CH181650A - Verfahren zur Herstellung eines Tetrazol-Abkömmlings der Terpenreihe. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung eines Tetrazol-Abkömmlings der Terpenreihe.

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CH181650A
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Karl Friedrich Schmidt
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Knoll Ag
Karl Friedrich Schmidt
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  Verfahren zur Herstellung eines     Tetrazol-Abkömmlings    der     Terpenreihe.       Es ist bereits bekannt, dass man     Tetrazole          aus        C'arbonylverbindungen    in der Weise er  halten kann, dass man letztere mit     Hydrox-          ylamin    in die     Oxime    und diese durch Umset  zung mit     esterbildenden    Substanzen,

   wie  aromatische     Sulfonsäurechloride    in die       Oximester    überführt und diese dann in Ge  genwart von     Stickstoffwasserstoffsäure    oder       Aziden    der     Beckmannschen    Umlagerung un  terwirft.  



  Es wurde nun gefunden, dass man aus  gehend von Kampfer ein     Tetrazol    der For  mel     C1oH1fiN.    erhält, wenn man Kampfer  mit     Hydroxylamin    in das     Oxim    verwandelt  und dieses durch Umsetzung mit einer     Oxim-          ester    bildenden Substanz in Gegenwart von       Stickstoffwasserstoffsäure    oder deren Salzen  in das     Tetrazol        überführt.    Der so erhältliche  Stoff ist therapeutisch mit Vorteil anwend  bar.

   Er besitzt eine     analeptische    Wirkung,  die stärker ist und länger anhält, als die des  bekannten     Pentamethylentetrazols.    Vom    Kampfer unterscheidet er sich besonders in  seiner Wirkung durch das Fehlen lähmen  der Eigenschaften und durch die erheblich  grössere Löslichkeit in Wasser.  



  Das erfindungsgemässe Verfahren lässt  sich sowohl mit natürlichem, als auch mit  synthetischem Kampfer durchführen. Aus  gehend vom synthetischen Kampfer erhält  man ein inaktives Produkt. Dagegen drehen  die aus den optisch aktiven Formen herge  stellten Produkte die Ebene des polarisierten       Lichtes,    so zum Beispiel dreht das aus na  türlichem, rechtsdrehenden Kampfer herge  stellte     Tetrazol    die Ebene des polarisierten.  Lichtes nach links.  



  Unterschiede in der Wirkung der optisch  aktiven und der     racemischen        Verbindung     sind, wie beim Kampfer, nicht feststellbar.  



  Das Verfahrensprodukt,     Kampfer-Tetra-          zol    ist identisch mit dem im Schweiz. Patent       Nr.178221    beschriebenen. Es stellt einen  weissen, kristallinen Körper dar, dessen      Schmelzpunkt bei     ?42    bis 243 " liegt und der  in den meisten organischen Lösungsmitteln  spielend leicht, in     \Wasser    etwas schwerer  löslich ist. Mit     Quecksilberchlorid    bildet er  eine charakteristische, weisse, kristalline       Doppelverbindung    vom Schmelzpunkt 2<B>0</B>3  bis<B>5208</B>  . Wegen seiner     bemerkenswerten     Eigenschaften soll er als Ausgangsprodukt  für die Herstellung von Heilmitteln Verwen  dung finden.  



  <I>Beispiel:</I>  Man löst 16,7 - g durch Einwirkung von       Hydroxylamin    'auf Kampfer erhaltenes       Kampferoxim    in einem Gemisch von 7.6' g       Pyridin    und 25     cm:@    Chloroform und tropft  unter gutem Rühren bei unter 0 o gelegener  Temperatur 17,6 g     Benzolsulfonsäurechlorid     ein. Alsdann lässt man nach Zugabe von  60 cm' einer Lösung     chloroformischer    Stick  stoffwasserstoffsäure (2,5 n) die Tempera  tur langsam ansteigen und erwärmt zuletzt  bis auf 45'. Nach     Ansäuren    mit verdünnter  Schwefelsäure wird das Reaktionsprodukt  mit Benzol ausgeschüttelt.

   Nach Abdestillie-         ren    des Benzols wird das hinterbleibende       Kampfer-Tetrazol    aus Äther und     Petrol-          äther    umkristallisiert.  



  Die Ausbeute beträgt     60%    der Theorie.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung eines Tutra- zolabkömmlings der Terpenreihe der Formel C1oH,oN4, dadurch gekennzeichnet, dass man Kampfer mit Hydroxylatnin in das Oxim verwandelt und dieses durch Umsetzung mit einer Oximester bildenden Substanz in Ge genwart von-Stickstoffwasserstoffsäure oder deren Salzen in das Tetrazol überführt.
    UNTERANSPRUCH: Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass als Oximester bildende Substanz ein Arylsulfonsäurechlorid verwen det wird.
CH181650D 1933-07-22 1934-07-16 Verfahren zur Herstellung eines Tetrazol-Abkömmlings der Terpenreihe. CH181650A (de)

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