CH160437A - Verfahren zur Darstellung eines Anthrachinonderivates. - Google Patents

Verfahren zur Darstellung eines Anthrachinonderivates.

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CH160437A
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hydroquinizarin
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Aktiengesellsc Farbenindustrie
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Ig Farbenindustrie Ag
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  Verfahren zur Darstellung eines     Antlirachinonderivates.       Behandelt man die Hydroderivate solcher       Oxyanthrachinone,    welche mindestens zwei       Hydroxyle    in<B>1.</B>     4-(Chinizai-in)-Stell        ung    haben,  mit Oxydationsmitteln unter gewissen Bedin  gungen, so erhält man bisher unbekannte  Körper mit ausgeprägten     chinoiden    Eigen  schaften, welche ihrem ganzen Verhalten nach    als     1.4-Chinone    der betreffenden     Hydro-oxy-          anthrachinone    zu betrachten sind.

   Der ein  fachste Vertreter dieser Körperklasse entsteht  aus     Hydro-chinizarin        (Ann.    420,<B>S.</B> 122 und       Ann.    462,<B>S. 72 ff.)</B> nach folgendem Schema  und ist als     Hydro   <B>-</B>     chinizarinchinon    zu be  zeichnen:  
EMI0001.0015     
    Diese Verbindungen sind dadurch gekenn  zeichnet,     dass    sie durch schwache Reduktions  mittel, wie zum Beispiel schweflige Säure, in  die     Hydro   <B>-</B>     oxyanthrachinone    zurückverwan  delt werden:

    
EMI0001.0019     
      Durch starke Säuren, wie zum Beispiel kon  zentrierte Schwefelsäure oder konzentrierte  Salzsäure, erleiden sie eine eigentümliche  Umlagerung, indem das der     Hydroverbindung          zugrundeliegende        Oxyanthrachinon    entsteht.  So entsteht zum Beispiel aus dem     Hydro-          chinizarinchinon    beim Lösen in konzentrierter  Schwefelsäure schon in der Kälte sofort       Chinizarin   <B>:</B>  
EMI0002.0007     
    Bei der Darstellung dieser neuen     Chitione          muss    man daher solche Bedingungen wählen,       dass    diese Umlagerung nicht stattfindet.

   Man  führt die Oxydation zum Beispiel in     Eisessig     oder verdünnter     Essigsätire    oder in Gemischen  von Eisessig und verdünnter Schwefelsäure  bei niedriger Temperatur aus und verwendet  die für derartige Oxydationen gebräuchlichen  Oxydationsmittel, wie zum Beispiel Braun  stein,     Bleisuperoxyd,    Mennige,     Bleitetracetat          usw.     



  Die neuen Verbindungen sind leicht rein  und schön kristallisiert zu     ei-halten.     Gegenstand vorliegender Erfindung ist  nun ein Verfahren zur Darstellung des     Hydro-          chinizarinchinons,    das zu pharmazeutischen  Zwecken, sowie als     Zwischeriproclukt    zur  Darstellung von Farbstoffen Verwendung  finden soll.  



  Das Verfahren ist dadurch gekennzeich  net,     dass    man     Hydrochinizarin    in saurem     Me-          dium        wobei        mit        die        einem        Acidität        Oxydationsmittel        des        Mediums        behandelt        so        zu        be-   <B>3</B>  messen ist,

       dass    keine     intermolekulare    Umla  gerung des entstandenen     Chinons    stattfindet.  <I>Beispiel:</I>  12,1 Gewichtsteile gepulvertes     Hydro-          chinizarin    werden in<B>150</B>     Volumteilen    Eis  essig bei etwa<B>60 0</B> gelöst und die erhaltene    Lösung unter Rühren rasch in<B>150</B>     Volum-          teile    verdünnter Schwefelsäure von 20     "/o,    die  auf etwa<B>5 '</B> abgekühlt ist, eingegossen.

   In  den so erhaltenen hellgelben dicken Brei von  fein verteiltem     Hydrochinizarin    werden bei  einer Temperatur von<B>5-71) 6,5</B>     GewichtRteile          synthetischer        Braunstein        von        71        %        Nn0,#,        Ge-          halt    unter lebhaftem Rühren     portionenweise     eingetragen.

   Der Brei wird dünnflüssiger,  unter dem Mikroskop beobachtet man, wie  das hellgelbe     Hydrochinizarin    allmählich ver  schwindet und grosse, fast farblose, flache Na  deln von     Hydrochinizarinehinon    auftreten.  Wenn das     Hydrochinizarin    verschwunden ist  und die Menge des gebildeten     Hydrochini-          zarinchinons    nicht mehr zunimmt, was nach  verhältnismässig kurzer Zeit der Fall ist, ver  setzt man, zur Zerstörung des noch über  schüssigen Braunsteins, vorsichtig mit Was  serstoffsuperoxyd.

   Sobald das mikroskopische  Bild keine     Braunsteinteilchen    mehr zeigt, son  dern nur einheitlich die Nadeln des     Hydro-          chinizarinebinons,    saugt man ab,     wäscbt    mit  Wasser sorgfältig neutral, deckt mit Methanol  und trocknet bei niedriger Temperatur, zweck  mässig im Vakuum. Die Ausbeute beträgt       ca.        84        %        der        Theorie.     



  Zur weiteren Reinigung kann man das so  erhaltene, bereits recht reine Rohprodukt bei  <B>55 - 60 0</B>     C    in 20     Volumteilen    Nitrobenzol  lösen, diese Lösung gegebenenfalls filtrieren  und mit dem gleichen Volumen     Ligroin    ver  setzen. Das     Hydrochinizarinehinon    scheidet  sich in schönen, fast farblosen Nadeln ab  und wird in üblicher Weise isoliert.

   In kon  zentrierter Schwefelsäure löst es sich augen  blicklich mit der karminroten Farbe des durch  Umlagerung entstandenen     Chinizarins.    Beim  Erwärmen mit wässeriger schwefliger Säure  erhält man aus dem     Hydrochiiiizarinchinon     hellgelbes, unter dem Mikroskop einheitliche  Nadeln bildendes     Hydrochinizarin.  

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Darstellung eines Anthra- chinonderivates, dadurch gekennzeichnet, dass man Hydrochinizarin in saurem Medium mit einem Oxydationsmittel behandelt, wobei die Aeidität des Mediums so züi beinessen ist, dass keine interinolekulare Umlagerung des ent standenen Chifions stattfindet.
    Das so erhaltene Hydrochinizarinchinoil bildet fast farblose Nadeln, die sich in kon- zentrierter Schwefelsäure augenblicklich mit der karininroten Farbe des durch Umlagerung entstehenden Chinizarins löst.
CH160437D 1937-04-16 1932-04-07 Verfahren zur Darstellung eines Anthrachinonderivates. CH160437A (de)

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