CH154966A - Vorrichtung zur verzerrungsfreien Verstärkung elektrischer Signale. - Google Patents

Vorrichtung zur verzerrungsfreien Verstärkung elektrischer Signale.

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CH154966A
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  Vorrichtung zur verzerrungsfreien Verstärkung elektrischer Signale.    Die Erfindung betrifft eine     Vorrichtung     zur verzerrungsfreien Verstärkung elek  trischer Signale und ist insbesondere ge  eignet, als Verstärker in Radioempfangs  apparaten oder in Ton- und     Sprechfilmappa-          raten    verwendet zu werden.  



  Bei den     Niederfrequenzverstärkern        wird     der der     Verstärkerröhre    Strom zuführende  Stromkreis mit einem Transformator verbun  den, der einen Eisenkern besitzt und dem  ein     Signalstrom    von einer passenden Strom  quelle zugeführt wird. Die Sekundärwick  lung dieses Transformators besteht notwen  digerweise aus einer grossen Zahl Windungen  feinen Drahtes und bildet     einen    hohen Wider  stand, der dem Gitter vorgeschaltet ist.  Fliesst Strom im Gitterstromkreis, so ist ein  Potentialabfall an der     Sekundärwicklung    des  Transformators vorhanden. Ist das Gitter der  Vakuumröhre negativ, so fliesst kein Strom  im Gitterstromkreis.

   Wenn jedoch das Gitter  der Vakuumröhre positiv ist, so wird ein Teil    der von der Kathode ausgesandten Elek  tronen aufgenommen, und es fliesst Strom.  Wenn kein Strom im     Gitterstromkreis    fliesst,  so werden die Potentialänderungen am Gitter  den     Spannungsänderungen,    die der Sekundär  wicklung des Transformators aufgedrückt  werden, genau proportional sein. Fliesst da  gegen Strom im Gitterstromkreis, so werden  die Potentialänderungen am Gitter nicht  genau denen entsprechen, die dem Stromkreis  aufgedrückt werden, weil der Widerstand  der     Sekundärwicklung    des     Transformators     einen Potentialabfall zwischen dem Gitter  und der Kathode bewirkt.

   Da das Gitter ge  wöhnlich auf dem Potential Null gehalten  wird, wird die einlangende Signalwelle zu  erst ein Schwingen des Gitterpotentials nach  negativen und dann nach positiven Werten  verursachen. Das Gitter wird den negativen  Teil der Welle genau aufnehmen und im  Anodenkreis der Röhre eine     unverzerrte    Ver  stärkung hervorrufen. Der     positive    Teil der      Welle wird einen Strom zwischen dem Gitter  und der Kathode hervorrufen. Der Span  nungsabfall ins der     Sekundärwicklung    des  Transformators wird eine Übereinstimmung  der Potentialänderungen     mit    den einlangen  den     Signalen    jedoch verhindern.

   Dadurch  entsteht eine Verzerrung des verstärkten  Stromes; der halbe Teil der Welle wird  genau übertragen und der andere halbe Teil  verzerrt, so dass die hervorgerufenen Signale  verschwommen und undeutlich werden, ob  wohl die Grösse der Röhre genügt, um unter       geeigneten    Bedingungen eine einwandfreie  Verstärkung zu ermöglichen.  



  Um diesen Nachteil der     Verstärkeranlage     zu überwinden, wurde eine     negative    Vor  spannung am Gitter der Vakuumröhre an  gebracht. Diese     Vorspannung    wurde genü  gend gross gewählt, um das     Gitter    immer  negativ zu halten und die positiven Wellen  des einlangenden Signals daran zu hindern,  das Gitterpotential über den Nullpunkt hin  auszuschwingen.

   Der Gebrauch einer     Gitter-          vorspannung        verhindert    Verzerrung, hat aber  einen andern grossen     Nachteil.    Es     wird    näm  lich die Stärke des von der Röhre abgehen  den     Stromes    so begrenzt, dass nicht nur die  Röhre an der     Hervorbringung    einer mög  lichst grossen Verstärkung gehindert wird,  sondern dass auch Verzerrung     eintritt,    wenn  eine Schwingung aussergewöhnlich grosser  Amplitude dem     Einführungsstromkreis    auf  gedrückt     wird,

      wenn zum Beispiel ein sehr  lauter oder hoher Ton am Mikrophon oder  an einer andern     Aufnahmevorrichtung,    die  die Quelle der Signale     bildet,        auftritt.     



  Gemäss der     Erfindung    ist die Kathode  eines ersten, Anode, Kathode und     Gitter    ent  haltenden     Elektrodensatzes    mit dem Gitter       eines    zweiten     ebensolohen        Elektrodensatzes     verbunden, so     .dass    die     Endimpedanz    des  ersten Satzes     zwischen    seiner Kathode und  dem negativen Pol der     Anodenbatterie    liegt  und die Eingangsimpedanz des zweiten  Satzes einen Teil der Endimpedanz des  ersten Satzes bildet.

   Der Eingangswiderstand  des zweiten     Elektrodensatzes        liegt    direkt  zwischen der Kathode des ersten Elektroden-    Satzes und dem negativen Ende der Anoden  batterie. Auf diese Weise kann ein Strom  kreis erhalten werden, der in     Serie    die  Anodenbatterie, die Anode und die Kathode  des ersten     Elektrodensatzes,    sowie das Gitter  und die Kathode des zweiten Elektroden  satzes umfasst, so dass das Gitter des zweiten  Satzes gegenüber der Kathode positiv ge  halten wird, wobei dieser     Stromkreis    durch  das Gitter des ersten Satzes gesteuert wird,

    so dass die diesem     Gitter        aufgedrückten    Span  nungsänderungen auf das Gitter des zweiten       Elektrodensatzes    übertragen und in dem  zweiten Satz mit Bezug auf die Kathode  kräftiger verstärkt werden. In die Verbin  dung     zwischen    dem Gitter des ersten     Elek-          trodensatzes    und der     Kathode    des zweiten  Satzes wird zweckmässig die Sekundärseite  eines Eingangstransformators geschaltet.  



  In der Zeichnung ist:       Fig.1    eine beispielsweise Schaltskizze,  die den Grundgedanken .der Erfindung zeigt,       Fig.2    eine graphische Darstellung der       Anoden-Strom-Charakteristik    einer     Verstär-          kerröhre,          Fig.    3 eine beispielsweise Schaltskizze, in  welcher die verschiedenen Teile     in    einer ein  zigen Mehrfachröhre angeordnet sind,       Fig.    4 ein senkrechter     Schnitt    durch ein  Ausführungsbeispiel einer gemäss der Erfin  dung hergestellten Röhre,

         Fig.    5 eine Draufsicht auf die in     Fig.    4  gezeigte Röhre,       Fig.    6, 7 und 8 senkrechte Schnitte durch  andere Ausführungsformen der Röhre,       Fig.    9 eine Skizze einer andern beispiels  weisen Schaltung, und       Fig.10    und 11 Skizzen     eines    Ausfüh  rungsbeispiels einer Röhre, die vier Kontakt  stifte besitzt.  



  In     Fig.    1 ist ein Transformator 10, der  den Signalstrom aufnimmt, gezeigt. Er be  sitzt eine Primärwicklung 11, die mit der  Signalquelle verbunden ist und eine Sekun  därwicklung 12. Hinter den Röhren ist ein  Ausgangstransformator 13 angeordnet, der  eine Primärwicklung 14 und eine Sekundär  wicklung 15 besitzt. Diese Transformatoren      sind von bekannter     Ausführung,    wie sie in  Verstärkungssystemen verwendet werden.  Die Primärwicklung 14 des Transformators  13 ist an einem Ende direkt mit .der Anode  16 einer Verstärkungsröhre 17 verbunden,  während das andere Ende der Primärwick  lung 11: an die positive Seite der Batterie  18 angeschlossen ist. Die negative Seite die  ser Batterie ist durch eine Leitung 19 mit  der Kathode 20 der Röhre 17 verbunden.

    Auch diese Anordnung weicht von den bei  Verstärkungsröhren üblichen Schaltungen  nicht ab.     LTm    eine verzerrungsfreie Verstär  kung durch die Vakuumröhre 17 zu er  reichen, wird eine Ausgleichsröhre 22 vor  der Röhre 17 angeordnet. Diese Ausgleichs  röhre kann dieselbe Konstruktion     wie    die       Verstärkerröhre    17 besitzen. Sie enthält ein  Gitter 23, welches mit der Sekundärwick  lung 12 des Transformators 10 verbunden  ist. Die Sekundärspule ist auf der andern  Seite an die Leitung 19 angeschlossen und  dadurch auch an die Kathode 20 der     Ver-          stärkerröhre    17 und an die negative Seite  der Batterie 18.  



  Die Kathode 24 der Ausgleichsröhre     wird     direkt mit dem Gitter 21 der Verstärker  röhre 17 durch eine Leitung 24' verbunden,  während die Anode 25 mit einem Punkt posi  tiven Potentials der Batterie 18 in Verbin  dung steht. Ein Kondensator 26 ist zu der  Batterie 18 in     1Zebenschluss    geschaltet, und  ein zweiter     Nebenschlusskondensator    27 kann,  wenn gewünscht, zwischen dem negativen  Ende der Batterie und dem Verbindungs  draht mit der Platte 2'5 der Röhre 22 an  geordnet werden. Diese Kondensatoren dienen  denselben Zwecken wie in     .den    bekannten  Verstärkern.  



  Die Wirkungsweise dieser     Anordnung    ist  folgendermassen: Die dem     Transformator    10  mitgeteilten Signale rufen eine Veränderung  des     Potentials    des Gitters 23 der Ausgleichs  röhre 22 hervor. In .der Röhre 22 fliesst     stän-          dio,    ein Raumladestrom, nämlich der Gitter  strom der Röhre 17, der durch die Potential  änderung des Gitters 23 in seinem Betrag  geändert, aber nie unterbrochen wird. Die    Kathode 20 wird stets negativ gegenüber dem  Gitter 21 gehalten, da die Kathode 24, die  direkt mit dem Gitter 21 verbunden ist, ein  positives Potential gegenüber dem Gitter 23  annimmt.

   Dies folgt daraus, dass in der Be  ziehung       i0   <I>-</I>     K        (e.        +   <I>D '</I>     e")3"       für die Röhre 22     ie    gleich dem kleinen  Gitterstrom der Röhre 17 ist, so dass     P,    für  das Gitter 23 negativ wird.  



  Erhält das Gitter 23 der Röhre 22 durch  einlangende Signale einen positiven Impuls,  so wird die Kathode 24 gleichfalls positiver,  und zwar auf Grund der Tatsache, dass prak  tisch     eg   <I>= - D</I>     #   <I>en</I> ist. Da die Kathode  direkt mit dem Gitter 21 verbunden ist, wird  dieses gleichfalls stärker positiv.  



  Erhält anderseits das Gitter 23 einen  negativen Impuls, so werden Kathode 24 und  Gitter 21 negativer.  



  Der Strom zwischen .der Kathode und der  Anöde in der Ausgleichsröhre 22 fliesst über  die Anode 25 zur Batterie 18 und zurück  über die Leitung 19 zur Kathode 20. Der  Gitterstrom der Röhre 17 ist also nicht ge  nötigt, sich über die sekundäre     Transforma-          torwicklung        auszugleichen,    wodurch die Ver  stärkung verzerrt würde, sondern der Aus  gleich findet über die Elektroden 24, 25  statt.

   Da der Widerstand zwischen der Ka  thode und der Anode der Ausgleichsröhre  durch die Veränderungen am Gitter dieser  Röhre beeinflusst wird, verursacht jeder Po  tentialabfall über diesen Widerstand eine  Veränderung am Gitter der Röhre 17, und  zwar sind diese Veränderungen proportional  den Spannungsänderungen am Gitter 23,  was sich aus der bereits angeführten Be  ziehung     eg    = - D     #        e.    leicht ergibt.  



  Die praktischen Ergebnisse sind in     Fig.    2  der Zeichnung veranschaulicht. Die Abbil  dung zeigt die charakteristische Kurve für  den Anodenstrom einer Vakuumröhre, in wel  cher auf der horizontalen Linie die Gitter  spannung aufgetragen ist und der Anoden  strom auf der senkrechten Linie in     Milli-          ampere.    Bis jetzt war es üblich, einen Punkt      _4 auf der charakteristischen Kurve so zu  wählen, dass die Gitterspannung negativ  bleibt, um zu verhindern, dass die ein  langende Signalwelle die     Gitterspannung     über den Nullpunkt und auf die positive  Seite der Kurve bringt. Gewöhnlich schwingt  in einer Röhre das     Gitterpotential    zwischen  den Punkten B und C, wie auf der Kurve  dargestellt ist.

   Jede Schwingung des Gitter  potentials über den Punkt C hinaus ver  ursachte bisher eine     Verzerrung    des ver  stärkten Stromes.  



  Die charakteristische Kurve ist eine Ge  rade, auch über den Nullpunkt der     Gitter-          spannung    hinaus, so dass .die Wirkung der  Vakuumröhre beträchtlich grösser ist bezüg  lich des das System verlassenden Stromes als  es bis jetzt innerhalb der Grenzen B und C  möglich war. Durch die Erfindung ist es  möglich, den     Mittelpunkt    der     Gitterpotential-          schwingung        anstatt    bei A im Nullpunkt der       Gitterspannung    oder auf der positiven Seite,  zum Beispiel bei A',     anzunehmen.    Dies ist  möglich durch die Wirkung der Ausgleichs  röhre.

   Die     Schwingung    der     Gitterspannung     ist jetzt nicht auf die negative Seite der  Kurve allein beschränkt, sondern sie kann  frei nach beiden Seiten     schwingen    und dabei  die Signale     unverzerrt    verstärken, wenn die  Gitterspannung zwischen den Punkten B auf  der negativen Seite und<B>C</B> auf der positiven  Seite der     ]Kurve        schwingt.     



  Aus der Betrachtung der Kurve ist er  sichtlich, dass die Stärke des das System ver  lassenden Stromes der Röhre bedeutend ge  steigert werden kann. Ebenso ist ersichtlich,  dass jeder Potentialabfall im Gitterstrom  kreis der Verstärkungsröhre, selbst wenn das  Gitter dauernd positiv ist, sich mit den Ver  änderungen des     Gitterpotentials    der     Ver-          stärkerröhre    so ändert, dass keine Verzerrung  in dem .das System     verlassenden    Stromkreis  der Röhre     eintritt.     



  Das positive Potential der Anode der  Ausgleichsröhre wurde als geringer an  gegeben als das Potential der Anode der Ver  stärkungsröhre. Es     wurde    indes gefunden,  dass dieses Potential selbst über das Potential    der Verstärkungsröhre gesteigert werden  kann mit einer gleichzeitigen Steigerung der  Verstärkung des das System verlassenden  Stromes.  



  In     Fig.3    der Zeichnung ist nur eine  Röhre 28 mit dem an sich bekannten Gitter  29, der Anode 30, der Kathode 31, der Hilfs  kathode 32 und einem     Hilfsgitter    33 ge  zeigt. Das     Hilfsgitter    33 ist direkt mit der  Hilfskathode 32 verbunden und überwacht  die     Elektronenaussendung    von der     ]Kathode     31 zur Anode 30. Ein Heizfaden 34 ist zur  Heizung der Kathode 32 vorgesehen und  ebenso ein Heizfaden 35 zum Heizen der Ka  thode 31. Diese Heizfäden können parallel  oder in Serie angeordnet werden, ebenso kann  ein einziger Heizfaden für beide     ]Kathoden     verwendet werden.  



  Zwei Drähte 36 führen von den     Heiz-          fäden    aus der Röhre und     sind    mit der  Sekundärwicklung 37 eines     Transformators     38 verbunden. Die     Primärwicklung    39 des  selben ist mit einer     Wechselstromquelle    ver  bunden. Das     Gitter    29 ist durch einen Draht  40 mit der Sekundärwicklung des den Strom  einführenden Transformators 42 auf übliche  Weise verbunden. Die Anode 30 ist durch  einen Draht 43 mit der     Primärwicklung    44  des Ausgangstransformators 45 verbunden.

    Das zweite Ende der     Sekundärwicklung    41  des Transformators 42 ist über einen Draht  41a mit der negativen Seite der Batterie 46  in Verbindung, während die positive Seite  der Batterie mit dem zweiten Ende der Pri  märwicklung 44 des Transformators 45 ver  bunden ist. Ein weiterer Draht 47 verbindet  die     ]Kathode    31 mit dem Draht 41a, der zur  negativen Seite der Batterie 46 führt und  den     Kondensator    48, der über die Batterie  auf bekannte Weise geschaltet ist. Die Wir  kung der     Vorrichtung    ist die gleiche wie bei  der Anordnung in     Fig.    1.  



  In den     Fig.    4 und 5 ist ein Ausführungs  beispiel der     Anbringung    der verschiedenen  Einzelteile in der Röhre gezeigt. Eine Anode  49, die der Anode 30 der     Fig.    3 entspricht,  besteht aus einer flachen Röhre aus Nickel  blech oder aus anderem Metall. In dieser      Röhre befinden sich die andern Teile. Ein  Gitter 50, das dem     Gitter    29 der     Fig.    3 ent  spricht, besteht aus einem     Molybdän-    oder  einem andern geeigneten Draht, der schrau  benförmig innerhalb der Anode angeordnet  ist, sich in dieser Röhre der Länge nach er  streckt und von deren     Wänden    um geringes  absteht.

   In dem Gitter 50 befindet sich die  Kathode 51, die aus     einem    Nickelzylinder  oder ähnlichem, geeignetem Metall hergestellt  und mit Elektronen aussendendem Stoff  überzogen ist. Ein Draht 52 verbindet das  zweite     Gitter    53 mit dieser Kathode. Das  Gitter 53 ist parallel zum Gitter 50 angeord  net und besteht aus einem gleichen, schrau  benförmig gewundenen Draht. Innerhalb des  Gitters 53 befindet sich die Kathode 54 von  gleicher Ausführung wie die Kathode 51.  



  Die Kathoden -51 und 54 werden auf ge  eignete Weise geheizt. Im     Ausführungsbei-          spiel    sind zwei Stäbchen 55, 56 aus Isolier  material innerhalb der Kathoden 51     bezw.     54 gezeigt. Jedes dieser Stäbchen besitzt  eine     Bohrung.    die sich der Länge nach in  der Mitte des Stäbchens erstreckt, durch  welche der Faden 57 geführt ist. Ein Sockel  58 unterstützt die Teile der Röhre auf ge  eignete Weise. Die elektrischen Verbin  dungen können zum Beispiel in den Sockel       eingesieglt    werden. Die Anode 49 ist durch  die Leitung 59, das Gitter 50 durch die Lei  tung 60, die Kathode 54 durch die Leitung  61 mit dem Sockel verbunden.

   Die beiden  Enden des Fadens 57 sind auch     in    dem  Sockel 58 eingesiegelt. Dadurch     entstehen     fünf Kontakte, so     .dass    die Röhre an     Stelle     einer mit fünf     Endkontakten        versehenen,    be  kannten Röhre gesetzt werden kann. Die  Wirkungsweise der Röhre ist die gleiche  wie bei der Röhre nach     Fig.    3.  



  In     Fig.    6 umgibt die zylindrische Anode  62 ein Paar schraubenförmig gewundene  Gitter 63 und 64, die in der Röhre hinter  einander angeordnet sind, das heisst sie liegen  in derselben Achse, sind aber     räumlich    von  einander getrennt.

   Das     Gitter    63 entspricht  dem Gitter 29 der     Fig.    3 und ist mit dem  Aussenstromkreis durch eine Leitung 65 ver-         bunden.        Innerhalb    der Gitter 63 und 64 be  finden sich die Kathoden 66     bezw.    67,     dio     ungefähr gleich lang sind wie     die    zu  gehörigen     Gitter.    Die Kathode 66     entspricht     der Kathode 32 der     Fig.    3 und ist mit dem       Gitter    64 durch eine Leitung 68, wie ge  zeigt, verbunden. Die Kathode 67 ist mit  dem Aussenstromkreis durch den Draht 69  verbunden.

   Ebenso verbindet ein Draht 70  die Anode 62 mit dem Aussenstromkreis.  



  Um die Kathoden 66 und 67 zu heizen,  ist. ein Isolierstab 71, der durch die beiden  Kathoden geht, längsweise angeordnet und  besitzt ein Paar     axiale    Bohrungen.     Einhaar-          nadelförmiger    Faden 72, dessen einer Seiten  teil sich durch eine Bohrung und dessen an  derer Seitenteil sieh durch die zweite Boh  rung des Isolierstabes erstreckt, ist an den  Enden jedes dieser Seitenteile mit dem       Aussenstromkreis    durch Leitungen 73 verbun  den. Die Wirkungsweise der Konstruktion  ist die gleiche     wie    in     Fig.    3.  



  In     Fig.    7 ist eine geänderte Ausführungs  form gezeigt. Die Kathode 74, aus einer  Nickelröhre hergestellt,     entspricht    der Ka  thode 32 der     Fig.    3 und ist von einer schrau  benförmigen Windung 75, die das Gitter,  entsprechend dem Gitter 29 der     Fig.    3, dar  stellt. Um das Gitter herum ist die Anode  76 angeordnet, vorzugsweise in Form einer  Röhre, und entspricht der Anode 30 der       Fig.    3. Eine zweite Anode 77, die einen be  trächtlich grösseren Durchmesser besitzt als  die Anode<B>76,</B> ist um die letztere herum an  geordnet und elektrisch mit ihr durch die       Leitung    78 verbunden.

   Dadurch werden die  beiden zylindrischen Anoden 76 und 77 zu  einer einzigen Anode gemacht. Zwischen den  beiden Anoden befindet sich eine Mehrzahl  Kathoden 79, von denen jede von einem  Gitter 80 umgeben ist. Diese Kathoden ent  sprechen der Kathode 31 der     Fig.3.    Alle  Gitter 80 sind mit .der Kathode 74 durch  Drähte 82 verbunden, welche Gitter dem  Gitter 33 der     Fig.    3 entsprechen.  



  Um die Kathoden 74 und 79 zu heizen,  sind     Isolierröhren    vorgesehen, durch welche  sich die     haarnadelförmigen    Fäden, wie in Be-           sprechung    der     Fig.    6 erläutert, erstrecken.  Diese Fäden sind parallel oder in Reihe ge  schaltet. Eine beliebige Anzahl Kathoden 79  und Gitter 80     kann    verwendet werden. In  der Figur sind sechs als bevorzugte Anzahl  gezeigt. Die Wirkungsweise der Röhre     ist          -wieder    die gleiche wie in den vorher     be-          spröchenen    Ausführungsformen.  



  In     Fig.    8 ist eine weitere Ausführungs  form der Erfindung gezeigt. Eine zylin  drische Kathode 88 mit geeignetem     Heiz-          mittel,    wie zum Beispiel dem Faden 84, ist  von einem     schraubenförmig    gewundenen  Draht 85 umgeben. Dieser Draht stellt die  Kathode und das     Gitter    entsprechend der Ka  thode 32 und dem Gitter 33 der     Fig.    3 dar.  Um die Windung 85 ist eine weitere schrau  benförmige Windung 86, die das     Gitter    ent  sprechend dem Gitter 29 der     Fig.    3     darstellt,     angeordnet. Eine zylindrische Anode 87 um  gibt das Gitter 86.

   In diesem Fall erhält  die Elektrode 85, die gleichzeitig als Ka  thode und     Gitter    wirkt, genug Hitze von der  ersten Kathode 83, so dass sie Elektronen  aussendet, die dieselbe Wirkung hervorrufen,  wie in den bereits beschriebenen Ausfüh  rungen. Die Elektrode 85 ist vorzugsweise  mit einem bei niedrigerer Temperatur Elek  tronen aussendenden Material versehen, als  es bis jetzt üblich war, da es von der Hitze  der ersten Kathode 83 abhängig ist und des  halb auf einer niedrigeren Temperatur ver  bleibt als die Kathode 83. Da sie von einer  Hülle umgeben ist, die bei niedrigeren Tem  peraturen aktiv ist, wird sie ähnlich wirken,  wie die Kathode 32 der     Fig.    3. Als Material  für die Hülle wird vorzugsweise     Zäsium     verwendet.  



  Das Netz des kombinierten     Gitters    und  der Kathode ist vorzugsweise viel feiner als  das     I'Tetz    des äussern Gitters, so dass die Ver  stärkungskonstante des äussern Gitters ge  ringer ist als die des     innern.     



  Eine positive     Vorspannung    am Einfüh  rungsgitter kann bei Röhren entsprechend  der Erfindung von Vorteil sein. Da das  Gitter 23 im Einführungsstromkreis ständig  negativ gegenüber der Kathode 24 ist, wird    die positive     Vorspannung    einem Teil der  negativen     Vorspannung,    die sich     sehon    dort  befindet, entgegenarbeiten, und das Gitter  wirkt über den geraden Teil der Röhren  Charakteristik.

   Eine solche     Gittervorspan-          nung    kann mit Hilfe eines Widerstandes 89,       wie    in     Fig.    9 dargestellt ist, erzeugt werden,  oder es kann eine Batterie in die     Transfor-          mator-Kathodenleitung    eingeschaltet werden,  wobei ihre positive Seite mit dem Gitter 29  verbunden ist.  



  Die Röhre kann auch auf einem Sockel  mit vier     Anschlusskontaktstiften    montiert  werden, wobei die Kathode 31 direkt mit  einem Punkt des Heizstromkreises verbunden  wird, wie dies in     Fig.    10     angedeutet    ist. Die       Schaltung    kann auch nach     Fig.    11 so vor  genommen werden, dass die Kathode 31 mit  dem Mittelpunkt eines Widerstandes 90, der  die Heizfäden verbindet und im Sockel an  geordnet- ist, verbunden wird. Diese Kon  struktion hat -den Vorteil, dass kein Anoden  strom durch den Heizfaden fliesst und daher  der Heizfaden nicht übermässig beansprucht  werden kann.  



  Röhren der beschriebenen Art besitzen  einen sehr starken Ausgangsstrom, weil die  Impedanz des     Ausgangsstromkreises    sehr ge  ring ist und eine sehr hohe Verstärkungs  konstante kann, ohne .die Impedanz wesent  lich zu     vergrössern,    benutzt werden. Die Wir  kung der Röhre ist durch die hohe Tempera  tur der Anode wegen des hohen Anoden  stromes begrenzt. Dies wird jedoch durch  Steigerung der Verstärkungskonstante und  dadurch, dass der Anodenstrom mit grosser  Amplitude schwingt, wieder ausgeglichen.  



  Während die beschriebenen Röhren in  Verbindung mit einer     Wechselstromquelle    für  die Heizenergie gezeigt wurden, wird die  Röhre ebenso gut arbeiten, wenn irgend  welche andere     Heizmittel    für die Kathode  verwendet werden. Die Röhre kann für Ver  stärkungen entweder in Radio- oder     Audion-          Frequenzströmen    verwendet werden, und  auch als     Oszillator,        Modulator    oder Detektor.  



  Die auf diese Weise hergestellte Elek  tronenröhre besitzt vier oder fünf End-           kontakte,    so dass sie an Stelle der bekannten       Wechselstromröhren    gesetzt werden kann.  Da es nicht notwendig ist, die Schwingung  des Gitterpotentials im     Einfülhrungsstrom-          kreis    zu begrenzen,     wird    eine besonders grosse  Verstärkung erzielt.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Vorrichtung zur verzerrungsfreien Ver.- stärkung elektrischer Signale, mit Hilfe zweier eine Kathode, eine Anode und ein Gitter enthaltender Elektrodensätze, dadurch gekennzeichnet, dass das Gitter des zweiten Elektrodensatzes mit der Kathode des ersten Elektrodensatzes verbunden ist, so dass die Endimpedanz des ersten Satzes zwischen sei ner Kathode und dem negativen Pol der Anodenbatterie liegt und die Eingangsimpe danz des zweiten Satzes einen Teil der End- impedanz des ersten Satzes bildet.
    UNTERANSPRüCHE 1. Vorrichtung nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass der Eingangs widerstand des zweiten Elektrodensatzes (17) direkt zwischen der Kathode (24) des ersten Elektrodensatzes (22) und dem negativen Pol der Anodenbatterie (18) liegt. 2.
    Vorrichtung nach Patentanspruch, ge kennzeichnet durch einen Stromkreis, der in Serie die Anodenbatterie (18), die Anode (25) und die Kathode (24) des ersten Elektrodensatzes (22), sowie das Gitter (21) und die Kathode (20) des zweiten Elektrodensatzes (17) umfasst, so dass das Gitter (21) gegenüber der Ka thode (20) positiv gehalten wird, wobei dieser Stromkreis durch das Gitter (23) des ersten Satzes gesteuert wird, so dass die diesem Gitter (23) aufgedrückten Spannungsänderungen auf das Gitter (21) übertragen und in dem zweiten Elek- trodensatz kräftig verstärkt werden. 3.
    Vorrichtung nach Unteranspruch 2, da durch gekennzeichnet, dass in die Verbin dung zwischen dem Gitter (23) des ersten Elektrodensatzes (22) und der Kathode (20) des zweiten Elektrodensatzes (17) die Sekundärseite (12) eines Eingangstrans formators geschaltet ist. 4. Vorrichtung nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass die beiden Elektrodensätze mit einer gemeinsamen Anode und der direkten Verbindung zwi schen dem Gitter des zweiten Satzes und der Kathode des ersten Satzes in einer gemeinsamen, evakuierten Hülle unter gebracht sind. 5. Vorrichtung nach Unteranspruch 4, da durch gekennzeichnet, dass die Kathode indirekt geheizt wird. 6.
    Vorrichtung nach Unteranspruch 4, da durch gekennzeichnet, dass die Anode aus einer flachen Röhre besteht, innerhalb welcher zwei parallele, die Gitter dar stellende Drahtspiralen angeordnet sind. 7. Vorrichtung nach Unteranspruch 6, da durch gekennzeichnet, dass sich innerhalb der Drahtspiralen die Kathoden befinden. B. Vorrichtung nach Unteranspruch 6, da durch gekennzeichnet, dass durch Boh rungen der Kathoden der Heizfaden ge führt wird.
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