Fotografisch arbeitende Einrichtung zum Registrieren der Angaben von Zählwerken oder lliessinstrnmenten. Es sind bereits Einrichtungen zur foto grafischen Registrierung der Angaben von Messinstrumenten und Zählwerken bekannt geworden. Im einfachsten Falle sind diese Vorrichtungen :derart ausgebildet, dass die Betätigung der zur fotografischen Aufnahme verwendeten Kamera von Hand erfolgt.
In vielen Fällen sind derartige Einrichtungen unzulänglich, da man die Angaben der Mess- werke oder Zählwerke über einen längeren Zeitraum periodisch fotografieren will.
Es ist auch bereits eine Einrichtung be kannt geworden, bei der periodische Regi strierungen der Angaben von Messwerken. zum. Beispiel von Zählern, in Abhängigkeit von einer :Schaltuhr bewirkt werden.
Das Messinstrument, dessen Angaben fotografisch erfasst werden sollen und die fotografische Registriereinrichtung sind bei dieser Ein richtung in einem .gemeinsamen Gehäuse eingeschlossen. Durch die Schaltuhr werden einerseits Kontakte zur Beleuchtung der An gaben des Massgerätes bei der fotografischen Aufnahme betätigt, anderseits ein Magnet eingeschaltet, der ein besonderes Vorschub werk :des fotografischen Filmes betätigt.
In der angegebenen Weise kann man praktisch keine Vorrichtungen ausbilden, die dazu geeignet sind, bei Messgeräten und Zählern der verschiedensten Abmessungen Anwendung zu finden, weil man dabei zu Abmessungen für die gesamte Vorrichtung gelangt, die ausserordentlich gross und stö rend sind.
Die Erfindung ermöglicht es, die Ein richtung so auszubilden;dass sie zur periodi schen Aufnahme der Angaben von Mess- geräten und Zählern von beliebigen Abmessungen bequem Anwendung finden kann. Erfindungsgemäss wird dies dadurch erreicht, dass :die zum Steuern des elektro magnetisch betätigten Verschlusses der Ka- mera vorgesehene Schaltuhr dazu verwendet wird, auf mechanischem Wege den Vor schub eines fotografischen Streifens der Ka mera zu bewirken.
Im. folgenden soll die Erfindung näher anhand eines Ausführungsbeispiels erläutert werden, das in der Zeichnung dargestellt ist.
Die Fig. 1 zeigt die Registriereinrich- tung im Schnitt nach der Linie AB der Fig. 2 ; Fig. 2 ist eine Ansicht von oben mit auf geschnittenem Gehäuse; Fig.3 ist eine schematische Darstellung ,des Getriebes.
1 ist die Kamera, die in einem mehr teiligen Gehäuse 2 eingeschlossen ist. 3 be deutet die Linse, durch welche das aufzu nehmende Bild auf den Filmstreifen (Pa pierstreifen) 4 projiziert wird. 5 ist der Verschluss, der durch den Anker 6 des Steuermagnetes 7 betätigt wird. Der Steuer magnet 7 wird von den Kontakten der Schaltuhr 8 eingeschaltet, .die in einem be sonderen Gehäuse 9 eingeschlossen und seit lich an dem Gehäuse 2 der Kamera 1 mit Hilfe der Haltestreben 10, sowie Befesti- gungsschrauben 11 lösbar befestigt ist.
Hierdurch wird es ermöglicht, je nach den vorliegenden Verhältnissen Schaltuhren ver schiedener Bauart an die Kamera anzusetzen, die beispielsweise ein mechanisches Uhrwerk oder .einen elektrischen Antrieb aufweisen können. 12 sind zwei Glühlampen, die ober halb und unterhalb des Bildfensters der Ka mera angeordnet sind und von .den in der Schaltuhr eingeschlossenen Kontakten ein- und. ausgeschaltet werden können.
Diese Glühlampen dienen dazu, das Messgerät, des sen Angaben fotografisch aufgenommen werden sollen, zu beleuchten. Mit dem Lauf werk der Schaltuhr ist ein ausserhalb des Kameragehäuses angeordnetes Zahnrad 15 verbunden, welches dazu dient, über ein Zwischengelege ein Paar Vorschubräder 17 anzutreiben. Durch lese wird der Vor schub ,des fotografischen Filmes bewirkt.
In cler schematischen Getriebezeichnung der Fig. 3 ist als Uhrwerksmotor ein Syn- chronkleinmotor 21 vorgesehen, dessen Dreh zahl bei konstanter Frequenz des Netzes, an das er angeschlossen ist, der Zeit direkt pro portional ist. Der Läufer 122 treibt die in nerhalb .des Uhrgehäuses 9 angeordneten Zwischengelegeräder @23 bis 33 an; zwischen den Getrieberädern 32 und 33 ist eine Rutschkupplung 34 angeordnet.
Das Rad 33 steht in Eingriff mit dem Getrieberad 15 an .der Kamera, durch welches über die Ge trieberäder 35, 36 die Führungsrollen 37 und ausserdem über die weiteren Getriebe räder 3'8, 39 die Vorsehubräder 17 für den Filmvorsehub angetrieben werden.
Die Vor schubräder 17 liegen dabei, wie Fig. 1 zeigt, auf der rauhen Rückseite des fotografischen Filmes, während die Führungsrallen auf der glatten Vorderseite des Filmes abrollen, auf der die Aufnahme erfolgt. Das Zahnrad 36 ist mit der Antriebswelle 370 der Führungs räder 37 und des Ritzels 38 über eine weitere Rutschkupplung 80 verbunden.
Mit der An triebswelle 370 ist ausserdem noch eine Treibscheibe 41 verbunden; von dieser wird mittels eines endlosen Bandes aus schrauben förmig gewickeltem Draht die Filmrolle 42 über die Treibscheibe 43 angetrieben. Auf der Filmrolle 4'2 wird der Filmstreifen 4 aufgewickelt, welcher die fotografischen Registrierungen enthält. Die andere, den vorrätigen Filmstreifen enthaltende Film rolle 44 ist mit dem Getriebe nicht gekup pelt und wird durch den sich abwickelnden Filmstreifen in Bewegung gesetzt.
Die Filmrolle 42 kann zur genauen Einstelluna des Filmes mit einer Stellmutter 45 nach Bedarf gekuppelt werden.
Auf der Achse 330 des Rades 33 sind Nockenscheiben 46 angeordnet, welche zur Betätigung der iri der Getriebezeichnung nicht weiter dargestellten Schaltkontakte der Schaltuhr für das Ein- und Ausschalten des Verschlusses und der Lampen dienen. Mit der Antriebswelle 330 ist ferner ein Stellknopf 81 verbunden, der es ermöglicht, die Schaltnocken beziehungsweise Kontakte der Schaltuhr, sowie das Vorschubwerk für den Filmstreifen unabhängig von dem Gang der Schaltuhr zu betätigen.
Bei dieser Be tätigung tritt die Rutschkupplung 34 in Wirksamkeit, derart, dass beim Verdrehen der Stellschraube 81 die Getrieberäder 2'3 bis und damit der Läufer 222 des Uhrwerk- antriebsmotors nicht in Drehung versetzt werden.
Die Rutschkupplung 80 zwischen dem Getrieberad 36 und der Antriebswelle<B>370</B> der Führungsrollen 37 ist vorgesehen, um einerseits bei Einstellung des Filmstreifen zu verhindern, dass die Schaltkontakte der Schaltuhr in Tätigkeit gesetzt werden, ander seits soll die Rutschkupplung 80 dann in Tätigkeit treten, wenn etwa während des Be triebes einmal Klemmungen an dem Film streifen auftreten sollten.
Ausserdem ermöglicht die Rutschkupp lung auch Differenzen in der Gesehwindig- keit des Filmstreifens, die infolge der Ver änderung des Durchmessers des aufgewickel ten Filmmaterials entstehen, auszugleichen.
Die Führungsrollen 37 für den Filmstrei fen .1 sind in Augen 45 eines U-förmig ge bogenen Wandteils 50 (Fig. 1) gelagert, der gewissermassen die Projektionskammer ein schliesst und greifen durch einen Schlitz in dem Wandteil soweit hindurch, dass der Filmstreifen auf dem Rollenumfang entlang läuft. Der Filmstreifen 4 wird an den verti kalen Teil der Wand 50 durch eine Blatt feder 51 angepresst, welche an dem Deckel <B>52</B> der Kamera befestigt ist.
Die mit Zäh nen versehenen Vorsehubräder 17 sind in Lang löchern der an dem Wandteil 50 vorgesehe nen Augen 53 gelagert und werden durch Feder 54 gegen die Führungsrollen 37 be- ziehungs-,veise den darüberliegenden Film streifen angepresst. Die Filmrollen selbst sind in den schrägen Schlitzen 58 an den Ansätzen 59 am Wandteil 50 gelagert; sie werden durch die Federbleche 60 in ihrer normalen Betriebsstellung gehalten. Die schräge Ausbildung der für die Lagerung vorgesehenen Schlitze 58 ermöglicht ein leichtes Auswechseln der Rollen.
Durch die Linse 3 wird das Bild durch den Spalt 61 in dem Wandteil 50 auf den Filmstreifen projiziert. Die Linse selbst ist vor einem Querwandteil 62 angeordnet, vor dem der Verschluss 5 liegt. Der Querwand teil 6'2 stellt gleichzeitig die Stirnseite des kapselförmigen Gehäuseteils 64 dar, an dem aufklappbar der Verschlussdeckel 52 be festigt ist. In dem Verschlussdeckel ist noch ein kleines Fenster 75 vorgesehen. Dieses Fenster ist so angeordnet, dass es seitlich neben der Bildfläche des Filmstreifens liegt.
Das Fenster ermöglicht einerseits nach dem Einlegen des Filmes festzustellen, ob der Deckstreifen des Filmes abgewickelt ist, anderseits hat aber dieses Fenster, an das sich innerhalb der Kamera ein kleiner Lichtschacht anschliesst, noch die Bestim mung, bei Tage einen Lichtstrahl durchzu lassen, der auf die Rückseite des Filmes fällt und auf dem Filmstreifen neben dem Bild einen Strich hervorruft. Bei Anwendung des Apparates in Räumen, in denen die natürlichen Lichtverhältnisse herrschen, wird durch die angegebene Anordnung des Licht fensters 75 gleichzeitig auf dem die Messun gen enthaltenen Bildstreifen neben diesem Tag und Nacht angezeigt.
Die Gehäusekapsel 64 ist an ihrer Stirn seite abgesetzt, so dass der vordere Gehäuse teil 65 aufgeschoben werden kann. An der Querwand 62 ist ausserdem noch ein sich mit zunehmendem Abstand von der Linse ver jüngender, trichterähnlicher Teil (Licht schacht) 66 angesetzt, der gewissermassen eine Abblendung der Linse bewirkt, so dass nur ein durch das Fenster 67 des Teils 66 begrenztes Bild von der Linse erfasst wird, welches das Zählwerk beziehungsweise die Anzeigeskala des Messinstrumentes umfasst.
Der trichterförmige Teil 6,6 besitzt eine Länge, die etwa der Bildweite, vermindert um den Abstand des Gehäuses des Mess- instrumentes von dem Zählwerk oder der Skala, entspricht. Die fotografische Regi- striereinrichtung wird so an das zu unter suchende -Zessinstrument herangesetzt,
dass die Stirnwand 69 der Registriereinrichtung unmittelbar an der Wand des Messinstrumen- tes und das Fenster 67 unmittelbar gegen- über dem Anzeigefenster des Messinstrumen- tes liegt.
Von den Haltestreben 10, die zur Be festigung der Schaltuhr B an der fotografi schen Kamera dienen, sitzt die eine an dem Gehäuseteil 64, die andere an dem lösbaren Gehäusedeckel 65. Sobald die Schaltuhr 8 an die fotografische Kamera angesetzt ist, sind die Teile 64, 65 des Kameragehäuses über die Schaltuhr starr miteinander ge kuppelt.
In den Hohlraum zwischen dem trichter förmigen Gehäuseteil 66 und dem Deckel 65 liegen einerseits Vorschaltwiderstände für die Glühlampen 1'2, anderseits der Betäti gungsmagnet 7 für den Kameraverschluss. Ausserdem ist innerhalb dieses freien Rau mes noch ein Klemmenbrett 70 angeordnet, an welches die in das Kameragehäuse einge führte Stromzuleitung 71 angeschlossen ist. An die Klemmen des Klemmenbrettes sind noch die Glühlampen, sowie die Wicklung des Magnetes 7 angeschlossen, die von den Kontakten der Schaltuhr ein- und ausge schaltet werden.
Die Verbindung zwischen dem Klemmenbrett 70 und den Kontakten der Schaltuhr, sowie dem Antriebsmotor der Schaltuhr erfolgt durch Kontaktstifte 72, die in der Schaltuhr sitzen und durch einen Schlitz in dem Gehäuse 65 durchgeführt sind und an den ebenen Kontaktflächen des Klemmenbrettes 70 anliegen. Diese Ausbil dung der Einrichtung ermöglicht die leichte Auswechslung der einen Schaltuhr durch eine andere, ohne dass die innere Schaltung der fotografischen Kamera verändert zu werden braucht.
Einzelheiten der beschriebenen Einrich tung können selbstverständlich abgeändert werden. Beispielsweise kann die Schaltuhr mit einem veränderlichen Getriebe versehen sein, wodurch es ermöglicht wird, die zeit lichen Abstände, in denen die fotografische Registriereinrichtung eingeschaltet wird, zu verändern.
Das gleiche Ziel kann selbstverständlich auch durch Auswechslung der einen Schalt- uhr gegen eine andere Schaltuhr erreicht werden.