais H zustande, über: Erde, Batterie, Re lais H, Kontakte 70q, 79v, 78a, 76w, Erde. Durch Erregung des Relais H wird ein Er regerstromkreis für das Relais M geschlos sen, über: Erde, Batterie, Wicklung II des Relais M, Kontakte 62q, 68h, 65v, Erde.
Das Relais M legt durch Schliessen seiner Kon takte 26m und 28m einen Wechselstrom an die Adern a und b der Verbindungsleitung VL, welcher die an den einzelnen Sprech stellen vorgesehenen Wechselstromrelais be.- einflusst.
Betrachten wir jetzt zweiter die Schaltvor gänge in der Vermittlungsstelle, .so sehen wir, dass nach dem Ansprechen des Relais M und der damit verbundenen Aussendung des Wechselstromstosses eine Erregung des Relais Q zustande kommt, über: Erde, Bat terie, Relais Q, Kontakte<I>68m,</I> 65v, Erde. Das Relais Qi legt sich m einen Haltekreis über: Erde, Batterie, Relais Q, Kontakte 69q, 79v,<I>78a, 76w,</I> Erde.
Durch Öffnen des Kontaktes 62q wird das Relais M aberregt und daher wird auch durch Öffnen des. Kon taktes 70q das Relais H stromlos. Es sei hier noch erwähnt, dass beim Ansprechen des Relais M auch eine Erregung des Relais <B>UI</B> erfolgte, über: Erde, Batterie, Wicklung II des Relais<B>UI,</B> Schaltarm 51s2 des Spei chers Sp2, Kontakte 541r2, 53v, Erde.
Das Relais U1 legt sich mit .seiner Wicklung II in einen Haltekreis, der nach Aberregung des Relais M statt über den Kontakt 541n. über den Kontakt 52,v1 verläuft. Durch Er regung des Relais<B>UI</B> wird am Kontakt 57,a1. der Erregerkreis der Wicklung II des.
Re lais W1 aufgetrennt, so dass jetzt die Teil- nehmerschleife von der Wechselstromquelle abgetrennt und wiederum zu dem Relais A in .der Vermittlungsstelle durchgeschaltet ist-, welches wieder anspricht und durch Öffnen des Kontaktes 78a auch das Relais Q ab erregt.
Wie wir bei der Aussendung des Wech- sel.stromstosses gesehen haben, arbeiten die Relais H, M und Q in einer Erregerkette. Diese Relais dienen zur Stromstosskorrektur, da .das Relais A infolge der langen Verbin dungsleitungen für die erforderliche gere gelte Aufeinanderfolge von Stromstoss und Pause nicht genügend regelmässig arbeitet. Diese unregelmässige Arbeitsweise wird durch die Relais. M, Q und H korrigiert und dadurch ein gleichmässiges Stromstossverhält- nis geschaffen.
Nach Erregung des Relais U1 kommt das Relais D zum Ansprechen über: Erde, Bat- f erie, differential geschaltete und parallel liegende Wicklungen I und II des Relais D, Kontakte 1292c, 130u1, 131v, Erde.
Infolge seiner Differentialwirkung kommt das Re lais D nach Erregung des Relais U1 verzö gert zum Ansprechen, wobei die Verzöge rungszeit so bemessen ist, :dass, ein Anspre chen :erst nach einmaligem Ablauf der Kor rekturkette der Relais M, Q und H einge treten ist, um eine vorzeitige Beeinflussung der Speicher, deren Anisschaltung von dem Relais D durch den Kontakt 86d abhängig ist, zu vermeiden.
Sendet jetzt der anrufende Teilnehmer zwecks Anschaltung des gewünschten Teil nehmers Nummernstromstösse aus, das heisst, unterbricht er stossweise die über die Adern < % und b der Verbindungsleitung verlaufende Teilnehmerschleife, so wird entsprechend den Unterbrechungen der Schleife das Relais A in .der Vermittlungsstelle stossweise aberreg t und wiedererregt. Die Stromstossko:
rrektur- relais 1I1, Q und<I>H</I> arbeiten jetzt entspre chend der von dem Teilnehmer ausgehenden Nummernwahl, und zwar unter dem Ein fluss des Stromstossempfangsrelais A.
Die Korrekturkette der Relais M, Q und H wird dabei über den Kontakt 78a in ,einer Weise beeinflusst, wie dies bereits bei der Beschrei bung des ersten Wechsel,stromimpulses zur Fortsehaltung der Schrittschaltwerke aus der Ruhestellung beschrieben wurde, indem näm lich.
durch den Kontakt 78a das Relais H, durch das Relais H (Kontakt 63h) des Re lais 31 und durch das Relais M (Kontakt 68m) das Relais Q beeinflusst wird, welch letzteres jetzt die ganze Korrekturkette durch Öffnen der Kontakte 62q und 70q wied"r zurrt Abfallen bringt, so dass eine neue Be einflussung durch den Impulskontakt 78rc eintreten kann.
Wir sehen also, dass jedes Relais der Korrekturkette entsprechend den Stromstössen des Stromempfangsrelais A be- eiuflusst wird, so dass auch der Speicher Shl, dessen Drehmagnet Dl. vom Kontakt 87q über einen im folgenden genannten Strom kreis beeinflusst wird, entsprechend der vorn Teilnehmer ausgesandten Stromstossreihe be tätigt wird.
Die ausgesandten Stromstösse beeinflussen demnach, falls sie aus vier Stromstössen bestehen, den Drehmagneten D1 des Speichers Spl viermal, über: Erde, Bat terie, Drehmagnet Dl des Speichers Spl, Kontakte 93u, 85u1, 86d, 87q, 88v, Erde. Der Speicher Spl, der, wie schon gesagt, einem bereits bekannten Vorwähler ent spricht, wird demzufolge, wie in der Abbil dung durch Andeutung der fünf Schalt arme<I>a, b, c, d,</I> e bei Schritt Schr4 darge stellt, auf den 4. Schritt eingestellt.
Nach Ablauf der ersten Stromstossreihe fällt das Relais U ab, welches während der Stromstossreihe über: Erde, Batterie, Wider stand Wil, Kontakte 89q, 902c. Relais U. Kontakt 91v, Erde, erregt gehalten wurde. Durch die Aberregung erfolgt am Kontakt 922c eine Umschaltung vom Drehmagneten Dl des Speichers Spl auf den Drehmagneten <I>D2</I> des Speichers Sp2, so dass demzufolge jetzt die 2. Stromstossreihe, welche aus zwei Stromstössen bestehen mag, auf den Dreh magneten D2 des.
Speichers 2 wirkt und die sen zweimal betätigt über: Erde, Batterie, Drehmagnet DZ des Speichers Sp2, Kontakte 92u, 85u1, 86d, 87q, 88v, Erde. Entspre chend der Beeinflussung des Drehmagnetes D2 wird der Speicher 8p2 um zwei Schritte fortgeschaltet, so dass seine Schaltarme in jeder Kontaktbank, wie dies auch in der Ab- Bildung durch gestrichelte Linien gezeigt ist, den Schritt 2 überbrücken.
Nach Ablauf der 2. Stromstossreihe wird das Relais UI, welches während der 2. Stromstossreihe über: Erde, Batterie, Wick lung I des Relais UI, Kontakte 55u1, 54m, 53v, Erde erregt gehalten wurde, abfallen.
Hierdurch kommt eine Erregung des Relais T4' zustande, welches in gleicher Weise wie das Relais D infolge Differentialschaltung seiner beiden Wicklungen verzögert, an spricht, über: Erde, Batterie, parallel lie gende Wicklungen I und II des Relais W, Kontakte 127u, 57u1, 58p1, 59v, Erde; au sserdem wird das Relais D durch Öffnen des Kontaktes 130u1 aberregt und die Wicklung II des Relais WI nach Ansprechen des Re lais W erregt über:
Erde, Batterie, Wick lung II des Relais W1, Kontakte 128w, 58p1, 59v, Erde. Durch Erregung des Re lais W wird die aus den Relais<I>HI, H2, H3,</I> H4, H5; und P bestehende Relaiskette zum Abgreifen der eingestellten Speicher ange lassen, wobei gleichzeitig mit dem Abgrei fen über die Kontakte der Relais WI und <B>31</B> die Aussendung von Wechselstrom in die Gesellschaftsleitung zur Anschaltung des gewünschten Teilnehmers an die Leitung er folgt.
Das Relais A, welches bei .der Aufnahme der vom Teilnehmer ausgesandten Strom stösse als Stromstossempfangsrelais arbeitete, arbeitet beim Ablauf des Speichers als Takt relais in der Relaiskette für die Stromstoss- gabe in die Gesellschaftsleitung. Zu den Stromstosskorrekturrelais M, Q und H kommt jetzt .noch ein weiteres.
Relais 0, welche zu sammen als Stromstosstaktrelais arbeiten, und zwar derart, dass die Relais M, 0, Q und H durch gegenseitiges Wechselspiel ununterbro chen die Länge des Öffnens und Schliessens des Stromstosskreises bestimmen.
Um nun eine Änderung der Stromstossgeschwindi,g- keit beim Ablauf des Speichers zu ermög lichen, da doch die Stromstossgeschwindig- keit an die Länge der Leitungen und an das System der Schrittschaltwerke angepasst wer den muss, können die einzelnen Relais der Relaisgruppe<I>(H, M,</I> Q, <I>O</I><B>)</B> mit abschalt baren, die Ankerbewegungen verzögernden Hilfsmitteln versehen sein.
Um jedoch eine möglichst einfache Einrichtung zur Einstel lung der Stromstossgesehwindigkeit zu erhal ten, wird nur dem einen Relais 0 eine zweite Wicklung zugeordnet, welche über einen Kontakt dieses Relais während der rück wärtigen Stromstossgabe stossweise kurzge schlossen wird.
Die Kontaktdauer kann nun in einfachster Weise, zum Beispiel durch eine Stellschraube an dem Kontakt 660, ver kürzt oder verlängert werden, so dass der Kurzsehluss in der Wicklung II des Relais 0 von verschiedener Dauer sein kann. =Hier mit ist die Möglichkeit gegeben, den Ablauf der Stromstösse entsprechend den gegebenen Verhältnissen leicht zu ändern, so dass bei spielsweise im vorliegenden Falle diese Ab laufgeschwindigkeit in den Grenzen zwi schen 9-18 Unterbrechungen innerhalb einer Sekunde liegen kann.
Das Wechselspiel der obengenannten Re lais 31, Q, <I>H</I> und 0 wird auf die Relais<I>A,</I> ss, <I>D</I> und E übertragen, und zwar in der Weise, .dass, wie später beschrieben wird, die Relais<I>A, B, D</I> und E im Takt verschieden lang arbeiten.
Es sei noch erwähnt, da.ss die Relaiskette 31, <I>0,</I> Q und<I>H</I> unter Vermitt lung eines Kontaktes des Relais H (113h lind 1141t) auf die Relaiskette<I>A, B, D</I> und E arbeitet und unter Vermittlung von Kon takten des Relais M (26m und 28m) in die Gesellschaftsleitung Stromstösse sendet.
Die Relais B und S, welche, wie schon gesagt, bereits bei Belegung der Vermitt lungsstelle erregt wurden, legen sich in einen Haltekreis, und zwar das Relais S\ über den Kontakt 84s seine Wicklung I, und das Re lais R seine Wicklung II, unter Vermittlung des Kontaktes 83r.
Das Abgreifen des Speichers durch die Kette der Relais Hl,<I>H?</I> usw. ,erfolgt fol gendermassen: Nach Ansprechen des Relais W kommt eine Erregung des Relais HI zustande über: Erde, Batterie, Relais Hl, Kontakte 99k2, 96e, 95h, 94w, Erde. Das Relais Hl legt sich in einen Haltestromkreis über: Erde, Batterie, Relais Hl, Kontakte 100h1, 109p, 110v, Erde. Durch Ansprechen. des Relais Hl erfolgt eine Erregung des Relais H über: Erde, Kontakte 77w, 75h1, 74p1, 73p, 72o, 70q, Relais H, Batterie, Erde.
Durch Schlie ssen des Kontaktes 114h kommt .eine Erre gung des Relais A zustande über: Erde, Bat terie, Wicklung III des Relais A, Kontakte 112w, 125b, 114h, 117p1, 118p, 119v, Erde.
Die Erregung des Relais H bringt eine auf einanderfolgende Erregung der Relais 01, Cö und 0 mit ,sich, wie dies schon für die Re lais M und Q bei Aufnahme der Nummern stromstösse beschrieben wurde, welches nach ihrer gegenseitigen Beeinflussung das Relais <I>Il</I> wieder zum Abfall bringen, so dass durch Schliessen des Kontaktes 113h eine Erregung des Relais B erfolgt, über:
_ Erde, Batterie, Wicklung HI des Relais A, Kontakte 112w, 125b, Wicklung II des Relais B, Kontakte 115a, 117p1, 118p, 119v, Erde. Das Relais A bleibt in diesem Stromkreise erregt, wobei gleichzeitig noch durch Schliessen des Kon taktes 126b über die Wicklung I des Re lais<I>B</I> ein Haltestromkreis für das Relais<I>B</I> zustande kommt.
Beim ersten Ansprechen des Relais H wird über die Kontakte 28m und 26m, da das Relais M in Abhängigkeit vom Relais h (Kontakt 63h) erregt wird, ein Wechsel stromstoss in die Gesellschaftsleitung ge sandt. Gleichzeitig wird das Prüfrelais P1 über den Kontakt 34h an die ungeradzahli- gen Schritte (1, 3, 5...) der Kontaktbank Kbl des Speichers Sp2 angelegt, und zwar über Kontakte 39r, 36b, 35u1, 34h, Relais P1, Batterie, Erde.
Beim zweiten Ansprechen des Relais H wird der 2. Wechselstromstoss ausgesandt, unter gleichzeitiger Anlegung des Prüfrelais P1 an die geradzahligen Sehritte der Kon taktbank Kbl des Speichers Sp2, da jetzt das Relais B, welches beim ersten Abfall des Relais II erregt wurde, .seinen Kontakt 37b geschlossen hat, und zwar über: Kontakt bank Kbl (gerade Schrittzahl), Kontakte 40r, 37b, 85u.1, 84h, Relais P1, Batterie, Erde.
Da kein Potential an der Kontaktbank Kbl der einzelnen Schritte (gerade und un gerade) liegt, kommt das Relais P1 nicht zur Erregung.
Beim zweiten Ansprechen des Relais H wird das Relais A infolge Auftrennung des Kontaktes 113h stromlos.
In gleicher Weise, wie die Relais A und <I>B</I> in Abhängigkeit vom Relais<I>H</I> arbeiten, arbeiten die Relais D und E in Abhängig keit vom Relais A, indem beim ersten An sprechen des Relais A, also demzufolge auch beim ersten Ansprechen des Relais H, das Relais D erregt wird, über: Erde, Kontakte 119v, 118p, 117p1, 121a, 122e, 124w, Wick lung IH des Relais D, Batterie, Erde. Beim ersten Abfall des Relais A, (also beim 2. An sprechen des Relais H) kommt eine Erregung des Relais E zustande, über: Erde, Kontakte 119v,, 118p, 117p1, 116d, Wicklung I des Relais E, Kontakte 122e, 124w, Wicklung IH des Relais D, Batterie, Erde.
Das Re lais E legt seine Wicklung II in einen Halte kreis über den Kontakt 123e.
Fällt das Relais H zum zweiten Male ab, so kommt eine Erregung des Relais H2 zu stande über: Erde, Batterie, Relais H2, Kon takte 102h3,<I>97e, 95h,</I> 94w, Erde. Der Halte kreis für das Relais H2 verläuft über: Erde, Batterie, Relais H2, Kontakte 10112, 109p, 110v, Erde. Ausserdem wird das Relais B durebÖffnen des Kontaktes 114h stromlos.
Bei der 3. Erregung des Relais. H wird wiederum wie bei der ersten Erregung das Prüfrelais P1 an die ungeradzahligen Schritte der Kontaktbank Kbl angelegt und ausserdem in gleicher Weise das Relais A erregt, welches jetzt durch Öffnen seines Kontaktes 120a das Relais D aberregt.
Fällt das Relais H zum 3. Male ab, so erfolgt wie bei der ersten Aberregang ein Ansprechen des Relais B, welches seinen Kontakt 37b schliesst, so dass das Prüfrelais P1 beim 4. Ansprechen des Relais H .die ge- radzahligen Schritte der Kontaktbank Kbl prüft. Bei der .1 Erregung des Relais F1 fällt das Relais A, ebenso wie dies bei der 2.
Er regung des Relais H geschah, ab, so dass auch das Relais E durch Öffnen des Kontak tes 121a stromlos wird.
Beim 4. Abfall des Relais H wird wie derum durch Öffnen des Kontaktes 114h das Relais. B stromlos und ausserdem das Relais H8 erregt über: Erde, Batterie, Relais H3, Kontakte 15414, 98h2, 96e, 951z,, 94zv, Erde. Das Relais H3 legt sich über seinen Kontakt 105h3 in einen Haltekreis.
Wird das Relais H zum 5. Male erregt, so wiederholen sich die eben beschriebenen Vorgänge für die Relais<I>A, B, D</I> und E, wobei bei der 6. Aberregung das Relais 1I das Relais H4, bei der B. Aberregung das Relais H5 erregt wird, welche Relais sich in entsprechende Haltekreise legen.
Bei der 9. Erregung des. Relais H kommt wiederum eine Erregung des Relais A und somit auch eine Erregung des Relais D zu stande.
Beim 9. Abfall wird das Relais B in der schon beschriebenen Weise erregt, so dass bei der 10. Erregung des Relais H das Prüfrelais PI zum<B>10.</B> Male an die Kontaktbank Kbl angeschaltet wird; gleichzeitig wird hierbei das Relais A stromlos, welches nun wieder um eine Erregung des Relais E herbeiführt. Durch diese Erregung kommt beim 10. Ab fall des Relais H eine Erregung des Relais P zustande über: Erde, Batterie, Relais P, Kontakte 155h5, 10312, 97e, 95h, 94w, Erde.
Das Relais P betätigt seine Kontakte und führt dadurch folgende Schaltvorgänge her bei: Durch Öffnen des Kontaktes 73p wird die Relaiskette<I>H,</I> N1, Q, 0 in den Anfangs zustand gebracht, ebenso wie die Relais Hl, <I>H2, H3, H4,</I> H5 durch Öffnen .des Kontak tes 109p; durch Öffnen des Kontaktes 118p kommt auch die Kette der Relais<I>A, B, D, E</I> in die Ruhelage; ausserdem wird der Halte kreis der Wicklung II des Relais P durch den Kontakt 82p aufgetrennt;
das- Relais hält sich während der kurzen Zeit der Ruf trennung infolge Kurzschlusses seiner Wick lung II. Durch Schliessen der Kontakte 38r und 41r wird der Prüfkreis des Relais P1 für die Kontaktbank<B>K b9,</B> vorbereitet.
Nachdem auch das Relais P beim Abfall des Relais E stromlos geworden ist, wieder holen sich die Vorgänge in derselben Weise bei der Kontaktbank Kb2.
Es werden wiederum zehn Stromstösse durch je fünfmaliges Prüfen der geraden und ungeraden Schritte der Kontaktbank 1b2 ausgesandt; naoh Ablauf derselben wer den wiederum durch Erregung des Relais P die Relais Hl bis H5 der Relaiskette aber regt.
Jetzig wird auch das Relais S, da es durch Aufhebung des Kurzschlusses am Kon takt 81r keine Verzögerungswirkung beim Öffnen des Kontaktes 82p besitzt, stromlos, so dass das- Prüfrelais P1 durch Schliessen der Kontakte 42s und 44s für die Kontakt bank Kb3 des Speichers Sp2 zur Verfügung gestellt wird. Auch beim ersten Abgreifen der ungeraden Schritte der Kontaktbank 1b3 wird das Relais P1 noch nicht ansprechen, da das Relais Hl seinen Kontakt 46h1 zwar .schon .geschlossen hat, aber der Schritt 1 nicht überbrückt ist.
Dies wird erst eintre ten, wenn beim zweiten Ansprechen des Re lais H, also beim zweiten Stromstoss seit Erreichen .der Kontaktbank Kb3, die gera den Schritte geprüft werden und somit ein Erregerkreis über den überbrückten Schritt 2 geschlossen wird. Dieser verläuft über: Erde, Kontakt 46h1, Speicher Spl, Schritt 2 (Speicher 2), Kontakte 44s, 41r, 37b, 35u1, Relais P1, Batterie, Erde.
Durch Schliessen des Kontaktes 32p1 legt sich das Relais P1 in .einen Haltestromkreis und verhindert durch Öffnen des Kontaktes 74p1 eine aber malige Erregung des Relais H und ;somit auch der gesamten Relaiskette, so dass auch keine weiteren Wechselstromstösse in der Ge sellschaftsleitung hinausgesandt werden. Auch die Relais<I>A, B, D,</I> E werden .durch Öffnen des Kontaktes 117p1 stromlos.
Aus der Beschreibung ersehen wir, dass beim Absuchen der Kontaktbank gbl zehn Stromstösse, beim Absuchen der Kontakt bank Kb2 wiederum zehn Stromstösse und beim Absuchen der Kontaktbank gb3 zwei Stromstösse, insgesamt also 22 Stromstösse statt, der von der Teilnehmerstelle gegebenen Nummernwahl 4, 2 zur Aussendung gelang ten. Durch die 22 Stromstösse wird jetzt auf irgend eine Weise nur dar gewünschte Teil nehmer angerufen.
Durch die schon beschriebene Erregung des Relais PI fallen weiterhin beim Öffnen des Kontaktes 58p1 die Relais W und W1 a 'b, so d ass durch Schliessen der Kontakte 21w1 und 23w1 eine Speisung der Gespräch- verbindung über das Stromstossempfangs- relais A erfolgt.
Wird nach Gesprächsbeendigung die Teilnehmerschleife unterbrochen, so fällt das Relais A ab und führt nach einiger Zeit den Abfall des Verzögerungsrelais V herbei, welches nun seinerseits auch nach einiger Zeit das stark verzögerte Relais Z zur Ab erregung bringt.
Während der Zeit von der Aberregung des Relais V bis zur Aberre- gung des Relais Z kommt ein Stromkreis für die Relais M und W1 zustande über: Erde, Kontakte 60z, 61v, Wicklungen I der Relais<B>21</B> und W1, Batterie, Erde. Durch Schliessen der Kontakte 22w1 und 24w1 bezw. 26m und 28m wird ein Wechselstrom an die Gesellschaftsleitung gelegt, wodurch die Freigabe der Gesellschaftsleitung herbei geführt wird.
Auch die Speicher Spl und Sp2 werden auf irgendeine hier nicht interes sierende Art in ihre Ruhelage zurückgestellt.