CH176360A - Verfahren zur Darstellung von Kondensationsprodukten aus Phloroglucin und aromatischen Aminen. - Google Patents

Verfahren zur Darstellung von Kondensationsprodukten aus Phloroglucin und aromatischen Aminen.

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CH176360A
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phloroglucinol
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aromatic amines
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Aktiengesellsc Farbenindustrie
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Ig Farbenindustrie Ag
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  Verfahren zur Darstellung von Kondensationsprodukten aus     Phloroglucin     und aromatischen Aminen.    In den Berichten der Deutschen Chemi  schen Gesellschaft, 23 (1890),     Referateband     Seite 488, beschreibt     Minunni    ein Verfahren  zur Darstellung von symmetrischem     Di-          (phenylamino)-oxybenzol,        bezw.        Di-(p-tolyl-          amino)-oxybenzol,    welches darin besteht,

   dass  1     Mol.        Phloroglucin    mit 2     Mol.        p-Toluidin          bezw.    Anilin 6 Stunden in geschlossenem  Gefäss auf 140-150   C erhitzt wird. Nach  diesem Verfahren bilden sich, wie     Minunni          selbat    angibt, die genannten Produkte nur  in einer Ausbeute von 40 > der Theorie.       Minunni    hat hierbei offenbar mit wasser  freiem     Phloroglucin    gearbeitet.  



  Es wurde nun gefunden, dass die Her  stellung     ablcher    Kondensationsprodukte aus       Phloroglucin    und aromatischen Aminen, bei  denen noch eine     Hydroxylgruppe    des     Phloro-          glucinkernes    vorhanden ist, durch Erhitzen  von     Phloroglucin    mit 2     Mol.    eines aromati  schen Amins in vorzüglicher Ausbeute er-    folgt, wenn die Umsetzung der Komponenten  in Gegenwart von Wasser vorgenommen  wird.  



  Die Wassermenge, welche bei der     Um-          Setzung    der hier in Betracht kommenden  Reaktionskomponenten nach vorliegendem  Verfahren angewendet wird, kann innerhalb  weiter Grenzen wechseln. Unter Umständen  genügen schon die zwei Moleküle Kristall  wasser, welche im kristallisierten     Phloro-          glucin    vorhanden sind.  



  Die erhaltenen     Kondensationsprodukte,     welche     Diarylaminomonooxybenzole    darstel  len, sind wertvolle Zwischenprodukte für die  Herstellung von Farbstoffen oder andern  organischen Verbindungen.  



  Das Verfahren sei durch folgende Bei  spiele näher erläutert:       Beispiel   <I>1:</I>  40,5 Teile     Phloroglucin    (kristallwasser  haltig) werden in 500 Teilen Wasser gelöst      und 46,5 Teile     Anilin        hinzugefügt;    das Ge  misch wird während 50 Stunden unter Rück  fluss zum Sieden erhitzt. Nach Zugabe von  Natronlauge bis zur     Alkalität    wird das un  veränderte Anilin mit Dampf abgeblasen, die  Lösung filtriert und das gebildete     Diplienyl-          diaminooxybenzol    durch Zugabe von Salz  säure bis zur Neutralität zur     Abscheidung     gebracht.

   Es entsteht in einer Ausbeute von       80        %        und        besitzt        die        gleichen        Eigenschaften     wie das von     Minunni    beschriebene Produkt.  



  Auf dieselbe Weise können die Konden  sationsprodukte von 1     Mol        Phloroglucin    mit  je 2     Mol        p-Toluidin,        m-Toluidin,        p-Anisidin     und     p-Chloranilin    hergestellt- werden.  



  <I>Beispiel 2: -</I>  40,5 Teile     Phloroglucin    (kristallwasser  haltig) und 46,5 Teile Anilin werden unter  Rühren und     Rückfluss    während 8 Stunden  auf 100 0 erhitzt. Nach Zugabe von Natron  lauge wird das unveränderte Anilin mit  Dampf abgeblasen, das Reaktionsgemisch  erkalten gelassen und gegebenenfalls nach  Neutralisation mit Salzsäure der entstandene  Niederschlag nach dem Absaugen zur Reini  gung in verdünnter Natronlauge gelöst, fil  triert und durch Zugabe von Salzsäure bis  zur Neutralität gefällt.

   Das erhaltene     Di-          phenyldiaminooxybenzol    besitzt nach dem Um  kristallisieren aus     Toluol    den Schmelzpunkt  110 0 und ist mit dem von     Minunni    erhal  tenen Produkt identisch. Die Ausbeute be  trägt 99 %.  



  <I>Beispiel 3:</I>  40,5 Teile     Phloroglucin    (kristallwasser  haltig) und 53,5 Teile     p-Toluidin    werden im  Rührapparat unter     Rückfluss    während 8 Stun  den auf 100 0 erhitzt. Nach Zugabe von  Natronlauge und Abblasen des unveränder  ten     p-Toluidins    mit Dampf wird in der glei  chen Weise aufgearbeitet wie in Beispiel 2.  Die Ausbeute an     Di-(p-tolylamino)-oxybenzol     beträgt 90 % der Theorie.  



       Beispiel        .4:     40,5 Teile     Phloroglucin    (kristallwasser  haltig) und .46,5 Teile Anilin werden Im    emaillierten Druckkessel unter Rühren wäh  rend 8 Stunden auf 140 0 erhitzt. Nach dem  Erkalten wird das Reaktionsprodukt mit  Lauge versetzt, das unveränderte Anilin mit  Dampf abgeblasen und im übrigen wie in  Beispiel 2 verfahren. Das     Diphenyldiamino-          oxybenzol    entsteht in einer Ausbeute von       93,7        %        der        Theorie.     



  <I>Beispiel 5:</I>  40,5 Teile     Phloroglucin    (kristallwasser  haltig) und 53,5 Teile     p-Toluidin    werden im  emaillierten Druckkessel während 8 Stunden  auf 140 0 erhitzt. Die Aufarbeitung erfolgt  wie in Beispiel 4. Das erhaltene     Di-(p-tolyl-          amino)-oxybenzol    besitzt die gleichen Eigen  schaften wie das in Beispiel 3 erhaltene  Produkt und entsteht in einer Ausbeute von       92%.     



  <I>Beispiel 6:</I>  162 Teile     Phloroglucin    (kristallwasser  haltig) werden in der 15fachen Wassermenge  mit 190 Teilen     Anilinöl    und 25 Teilen Salz  säure (spei. Gewicht 1,15) unter     Rückfluss     während 16 Stunden erhitzt. Dann wird mit  Natronlauge und genügend Wasser zur Ent  fernung geringer Mengen von Anilin kurze  Zeit gekocht, vom ungelösten     1.3.5-Tri-          phenyltriaminobenzol        abfiltriert,    das Filtrat  mit Salzsäure neutralisiert und mit Essig  säure angesäuert, wobei das     1.3.5-Di-(phe-          nylamino)-oxybenzol    ausfällt.

   Die Ausbeute       beträgt        79        %        der        Theorie,        während        an        Tri-          phenyltriaminobenzol    9 % der Theorie an  fallen.  



  In der gleichen Weise erhält man aus       Phloroglucin    mit     p-Toluidin    das 1. 3.     5-(Di-(4'-          methylphenylamino)-oxybenzol,    mit     p-Chlor-          anilin    das 1. 3 .     ä-Di-(4'-chlorphenylamino)-          oxybenzol.     



  <I>Beispiel</I>     ?':     162 Teile     Phloroglucin    (kristallwasser  haltig) werden in der 15fachen Wasser  menge mit 320 Teilen     beta-Naphthylamin     und 25 Teilen Salzsäure     (spez.    Gewicht 1,15)  unter     Rückfluss    16 Stunden gekocht.

   Das ab-      filtrierte Reaktionsprodukt wird zerkleinert  und mit verdünnter Salzsäure der geringe  Überschuss an     beta-Naphthylamin    heraus  gelöst, dann in der erforderlichen Menge       66        %igen        Alkohols        und        Natronlauge        heiss     gelöst, von geringen unlöslichen Bestand  teilen     abfiltriert    und das Filtrat mit Essig  säure angesäuert, wobei das     1.3.5-Di-(2'-          naphthylamino)-oxybenzol    in einer Ausbeute  von 80 0% der Theorie ausfällt.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Darstellung von Konden sationsprodukten aus Phloroglucin und aro matischen Aminen, bei denen noch eine Hydrogylgruppe des Phloroglucinkernes vor handen ist, durch Erhitzen von Phloroglucin mit 2 1VIol eines aromatischen Amins, da durch gekennzeichnet, dass die Umsetzung der Komponenten in Gegenwart von Wasser vorgenommen wird.
CH176360D 1933-01-20 1934-01-15 Verfahren zur Darstellung von Kondensationsprodukten aus Phloroglucin und aromatischen Aminen. CH176360A (de)

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