CH154505A - Verfahren zur Herstellung eines Oxythionaphthens der Naphthalinreihe. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung eines Oxythionaphthens der Naphthalinreihe.

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CH154505A
CH154505A CH154505DA CH154505A CH 154505 A CH154505 A CH 154505A CH 154505D A CH154505D A CH 154505DA CH 154505 A CH154505 A CH 154505A
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Aktiengesellsc Farbenindustrie
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Ig Farbenindustrie Ag
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07DHETEROCYCLIC COMPOUNDS
    • C07D333/00Heterocyclic compounds containing five-membered rings having one sulfur atom as the only ring hetero atom
    • C07D333/50Heterocyclic compounds containing five-membered rings having one sulfur atom as the only ring hetero atom condensed with carbocyclic rings or ring systems
    • C07D333/74Naphthothiophenes

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)

Description


  Verfahren     zur        Herstellung    eines     Oxythionaplitliens    der     Naphtlialinreilie.       Es wurde gefunden, dass man bisher unbe  kannte     Oxythionaphthene    der     Naphthalinreihe     erhält,     worin        rnan        Dialkoxy-oder        Monobalogeri-          inono-alkoxy-naplithalinmonosulfosäuren    den  folgenden Reaktionen unterwirft:

   Die     Dialk-          oxy-oder        Halogenalkoxy-naphthalinmonosulfo-          säuren    werden, zweckmässig in einem indif  ferenten Lösungsmittel, wie Benzol oder  Chlorbenzol, mit     Phosphorpentachlorid    in die  entsprechenden     Sulfochloride    übergeführt und  hierauf in Gegenwart von Mineralsäuren mit  Zink oder Zinn zu den     Merkaptanen    reduziert.

    Aus letzteren erhält man durch alkalische  Kondensation mit     Monochloressigsäure    die       Dialkoxy-    oder Monohalogen -mono -     alkoxy-          naphthalin-thioglykolsäuren.    Nach Überfüh  rung in die     Thioglykolsäurechloride    mit       Phosphortrichlorid    oder     Thionylchlorid,    wird  in     indifferenten    Lösungsmitteln, zum Beispiel  Schwefelkohlenstoff, Benzol oder Chlorbenzol,  bei niedriger Temperatur mit Aluminium  chlorid der     Ringschluss    bewerkstelligt.

      Man erhält so in     glatter    Reaktion die  neuen     Oxythionaphthene    der     Naphthalinreihe.     



  Es war durchaus nicht zu erwarten, dass  die Reaktionen, insbesondere die Bildung  von     Sulfochloriden    in Gegenwart von     Phos-          phorpentachlorid,    die Reduktion in stark  mineralsaurem Medium und schliesslich die  Einwirkung von     Aluminiumchlorid    auf das       Thioglykolsäurechlorid,    sich glatt vollziehen  lassen, vielmehr musste man teilweise, wenn  nicht völlige,     Verseifung    der Äthergruppe  erwarten.  



  Das Ausgangsmaterial für dieses Verfahren  gewinnt man durch     Alkylierung    von     Dioxy-          naphthaliiimonosulfosäuren    oder aus     Amino-          riaphtholmonosulfosäuren    durch Ersatz der       Aminogruppe    gegen Halogen nach     Sandmeyer     und     Alylierung    der     Oxygruppe.     



  Es wurde weiter     gefunden,    dass diese  neuen     Oxythionaphthene    der     Naphthalinreihe     wertvolle Komponenten zum Aufbau von     Thio-          indigofarbstoffen    darstellen.

        Durch Einwirkung von oxydierend wir  kenden Mitteln erhält man daraus die sym  metrischen     Thioindigos.    Zur Bildung gemisch  ter Farbstoffe kondensiert man die neuen       Oxythiouaphtheue    der     Naphthalinreihe    mit       cyklischeno-Diketonen    oder deren     a-Derivaten.     Ferner lassen sich die     2-Anile,    die man aus  diesen     Oxythionaphthenen    erhält, mit Ver  bindungen mit reaktionsfähiger     Methylen-          gruppe,    zum Beispiel     Indoxylen,

          Oxythio-          naphthenen        etc.,    umsetzen.  



  Die neuen Farbstoffe zeichnen sich gegen  über analogen Farbstoffen     ohneAlkoxygruppen     ausser durch ihre wertvollen, nach Gelb ver  schobenen     Nüancen,    noch durch Intensität und  gutes Ziehvermögen, sowie durch gute Echt  heiten aus.  



  Vorliegendes Patent bezieht sich nun auf  ein Verfahren zur     Zierstellung    eines     Oxythio-          naphthens    der     Naphthalinreihe,    dadurch ge  kennzeichnet, dass man     2.8-Dimethoxyriaph-          thalin-6-sulfosäure    in das entsprechende     Sulfo-          chlorid    überführt, dieses zum     Merkaptan    re  duziert,

   das     Merkaptan    mit     Monochloressig-          säure        kondensiert    und die erhaltene     Thiogly-          kolsäure    nach Umwandlung in ihr Säure  chlorid in     4.6-Diinetboxynaplitlialiu-2.        1-oxy-          thiophen    überführt.  



  Das so erhaltene 4.     6-Dimethoxynaphtha-          lin-2.1-oxythiophen    schmilzt, aus Benzol um  kristallisiert, bei 194 0. Es liefert bei der Kon  densation     niit        5.7-Dichlorisatin    einen gelb  braunen, mit     5-Broniisatirichlorid    ein     Korinth,          niit        6-Chlor-oxythioriaphtheri-p-dimethylami        no-          anil    einen lebhaft rotbraun färbenden Farb  stoff.  



  <I>Beispiel;</I>  290 kg     2.8-dimethoxynaphthalin-6-sulfo-          saures    Natrium werden in 1000 Liter Chlor  benzol mit 208 kg     Phosphorpentachlorid    1     1/#a     Stunden auf<B>900</B> unter Rühren erhitzt. Das  Chlorbenzol wird dann im Vakuum     abdestilliert,     der Rückstand, welcher das     Sulfochlorid    dar  stellt, in Eiswasser eingetragen und abgesaugt.

    Die feuchte Paste wird in 1000 Liter Alkohol  bei 60 0 allmählich mit 400 kg Zinkstaub       versetzt,        dann        werden        1500        Liter        50        %ige     Schwefelsäure langsam eingetragen und die    Mischung unter     Rückfiuss    und Rühren 5 Stun  den zum Sieden erhitzt. Der Alkohol wird  dann     abdestilliert    und nach dem Verdünnen  mit Wasser wird das     kristallinischeMerkaptan     abgesaugt.

   Das Sauggut wird in 900 Liter  Natronlauge 33 0 und 2000 Liter Wasser  eingetragen und mit 100 kg     Monochloressig-          säure    bei 40-600 kondensiert. Durch An  säuern der     Lösung    erhält man die freie     Thio-          glykolsäure.    Die so erhaltene     2.8-Dimethoxy-          naphthalin-6-thioglykolsäure    kristallisiert aus  Benzol in farblosen Nadeln und schmilzt  bei 129 0.  



  27,8 kg     2.8-Dimethoxynaphthalin-6-thio-          glykolsäure    vom Schmelzpunkt<B>12,9"</B> werden  in 150 Liter Chlorbenzol mit 27 kg     Phos-          phortrichlorid    eine Stunde unter Rühren     auf     <B>85-900</B> erhitzt. Das gebildete     Thioglykol-          säurechlorid    wird bei 30 0 allmählich mit 30 kg       ,Aluminiumchlorid    versetzt und     1/2    Stunde  lang auf 50 0 erwärmt. Nach dem Abkühlen  wird mit Eis zersetzt und das Chlorbenzol  im Vakuum     abdestilliert.  

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung eines Oxythio- naphthens derNaphthalinreihe,dadurch gekenn zeichnet, dass man 2.8-Diinethoxynaphthalin- 6-sulfosäure in das entsprechende Sulfochlorid überführt, dieses zum Merkaptan reduziert, das Merkaptan mit Monochloressigsäure kon densiert und die erhaltene Thioglykolsäure nach Umwandlung in ihr Säurechlorid in 4.6-1)imethoxyriaphthalin-2 . 1 - oxythiophen überführt.
    Das so erhaltene 4.6-Dimethoxynaphtha- lin-2.1-oxythiopheri schmilzt, aus Benzol um kristallisiert, bei 194 ". Es liefert bei der Kondensation mit 5.7-Dichloi-isatin einen gelb braunes, mit 5-Bromisatinchlorid ein Korinth, mit 6-Chlor-oxythionaphthen-p-dimethylainino- anil einen lebhaft rotbraun färbenden Farb stoff. Das Produkt ist eine wertvolle Kompo nente zum Aufbau von Thioindigofarbstoffen.
CH154505D 1931-04-02 1931-04-02 Verfahren zur Herstellung eines Oxythionaphthens der Naphthalinreihe. CH154505A (de)

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