Verfahren zur 1fferstellung einer neuen Celluloseverbindung. Gegenstand vorliegender Erfindung ist ein Verfahren zur Herstellung einer neuen Zelluloseverbindung, dadurch gekennzeichnet, dass man auf das Produkt, das erhalten wurde durch Aufeinandereinwirkenlassen eines Äthylenhalohydrins, Alkali und Zellu lose, Ätznatron und Schwefelkohlenstoff ein wirken lässt.
Die Reaktion, welche zur Bildung der Zelluloseverbindung führt, kann durch fol gende Gleichung veranschaulicht werden:
EMI0001.0014
Natriumalkoholat des Monozelluloseäthylen- glykoläthers
EMI0001.0018
Xanthat des Monozelluloseäthylenglykol- äthers. Das erfindungsgemäss dargestellte Pro dukt wird hier als Xanthat des Monoäthylen- glykoläthers der Zellulose bezeichnet.
Ob wohl es sehr wahrscheinlich ist, dass das er findungsgemäss dargestellte Produkt eine Ver bindung bezw. ein Derivat des angegebenen Types ist, ist zu bemerken, dass seine Zu sammensetzung und chemische Struktur nicht vollkommen sicher feststeht.
Das Verfahren kann in verschiedener Weise ausgeführt werden; im folgenden wer den die wichtigeren Arbeitsweisen geschil dert: <I>Arbeitsweise 1.</I>
Man lässt auf Alkalizellulose ein Athylen- halohydrin einwirken, wäscht das rohe Re aktionsprodukt und behandelt es sodann mit einer Ätznatronlösung und Schwefelkohlen stoff.
<I>Arbeitsweise 2.</I>
Man lässt ein Äthylenhalohydrin auf Alkalizellulose einwirken, bringt das Reak- tionsprodukt, ohne es zu waschen, mit einer weiteren Menge Ätznatronlösung zusammen und behandelt es schliesslich mit Schwefel kohlenstoff.
<I>Arbeitsweise 3.</I> Alkalizellulose wird der Wirkung eines Äthylenhalohydrins ausgesetzt und das rohe, ungewaschene Reaktionsprodukt mit einer frischen Menge Ätznatronlösung versehen und schliesslich mit Schwefelkohlenstoff be handelt.
<I>Arbeitsweise</I> Ein Äthylenhalohydrin und Schwefel kohlenstoff werden Alkalizellulose gleichzei tig oder nacheinander in (beliebiger Reihen folge) zugefügt; im Falle man den Schwe felkohlenstoff vor dem Halohydrin zusetzt, darf nur ein so kurzer Intervall zwischen den Zusätzen liegen, dass eine Umwandlung der Alkalizellulose in Xanthat in grösserem Umfange nicht stattfindet.
<I>Arbeitsweise 5.</I>
Auf Alkalizellulose wird ein Äthylen- halohydrin einwirken gelassen und :das Re aktionsprodukt, vermutlich der Monoäthylen- glykoläther der Zellulose aus dem Reaktions gemisch isoliert.
Dies kann zum Beispiel in der Weise geschehen, dass man die Reak tionsmasse, gegebenenfalls nach Aus waschung in einer verdünnten Ätznatron- lösung auflöst, die so erhaltene Lösung, wenn nötig, durch Filtration, Zentrifugieren, Ab sitzenlassen und Dekantieren oder dergleichen von-ungelösten Anteilen befreit und die ge löste Oxyalkylzellulose mittelst eines sauer reagierenden Stoffes oder eines wasserentzie henden Mittels, beispielsweise Alkohol, aus fällt.
Die ausgefällte Oxyalkylzellulose wird (gegebenenfalls nach erfolgtem Waschen und Trocknen) wieder in Natronlauge gelöst und die Lösung mit Schwefelkohlenstoff zusam mengebracht.
<I>Arbeitsweise 6.</I>
Das Verfahren wird gemäss Arbeitsweise 5 gehandhabt,- jedoch mit dem Unterschiede, dass die sich aus der Behandlung der Alkali zellulose mit dem Äthylenhalohydrin er gebende Reaktionsmasse gewaschen und hier auf, gegebenenfalls nach Trocknung, mit einer Atznatronlösung von solcher Stärke zusammengebracht wird, dass die der Oxy- alkylzellulose zugesetzte Menge zusammen mit dem darin allenfalls enthaltenen Wasser ein solches Verhältnis von Wasser zu Ätz natron und Zellulose ergibt, wie man es in der Lösung oder Paste haben will,
welche für technische Zwecke oder für die Isolie rung des Oxyalkylzellulosexanthates be stimmt ist, worauf man die Lösung, Paste, oder Suspension (der Charakter und das Aus sehen des Reaktionsgemisches in dieser Stufe hängt von der darin vorhandenen Menge des alkalilöslichen Oxyalkylderivates der Zellu lose ab) der Einwirkung von Schwefelkohlen stoff aussetzt.
<I>Arbeitsweise 7.</I>
Man lässt ein Athylenhalohydrin auf Al kalizellulose .einwirken, bringt das Reaktions- produkt, ohne es zu waschen, mit einer sol chen Menge Wasser und/oder Ätznatron zu sammen, die gemeinsam mit dem in der Al kalizellulose enthaltenen Ätznatron und Was ser eine solche .Stärke der Ätznatronlösung und ein solches Verhältnis der letzteren zum Oxyalkylzellulosexanthat ergeben,
wie es für die Lösung oder Paste erwünscht ist, die für technische Zwecke oder für die Isolie rung des Oxyalkylzellulosexanthates be stimmt ist; hierauf setzt man die Lösung, Paste oder Suspension (der Charakter und das 1 zssehen der Reaktionsmasse in dieser Stufe hängt von der vorhandenen Menge des alkalilöslichen Oxyalkylderivates der Zellu lose ab) der Einwirkung von Schwefelkohlen stoff aus.
Es wird ausdrücklich festgestellt, dass es nicht beabsichtigt ist, die Erfindung auf die vorstehend beschriebenen Ausführungsfor men des Verfahren zu beschränken.
Nach der Behandlung mit Schwefel kohlenstoff kann das Endprodukt gereinigt oder aus den Reaktionsgemischen bezw. ihren, gegebenenfalls filtrierten Lösungen isoliert werden, welche gegebenenfalls mit einer schwachen sauren Säure, zum Beispiel Essig säure, neutralisiert sein können. Die Isolie rung geschieht zweckmässig durch Ausfällen' mit einem Alkohol, zum Beispiel Methyl- oder Äthylalkohol oder mit einer Salzlösung zum Beispiel Kochsalzlösung oder der Lö sung eines Aluminiumsalzes oder dergleichen oder mit Kohlensäure, schwefliger .Säure, Natriumbisulfit oder dergleichen.
Die Lö sungen können auch mittelst Dialyse gerei nigt werden. In vielen Fällen ist eine Reinigung oder Isolierung überflüssig, da das rohe Reak tionsprodukt in Ätzalkalilösungen leicht lös lich ist und hierbei Lösungen ergibt; die wenig oder gar keine ungelösten Bestandteile enthalten.
Das neue Produkt, das zur Herstellung von Kunststoffen, wie künstliche Fäden, ins besondere künstliche Seide, Filme, Überzüge und Schichten jeder Art, Appreturen von Geweben, Papier, Leder und dergleichen, Schlichten von Gespinsten, Buchbinderlein- wand, Kunstleder, Klebemittel und Kitte, Platten und plastische Massen iin allge meinen, Verdickungsmittel,
bezw. Fixier- mittel für Pigmente im Textildruck und der gleichen verwendet werden kann, stellt je nach dem Wasser und Alkaligehalt eine Lö sung oder Paste dar, die in rohem Zustand ungefähr die Farbe von gewöhnlicher Vis kose hat. Die Lösung oder Paste ist fällbar durch Säuren, Salze, Gemische von Säuren und Salzen, sowie durch wasserentziehende Mittel wie Alkohol.
Bei Fällung mit Säuren tritt Spaltung unter Rückbildung des Ogy- alkylderivates der Zellulose ein, bei Fällung mit Alkohol fällt unmittelbar das unier setzte Xanthat des O$yalkylderivates der Zellulose, welches von beschränkter Halt barkeit ist, sich in Ätzalkalilösungen löst @,xnd aus solchen Lösungen mit verdünnter Schwefelsäure im obigen Sinne wieder aus gefällt werden kann. Das mit Alkohol ge- fällte Xanfhat stellt im trockenen Zustande eine fast farblose, flockige oder bröckelige Substanz dar.
Die Lösung oder Paste liefert, wenn sie auf einer Glasplatte ausgebreitet und mit einem geeigneten Fällungsmittel, wie verdünnte HZS04 behandelt wird, eine zu sammenhängende Haut.
Dass die Oxyalkyläther der Zellulose der Xanthatreaktion zugänglich sind, ist über raschend, wenn man bedenkt, dass wenigstens eine (und wenn nur eine, wahrscheinlich die reaktionsfähigste) Hydroxylgruppe des Zel- lulosemoleküls durch die Oxyalkylgruppe verlegt ist. Es ist ferner bemerkenswert, dass im Gegensatz zu Zellulose selbst, die Xan- thatreaktion schon in Gegenwart verdünnter Alkalilösungen leicht stattfindet.
(Siehe Ar beitsweisen 5-7 und Beispiele 7-16.) Die sich verdünnter Alkalilösung bedie nende Ausführungsform des vorliegenden Verfahrens ermöglicht die Vereinigung des Sulfidierungs- und Lösungsvorganges zu einer Operation.
Es ist unmöglich, jede Bedingung anzu geben, welche in jedem einzelnen Fall den gewünschten Erfolg herbeiführt. Man muss sich klar darüber sein, dass Vorversuche un- erlässlich sind, um in jedem besonderen Falle diejenigen Arbeitsbedingungen zu ermitteln, welche für eine besondere Zellulosesorte und eine besondere Art der Xanthogenierung ge eignet sind.
Die folgenden Beispiele dienen der prak tischen Erläuterung der Erfindung, die je doch auf diese Beispiele keineswegs be schränkt ist. Die angegebenen Teile bedeu ten Gewichtsteile: <I>Beispiel</I> r: 1000 Teile Holzzellstoff (Feuchtigkeit 9 bis 10%) oder 1000 Teile Baumwollinters (Feuchtigkeit 7 bis<B>8%)</B> werden mit 20000 Teilen 18%iger Natronlauge bei 15 C ge tränkt und das Reaktionsgemisch durch drei Stunden bei Zimmertemperatur stehen ge lassen.
Nach dieser Zeit wird die Alkali zellulose auf 3400 Teile abgepresst und in einem Zerfaserer ' drei Stunden lang bei 12 bis<B>13'</B> C zerkleinert, worauf 100 Teile Äthylenühlorhydrin allmählich zugesetzt werden und die Reaktionsmasse in einem Zerfaserer während etwa drei Stunden bei 20 C geknetet wird. Nach dieser Zeit führt man die Reaktionsmasse in ein verschliess bares Gefäss über und hält sie darin 21 Stun den bei 20 \C. Eine dann entnommene Probe zeigt, dass die Masse zum Teil in verdünnter Natronlauge (von beispielsweise 10%)
lös lich geworden ist und dass die filtrierte Lö sung beim Ansäuern mit verdünnter Schwe felsäure einen voluminösen Niederschlag gibt.
Die Reaktionsmasse wird nun in einer Filterpresse oder auf einem goliertuch mit Wasser alkalifrei gewaschen und hierauf auf etwa das drei- oder vierfache Gewicht der Ausgangszellulose abgepresst. Der Wasser gehalt des abgepressten Produktes wird be stimmt, indem man eine Probe bei 105 trocknet.
Hierauf wird die Masse (bei 15 C) mit einer solchen Menge Wasser und Atznatron gut durchgerührt, -dass sie unter Berücksich tigung des in ihr enthaltenen Wassers 20000 Teile 18%iger Natronlauge enthält.
Das Reaktionsgemisch wird nun drei Stunden lang bei Zimmertemperatur gehal ten, hierauf auf 3400 bis 4000 Teile abge- presst und in einem Zerfaserer drei Stunden lang bei 12 bis 13 C zerkleinert. Unmit telbar nach der Zerkleinerung werden 600 Teile Schwefelkohlenstoff zugesetzt, die Masse in ein verschliessbares Gefäss gebracht und darin 10 Stunden bei 19 bis 20' C be lassen.
Dann wird der überschüssige Schwe felkohlenstoff abgeblasen, was etwa 15 Mi nuten beansprucht, und die ganthierte Masse in Wasser und Ätznatron zum Beispiel so aufgelöst, dass eine Lösung entsteht, die un gefähr 5 bis 7 % des Trockenrückstandes des gewaschenen und gepressten ogyalkylierten Produktes und 87o Ätznatron enthält.
Die von ungelösten Anteilen praktisch freie Lösung ist durch Salzlösungen, zum Beispiel starke Ammoniumchloridlösung oder Natriumchloridlösung oder Ammonium- sulfatlösung oder durch Alkohol oder Säuren, zum Beispiel Schwefelsäure, Salzsäure, oder saure Salze beispielsweise Natriumbisulfat fällbar.
Es wurde gefunden, dass der Nieder schlag, den man durch Zusatz von Äthyl oder Methylalkohol unter Rühren erhält, wenn er auf einem Filter gesammelt, einige- male mit Alkohol gewaschen, mit Äther er schöpft und bei Zimmertemperatur unter vermindertem Druck getrocknet wird, eine fast farblose, flockige oder bröcklige Sub stanz ist, die sich in Ätzalkalilösung löst. Ihre Lösungen werden durch Ansäuern bei spielsweise mit Schwefelsäure, gefällt.
<I>Beispiel 2:</I> Arbeitsweise wie in Beispiel 1, mit dem Unterschiede, dass nicht 100, sondern 200 Teile Ithylenchlorhydrin verwendet werden. Die Aufarbeitung des Xanthates erfolgt wie in Beispiel 1.
Die Eigenschaften des Endproduktes und seiner Lösungen sind denen der gemäss Bei spiel 1 erhaltenen gleich. <I>Beispiel 3:</I> Arbeitsweise wie in irgend einem der vorangehenden Beispiele, mit dem Unter schiede, dass die Reaktionsmasse unmittelbar nach der dreistündigen Verknetung mit dem Äthylenchlorhydrin gewaschen und hierauf nach einem der vorangehenden Beispiele weiterbehandelt wird.
Die Eigenschaften des Endproduktes sind ähnlich denen der nach den vorangehenden Beispielen hergestellten Produkte. <I>Beispiel 4:</I> Arbeitsweise wie in irgend. einem der vorhergehenden Beispiele, mit dem Unter schiede, dass die aus dem Ogyalkylierungs- vorgange hervorgehende Reaktionsmasse, ohne gewaschen zu werden, mit 16000 Teilen 18 % iger Natronlauge von 15 C getränkt wird, worauf dann die Abpressung, Zerklei nerung und Sulfidierung, kurzum die weitere Verarbeitung wie in den vorhergehenden Bei spielen erfolgt.
Die Eigenschaften des Endproduktes und seiner Lösungen sind denen der sich in den vorangehenden Beispielen ergebenden Pro dukte ähnlich.
<I>Beispiele 5:</I> 1000 Teile Holzzellstoff (Feuchtigkeit 9 bis 10 %) oder 1000 Teile Baumwollinters Feuchtigkeit 7 bis<B>8%)</B> werden mit 20000 Teilen 18%iger Ätznatronlösung von 15 C getränkt und das Reaktionsgemisch drei Stunden bei Zimmertemperatur stehen gelas sen.
Nach dieser Zeit wird die Alkalizellu- lose auf 3400 Teile abgepresst, drei Stunden lang in einem Zerfaserer bei 12 bis 13 C zerkleinert und hierauf mit 100 Teilen Äthy- lenchlorhydrin allmählich versetzt. Dann wird die Reaktionsmasse im Zerfaserer etwa drei Stunden lang bei 20 C weiter geknetet, sodann in ein verschliessbares Gefäss überge führt und dort 21 Stunden bei 20 C sich selbst überlassen.
Nach Ablauf dieser Zeit werden der eine für die nachfolgende Xanthatreaktion ge nügende Menge unverbrauchten Ätznatrons enthaltenden Reaktionsmasse 600 Teile Schwefelkohlenstoff zugesetzt, den man durch 8 Stunden bei 19 bis 20 C einwirken lässt. Man bläst sodann während 15 bis 20 Minuten den überschüssigen Schwefelkohlen stoff ab und löst das entstandene Xanthat beispielsweise in einer solchen Menge Ätz natron und Wasser, dass die Lösung des Xanthates 6,5 % der Ausgangszellulose und 8 % Na0H enthält.
Die Lösung ist praktisch frei von unge lösten Anteilen und ist durch stärke Salz lösungen, zum Beispiel Ammoniumchlorid-, Natriumchlorid-, Ammoniumsulfatlösung oder durch Alkohol, Säuren, zum Beispiel Schwefelsäure oder Salzsäure, oder saure Salze, zum Beispiel Natriumbisulfat, fäll bar.
Wenn der Niederschlag, den man durch Zusatz von Äthyl- oder Methylalkohol unter Rühren erhält, auf einem Filter gesammelt, einigemale mit Alkohol gewaschen, mit Äther erschöpft und bei Zimmertemperatur unter vermindertem Druck getrocknet wird, ist das Produkt eine fast farblose, flockige oder bröcklige Substanz, die sich in Ätz alkalilösung und Wasser leicht löst. Beide Lösungen geben beim Ansäuern, zum Bei spiel mit Schwefelsäure Niederschläge. Die analytischen Resultate sind ähnlich denen, die man nach Beispiel 1 erhält.
<I>Beispiel 6:</I> Arbeitsweise wie in Beispiel 5, mit dem Unterschiede, dass man nicht<B>100,</B> sondern 200 Teile Äthylenchlorhydrin verwendet.
Aufarbeitung des Xanthates wie in dem vorangehenden Beispiel.
Die Eigenschaften des Endproduktes sind denen des Produktes gemäss Beispiel 1 ähn lich. <I>Beispiel i</I> Arbeitsweise wie in Beispiel 5, mit dem Unterschiede, dass nicht 200, sondern 300 Teile Athylenchlorhydrin verwendet werden.
Aufarbeitung des Xanthates wie in den vorhergehenden Beispielen.
Die Eigenschaften des Endproduktes sind denen des Produktes gemäss Beispiel 1 ähn lich. <I>Beispiel 8:</I> Arbeitsweise wie in Beispiel 5, mit dem Unterschiede, dass nicht 100 sondern 500 Teile Äthylenchlorhydrin verwendet werden.
Aufarbeitung des Xanthates wie in den vorangehenden Beispielen.
Die Eigenschaften des Endproduktes sind denen des Produktes gemäss Beispiel 1 ähn lich. <I>Beispiel 9:</I> Arbeitsweise wie in Beispiel 5 oder 6 oder 7 oder 8, mit dem Unterschiede, dass der Zusatz des Äthylenchlorhydrins bei 15 C stattfindet, dass das Kneten bezw. Zerklei nern der Reaktionsmasse aus All.:alizellulose und Äthylenchlorhydrin durch drei Stunden ,bei 15 -C stattfindet und dass der Zusatz des Schwefelkohlenstoffes unmittelbar nach Ablauf der drei Stunden erfolgt. Aufarbeitung des Xanthates wie in den vorangehenden. Beispielen.
Die Eigenschaften des Endproduktes sind denen des Produktes. gemäss Beispiel 1 ähn lich.
<I>Beispiel 10:</I> Arbeitsweise wie in einem der Beispiele 5 bis 9, mit dem Unterschiede, dass das Produkt der Xanthatreaktion in einer solchen Menge Wasser und Ätznatron aufgelöst wird, dass die Lösung etwa 7 bis 8 % an Ausgangs zellulose und 5 % Na.OH enthält.
Aufarbeitung des Xanthates wie in den vorangehenden Beispielen.
Die Eigenschaften des Endproduktes sind denen des Produktes gemäss Beispiel 1 ähn lich. <I>Beispiel 11:</I> 1000 Teile Holzzellstoff (Feuchtigkeit 9 bis 10/'0) oder<B>1000</B> Teile Baumwollinters (Feuchtigkeit 7 bis<B>8%)
</B> werden mit 20000 Teilen 18 % iger Natronlauge bei 15 C ge tränkt und das Reaktionsgemisch drei Stun den bei Zimmertemperatur stehen gelassen. Nach dieser Zeit wird die Alkalizellulose auf 3400 Teile abgepresst und drei Stunden lang bei 12 bis 13 C in einem Zerfaserer zer kleinert.
Die zerkleinerte Masse bleibt im Zerfaserer, die Temperatur wird auf 20 erhöht und hierauf 300 Teile Athylenchlor- hydrin und unmittelbar nachher 600 Teile Schwefelkohlenstoff zugesetzt. Der Zer- faserer wird gut verschlossen und das Kneten durch fünf Stunden bei ungefähr 20 C fort gesetzt.
Der Überschuss an Schwefelkohlen stoff wird dann während 15 bis 20 Minuten abgeblasen und das Xanthat in so viel Ätz natron und Wasser gelöst, dass die Lösung 3 % an Ausgangszellulose und 8 % Na0H enthält.
Aufarbeitung des Xanthates wie in den vorangehenden Beispielen.
Die Eigenschaften des Endproduktes sind denen des Produktes gemäss Beispiel 1 ähn lich. <I>Beispiel 12:</I> 1000 Teile Holzzellstoff oder 1000 Teile Baümwollinters werden in einen Zerfaserer gebracht und 2025 Teile 20%iger Natron lauge im Verlauf von ungefähr einer Stunde in kleinen Portionen zugesetzt. Der Zer- faserer wird während weiteren 90 Minuten bei 19 C in Tätigkeit gehalten, worauf man 300 Teile Äthylenchlorhydrin tropfenweise zusetzt und die Knetungdrei Stunden lang bei 23 -C fortsetzt.
Nach dieser Zeit führt man 600 Teile Schwefelkohlenstoff ein, schliesst den Zerfaserer gut und hält ihn durch weitere vier .Stunden bei 20 C in Tätigkeit. Der überschüssige Schwefelkoh lenstoff wird dann abgeblasen und die Masse, wie in den vorangehenden Beispielen ange geben., aufgearbeitet.
Die Eigenschaften des Endproduktes sind denen des Produktes gemäss Beispiel 1 ähn lich.
<I>Beispiel 13:</I> 1000 Teile Holzzellstoff oder Baumwoll- inters werden mit 20000 Teilen 18%iger Na tronlauge bei 15 C getränkt, das Reaktions gemisch drei Stunden lang bei Zimmertem peratur stehen gelassen, worauf die Alkali zellulose auf 3400 Teile abgepresst und in einem Zei-faserer drei Stunden lang bei 12 bis 13 @C zerkleinert wird. Nun setzt man 200 Teile Äthylenchlorhydrin in einigen Portionen zu und knetet die Reaktionsmasse im Zerfaserer drei Stunden lang bei 20' C.
Die Reaktionsmasse wird in ein verschliess bares Gefäss gebracht und dort 21 Stunden bei 20 C gehalten.
Entnimmt man nach dieser Zeit eine Probe, so zeigt sich, dass die Masse in ver dünnter, zum Beispiel 10%iger Natronlauge zum grossen Teil löslich geworden ist und dass die filtrierte Lösung beim Ansäuern mit verdünnter Schwefelsäure eine voluminöse Fällung gibt.
Die Masse wird nun in 75000 Teilen 8%iger Natronlauge gelöst, wo sie sich nicht vollständig auflöst, sondern einen Rückstand hinterlässt. Nach 12stündigem Stehen bei Zimmertemperatur wird die Suspension ab filtriert und das Filtrat durch Ansäuern mit 15%iger Schwefelsäure gefällt.
Der flockige Niederschlag wird in einer Filterpresse oder auf einem Koliertuch von der Mutterlauge befreit, mit Wasser säurefrei gewaschen, gepresst und nach Bestimmung des Wasser gehaltes in einer solchen Menge Ätznatron und Wasser gelöst, dass die Lösung 7 % des Zelluloseglykoläthers und 8 % Na0H enthält. Zu dieser Lösung gibt man 1000 Teile Schwefelkohlenstoff (berechnet auf das Ge wicht des Zelluloseglyzerinäthers) und hält die Reaktionsmasse 20 Stunden lang bei 20 C (unter dauerndem Schütteln oder Rüh ren).
Die Eigenschaften des Endproduktes und seiner Lösungen sind denen des Produktes nach Beispiel 1 ähnlich. <I>Beispiel</I> 1.4: Arbeitsweise wie in Beispiel 7 oder 8, mit dem Unterschiede, dass nicht 200, sondern 300 Teile Athylenchlorhydrin verwendet werden. Aufarbeitung des ganthates wie in den vorangehenden Beispielen.
Die Eigenschaften des Endproduktes und seiner Lösungen sind denen des Endproduk tes gemäss Beispiel 1 ähnlich. <I>Beispiel 15:</I> Arbeitsweise wie in Beispiel 13, mit dem Unterschiede, dass statt 200 Teile, 500 Teile Äthylenchlorhydrin zugesetzt werden und dass das gewaschene Produkt der Behandlung der Alkalizellulose mit Äthylenchlorhydrin nach Bestimmung seines Wassergehaltes ohne Reinigung direkt in einer solchen Menge Wasser und Ätznatron aufgelöst wird,
dass eine 7 % des Zelluloseglykoläthers und 8 NaOH enthaltende Lösung entsteht. Der klaren von ungelösten Anteilen freien Lö sung setzt man den Schwefelkohlenstoff zu und verfährt dann weiter wie in Beispiel 17, wobei ein gleiches Produkt erhalten wird wie nach Beispiel 1. <I>Beispiel 16:</I> Arbeitsweise wie in Beispiel 13, mit dem Unterschiede, dass der Alkalizellulose nach der Zerkleinerung und vor dem Zusatz des Äthylenchlorhydrins 20 Teile Kupferacetat in 30 Teilen Wasser gelöst zugesetzt werden. Das Produkt hat gleiche Eigenschaften wie dasjenige der vorangehenden Beispiele.
<I>Beispiel 1<B>7</B>:</I> Arbeitsweise wie in Beispiel 1 bis 11 und 13. bis 17, mit dem Unterschiede, dass die ursprüngliche Alkalizellulose 48 bis 7 2 Stunden bei 15 bis 20 C reifen gelassen wird. Die so erhaltenen Produkte sind gleich denjenigen des Beispiels 1.
In den vorangehenden Beispielen kann man bei der Herstellung des Oxyalkyläthers ,der Zellulose eine geringe Menge eines Ka talysators, zum Beispiel ein Metallsalz, wie Kupfersalz, Nickel-, Silber-, Zink-, Eisensalz oder dergleichen der Alkalizellulose oder dem Reaktionsgemisch einverleiben.
In den vorangehenden Beispielen können an Stelle des verwendeten Athylenchlor- hydrins äquivalente Mengen der entsprechen den Brom- oder Jodhydrine verwendet wer den.
An Stelle von Zellulose kann ,das ihr nahestehende Umwandlungsprodukt das Zellulosehydrat in den vorangehenden Bei spielen verwendet werden.
In den vorangehenden Beispielen kann die Reaktion oder Auflösung der Reaktions produkte bei niedriger Temperatur, zum Bei spiel bei 0 oder minus 5 bis minus 10 stattfinden.
Der Ausdruck Alkalizellulo--e bedeutet überall, wo es der Sinn zulässt, in üblicher Weise, das ist durch Tränken von Zellulose mit Alkalilauge und Entfernung des Über schusses der Lauge durch Abpressen oder der gleichen hergestellte Alkalizellulose oder Alkalizellulose die durch Zusammenbringen der Zellulose mit der in der dem Halohydrin darzubietenden Alkalizellulose gewünschten Mengen Ätzalkalilösung bereitet wird.