CH159941A - Verfahren zur Herstellung von Tribromäthylalkohol. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Tribromäthylalkohol.

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CH159941A
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tribromoethyl
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Ig Farbenindustrie Ag
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  Verfahren zur Herstellung von     Tribromäthylalkohol.       Es ist bekannt, dass die halogenhaltigen  Aldehyde gegenüber den halogenfreien Al  dehyden insofern eine Sonderstellung ein  nehmen, als die Versuche zur Reduktion  dieser halogenhaltigen Aldehyde zu den ent  sprechenden Alkoholen mit     Magnesiumalko-          holaten        bezw.        Halogenmagnesiumalkoholaten     in     t'egenwart    von primären     bezw.    sekundären  Alkoholen zu keinem brauchbaren Ergebnis  führen.

   Bei einer solchen Behandlung zerfällt  zum Beispiel das     Chloral    zum kleinen Teil  in Kohlenoxyd und Chloroform, zur Haupt  sache dagegen in     Ameisensäureester    und  Chloroform.  



  Es wurde gefunden, dass man die Re  duktion von     Bromal    zu dem entsprechenden  Alkohol in glatter Weise durchführen kann,  wenn man den     bromierten    Aldehyd mit       Halogenmagnesiumalkoholaten    entweder ohne  Lösemittel oder aber in Gegenwart von  einem Lösemittel, welches keine     Hydroxyl-          gruppen    enthält, behandelt.    Bei der Verwendung solcher     Lösernittel     ist die Gegenwart eines Alkohols nicht schäd  lich, da deren sonst nachteilige Wirkung  durch das indifferente Lösemittel aufgehoben  wird. Durch Auswahl entsprechender Ver  suchsbedingungen lassen sich nach dem neuen  Verfahren Ausbeuten erzielen, die den be  rechneten nahe kommen.  



  Der so erhaltene     Tribromäthylalkohol    kann  sowohl für die Zubereitung. von Dämmer  schlafmitteln, als auch als Zwischenprodukt  in der chemischen Industrie Verwendung  finden.  



  <I>Beispiel 1:</I>  225 Gewichtsteile     Brommagnesiumäthyl-          alkoholat,    dargestellt durch Einwirken von  69 Gewichtsteilen Äthylalkohol auf 200 Ge  wichtsteile     Äthylmagnesiumbromid,    werden  in ätherischer Lösung unter Rühren mit 281  Gewichtsteilen     Bromal    versetzt. Nach mehr  stündigem Rühren versetzt man das Reak-           tionsprodukt    mit Eiswasser und säuert mit  verdünnter Salzsäure an..

   Die Ätherschicht  wird abgetrennt, neutral gewaschen, getrock  net und nach dem     Abdestillieren    des Äthers  der Rückstand entweder durch Destillation  im Vakuum oder durch     Umkristallisiereri    aus       Ligroin    gereinigt. Man erhält den     Tribrom-          äthylalkohol    in weissen Nadeln vom     Kpio,     92-93 0 und F. P. 79-80 0.  



  <I>Beispiel 2:</I>  163 Gewichtsteile     Brommagnesiumisopro-          pylalkoholat,    dargestellt durch Einwirken  von 60 Gewichtsteilen     Isopropylalkohol    auf  133 Gewichtsteile     Äthylmagnesiumbromid,     werden in ätherischer Lösung unter Rühren  und Erwärmen mit 281 Gewichtsteilen     Bromal     versetzt. Man rührt einige Stunden und ar  beitet dann in der in Beispiel 1 angegebenen  Weise auf.  



  <I>Beispiel 3:</I>  214 Gewichtsteile     Hydrobenzoin    werden  in     Benzollösung    in eine ätherische Lösung  von 270 Gewichtsteilen     Äthylmagnesium-          bromid    eingetragen und nun unter Rühren  eine Lösung von 281 Gewichtsteilen     Bromal     in Äther zugefügt. Zur Beendigung der Re  aktion wird entweder kurze Zeit am Rück  flusskühler gekocht oder einige Tage bei  Zimmertemperatur stehen gelassen. Das Re  aktionsprodukt wird mit Eiswasser und ver  dünnter Salzsäure behandelt. Die abgetrennte  ätherische Lösung wird neutral gewaschen  und nach dem Trocknen über Natriumsulfat  vom Lösungsmittel befreit.

   Aus dem so er-         haltenen    Rückstand gewinnt man den     Tri-          bromäthylalkohol    entweder durch Vakuum  destillation oder durch Dampfdestillation. Die  Kristalle werden durch     Umkristallisieren    aus       Ligroin    völlig rein und mit den in Beispiel 1  beschriebenen Eigenschaften erhalten.  



  <I>Beispiel</I>     l:     246 Gewichtsteile     Brommagnesiumisopro-          pylalkoholat,    dargestellt wie in Beispiel 2,  werden im Vakuum vom Lösungsmittel völlig  befreit. Dazu werden dann 281 Gewichtsteile       Bromal    gegeben. Dabei geht unter Erwärmen  die Reaktion vor sich. Nach 24 Stunden wird  mit Eiswasser und     verdünnter    Salzsäure ver  setzt und der gebildete     Tribromäthylalkoliol     entweder durch     Wasserdampfdestillation    oder  durch Extrahieren mit     Ligroin    gewonnen.  Der so erhaltene     Tribromäthylalkohol    zeigt  die in Beispiel 1 beschriebenen Eigenschaften.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung von Tribrom- äthylalkohol, dadurch gekennzeichnet, dass inan Bromal mit Halogenmagnesiumalkoho- laten behandelt. UNTERANSPRUCH: Verfahren gemäss Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass die Reduktion in Gegenwart eines keine Hydroxylgruppen ent haltenden Lösungsmittels vorgenommen wird.
CH159941D 1931-03-21 1932-03-19 Verfahren zur Herstellung von Tribromäthylalkohol. CH159941A (de)

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