CH158705A - Verfahren zur Herstellung einer neuen Celluloseverbindung. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung einer neuen Celluloseverbindung.

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CH158705A
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      Verfahren        zur        1fferstellung        einer    neuen     Celluloseverbindung.       Gegenstand vorliegender Erfindung ist  ein Verfahren zur     Herstellung    einer neuen       Zelluloseverbindung,    dadurch gekennzeichnet,  dass man auf das Produkt, das erhalten  wurde durch     Aufeinandereinwirkenlassen          eines        Äthylenhalohydrins,    Alkali und Zellu  lose,     Ätznatron    und Schwefelkohlenstoff ein  wirken lässt.  



  Die Reaktion, welche zur Bildung der       Zelluloseverbindung    führt, kann durch fol  gende Gleichung veranschaulicht     werden:     
EMI0001.0014     
         Natriumalkoholat    des     Monozelluloseäthylen-          glykoläthers     
EMI0001.0018     
         Xanthat    des     Monozelluloseäthylenglykol-          äthers.       Das erfindungsgemäss dargestellte Pro  dukt wird hier als     Xanthat    des     Monoäthylen-          glykoläthers    der Zellulose bezeichnet.

   Ob  wohl es sehr wahrscheinlich ist, dass das er  findungsgemäss dargestellte Produkt eine Ver  bindung     bezw.    ein Derivat des angegebenen       Types    ist, ist zu bemerken, dass seine Zu  sammensetzung und chemische Struktur nicht  vollkommen sicher     feststeht.     



  Das Verfahren kann in verschiedener  Weise ausgeführt werden; im folgenden wer  den die wichtigeren Arbeitsweisen geschil  dert:  <I>Arbeitsweise 1.</I>  



  Man lässt auf     Alkalizellulose    ein     Athylen-          halohydrin    einwirken, wäscht das rohe Re  aktionsprodukt und behandelt es sodann mit  einer     Ätznatronlösung    und Schwefelkohlen  stoff.  



  <I>Arbeitsweise 2.</I>  



  Man lässt ein     Äthylenhalohydrin    auf       Alkalizellulose    einwirken, bringt das Reak-           tionsprodukt,    ohne es zu waschen, mit einer  weiteren Menge     Ätznatronlösung    zusammen  und behandelt es schliesslich mit Schwefel  kohlenstoff.  



  <I>Arbeitsweise 3.</I>       Alkalizellulose    wird der Wirkung eines       Äthylenhalohydrins    ausgesetzt und das rohe,  ungewaschene Reaktionsprodukt mit einer  frischen Menge     Ätznatronlösung    versehen  und     schliesslich    mit Schwefelkohlenstoff be  handelt.  



  <I>Arbeitsweise</I>  Ein     Äthylenhalohydrin    und Schwefel  kohlenstoff werden     Alkalizellulose    gleichzei  tig oder     nacheinander    in (beliebiger Reihen  folge) zugefügt; im Falle man den Schwe  felkohlenstoff vor dem     Halohydrin    zusetzt,  darf nur ein so kurzer Intervall zwischen  den Zusätzen liegen, dass eine Umwandlung  der     Alkalizellulose    in     Xanthat    in grösserem  Umfange nicht stattfindet.  



  <I>Arbeitsweise 5.</I>  



  Auf     Alkalizellulose    wird ein     Äthylen-          halohydrin        einwirken    gelassen und :das Re  aktionsprodukt, vermutlich der     Monoäthylen-          glykoläther    der Zellulose aus dem Reaktions  gemisch isoliert.

   Dies kann zum Beispiel  in der     Weise    geschehen, dass man die Reak  tionsmasse,     gegebenenfalls    nach Aus  waschung in einer     verdünnten        Ätznatron-          lösung    auflöst, die so erhaltene Lösung, wenn  nötig, durch Filtration, Zentrifugieren, Ab  sitzenlassen und Dekantieren oder dergleichen       von-ungelösten    Anteilen befreit und die ge  löste     Oxyalkylzellulose        mittelst    eines sauer  reagierenden Stoffes oder eines wasserentzie  henden     Mittels,    beispielsweise Alkohol, aus  fällt.

   Die ausgefällte     Oxyalkylzellulose    wird  (gegebenenfalls nach erfolgtem Waschen und  Trocknen)     wieder    in Natronlauge gelöst und  die Lösung mit Schwefelkohlenstoff zusam  mengebracht.  



  <I>Arbeitsweise 6.</I>  



  Das Verfahren wird gemäss Arbeitsweise  5 gehandhabt,- jedoch mit dem     Unterschiede,       dass die sich aus der Behandlung der Alkali  zellulose mit dem     Äthylenhalohydrin    er  gebende Reaktionsmasse gewaschen und hier  auf, gegebenenfalls nach Trocknung, mit  einer     Atznatronlösung    von solcher Stärke  zusammengebracht wird, dass die der     Oxy-          alkylzellulose    zugesetzte Menge zusammen  mit dem     darin    allenfalls enthaltenen Wasser  ein solches Verhältnis von Wasser zu Ätz  natron und Zellulose ergibt, wie man es in  der Lösung oder Paste haben will,

   welche  für technische Zwecke oder für die Isolie  rung des     Oxyalkylzellulosexanthates    be  stimmt ist, worauf man die Lösung, Paste,  oder Suspension (der Charakter und das Aus  sehen des     Reaktionsgemisches    in dieser Stufe  hängt von der darin     vorhandenen    Menge des       alkalilöslichen        Oxyalkylderivates    der Zellu  lose ab) der Einwirkung von Schwefelkohlen  stoff aussetzt.  



  <I>Arbeitsweise 7.</I>  



  Man lässt ein     Athylenhalohydrin    auf Al  kalizellulose     .einwirken,    bringt das     Reaktions-          produkt,    ohne es zu waschen, mit einer sol  chen Menge Wasser und/oder     Ätznatron    zu  sammen, die gemeinsam mit dem in der Al  kalizellulose     enthaltenen        Ätznatron    und Was  ser eine solche     .Stärke    der     Ätznatronlösung     und ein solches Verhältnis der     letzteren    zum       Oxyalkylzellulosexanthat    ergeben,

       wie    es  für die Lösung oder Paste     erwünscht    ist, die  für technische Zwecke oder für die Isolie  rung des     Oxyalkylzellulosexanthates    be  stimmt ist; hierauf setzt man die Lösung,  Paste oder Suspension (der Charakter und  das 1     zssehen    der Reaktionsmasse in dieser  Stufe hängt von der vorhandenen Menge des       alkalilöslichen        Oxyalkylderivates    der Zellu  lose ab) der Einwirkung von Schwefelkohlen  stoff aus.  



  Es wird ausdrücklich festgestellt, dass es  nicht beabsichtigt ist, die Erfindung auf die  vorstehend beschriebenen Ausführungsfor  men des Verfahren zu beschränken.  



  Nach der Behandlung mit Schwefel  kohlenstoff kann das Endprodukt gereinigt      oder aus den Reaktionsgemischen     bezw.    ihren,  gegebenenfalls filtrierten Lösungen isoliert  werden, welche gegebenenfalls mit einer  schwachen sauren Säure, zum Beispiel Essig  säure,     neutralisiert    sein können. Die Isolie  rung geschieht zweckmässig durch Ausfällen'  mit     einem    Alkohol, zum Beispiel     Methyl-          oder    Äthylalkohol oder mit einer Salzlösung  zum Beispiel Kochsalzlösung oder der Lö  sung eines Aluminiumsalzes oder dergleichen  oder mit     Kohlensäure,        schwefliger    .Säure,       Natriumbisulfit    oder dergleichen.

   Die Lö  sungen können auch mittelst Dialyse gerei  nigt werden.    In vielen Fällen ist eine Reinigung oder  Isolierung überflüssig, da das rohe Reak  tionsprodukt in     Ätzalkalilösungen    leicht lös  lich ist und     hierbei    Lösungen     ergibt;    die       wenig    oder gar keine ungelösten Bestandteile       enthalten.     



  Das neue Produkt, das zur     Herstellung     von Kunststoffen,     wie    künstliche Fäden, ins  besondere     künstliche    Seide, Filme, Überzüge  und Schichten jeder     Art,    Appreturen von  Geweben, Papier, Leder und dergleichen,  Schlichten von     Gespinsten,        Buchbinderlein-          wand,    Kunstleder,     Klebemittel    und Kitte,       Platten    und     plastische    Massen     iin    allge  meinen, Verdickungsmittel,

       bezw.        Fixier-          mittel    für     Pigmente    im Textildruck und der  gleichen verwendet werden kann, stellt je  nach dem Wasser und     Alkaligehalt    eine Lö  sung oder Paste dar, die in rohem Zustand  ungefähr die Farbe von gewöhnlicher Vis  kose hat. Die Lösung oder Paste ist     fällbar     durch Säuren, Salze, Gemische von Säuren  und Salzen, sowie durch     wasserentziehende     Mittel wie Alkohol.

   Bei Fällung mit Säuren  tritt Spaltung unter Rückbildung des     Ogy-          alkylderivates    der Zellulose ein, bei Fällung  mit Alkohol fällt     unmittelbar    das unier  setzte     Xanthat    des     O$yalkylderivates    der  Zellulose, welches von beschränkter Halt  barkeit ist, sich in     Ätzalkalilösungen    löst       @,xnd    aus solchen Lösungen mit verdünnter  Schwefelsäure im obigen Sinne wieder aus  gefällt werden kann. Das mit Alkohol ge-    fällte     Xanfhat    stellt im trockenen Zustande  eine fast farblose, flockige oder bröckelige  Substanz dar.

   Die Lösung oder Paste liefert,  wenn sie auf     einer    Glasplatte     ausgebreitet     und mit einem geeigneten     Fällungsmittel,    wie  verdünnte     HZS04    behandelt wird, eine zu  sammenhängende Haut.  



  Dass die     Oxyalkyläther    der Zellulose der       Xanthatreaktion    zugänglich sind, ist über  raschend, wenn man bedenkt, dass wenigstens       eine    (und wenn nur eine, wahrscheinlich die  reaktionsfähigste)     Hydroxylgruppe    des     Zel-          lulosemoleküls    durch die     Oxyalkylgruppe          verlegt    ist. Es ist ferner bemerkenswert, dass  im Gegensatz zu Zellulose selbst, die     Xan-          thatreaktion    schon in Gegenwart verdünnter       Alkalilösungen    leicht stattfindet.

   (Siehe Ar  beitsweisen 5-7 und Beispiele 7-16.)  Die sich verdünnter     Alkalilösung    bedie  nende Ausführungsform des vorliegenden  Verfahrens ermöglicht die Vereinigung des       Sulfidierungs-    und Lösungsvorganges zu  einer     Operation.     



  Es ist unmöglich, jede Bedingung anzu  geben, welche in jedem einzelnen Fall den  gewünschten Erfolg herbeiführt. Man muss  sich klar darüber sein, dass     Vorversuche        un-          erlässlich    sind, um in jedem besonderen Falle  diejenigen     Arbeitsbedingungen    zu ermitteln,  welche für eine besondere     Zellulosesorte    und  eine besondere Art der     Xanthogenierung    ge  eignet sind.  



  Die folgenden Beispiele dienen der prak  tischen Erläuterung der Erfindung, die je  doch auf diese Beispiele keineswegs be  schränkt ist. Die angegebenen Teile bedeu  ten     Gewichtsteile:       <I>Beispiel</I>     r:     1000 Teile Holzzellstoff (Feuchtigkeit  9 bis     10%)    oder 1000 Teile     Baumwollinters     (Feuchtigkeit 7 bis<B>8%)</B> werden mit 20000  Teilen 18%iger Natronlauge bei 15   C ge  tränkt und das Reaktionsgemisch durch drei  Stunden bei Zimmertemperatur stehen ge  lassen.

   Nach dieser Zeit wird die Alkali  zellulose auf 3400 Teile     abgepresst    und in  einem     Zerfaserer    ' drei Stunden lang bei      12 bis<B>13'</B> C zerkleinert, worauf 100 Teile       Äthylenühlorhydrin    allmählich zugesetzt  werden und die     Reaktionsmasse    in einem       Zerfaserer    während etwa drei Stunden bei  20   C geknetet     wird.    Nach dieser Zeit führt  man die Reaktionsmasse in ein verschliess  bares Gefäss über und hält sie darin 21 Stun  den bei 20     \C.    Eine dann entnommene Probe  zeigt, dass die Masse zum Teil in verdünnter  Natronlauge (von beispielsweise     10%)

      lös  lich geworden ist und dass die filtrierte Lö  sung beim Ansäuern mit verdünnter Schwe  felsäure einen voluminösen Niederschlag gibt.  



  Die     Reaktionsmasse    wird nun in einer  Filterpresse oder auf einem     goliertuch    mit  Wasser     alkalifrei    gewaschen und hierauf auf  etwa das drei- oder vierfache Gewicht der       Ausgangszellulose        abgepresst.    Der Wasser  gehalt des     abgepressten    Produktes wird be  stimmt, indem man eine Probe bei 105    trocknet.  



  Hierauf wird die Masse (bei 15   C) mit  einer solchen Menge Wasser und     Atznatron     gut durchgerührt,     -dass    sie unter Berücksich  tigung des in ihr enthaltenen Wassers  20000 Teile 18%iger Natronlauge enthält.  



  Das     Reaktionsgemisch    wird nun drei  Stunden lang bei Zimmertemperatur gehal  ten, hierauf auf 3400 bis 4000 Teile     abge-          presst        und    in einem     Zerfaserer    drei     Stunden     lang bei 12 bis 13   C zerkleinert. Unmit  telbar nach der Zerkleinerung werden 600  Teile Schwefelkohlenstoff zugesetzt, die  Masse in ein verschliessbares Gefäss gebracht  und darin 10     Stunden    bei 19 bis 20' C be  lassen.

   Dann wird der überschüssige Schwe  felkohlenstoff abgeblasen, was     etwa    15 Mi  nuten beansprucht, und die     ganthierte    Masse  in Wasser und     Ätznatron    zum Beispiel so  aufgelöst, dass eine Lösung entsteht, die un  gefähr 5 bis 7 % des Trockenrückstandes des  gewaschenen und gepressten     ogyalkylierten     Produktes und     87o        Ätznatron    enthält.  



  Die von ungelösten Anteilen praktisch  freie Lösung ist durch Salzlösungen, zum  Beispiel starke     Ammoniumchloridlösung    oder       Natriumchloridlösung    oder     Ammonium-          sulfatlösung    oder durch Alkohol oder Säuren,    zum Beispiel Schwefelsäure, Salzsäure, oder  saure Salze beispielsweise     Natriumbisulfat          fällbar.     



  Es wurde     gefunden,        dass    der Nieder  schlag, den man durch Zusatz von Äthyl  oder Methylalkohol unter Rühren erhält,  wenn er auf einem Filter gesammelt,     einige-          male    mit Alkohol gewaschen, mit Äther er  schöpft und bei Zimmertemperatur unter  vermindertem Druck getrocknet wird, eine  fast farblose, flockige oder bröcklige Sub  stanz ist, die sich in     Ätzalkalilösung    löst.  Ihre Lösungen werden durch Ansäuern bei  spielsweise mit Schwefelsäure, gefällt.  



  <I>Beispiel 2:</I>  Arbeitsweise wie in Beispiel 1,     mit    dem  Unterschiede, dass nicht 100, sondern 200  Teile     Ithylenchlorhydrin    verwendet werden.  Die Aufarbeitung des     Xanthates    erfolgt wie  in Beispiel 1.  



  Die Eigenschaften des Endproduktes und  seiner Lösungen sind     denen    der gemäss Bei  spiel 1 erhaltenen gleich.    <I>Beispiel 3:</I>  Arbeitsweise wie in irgend einem der  vorangehenden Beispiele, mit dem Unter  schiede, dass die Reaktionsmasse unmittelbar  nach der dreistündigen     Verknetung    mit dem       Äthylenchlorhydrin    gewaschen und hierauf  nach einem der vorangehenden Beispiele  weiterbehandelt wird.  



  Die Eigenschaften des Endproduktes sind  ähnlich denen der nach den vorangehenden  Beispielen hergestellten Produkte.    <I>Beispiel 4:</I>  Arbeitsweise wie in     irgend.    einem der  vorhergehenden     Beispiele,    mit dem Unter  schiede, dass die aus dem     Ogyalkylierungs-          vorgange    hervorgehende Reaktionsmasse,  ohne gewaschen zu werden, mit 16000 Teilen  18 %     iger    Natronlauge von 15   C getränkt  wird, worauf dann die     Abpressung,    Zerklei  nerung und     Sulfidierung,    kurzum die weitere  Verarbeitung wie in den vorhergehenden Bei  spielen erfolgt.

             Die    Eigenschaften des Endproduktes und  seiner     Lösungen    sind denen der sich in den  vorangehenden Beispielen ergebenden Pro  dukte ähnlich.  



  <I>Beispiele 5:</I>  1000 Teile Holzzellstoff (Feuchtigkeit  9 bis 10 %) oder 1000 Teile     Baumwollinters          Feuchtigkeit    7 bis<B>8%)</B> werden     mit    20000  Teilen     18%iger        Ätznatronlösung    von 15   C  getränkt und das Reaktionsgemisch drei  Stunden bei Zimmertemperatur     stehen    gelas  sen.

   Nach dieser Zeit wird die     Alkalizellu-          lose    auf 3400 Teile     abgepresst,    drei     Stunden     lang in einem     Zerfaserer    bei 12 bis 13   C  zerkleinert und hierauf mit 100 Teilen     Äthy-          lenchlorhydrin    allmählich versetzt. Dann  wird die Reaktionsmasse im     Zerfaserer    etwa  drei     Stunden    lang bei 20   C weiter geknetet,  sodann in ein verschliessbares Gefäss überge  führt und dort 21     Stunden    bei 20   C sich  selbst überlassen.  



  Nach Ablauf dieser Zeit werden der eine  für die nachfolgende     Xanthatreaktion    ge  nügende Menge unverbrauchten     Ätznatrons     enthaltenden     Reaktionsmasse    600 Teile  Schwefelkohlenstoff zugesetzt, den man  durch 8 Stunden bei 19 bis 20   C einwirken  lässt. Man bläst sodann während 15 bis 20  Minuten den überschüssigen Schwefelkohlen  stoff ab und löst das entstandene     Xanthat     beispielsweise in einer solchen Menge Ätz  natron und Wasser,     dass    die Lösung des       Xanthates    6,5 % der Ausgangszellulose und  8 %     Na0H    enthält.  



  Die Lösung ist praktisch frei von unge  lösten Anteilen und ist durch stärke Salz  lösungen, zum Beispiel     Ammoniumchlorid-,          Natriumchlorid-,        Ammoniumsulfatlösung     oder durch Alkohol, Säuren, zum Beispiel  Schwefelsäure oder Salzsäure, oder saure  Salze, zum Beispiel     Natriumbisulfat,    fäll  bar.

   Wenn der Niederschlag, den man durch  Zusatz von Äthyl- oder Methylalkohol unter  Rühren erhält, auf einem Filter gesammelt,       einigemale    mit Alkohol gewaschen, mit  Äther erschöpft und bei Zimmertemperatur  unter vermindertem Druck getrocknet     wird,       ist das Produkt eine fast farblose, flockige  oder bröcklige Substanz, die sich in Ätz  alkalilösung und Wasser leicht löst. Beide  Lösungen geben beim Ansäuern, zum Bei  spiel mit Schwefelsäure Niederschläge. Die  analytischen Resultate sind ähnlich denen,  die man nach Beispiel 1 erhält.  



  <I>Beispiel 6:</I>  Arbeitsweise wie in Beispiel 5, mit dem  Unterschiede, dass man nicht<B>100,</B> sondern  200 Teile     Äthylenchlorhydrin    verwendet.  



  Aufarbeitung des     Xanthates    wie in dem  vorangehenden Beispiel.  



  Die Eigenschaften des Endproduktes sind  denen des Produktes gemäss Beispiel 1 ähn  lich.    <I>Beispiel i</I>  Arbeitsweise wie in Beispiel 5, mit dem  Unterschiede, dass nicht 200, sondern 300  Teile     Athylenchlorhydrin    verwendet werden.  



  Aufarbeitung des     Xanthates    wie in den  vorhergehenden Beispielen.  



  Die Eigenschaften des Endproduktes sind  denen des Produktes gemäss Beispiel 1 ähn  lich.    <I>Beispiel 8:</I>  Arbeitsweise wie in Beispiel 5, mit dem  Unterschiede, dass nicht 100 sondern 500  Teile     Äthylenchlorhydrin    verwendet werden.  



       Aufarbeitung    des     Xanthates    wie in den  vorangehenden Beispielen.  



  Die     Eigenschaften    des Endproduktes sind  denen des Produktes gemäss Beispiel 1 ähn  lich.    <I>Beispiel 9:</I>  Arbeitsweise wie in Beispiel 5 oder 6  oder 7 oder 8, mit dem Unterschiede, dass  der Zusatz des     Äthylenchlorhydrins    bei 15   C  stattfindet, dass das Kneten     bezw.    Zerklei  nern der Reaktionsmasse aus     All.:alizellulose     und     Äthylenchlorhydrin    durch drei Stunden  ,bei 15       -C    stattfindet und dass der Zusatz  des Schwefelkohlenstoffes unmittelbar nach  Ablauf der drei Stunden erfolgt.           Aufarbeitung    des     Xanthates    wie in den  vorangehenden. Beispielen.  



  Die Eigenschaften des Endproduktes     sind     denen des Produktes. gemäss Beispiel 1 ähn  lich.  



  <I>Beispiel 10:</I>  Arbeitsweise wie     in    einem der Beispiele 5  bis 9, mit dem Unterschiede, dass das Produkt  der     Xanthatreaktion    in einer solchen Menge  Wasser und     Ätznatron    aufgelöst wird, dass  die Lösung etwa 7 bis 8 % an Ausgangs  zellulose und 5 %     Na.OH    enthält.  



  Aufarbeitung des     Xanthates    wie in den  vorangehenden Beispielen.  



  Die     Eigenschaften    des Endproduktes sind  denen des Produktes gemäss Beispiel 1 ähn  lich.    <I>Beispiel 11:</I>  1000     Teile    Holzzellstoff     (Feuchtigkeit     9 bis     10/'0)    oder<B>1000</B> Teile     Baumwollinters          (Feuchtigkeit    7 bis<B>8%)

  </B> werden mit 20000  Teilen 18 %     iger    Natronlauge bei 15   C ge  tränkt und das Reaktionsgemisch drei Stun  den bei     Zimmertemperatur    stehen     gelassen.     Nach dieser Zeit     wird    die     Alkalizellulose    auf  3400 Teile     abgepresst    und drei     Stunden    lang  bei 12 bis 13   C in einem     Zerfaserer    zer  kleinert.

   Die zerkleinerte Masse bleibt im       Zerfaserer,    die     Temperatur    wird auf 20    erhöht und hierauf 300 Teile     Athylenchlor-          hydrin    und     unmittelbar    nachher 600 Teile  Schwefelkohlenstoff zugesetzt. Der     Zer-          faserer    wird     gut        verschlossen    und das Kneten  durch fünf Stunden bei ungefähr 20   C fort  gesetzt.

   Der Überschuss an Schwefelkohlen  stoff wird dann während 15 bis 20 Minuten  abgeblasen und das     Xanthat    in so viel Ätz  natron und Wasser gelöst, dass die Lösung  3 % an Ausgangszellulose und 8 %     Na0H     enthält.  



  Aufarbeitung des     Xanthates    wie in den  vorangehenden Beispielen.  



  Die Eigenschaften des Endproduktes sind  denen des Produktes gemäss Beispiel 1 ähn  lich.    <I>Beispiel 12:</I>  1000 Teile Holzzellstoff oder 1000 Teile       Baümwollinters    werden in einen     Zerfaserer     gebracht und 2025 Teile 20%iger Natron  lauge im Verlauf von ungefähr einer Stunde  in kleinen     Portionen    zugesetzt. Der     Zer-          faserer    wird während weiteren 90 Minuten  bei 19   C in     Tätigkeit    gehalten, worauf man  300 Teile     Äthylenchlorhydrin    tropfenweise  zusetzt und die     Knetungdrei        Stunden     lang bei 23       -C    fortsetzt.

   Nach dieser Zeit  führt man 600 Teile Schwefelkohlenstoff ein,  schliesst den     Zerfaserer    gut und hält ihn  durch weitere vier .Stunden bei 20   C in       Tätigkeit.    Der überschüssige Schwefelkoh  lenstoff wird dann abgeblasen und     die    Masse,  wie in den vorangehenden Beispielen ange  geben., aufgearbeitet.  



  Die Eigenschaften des Endproduktes sind  denen des Produktes gemäss Beispiel 1 ähn  lich.  



  <I>Beispiel 13:</I>  1000 Teile Holzzellstoff oder     Baumwoll-          inters    werden mit 20000 Teilen 18%iger Na  tronlauge bei 15   C getränkt, das Reaktions  gemisch drei Stunden lang bei Zimmertem  peratur stehen gelassen, worauf die Alkali  zellulose auf 3400 Teile     abgepresst    und in  einem     Zei-faserer    drei Stunden lang bei 12  bis 13       @C    zerkleinert wird. Nun setzt man  200 Teile     Äthylenchlorhydrin    in einigen  Portionen zu und knetet die Reaktionsmasse  im     Zerfaserer    drei Stunden lang bei 20' C.

    Die     Reaktionsmasse    wird in ein verschliess  bares Gefäss gebracht und dort 21     Stunden     bei 20   C gehalten.  



  Entnimmt man nach dieser Zeit eine  Probe, so zeigt sich, dass die Masse in ver  dünnter, zum Beispiel     10%iger    Natronlauge  zum grossen Teil löslich geworden ist und dass  die filtrierte Lösung beim Ansäuern mit  verdünnter Schwefelsäure eine voluminöse  Fällung gibt.  



  Die Masse wird nun in 75000 Teilen  8%iger Natronlauge gelöst, wo sie sich nicht  vollständig auflöst, sondern einen Rückstand  hinterlässt. Nach 12stündigem Stehen bei           Zimmertemperatur    wird die Suspension ab  filtriert und das Filtrat durch Ansäuern mit  15%iger Schwefelsäure gefällt.

   Der flockige  Niederschlag wird in einer Filterpresse oder  auf einem     Koliertuch    von der Mutterlauge  befreit, mit Wasser säurefrei gewaschen,       gepresst    und nach     Bestimmung    des Wasser  gehaltes in einer solchen Menge     Ätznatron     und Wasser gelöst, dass die     Lösung    7 % des       Zelluloseglykoläthers    und 8 %     Na0H    enthält.  Zu dieser Lösung gibt man 1000 Teile  Schwefelkohlenstoff (berechnet auf das Ge  wicht des     Zelluloseglyzerinäthers)    und hält  die Reaktionsmasse 20 Stunden lang bei  20   C (unter dauerndem Schütteln oder Rüh  ren).  



  Die Eigenschaften des Endproduktes und       seiner        Lösungen    sind denen des Produktes  nach Beispiel 1 ähnlich.    <I>Beispiel</I>     1.4:       Arbeitsweise wie in Beispiel 7 oder 8,  mit dem Unterschiede, dass nicht 200, sondern  300 Teile     Athylenchlorhydrin    verwendet  werden.     Aufarbeitung    des     ganthates    wie in  den vorangehenden Beispielen.  



  Die Eigenschaften des Endproduktes und  seiner     Lösungen    sind denen des Endproduk  tes gemäss Beispiel 1 ähnlich.    <I>Beispiel 15:</I>    Arbeitsweise wie in Beispiel 13, mit dem  Unterschiede, dass statt 200 Teile, 500 Teile       Äthylenchlorhydrin    zugesetzt werden und  dass das gewaschene Produkt der Behandlung  der     Alkalizellulose        mit        Äthylenchlorhydrin     nach     Bestimmung    seines Wassergehaltes ohne  Reinigung direkt in einer solchen Menge  Wasser und     Ätznatron    aufgelöst wird,

   dass  eine 7     %    des     Zelluloseglykoläthers    und 8       NaOH    enthaltende Lösung entsteht. Der  klaren von ungelösten     Anteilen    freien Lö  sung setzt man den Schwefelkohlenstoff zu  und verfährt dann weiter wie in Beispiel  17, wobei ein gleiches Produkt erhalten wird  wie nach     Beispiel    1.    <I>Beispiel 16:</I>  Arbeitsweise wie in Beispiel 13, mit dem  Unterschiede, dass der     Alkalizellulose    nach  der Zerkleinerung und vor dem Zusatz des       Äthylenchlorhydrins    20 Teile Kupferacetat  in 30 Teilen Wasser gelöst zugesetzt werden.  Das Produkt hat gleiche Eigenschaften wie  dasjenige der vorangehenden Beispiele.

      <I>Beispiel 1<B>7</B>:</I>       Arbeitsweise    wie in Beispiel 1 bis 11 und  13. bis 17, mit dem Unterschiede, dass die  ursprüngliche     Alkalizellulose    48 bis 7 2  Stunden bei 15 bis 20   C reifen gelassen       wird.    Die so erhaltenen Produkte sind gleich  denjenigen des Beispiels 1.  



  In den vorangehenden Beispielen kann  man bei der Herstellung des     Oxyalkyläthers     ,der Zellulose eine geringe Menge eines Ka  talysators, zum Beispiel ein Metallsalz, wie  Kupfersalz, Nickel-, Silber-, Zink-, Eisensalz  oder dergleichen der     Alkalizellulose    oder dem  Reaktionsgemisch einverleiben.  



  In den vorangehenden Beispielen können  an Stelle des verwendeten     Athylenchlor-          hydrins    äquivalente Mengen der entsprechen  den Brom- oder     Jodhydrine    verwendet wer  den.  



  An Stelle von Zellulose kann ,das ihr  nahestehende     Umwandlungsprodukt    das       Zellulosehydrat    in den vorangehenden Bei  spielen verwendet werden.  



  In den     vorangehenden    Beispielen kann  die Reaktion oder Auflösung der Reaktions  produkte bei niedriger Temperatur, zum Bei  spiel bei 0   oder minus 5 bis minus 10         stattfinden.     



  Der Ausdruck     Alkalizellulo--e    bedeutet  überall, wo es der Sinn zulässt, in üblicher  Weise, das ist durch Tränken von Zellulose  mit     Alkalilauge    und Entfernung des Über  schusses der Lauge durch Abpressen oder der  gleichen hergestellte     Alkalizellulose    oder       Alkalizellulose    die durch Zusammenbringen  der Zellulose mit der in der dem     Halohydrin     darzubietenden     Alkalizellulose    gewünschten  Mengen     Ätzalkalilösung    bereitet wird.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung einer neuen Zelluloseverbindung, dadurch gekennzeich net, dass man auf das Produkt das erhalten wurde durch Aufeinandereinwirkenlassen eines Äthylenhalohydrins, Alkali und Zellu lose, Ätznatron und Schwefelkohlenstoff ein wirken lässt. Das neue Produkt stellt je nach dem Was ser und Alkaligehalt eine Lösung oder Paste dar, die in rohem Zustande ungefähr die Farbe von gewöhnlicher Viskose hat. Die Lösung oder Paste ist fällbar durch Säuren, Salze, Gemische von Säuren. und Salzen, so wie durch wasserentziehende Mittel wie Al kohol.
    Bei Fällung mit Säuren tritt Spal tung unter Rückbildung des Oxyalkylderi- vates der Zellulose ein, bei Fällung mit Al kohol fällt unmittelbar das unzersetzte Xan- that des Oxyalkylderivates der Zellulose, wel ches von beschränkter Haltbarkeit ist, sich in Ätzalkalilösungen löst und aus solchen Lö sungen mit verdünnter .Schwefelsäure im obigen Sinne wieder ausgefällt werden kann.
    Das mit Alkohol gefällte Xanthat stellt im trockenen Zustande eine fast farblose, flok- kige oder bröckelige Substanz dar. Die Lö- sung oder Paste liefert, wenn sie auf einer Glasplatte ausgebreitet und mit einem ge eigneten Fällungsmittel, wie verdünnte H'S04 behandelt wird, eine zusammenhä,n- gende Haut. UNTERANSPRüCHE: 1.
    Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man das Einwir kungsprodukt eines Athylenhalohydrins, Alkali und Zellulose, das durch Einwir kung eines Äthylenhalohydrins auf Al kalizellulose hergestellt wurde, verwendet. 2. Verfahren nach Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass man das Einwir kungsprodukt eines Äthylenhalohydriiis auf Alkalizellulase vor seiner Weiter behandlung mit Ätznatron und Schwefel kohlenstoff auswäscht. .
    Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass der Schwefelkohlen stoff und das Ätznatron auf das Einwir kungsprodukt eines Äthylenhalohydrins, Zellulose und Alkali im Momente seines Entstehens einwirken gelassen werden.
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