CH154429A - Verfahren zur Abscheidung von in Gasen enthaltenen Dämpfen in fester Form, insbesondere von Kohlensäure, durch Kühlung. - Google Patents

Verfahren zur Abscheidung von in Gasen enthaltenen Dämpfen in fester Form, insbesondere von Kohlensäure, durch Kühlung.

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CH154429A
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  Verfahren     zur        Abscheidung    von in Gasen enthaltenen Dämpfen in fester Form,  insbesondere von Kohlensäure, durch     Kühlung.       Bei den im Hauptpatent beschriebenen  Beispielen des durch das Hauptpatent ge  schützten Verfahrens werden die aus Gasen       bezw.    aus Luft in festem Zustand ausge  frorenen Dämpfe aus der Einrichtung durch  nachträgliche Verflüssigung entnommen.  



  Nun ist es in manchen Fällen erwünscht,  die ausgefrorenen Dämpfe in fester Form zu  erhalten. Das trifft insbesondere für Kohlen  säure zu, welche aus den Abgasen einer Feue  rung oder von Hochöfen oder von Kalkstein  brennöfen ausgefroren werden soll.  



  Bisher ist die Erzeugung von Kohlen  säureschnee stets getrennt von der Kohlen  säuregewinnung betrieben worden, indem die  gewonnene Kohlensäure nachträglich ver  flüssigt, gekühlt und durch Entspannung  verfestigt worden ist, wobei man zur Ent  spannung auch schon     Expansionskraftma-          schinen    verwendet hat.

   Soweit Vorschläge  bestehen, die ein unmittelbares Ausfrieren  von Dämpfen aus Gasen zur Grundlage    haben, fussen diese auf dem     kontinuierliclicii          Kältetauscherbetrieb    mit     Rölirengegenströ-          mern.    Hierbei treten aber ständig Verstop  fungen durch Reif auf, der aus dem     Feucli-          t-igkeitsgehalt    des Gases und aus den     durch     Ausfrieren zu gewinnenden Dämpfen     her-          rührt.    Auch wird dabei das Ausfrieren ent  weder mittelbar,

   das heisst durch     Kälte-          tausch    im     Gegenströmer,    oder durch Abdros  seln bewirkt.  



  Die     imHauptpatent        beschriebenenBeispiele     des durch das Hauptpatent geschützten Ver  fahrens besitzen demgegenüber den Vorteil,  dass der Reif aus dem Feuchtigkeitsgehalt  der Gase keine Verstopfungen herbeiführen       kann,    weil hier der Reif im     Umschalt-          wechselbetrieb    periodisch durch     Verflüssi-          gung    entfernt wird.  



  Die Aufgabe der Erfindung besteht nun  darin, die     Abscheidung    von in Gasen enthal  tenen Dämpfen. in fester Form, insbesondere  von Kohlensäure, zu ermöglichen, so     da.ss    zum      Beispiel Kohlensäure als Schnee periodisch  oder kontinuierlich in bekannter Weise aus  der Apparatur entnommen und zu Blöcken  gepresst werden kann.  



  Mit der Entnahme des Kohlensäure  schnees ist natürlich ein entsprechender  Kälteverbrauch verbunden, der durch eine  Bleichgrosse Kälteerzeugung ausgeglichen  werden muss.  



  Bei dem den Gegenstand der Erfindung  bildenden Verfahren, bei welchem die Kälte  des von den abgeschiedenen Dämpfen ge  trennten Gases im     Umschaltwechselbetrieb     auf Eisenmassen von Kältespeichern über  tragen und nachfolgend von dem durch die  Kältespeicher geleiteten, die     abzuscheidenden     Dämpfe enthaltenden Frischgas wieder auf  genommen wird,

   erfolgt nun erfindungsge  mäss die     Abscheidung    der Dämpfe in fester  Form unmittelbar durch arbeitsleistende Ent  spannung des verdichteten     Gasdampfgemi-          sches    in einer     zwischen    den Kältespeichern  unter Zwischenschaltung einer     Schneefilter-          kammer    angeordneten Expansionsmaschine.  



  Auf diese Weise können aus Gasen die  Dämpfe mit tieferem Gefrierpunkt ausge  schieden werden, ohne dass die andern mit  höherem Gefrierpunkt vorher zu entfernen  sind.  



  Auf beiliegender     Zeichnung    ist eine Ein  richtung zur Durchführung des Verfahrens  in einem Ausführungsbeispiel schematisch  dargestellt.  



  Sie besteht aus den beiden Kältespeichern  e', e" für das     kohlensäurehaltige    Abgas, der  Expansionsmaschine a., der     Schneefilterka-m-          mer   <I>r,</I> den Umschaltventilen<I>s',</I> s" mit Um  schaltgestänge     v    und Steuerungszylinder     z     mit     Druckluftbetrieb.     



  Das Abgas mit 15 bis 18 Gewichtspro  zent Kohlensäure tritt bei f' mit 5 bis 15 Atü  Druck in den Kältespeicher e' ein,     wird    in  diesem bis     etwa    -100   abgekühlt,     sodann     in die Expansionsmaschine a geleitet, wo es       arbeitleistend    entspannt wird unter     Ausfrie-          rung    eines -Teils der Kohlensäure, die als  Schnee mit dem     Auspuff    in die Filterkam-         mer        r    geblasen wird, während die verblei  benden permanenten Gase (in der Haupt  sache Stickstoff)

   mit dem nicht ausgefro  renen Teil der Kohlensäure vom Reif durch  ein Filter     2s    getrennt werden, um dann durch  den Kältespeicher e" unter     Abgabe    ihres  Kälteinhaltes     herausgeleitet    zu werden.  



  In Abständen von etwa     ä    bis 5 Minuten  wird umgeschaltet und das verdichtete Ab  gas bei f" in den Kältespeicher e" einge  leitet, die Kohlensäure wieder durch Ent  spannen in der Expansionsmaschine ausge  froren und das Restgas durch den Kälte  speicher e'     herausgeleitet.     



  Das eingeleitete Gas nimmt in den Kälte  speichern die fühlbare Kälte auf, welche vor  her von dem     herausgeleiteten    Gas in diesen       i        tbt3        gegeben        wurde,        und        in        der        Expansionsma-          schine    findet das Ausfrieren durch     arbeit-          leistende    Entspannung des Gases statt.  



  Je nach der Höhe des Überdruckes, auf  den das Gas verdichtet wird, kann in der  Expansionsmaschine auf     ein    kg Abgas eine  Kälteleistung von 15 bis 25 Cal. erzielt wer  den, so dass pro kg     Kohlensäureschnee        G    bis  10 kg Abgas umzusetzen sind, da der Kälte  inhalt eines kg     Kohlensäureschnee    etwa  150 Cal. beträgt.  



  Das Abgas von Feuerungen enthält in  der Regel 15 bis 18 Gewichtsprozente Koh  lensäure - soweit es aus     Kalksteinbrenn-          öfen    stammt, kann es bis 50 % Kohlensäure  enthalten, jedoch wird zweckmässig nicht der  gesamte Kohlensäuregehalt des Abgases bei  einmaligem Durchgang des Gases durch die  Apparatur in Form von Schnee gewonnen,  weil dies den Betrieb der Expansionskälte  maschine unwirtschaftlich machen würde,  denn mit der Abnahme des Kohlensäurege  haltes sinkt auch die Temperatur, bei der  die Kohlensäure aus dem Abgas ausfriert,  und damit die Kälteleistung der Maschine im  Verhältnis zur aufgewendeten Verdichtungs  arbeit.  



  Deshalb ist es vorteilhafter, immer nur  einen Teil des Kohlensäuregehaltes aus dem      Abgas auszufrieren, den Rest aber ins Freie  entweichen zu lassen.  



  Mit einer     Pferdekraftmaschine    kann nach       Carnot    bei den Temperaturgrenzen von  -100   C = 173   absolut und     +    27   C  300   absolut theoretisch eine Kältelei  stung von
EMI0003.0004  
   632 = 1,4. 6,32 =  also rund 890 Cal. erzielt werden und prak  tisch etwa     '/G    davon = 350 Cal., entspre  chend rund 2 kg     Kohlensäureschnee,    wenn  der Kraftbedarf für das Pressen zu Eisziegel  mit eingerechnet wird.  



  Bei der Verbrennung von einem kg Koks  mit einem Gehalt von<B>80%</B> Kohlenstoff ent  stehen etwa 16 kg Abgas mit rund 3 kg  Kohlensäuregehalt und es können 8 kg  Dampf erzielt werden, die auch bei kleinen  Dampfkraftanlagen für eine Leistung von  1 PS. h. ausreichen, so dass der Rohstoffauf  wand für 2 kg     Kohlensäureeis    aus dem Ver  brauch von einem kg Koks besteht.  



  Da bei der Verbrennung von 1 kg Koks  3 kg Kohlensäure entstehen, aber mit der  Wärmeleistung daraus nur 1 PS. h. an Kraft  gewonnen wird, womit 2 kg     Kohlensäureeis     erzeugt werden können, so ergibt sich daraus,  dass aus dem Abgas nur     2/;    der Kohlen  säuremenge auszufrieren sind.  



  Die Arbeitstemperatur des Abgases in  der Expansionsmaschine muss tiefer liegen  als die Gefriertemperatur der Kohlensäure,  denn oberhalb des Gefrierpunktes besteht  keine Möglichkeit des     Ausfrierens    derselben.  Es hat daher auch keinen Zweck, oberhalb  dieser Temperatur Zusatzkälte zu erzeugen.  



  Das zu behandelnde Gas enthält jedoch  neben der Kohlensäure noch     etwas    Wasser  dampf, der sich beim Abkühlen des Gases  in den Kältespeichern e', e" niederschlägt  und gefriert.  



  Dies würde bei kontinuierlich wirkenden       Wärmetauschern    sehr bald zum Einfrieren  derselben führen.  



  Beim     Kältespeicher-Umschalt-Wechsel-          betrieb    dagegen nimmt das     herausgeleitete     Gas durch Sublimation den festen Nieder-    schlag der Gasfeuchtigkeit immer wieder  auf, denn das ausströmende Gas besitzt ein  viel grösseres Volumen als das im verdich  teten Zustand eingeleitete Gas.  



  Das     herausgeleitete    trockene Gas hat das  Bestreben, sich in Berührung mit dem aus  gefrorenen Reif aus dem     Feuchtigkeitsgehalt     des     Gases    mit Dämpfen aus diesem Nieder  schlag zu sättigen, wobei nach dem bekann  ten physikalischen Gesetz der     Sublimation     die Verdampfung im festen Zustand ebenso  vor sich geht wie im flüssigen, solange im  Gas der     Wasserdampf-Teildruck    unter der  Sättigungsgrenze liegt.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCIH Verfahren zur Abscheidung von in Ga sen enthaltenen Dämpfen in fester Foren. insbesondere von fester Kohlensäure, durch Kühlung, bei dem die Kälte des von den abgeschiedenen Dämpfen getrennten Gases im Umschaltwechselbetrieb auf Eisenmassen von Kältespeichern übertragen und nachfol gend von dem durch die Kältespeicher ge leiteten, die abzuscheidenden Dämpfe enthal tenden Frischgas wieder aufgenommen wird, dadurch gekennzeichnet,
    dass die Abschei- dung der Dämpfe in fester I orln unmittel bar durch arbeitsleistende Entspannung des verdichteten Gas-Dampfgemisches in einer zwischen. den Kältespeichern unter Zwischen schaltung einer Schneefilterkammer angeord neten Expansionsmaschine bewirkt wird.
    UNTERANSPRUCH: Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass nur bezw. hauptsächlich Schnee von Dämpfen mit tieferen Gefrier punkten in der Filterkammer abgeschieden wird, während die bereits in dem betref fenden Kältespeicher niedergeschlagenen Dämpfe höherer Gefrierpunkte durch Sub limation vom herausgeleiteten Restgas wie der aufgenommen werden.
CH154429D 1927-06-23 1930-04-15 Verfahren zur Abscheidung von in Gasen enthaltenen Dämpfen in fester Form, insbesondere von Kohlensäure, durch Kühlung. CH154429A (de)

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CH128722T CH128722A (de) 1927-06-23 1927-06-23 Verfahren und Einrichtung zur Kondensation von in Luft und andern Gasen enthaltenen Dämpfen durch Kühlung.
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