CH180055A - Verfahren zur Darstellung eines 3-Aminochinolins. - Google Patents

Verfahren zur Darstellung eines 3-Aminochinolins.

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CH180055A
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Aktiengesellsc Farbenindustrie
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Ig Farbenindustrie Ag
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  Verfahren zur Darstellung eines     3-Aminochinolins.       Es wurde gefunden, dass man zu     3-Amino-          chinolin    gelangen kann, wenn man auf     3-          Oxy-chinoline    Ammoniak bei erhöhter Tem  peratur, zum Beispiel zwischen 150 und       :300    " C, und erhöhtem Druck, in Gegenwart  oder Abwesenheit reaktionsbeschleunigender       Verbindungen    einwirken lässt.  



  Die Möglichkeit des Gelingens dieser Um  setzung war nicht vorauszusehen, da die       Oxygruppe,    zum Beispiel in     2-Methyl-3-oxy-          chinolin,    schwer beweglich ist. So ist es nicht  möglich, diese     Oxygruppe    mit Hilfe von       Phosphorpentachlorid    gegen Chlor     auszu-          i.auschen    oder aus dem     2-Methyl-3-oxychino-          lin    durch Einwirkung von     Chlorzinkammo-          niak    und     Ammoniumchlorid    zu dem     2-Me-          

  tbyl-3-amino-chinolin    zu gelangen.     (Vergl.          Kmnigs    und     Stockhausen,    Berichte der  Deutschen Chemischen Gesellschaft, 35, Seite  2559.)  Die Umsetzung der     3-Oxychinoline    zu  den entsprechenden     Aminoverbindungen        voll-          zielil=    sieh     überraschenderweise    glatt, wenn    man nicht     Chlorzink-Ammoniak    und Am  moniumchlorid, sondern     Ammoniak    bei er  höhter Temperatur und erhöhtem Druck auf  die     3-Oxychinoline    zur Einwirkung bringt.

    Zweckmässig nimmt man nie Umsetzung in  einem eisernen, mit     Rührer    versehenen  Druckgefäss vor. Dabei kann zum Beispiel       Ammonsulfit    zur Erleichterung der Um  setzung zugegeben werden. 'Benutzt man     3-          Oxychinolin-4-carbonsäuren,    so erfolgt beim  Austausch der     Oxygruppe    gegen die     Amino-          gruppe    gleichzeitig eine     Abspaltung    von  Kohlendioxyd.  



  Da     3-Oxychinolinabkömmlinge    leicht er  hältlich sind, so bedeutet .das neue Verfahren  zur Darstellung von     3-Amino-chinolinen    aus  den     Oxyverbindungen    einen wesentlichen  Fortschritt, denn     bisher    waren diese Basen  nur auf recht umständlichen Wegen zu  gänglich.  



  Die jetzt leicht erhältlichen,     zum    Teil  überhaupt noch nicht beschriebenen     3-Amino-          chinolinabkömmlinge    sollen zur Darstellung      von Farbstoffen und Heilmitteln Verwen  dung finden.  



  Gegenstand dieses Hauptpatentes ist ein  Verfahren zur Darstellung eines     3-Amino-          chinolins,    welches dadurch gekennzeichnet  ist, dass man auf     2-M.ethyl-3-oxy-chinolin-4-          carbonsäure    Ammoniak bei erhöhter Tempe  ratur und erhöhtem Druck einwirken lässt.  <I>Beispiele:</I>  1. 500 Gewichtsteile 2 -     Methyl    - 3 -     oxy-          chinolin-4-carbonsäure        [vergl.        ,S.        Berlingozzi          and    G.

   B.     Capuano        (Atti        della    Reale     Accade-,          mia        dei        Lincei        Roma,    33.11.     92)]    werden mit  3000 Gewichtsteilen konzentriertem wässeri  gem Ammoniak 30 Stunden auf 220 bis  225   C in einem Druckgefäss unter Rühren  erwärmt. Dabei steigt der Druck durch das  abgespaltene Kohlendioxyd zeitweilig auf  90 Atü. an.  



  Die erhaltene     Reaktionsmasse    ist braun  gefärbt und wird nach dem Erkalten auf  einer     Nutsche    abgesaugt. Der dunkle Rück  stand wird mit kochendem Wasser aus  gezogen. Aus dem Filtrat scheidet sich das  gebildete     2-Methyl-3-aminochinolin    in langen  Nadeln ab, die bei<B>160'</B> schmelzen.  



  Das     2-Methyl-3-aminochinolin    ist ein  in der Literatur bereits beschriebener Stoff.       Vergl.    Stark, Der. der deutschen     chem.    Ges.,       Bd.    40, S. 3427.  



  2. 20 Gewichtsteile 2 -     Methyl    - 3 -     oxy-          chinolin    - 4 -     carbonsäure    werden in einem  Druckgefäss zusammen mit 150 Gewichts  teilen wasserfreiem Ammoniak zirka 15 bis    20 Stunden auf 200   C erhitzt. Der Druck  steigt dabei auf etwa 173 Atü. Das Reak  tionsprodukt bildet eine dunkel gefärbte feste  Masse. Dieselbe wird mit etwa 500 Gewichts  teilen Wasser aufgekocht. Dabei bleibt etwas  dunkles Harz ungelöst. Das     2-Methyl-3-          amino-ehinolin    scheidet sich aus der filtrier  ten Lösung beim Abkühlen in fast farblosen  Nadeln aus.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Darstellung eines 3-Amino- chinolins, dadurch gekennzeichnet, dass man auf 2-Methyl-3-oxy-chinolin-4-carbonsäure Ammoniak bei erhöhter Temperatur und er höhtem Druck einwirken lässt. Das so erhaltene 2-Methyl-3-aminochino- lin kristallisiert in langen Nadeln, die bei <B>160'</B> C schmelzen. <B>UNTERANSPRÜCHE:</B> 1. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man 2-Methyl-3-oxy- chinolin-4-carbonsäure mit konzentrier tem wässerigen Ammoniak 30 Stunden bei 220 bis 225 C in einem Druckgefäss unter Rühren erwärmt. 2.
    Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man 2-Methyl-,3-oxy- chinolin-4-carbonsäure in einem Druck gefäss mit wasserfreiem Ammoniak zirka. 15 bis 20 Stunden bei 200' C erhitzt.
CH180055D 1933-12-15 1934-12-13 Verfahren zur Darstellung eines 3-Aminochinolins. CH180055A (de)

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