CH184420A - Verfahren zur Herstellung eines stereoisomeren Alkohols. - Google Patents
Verfahren zur Herstellung eines stereoisomeren Alkohols.Info
- Publication number
- CH184420A CH184420A CH184420DA CH184420A CH 184420 A CH184420 A CH 184420A CH 184420D A CH184420D A CH 184420DA CH 184420 A CH184420 A CH 184420A
- Authority
- CH
- Switzerland
- Prior art keywords
- catalysts
- works
- dependent
- alcohol
- medium
- Prior art date
Links
Classifications
-
- C—CHEMISTRY; METALLURGY
- C07—ORGANIC CHEMISTRY
- C07J—STEROIDS
- C07J1/00—Normal steroids containing carbon, hydrogen, halogen or oxygen, not substituted in position 17 beta by a carbon atom, e.g. estrane, androstane
- C07J1/0003—Androstane derivatives
- C07J1/0018—Androstane derivatives substituted in position 17 beta, not substituted in position 17 alfa
- C07J1/0022—Androstane derivatives substituted in position 17 beta, not substituted in position 17 alfa the substituent being an OH group free esterified or etherified
Landscapes
- Chemical & Material Sciences (AREA)
- Organic Chemistry (AREA)
- Health & Medical Sciences (AREA)
- General Health & Medical Sciences (AREA)
- Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)
- Low-Molecular Organic Synthesis Reactions Using Catalysts (AREA)
Description
Verfahren zur Herstellung eines stereoisomeren Alkohols. Im Patent Nr. 1:82391 ist die Herstellung mehrkerniger Rnngketone aus Sterinen und Gallensäuren beschrieben. Es wurde nun ge funden, dass man durch Hydrierung solcher R.ingketone jeweils zwei stereoi.somere Al kohole erhalten kann. Dabei ist mann durch passende Wahl der Reaktionsbedingungen, insbesondere durch saure oder neutrale bezw. alkalische Einstellung des Mediums, in :
dem reduziert wird, oft in. der Lage vorzugsweise oder ausschliesslich ,den einen oder andern ,der jeweils möglichen beiden stereoisomeren Al kohole zu gewinnen. Letztere leiten sich von den zugrunde - liegenden Ketonen derart ab, dass :
die beider Hydrierung der Ketongruppe entstehende Hydrogylgruppe im einen Falle auf der einen Seite,des Ringsystems und im andern Falle auf seiner entgegengesetzten Seite steht.
Als Ausgangsprodukte können sowohl die nach obiger Patentschrift hergestellten Ogyketone, wie auch ihre Derivate, zum Bei- spiel ihre Ester, Äther oder dergleichen die nen.
Die Verwendung von Ogyketonen führt zu @stereoisomeren Diolen. Die Reduktion wird zweckmässig mit aktiviertem Wasser stoff ausgeführt, so zum Beispiel durch Hy drierung mit Wasserstoff in Gegenwart von Katalysatoren der Platingruppe, von Nickel, Kobalt, von Katalysatorgemischen und der gleichen oder auch mit aaszierendem Wasser stoff, zum Beispiel Natrium in Alkoholen.
Als Lösungsmittel für die katalytische Hy drierung lassen sich Eisessig, Alkohole, wie Methyl- oder Äthylalkohol, Äther usw. ver wenden.
Gegenstand des vorliegenden Patentes bildet ein Verfahren zur Herstellung eines @stereoisomeren Alkohols, welches dadurch gekennzeichnet ist"dass man Androsteron mit Reduktionsmitteln behandelt und das ent standene 3 - Epi - androstandiol-(3,17) vom F.
223 isoliert. Das so gewonnene Diol kann aus Essigester umkristallisiert Urerden. Es zeichnet sich durch seine physiologi- s o 'he Wirkung ZD aus und soll therapeutische Verwendung finden.
<I>Beispiel</I> r: 3,5 g Androsteron (3-Epi-oxy-ätio-allo- cholanon-[17], F. 184' korr.) werden in 70 cm' reinem Eisessig gelöst und nach. Hin zufügen von 2 cm' reiner konzentrierter Salzsäure und 0,4 g Platinoxyd mit W"ser- stoff geschüttelt. Nach Beendigung der Wasserstoffaufnahme filtriert man die Lö sung zwecks Abtrennung des Katalysators, fällt das Reduktionsprodukt mit Wasser und nimmt es in Äther auf.
Die Ätherlösung wird mit verdünnter Natronlauge und Was ser gewaschen und eingedampft. Der Rück stand stellt ein partiell acetyliertes Gemisch dar und wird durch fünfstündiges Kochen in 100 cm' 0.,2-n methylalkoholischer Kali lauge verseift. Die heisse Methylalkoholi- sohe Lösung wird mit 500 cm 3 heissem Was ser gefällt,,das ausfallende Diol abgenutscht, mit heissem Wasser gewaschen und im Va kuum bei<B>90'</B> getrocknet.
Durch zwei maliges Umkristallisieren aus Essigester er hält man das reine Diol vom F.<B>223'</B> korr. <I>Beispiel 2:</I> 44 mg Androsteron werden in 1,5<B>cm'</B> 95%igem Alkohol und 16,4 mg Platinoxyd in Gegenwart von 10 mg konzentrierter Schwefelsäure hydriert. Die Aufarbeitung geschieht nach Beispiel 1. Wie dort erhält man durch Umkristallisieren ein Diol vom F. 223 korr.
<I>Beispiel 3:</I> 17,5 mg Androsteron werden in 1,5 cm' 95%igem Alkohol und 7 mg Platinoxyd hydriert. Nach -dem Filtrieren und Waschen des Katalysators wird das Lösungsmittel verdunstet und der Rückstand aus Essig ester umkristallisiert.
Aus dem entstandenen Diolgemnsch wird durch weitere Reinigung, insbesondere durch wiederholte fraktionierte Kristallisation und durch Sublimation ,da:s in Beispiel 1 beschriebene Diol vom F. 223' gewonnen. <I>Beispiel</I> l: 28,7 mg Androsteron werden in einer Lö sung von 50 mg Natrium in 1,5 ein' 95%igem Alkohol mit 11,2 mg Platinoxyd hydriert.
Zur Aufarbeitung schüttelt man mit Äther und Wasser aus. Nach dem Ver dunsten des Äthers wird der Rückstand ge mäss Beispiel 3 gereinigt und so das Diol vom F. 223 erhalten.
Alls Lösungsmittel können auch höhere Alkohole, wie zum Beispiel Propy 1- und Butylalkohal, Verwendung finden. <I>Beispiel 5</I> 50 mg Androsteron, gelöst in 2 cm' Al kohol, werden in Gegenwart von auf Ton tellerpulver niedergeschlagenem Nickelkataly sator bei 40 mit Wasserstoff unter Druck geschüttelt. Nach Aufnahme der berech neten Menge Wasserstoff filtriert man vom Katalysator ab, vertreibt den Alkohol und reinigt das erhaltene Diolgemisch gemäss Beispiel 3, wobei das Diol vom F. 223 er halten wird.
<I>Beispiel 6:</I> Man reduziert 50 mg Androsteron in 10 cm' siedendem Methylalkohol durch Zu gabe von 0.5 g Natrium. Das Reaktions gemisch wird durch Zusatz von Wasser und Äther aufgearbeitet und die in Äther lös liche Substanz mit alkoholischer,Semicarb- azidacetatlösung stehen gelassen, um viel leicht vorhandene geringe Mengen Oxyketon zu entfernen.
Nach dem Verdunsten der Lösung zieht man in der Kälte mit Äther aus, vertreibt,den letzteren und reinigt den Rückstand durch Umkristallisieren aus Essigester und Sublimieren im Hochvakuum (hei zirka 0,01 mm und<B>HO').</B> Auf diese Weise wird aus dem entstandenen Diol- gemisch das bei 223' schmelzende Diol rein gewonnen. An Stelle von Methylalkohol können auch höhere Alkohole, wie zum Bei spiel Äthyl-, Propyl- und Butylalkohol Ver wendung finden.
<I>Beispiel 7:</I> Eine Lösung von 1 .g amalgamiertem Aluminium, in 100 cm3 wasserfreiem Iso- propylalkohol gelöst, versetzt man mit 0.1 g Androsteron und destilliert im Laufe von 5 Stunden allmählich 90 cm' des Lösungs mittels ab. Das Reaktionsprodukt wird in Äther aufgenommen und wiederholt mit Wasser gewaschen.
Nach dem Verdunssten der Lösungsmittel erhält man ein kristalli- sierendes Gemisch,der beiden stereoisomeren Diole. Durch fraktioniertes Kristallisieren, zum Beispiel aus Essigester, sowie durch fraktioniertes Sublimieren im Hochvakuum wird das Diol vom F.,223' in reiner Form gewonnen.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung eines stereo- isomeren Alkohols, dadurch gekennzeichnet, dass man Androsteron mit Reduktionsmit teln behandelt und das entstandene 3-Epi- androstandiol-(3,17) vom F.<B>223'</B> isoliert. Das so gewonnene Diol kann aus Essigester umkristallisiert werden. . Es zeichnet sich durch seine physio logische Wirkung aus und soll therapeutische Verwendung finden. UNTERANSPRüCHE 1.Verfahren nach Patentanspruch,dadurch gekennzeichnet, dass man die Reduktion in saurem Medium durchführt. 2. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man die Reduktion in alkalischem Medium durchführt. 3. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man die Reduktion in neutralem Medium durchführt. 4. Verfahren nach Patentanspruch, .dadurch gekennzeichnet, dass man in Gegenwart von Katalysatoren arbeitet. 5.Verfahren nach Patentanspruch und dem Unteranspruch 4, dadurch gekennzeich net, dass man in Gegenwart von Kataly satoren der Platingruppe arbeitet. 6. Verfahren nach Patentanspruch und den Unteransprüchen 1 und<B>5,</B> dadurch ge kennzeichnet, dass man in Gegenwart von Katalysatoren der Platingruppe in sau rem Medium arbeitet. 7. Verfahren nach Patentanspruch und den Unteransprüchen 2 und 5, dadurch ge kennzeichnet, dass man in Gegenwart von Katalysatoren der Platingruppe in alkalischem Medium arbeitet. B.Verfahren nach Patentanspruch und den Unteransprüchen '3 und 5, dadurch ge kennzeichnet, dass man in Gegenwart von Katalysatoren der Platingruppe in neutralem Medium arbeitet. 9. Verfahren nach Patentanspruch und Un teranspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass man in Gegenwart von unedlen Me tallen als Katalysatoren arbeitet. 10. Verfahren nach Patentanspruch und den Unteransprüchen 2 und 9, dadurch ge kennzeichnet, dass man in Gegenwart von unedlen Metallen als Katalysatoren in alkalischem Medium arbeitet. 11..Verfahren nach Patentanspruch und den Unteransprüchen 3 und 9, dadurch ge kennzeichnet, dass man in Gegenwart von unedlen Metallen als Katalysatoren in neutralem Medium arbeitet.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| CH184420T | 1934-10-31 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| CH184420A true CH184420A (de) | 1936-05-31 |
Family
ID=4432982
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| CH184420D CH184420A (de) | 1934-10-31 | 1934-10-31 | Verfahren zur Herstellung eines stereoisomeren Alkohols. |
Country Status (2)
| Country | Link |
|---|---|
| CH (1) | CH184420A (de) |
| ES (1) | ES140032A1 (de) |
-
1934
- 1934-10-31 CH CH184420D patent/CH184420A/de unknown
-
1935
- 1935-10-29 ES ES0140032A patent/ES140032A1/es not_active Expired
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| ES140032A1 (es) | 1936-01-01 |
Similar Documents
| Publication | Publication Date | Title |
|---|---|---|
| CH184420A (de) | Verfahren zur Herstellung eines stereoisomeren Alkohols. | |
| DE642290C (de) | Verfahren zur Darstellung von Reduktionsprodukten des maennlichen Sexualhormons und aehnlich wirkender Stoffe | |
| AT142359B (de) | Verfahren zur Herstellung von Hydrierungsprodukten der aus tierischem oder pflanzlichem Material oder auf synthetischem Wege erhaltenen Follikelhormone. | |
| AT153501B (de) | Verfahren zur Darstellung von Estern polycyclischer Alkohole. | |
| DE873699C (de) | Verfahren zur Darstellung sauerstoffreicherer Abkoemmlinge von ungesaettigten Verbindungen der Androstan- und Pregnanreihe | |
| AT160572B (de) | Verfahren zur Darstellung ungesättigter Oxyketone der Cyclopentanopolydrophenanthrenreihe oder deren Derivaten. | |
| CH189064A (de) | Verfahren zur Herstellung eines stereoisomeren Alkohols. | |
| CH188807A (de) | Verfahren zur Herstellung eines stereoisomeren Alkohols. | |
| DE842049C (de) | Verfahren zur Herstellung von Tetrahydrophenanthrencarbonsaeuren bzw. ihren Derivaten | |
| DE923187C (de) | Verfahren zur Herstellung von Pregnanverbindungen | |
| AT162906B (de) | Verfahren zur Herstellung von Derivaten der Cyclopentano-polyhydro-phenantren- bzw. der Polyhydro-chrysen-Reihe | |
| AT160482B (de) | Verfahren zur Darstellung von Pregnen-(5)-ol-(3)-on-(20) oder dessen Stereoisomeren bzw. deren Derivaten. | |
| AT160488B (de) | Verfahren zur Herstellung von in 3-Stellung Verbindungen vom Typus des Östradiols. | |
| DE861845C (de) | Verfahren zur Darstellung von ª‡-Pyrrolidonen | |
| AT164549B (de) | Verfahren zur Herstellung von Sterinabbauprodukten | |
| DE702648C (de) | Verfahren zur Herstellung von Dihydrofollikelhormon | |
| AT160723B (de) | Verfahren zur Darstellung von ungesättigten Diolen bzw. gesättigten Oxyketonen aus ungesättigten Oxyketonen der Androstanreihe. | |
| AT158266B (de) | Verfahren zur Darstellung von Pregnanol-(3)-on-(20) und Allo-pregnanol-(3)-on-(20) oder deren Derivaten. | |
| AT147311B (de) | Verfahren zur Gewinnung von männlichem Sexualhormon bzw. dessen Derivaten und ungesättigten hydroaromatischen Ketonen. | |
| CH189063A (de) | Verfahren zur Herstellung eines stereoisomeren Alkohols. | |
| DE892447C (de) | Verfahren zur Herstellung von Dicyclohexylaethanverbindungen | |
| AT146908B (de) | Verfahren zur Darstellung von Monoacylprodukten der Octahydrofollikelhormone. | |
| AT141503B (de) | Verfahren zur Darstellung von Äthern des 1-[3'.4'-Dioxyphenyl]-2-aminopropanols-(1). | |
| DE699670C (de) | Verfahren zur Darstellung von í¸-ungesaettigter 3-enreihe | |
| DE722205C (de) | Verfahren zur Herstellung von partiell reduzierten Verbindungen aus Polyketonen der Cyclopentanopolyhydrophenanthrenreihe |