CH161302A - Verfahren zur Herstellung von teinfreiem Tee. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von teinfreiem Tee.

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CH161302A
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  Verfahren zur Herstellung von     teinfreiem    Tee.    Es ist bereits vorgeschlagen worden,     tein-          freien    Tee herzustellen. indem dem Tee die       Aromastoffe    durch ein flüchtiges Lösungs  mittel     entzogen,    in dem Rückstand die     Tein-          salze    durch.

       Säuren,    Alkalien oder entspre  chende     Salze        zerle        -t    werden, das     Tein    mit  Hilfe eines flüchtigen Lösungsmittels aus  gezogen und hierauf das     teinfreie    Produkt  mit der Lösung der     Aromastoffe    durchtränkt  wird. Da es sich bei den Teeblättern um  einen ausserordentlich empfindlichen Stoff       handelt,    erfahren dieselben bei einer solchen       Behandlung    eine so weitgehende Verände  rung in     bezug    auf Geschmack und Aroma,  dass diese Arbeitsweise zu keinem brauch  baren Ergebnis führen kann.  



  Ebenso     lässt    sich nach einem weiteren  bekannten     Verfahr(-        kei,-    den Ansprüchen  genügender     teinartner        Te-,    erzeugen, nach  welchem die     Extraktion    der     Aromastoffe     und des     Teins    in einer Zentrifuge bewirkt  wird und die von dem     Tein    befreiten Aroma-    Stoffe dem     teinfreien    Rückstand ebenfalls  wieder zugesetzt werden sollen.

   Da die  Extraktion auf die trockenen Teeblätter zur  Anwendung gelangt, werden dieselben nur  in sehr unvollkommener Weise von ihrem  Gehalt an     Tein    befreit, während der Tee in  bezug auf seine Beschaffenheit sehr beein  trächtigt wird.  



  Wenn es auch an sich nahe liegen könnte,  zur Entfernung des     Teins    den Tee mit  einem der bekannten     Alkaloidlösungsmittel     zu behandeln und es auch fernerhin bei der  Gewinnung von koffeinfreiem Kaffee aus  rohen Kaffeebohnen bekannt ist, die Extrak  tion mit geeigneten Lösungsmitteln so vorzu  nehmen,     da.ss    man die Kaffeebohnen einer  Torbehandlung mit gespanntem Wasser  dampf oder durch langanhaltende Einwir  kung von Wasser unterzieht, so war es doch  keineswegs ohne weiteres gegeben, den Tee  von seinem Gehalt an     Tein    nach diesem       Entkoffeinierungsverfahren    zu befreien,

   weil      derselbe eine ganz andere Beschaffenheit be  sitzt und ein für die Bearbeitung von Kaffee  geeignetes Verfahren niemals zu einem  brauchbaren Ergebnis führen würde.  



  Wesentlich ist vor allen Dingen, dass die  Behandlung des Tees in     einer    solchen Weise  erfolgt, dass er weder geschmacklich noch in  seiner äussern Beschaffenheit eine Beein  trächtigung erfährt. Insbesondere ist     es    sehr  wichtig, dass die Blätter nach dem Aufbrühen  ihre natürliche,     rötlich-braune    Färbung be  halten, was beispielsweise nicht der Fall ist,  wenn man den Tee selbst bei niedriger Tem  peratur ohne besondere Vorsichtsmassregeln  trocknet. Die Blätter nehmen dann nach  dem     Aufbrühen    eine dunkle Färbung an, die  den Wert des Tees sehr vermindert.  



  Wie nun gefunden wurde,     lässt    sich die  Herstellung von     teinfreiem    Tee durchführen,  ohne dass nachteilige Wirkungen eintreten,  wenn man in folgender Weise verfährt.  



  Die Teeblätter     -werden        zunäch    t mit Was  ser durchfeuchtet und hierauf unter Ver  wendung eines niedrig siedenden Lösungs  mittels einer Extraktion unterworfen. Für  diesen Zweck kann eines der bekannten Lö  sungsmittel, wie     Methylenchlorid,    Chloro  form, Benzol usw. oder ein Gemisch der  selben Verwendung finden. Nach Beendi  gung der Extraktion und Befreiung des Tees  von der Hauptmenge des Lösungsmittels  wird derselbe einem besonderen Verfahren  zur Entfernung der     Lösungsmittelres+P    und  des noch vorhandenen Wassers unterworfen,       welches    so geleitet wird. dass der Tee hier  bei keine etwa 65   C     überschreitende    Tem  peratur annimmt.

   Die Behandlung erfolgt  in der Weise, dass durch die Teeblätter nach  der Extraktion erwärmte Luft-, gegebenen  falls unter vermindertem Druck, hindurch  geleitet wird. Diese Behandlung wird ein  mal oder mehrere Male wiederholt, nachdem  der Tee mit Wasser durchfeuchtet worden  ist. Wesentlich ist hierbei, dass die Tempe  ratur von 6.5   C, noch vorteilhafter 60   C,  nicht überschritten wird. Auf diese      reise     lassen sich auch über<B>615'</B> C siedende Lö-         sungsmittel,    zum Beispiel Benzol, vollkom  men entfernen.  



  Zur Ausführung der Erfindung verfährt  man     beispielsweise    so, dass die Teeblätter  mit Wasser durchfeuchtet werden. Hierauf  werden sie mit     Methylenchlorid    extrahiert,  was bei Zimmertemperatur oder auch unter  geringer Erwärmung des Lösungsmittels ge  schehen kann. Nach     21/i    bis 3     Stunden    ist  die Hauptmenge des     Teins    entfernt; der     Tein-          gehalt    beträgt alsdann noch etwa 0,1      Jo.    Bei  Fortsetzung der Extraktion während einer  verhältnismässig nicht langen Zeit ist das       Tein    restlos entfernt.

   Nunmehr wird das  Lösungsmittel von den Teeblättern ab  getrennt und diese erwärmt, so dass die  Hauptmenge des     Methylenchlorides    ver  dampft wird. Im Anschluss hieran wird  warme Luft eine Zeitlang durch die Tee  blätter hindurchgeleitet, so dass sie sich nicht  über 65   C erwärmen. Alsdann werden die  Teeblätter nochmals mit Wasser angefeuchtet  und wiederum warme Luft unter den glei  chen Bedingungen hindurchgeleitet, bis der  Tee vollkommen getrocknet ist.  



  Verwendet man höher siedende Lösungs  mittel, zum Beispiel Benzol, das sich bei 60  bis     615      C nicht verdampfen lässt, so wird  (las Lösungsmittel nur mechanisch von den  Teeblättern abgetrennt und hierauf erwärmte  Luft hindurchgeleitet. In diesem Falle muss  die     Durchfeuchtung    mit Wasser während  der Entfernung des Lösungsmittels öfters  erfolgen, zum Beispiel zwei bis drei     Mal,    um  das Lösungsmittel gänzlich auszutreiben.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung von teinfreiem Tee, dadurch gekennzeichnet, dass Tee mit Wasser durchfeuchtet, hierauf mit einem organischen Teinlösungsmittel extrahiert und nach der Entfernung der Hauptmenge des Extraktionsmittels mit warmer Luft so ge trocknet wird, da.ss die Erwärmung des Tees eine Temperatur von 65 C nicht über schreitet und dass während der Trocknung die Teeblätter mindestens einmal mit Was ser befeuchtet werden. UN TERANSPRüCHE I.
    Verfahren gemäss Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass der Tee nach der Entfernung der Hauptmenge des Extraktionsmittels unter vermindertem Druck getrocknet wird. ?. Verfahren gemäss Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass das Trocknen des Tees durch Hin-durchleiten von war mer Luft erfolgt und durch mehrmaliges Befeuchten der Teeblätter mit Wasser unterbrochen wird.
CH161302D 1931-06-03 1932-05-13 Verfahren zur Herstellung von teinfreiem Tee. CH161302A (de)

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CH161302D CH161302A (de) 1931-06-03 1932-05-13 Verfahren zur Herstellung von teinfreiem Tee.

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