CH169855A - Verfahren zur Herstellung von 1-Ascorbinsäure. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von 1-Ascorbinsäure.

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CH169855A
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ascorbic acid
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Reichstein Tadeus Ing Dr
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    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07DHETEROCYCLIC COMPOUNDS
    • C07D307/00Heterocyclic compounds containing five-membered rings having one oxygen atom as the only ring hetero atom
    • C07D307/02Heterocyclic compounds containing five-membered rings having one oxygen atom as the only ring hetero atom not condensed with other rings
    • C07D307/34Heterocyclic compounds containing five-membered rings having one oxygen atom as the only ring hetero atom not condensed with other rings having two or three double bonds between ring members or between ring members and non-ring members
    • C07D307/56Heterocyclic compounds containing five-membered rings having one oxygen atom as the only ring hetero atom not condensed with other rings having two or three double bonds between ring members or between ring members and non-ring members with hetero atoms or with carbon atoms having three bonds to hetero atoms with at the most one bond to halogen, e.g. ester or nitrile radicals, directly attached to ring carbon atoms
    • C07D307/62Three oxygen atoms, e.g. ascorbic acid

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Description


      Verfahren    zur Herstellung von     1-Ascorbinsäure.       Vertreter     vox        3-Ketosäuren    der Zucker  reihe sind bis vor kurzem ganz unbekannt  gewesen. Erst in jüngster Zeit haben Unter  suchungen ergeben     (Journ.        Soc.    Chem.     Ind.          .52,   <B>193,3,</B> S.

   221), dass der von     Szent-Györgyi          (Biochemical    Journal 22, 1928,     @S.    1387) aus  verschiedenen tierischen und pflanzlichen  Materialien gewonnenen Ascorbinsäure, die  als der massgebende     antiscarbutische    Faktor  erkannt wurde, die Konstitution der     Enol-          form    eines     Anhydrids    der     3-Keto-l-threo-          hexonsäure    zukommt. Über die genaue Lage  des     Anhydroringes    herrscht noch keine  Einigkeit.  



  Für die künstliche Herstellung von       3-Ketosäuren    .der Zuckerreihe waren bisher  keine Wege bekannt. Es     wurde    nun ge  funden, dass man durch Behandlung von       Osonen,    die durch Oxydation von Zuckern in  bekannter Weise     herstellbar    sind, mit Blau-    säure zu Verbindungen gelangt, die bei der       Verseifung    in     3-Ketosäuren    des nächst  höheren Zuckers     bezw.    ihre     Anhydride          (Laktone    ?) übergehen.

   Bei welcher Reak  tionsstufe die     Anhydrisierung    erfolgt, ist  bisher unbekannt und für das     Endergebnis     auch unwesentlich, da die     Enolisierung    und       Anhydrisierung    einen Vorgang darstellt, der  selbständig zu erfolgen scheint, sobald auf  irgend einem Wege die Struktur der     3-geto-          säure    hergestellt ist.  



       Gegenstand    der vorliegenden Erfindung  ist ein Verfahren zur Herstellung von       1-Ascorbinsäure,    welches dadurch gekenn  zeichnet ist,     da.ss    man an     1-gyloson    Blau  säure anlagert und die entstehende Verbin  dung verseift.  



  Die Reaktion kann wie folgt formuliert  werden:    
EMI0002.0001     
    beziehungsweise  
EMI0002.0002     
    Bei der     Anlagerung,der    Blausäure kann ver  schieden verfahren werden. Es kann das       Oson    zum Beispiel in wässeriger, alkoho  lischer oder     sonstwie    .geeigneter Lösung mit  Blausäure in     äquimolekularer    Menge oder  auch mit einem grösseren Überschuss der  selben längere Zeit bei     gewöhnlicher    oder  erhöhter Temperatur behandelt werden. Zur  Abkürzung der Reaktionsdauer und zur Ver  vollständigung der Reaktion können Kata  lysatoren zugegeben werden.

   Als solche sind  organische oder anorganische Basen wirksam,  wie     galiumhy.droxyd,    Soda,     Kaliumcyanid,          Natriumsulfit,    Ammoniak,     Diäthylamin,        Pi-          peridin        etc.     



  Die     Verseifung    des     Anlagerungsproduk-          tes    erfolgt zweckmässig mit -starken, wäs  serigen oder     wässerig-alkoholischen    Säuren  bei Zimmertemperatur durch längeres Stehen  lassen oder schneller durch Erwärmen, wo  bei es     zweckmässig    ist, nicht über<B>100'</B> zu  erwärmen, da sonst zu starke     Zersetzungen     eintreten.

   Da sowohl die Zwischenprodukte  der Reaktion,     als    auch die fertige     1-Ascor-          binsäure    gegen alkalische     Reaktion    und  gegen     Oxydation    empfindlich sind, so sind  während der ganzen Herstellung     möglichste     Vorsichtsmassregeln zur Fernhaltung von  Sauerstoff zu treffen.  



  Die nach dem Verfahren erhaltene Ver  bindung     kristallisiert    in farblosen Blätt  chen, welche bei 189   unter Zersetzung  schmelzen und das polarisierte Licht .drehen       la]    D =     -+-    49   (c = 1 in Methanol), sie  zeigt auch die übrigen bekannten Eigen  schaften der natürlichen Ascorbinsäure, ins-         besondere    ihr charakteristisches Reduktions  vermögen. Der     direkte    Vergleich der Säuren,  sowie einiger Derivate ergab vollständige  Identität. Die     1-Ascorbinsäure    soll als Zu  satz zu     NahrungsmittelnVerwendung    finden.

    <I>Beispiel:</I>  100     gr    rohes     1-Xyloson    werden mit  1500     gr    3     %        iger,    wässeriger Blausäure ge  löst, 10     gr    starkes Ammoniak     zugefügt    und  nach dem Vertreiben der Luft durch Kohlen  monoxyd 24 Stunden bei     Zimmertemperatur     stehen gelassen. Nach Eindampfen im Va  kuum wird der Rückstand in 000     gr          7,5%iger    Salzsäure gelöst und in Kohlen  dioxydatmosphäre 1 bis 2 Tage auf<B>50'</B> er  hitzt.

   Hierauf. wird     im.    Vakuum zur Trockne  gedampft und der Rückstand mit starkem  Alkohol aufgenommen, der     Ammonchlorid     und andere anorganische Stoffe (die aus dem  rohen     Xyloson    stammen) ungelöst zurück  lässt. Weitere Verunreinigungen können durch  Zusatz von     peroxydfreiem    Äther entfernt  werden. Die     abfiltrierte,        klare    Lösung gibt  alle für die Ascorbinsäure bekannten     Reak-          tionen.    Zur Reinigung wird nach starkem  Einengen fraktioniert und mit alkoholischem  Bleiacetat gefällt.

   Zuerst fallen etwas Ver  unreinigungen aus, später die     1-Ascorbin-          säure    vollständig als Bleisalz. Das ab  getrennte und mit Alkohol gewaschene Blei  salz wird mit     -Schwefelwasserstoff    zerlegt.  Die erhaltene Säure, zirka 30 bis 50     gr,    je  nach Reinheit des verwendeten     Xylosons,     kann aus     i/2    Teil heissem Wasser oder aus  Alkohol umkristallisiert werden.

   Die Kri-      stalle haben die Zusammensetzung     CEH$Oe,     zeigen einen Schmelzpunkt von etwa 189  unter Zersetzung, eine spezifische Drehung  von     [a]        +    49   (c = 1 in Methanol)  und alle bekannten Eigenschaften der natür  lichen Ascorbinsäure. Zur Reinigung kann  auch die     Acetonverbindung    dienen, die in  bekannter Weise (Nature 130, 1932,     S.    847)  hergestellt wird, beim Erwärmen mit Was  ser Aceton abspaltet und nach dem Ein  dampfen zur Trockne die .Säure ganz rein  zurücklässt.

Claims (1)

  1. P.A.TENTANSPRUCH Verfahren zur Darstellung von 1-Ascor- binsäure, dadurch gekennzeichnet, dass man an 1-Xyloson Blausäure anlagert und die entstehende Verbindung verseift. Die nach dem Verfahren erhaltene Ver bindung kristallisiert in farblosen Blätt chen, welche bei 189 unter Zersetzung schmelzen und das polarisierte Licht drehen [a] n" _ + 49 (c = 1 in Methanol), sie zeigt auch die übrigen bekannten Eigen schaften der natürlichen Ascorbinsäure, ins besondere ihr charakteristisehes Reduktions vermögen.
    Der direkte Vergleich der Säuren, sowie einiger Derivate ergab vollständige Identität. UNTERANSPRUCH: Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man zur Reaktion mit Blausäure beringe Mengen basischer .Stoffe als Katalysatoren zusetzt.
CH169855D 1933-04-10 1933-04-10 Verfahren zur Herstellung von 1-Ascorbinsäure. CH169855A (de)

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