CH185767A - Ofen zur ununterbrochenen Gewinnung von metallischem Magnesium durch thermische Reduktion. - Google Patents

Ofen zur ununterbrochenen Gewinnung von metallischem Magnesium durch thermische Reduktion.

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CH185767A
CH185767A CH185767DA CH185767A CH 185767 A CH185767 A CH 185767A CH 185767D A CH185767D A CH 185767DA CH 185767 A CH185767 A CH 185767A
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Aktiengesellsc Farbenindustrie
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Ig Farbenindustrie Ag
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  Ofen zur ununterbrochenen     Gewinnung    von metallischem Magnesium durch  thermische Reduktion.    Gegenstand des schweizerischen     Patentes     Nr. 173459 ist ein Verfahren zur ununter  brochenen Gewinnung von Magnesium aus       magnesiahaltigen    Stoffen, zum Beispiel     Do-          lomit,    bei dem die Reduktion unterhalb des  Schmelzpunktes des Reaktionsrückstandes in  einem     Drehrohrofen    erfolgt.

   Gemäss einer  der dort beschriebenen Ausführungsformen  des Verfahrens ist vorgesehen, den Drehrohr  öfen von aussen zu beheizen und das ab  destillierende Magnesium auf einem fest  stehenden, wassergekühlten Eisenrohr nieder  zuschlagen, das in den sich drehenden     Muf-          felofen    hineinragt.  



  Bei der Ausführung im technischen Mass-  
EMI0001.0009     
  
    be <SEP> hat <SEP> sich <SEP> gezeigt, <SEP> dass <SEP> dieser <SEP> Anordnung
<tb>  1 <SEP> Nachteile <SEP> anhaften. <SEP> Die <SEP> Aussen  -des <SEP> Drehrohrofens <SEP> erweist <SEP> sich            angesielitW        cler    für die Reaktion benötigten       Temperataren    von 1200 bis 1500   C als       schwieig    und     wärmetechnisch        ungünstig.       Die Einführung der     Beschickung,    sowie der  Austrag der festen Reaktionsrückstände er  fordert bei der kontinuierlichen Darstellung  von Magnesium,

   die unter     völligem        Luftab-          schluss    vor sich gehen muss, im Drehrohr  ofen zahlreiche bei der hohen Arbeitstempe  ratur zuverlässig wirksame Dichtungen, die  im Grossbetriebe nur schwierig zu beherr  schen sind und eine ständige Quelle von Be  triebsstörungen bilden. Ähnliche Schwierig  keiten ergeben sieh für die Abführung der  entwickelten     Magnesiumdämpfe    zur Kon  densation.  



  Anderseits ist im schweizerischen     Patent     Nr. 179504 vorgeschlagen worden, bei der  Reduktion von     magnesiahaltigen    Rohstoffen  durch Reduktionsmittel wie     Calciumcarbid,     Silicium, Aluminium und ähnliche, die Er  hitzung des Reaktionsgemisches unmittel  bar durch strahlende Wärme zu bewirken,  indem das Reduktionsgemisch fortlaufend an           Wärmestrahlungselementen        vorübergeführt     wird.

   Der Versuch, .diese Arbeitsweise auf  den     Drehrohrofen    zu übertragen und damit  wenigstens die wärmetechnisch ungünstige       Aussenbeheizung    zu vermeiden, stösst inso  fern auf     Schwierigkeiten,    als die folgerich  tige Anordnung der     Wärmestrahlungsele-          mente    in der Achse     des    Ofens der Länge des  letzteren, und damit auch seiner Leistung  eine obere, dem grosstechnischen Bedürfnis  noch nicht genügende     Grenze    setzt.

   Hierzu  kommt, dass das Reaktionsgut, insbesondere  bei gelegentlicher Krustenbildung, zum Teil  von dem sich drehenden Ofen     mit    hochge  führt wird und beim Niederfallen die me  chanisch empfindlichen und gegebenenfalls  auch chemisch reaktionsfähigen Wärme  strahlungselemente beschädigen kann.  



  Die vorliegende Erfindung beruht auf  der Erkenntnis, dass für die kontinuierliche  Förderung des Reaktionsgutes in einem       Drehrohrofen    nicht erforderlich ist, dass das  Drehrohr vollständige Umdrehungen macht,  -und dass es vielmehr für diesen Zweck ge  nügt, wenn der Ofenmantel um seine Achse  pendelnde Bewegungen ausführt. Beschränkt  man sich aber hierauf, so wird die Gefahr  einer Beschädigung der im Ofen selbst an  geordneten     und    am Mantel des Rohres be  festigten     Wärmestrahlungselemente    durch       herabrieselnde    Beschickung vermieden; ins  besondere wenn sie erheblich oberhalb der  Ofenachse, etwa im Scheitelraum des Dreh  ofenrohres, angeordnet sind.

   Gleichzeitig ist  auch die Möglichkeit geschaffen, unter Aus  schaltung gegeneinander bewegter Dich  tungs-     bezw.    Kontaktflächen die Zuführung  der Beschickung, und gegebenenfalls auch  den Austrag der     Reaktionsrückstände,    durch  biegsame, den pendelnden Bewegungen des  Ofens     folgendeZwischenstückevorzunehmen,     und auch den Heizstrom durch einfache Ka  bel zuzuführen. Einer beliebigen Vergrösse  rung des Ofens steht nichts im Wege. Der  Raum für die     Kondensation    des     abdestillie-          renden:    Magnesiums wird dabei zweckmässig  als mit .dem Ofenraum fest     verbundene    Ver  längerung desselben ausgebildet.

   Aus ihm    kann das angesammelte Metall von Zeit zu  Zeit gegebenenfalls unter vorübergehendem       Stillsetzen    der Ofenbewegung, entfernt wer  den.     -.     



  Es hat sich gezeigt, dass bei der Pendel  bewegung des Ofens infolge der Reibung des  zweckmässig brikettierten Reaktionsgemisches  an den Ofenwänden die seitliche Amplitude  der Beschickung gegenüber dem Ausschlag  winkel des Ofens etwas zurückbleibt, so dass  für den letzteren     Ausschlagwinkel    von  <B>60'</B>  bis  <B>90'</B> angewendet und trotzdem die  Heizelemente über einen Sektor von etwa    60   vom .Scheitelpunkt des Ofens aus ver  teilt werden können, ohne dass die Gefahr  einer Beschädigung derselben durch die sich  bewegende Reaktionsmasse besteht.  



  Im Gegensatz zum normalen Drehofen,  bei dem angesichts der geforderten Gasdich  tigkeit eine     achsial.e    Einführung des: Be  schickungsgutes zur     Notwendigkeit    wird,  besteht bei dem vorliegenden Ofen die Mög  lichkeit, ,das Beschickungsgut an beliebiger  geeigneter Stelle des Ofens einzuführen.  Zweckmässig ist es beispielsweise, die Zu  trittsöffnung für das Gut in dem der Hei  zung gegenüberliegenden Sektor des Ofen  querschnittes anzuordnen. Dadurch kann  man eine etwa störende Staubbildung bei der  Materialzufuhr vermeiden.  



  Durch den Fortfall aller gegeneinander  bewegten Abdichtungsflächen ist nicht nur  der Abschluss des Reaktionsraumes gegen die  Atmosphäre wesentlich vereinfacht, sondern  auch die Möglichkeit gegeben, im Bedarfs  falle bei Anwesenheit eines     inerten    Gases  (zum Beispiel Wasserstoff), den Ofen     auch     mit     Unterdruck    zu     betreiben,    um dabei das  Magnesium schon bei     niedrigeren    Arbeits  temperaturen zu     gewinnen.     



  In der     Zeichnung    ist ein     Ausführungs-          beispiel    des Ofens schematisch     wiedergege-          ben,    und zwar stellt     Fig.    1 einen     Längs-          schnitt    des Ofens,     Fig.    2 einen     Querschnitt     desselben dar. In den     Fig.    3 bis 5 ist die  Lage der Beschickung des     Ofens    in verschie  denen     Bewegungsphasen    des letzteren darge  stellt unter der     Annahme,    dass der natürliche.

        Böschungswinkel der Beschickung     etwa    45    beträgt.  



  In der Zeichnung ist 1 der rohrförmige  Reaktionsraum, dem das Beschickungsgut  durch die Schleusenkammer 2, den bieg  samen Schlauch 3 und das Zuführungsrohr  4, das am untern Rande der Stirnseite des  Reaktionsraumes mündet, zugeführt wird.  Im obern     Scheitelteil    des Reaktionsraumes  sind die Heizspiralen 5 befestigt, während  der Strom durch die Zuleitungen 51 und 52  radial zugeführt wird.

   Unter der Einwir  kung der von     diesen;    Heizelementen ausge  strahlten Hitze findet eine Reduktion der       magnesiumhaltigen    Rohstoffe und     Abdestil-          lation    des Magnesiums durch die in der an  dern     Stirnseite    des Reaktionsraumes ange  ordnete     Offnung    6 in den     Kondensations-          raum,    7 statt, wo die Dämpfe in an sich be  kannter Weise zu flüssigem Magnesium kon  densiert werden.

   Das letztere     -wird    durch das  Stichloch 8 von Zeit zu Zeit abgelassen,  während die festen     Reaktionsrückstände     durch das Rohr 9 und den     biegsamen.     Schlauch 10, der an seinem untern Ende mit  einer     Schleusenkammer    (nicht wiedergege  ben) versehen ist, ausgetragen werden. Soll  die Reaktion unter Anwendung einer indif  ferenten Atmosphäre durchgeführt werden,  so wird ein     inertes    Gas (beispielsweise Was  serstoff) bei 11 der in den Ofen eintretenden  Beschickung zugeleitet, während für den  Austritt oder Umlauf desselben im Konden  sationsraum ein Ableitungsrohr 12 vorge  sehen ist.  



  Unter     Bezugnahme    auf die     Fig.    3 bis 5  ist in     Fig.    3 der Ofen in einer gegenüber der  Ruhestellung um<B>60'</B> nach     links    ausge  schwenkten Stellung gezeichnet. Dabei bil  det die Oberfläche des Beschickungsgutes       A-B    einen Böschungswinkel von etwa 45  ,  befindet sich also noch in ausreichender Ent  fernung von den Heizelementen. Wird der  Ofen nunmehr gemäss     Fig.    4 in seine Mittel  lage     zurückgeschwenkt.    so verändert das Be  schickungsgut seine Lage in bezug auf die  Ofenwandung zunächst nicht.

   Wird endlich  nunmehr gemäss     Fig.    5 der Ofen um 60      nach rechts aus seiner Ruhestellung ausge  schwenkt, so     würde    das     Beschickungsgut    bei  Beibehaltung der in     Fig.    3 wiedergegebenen  Lage in die (punktiert     bezeichnete)    Linie       A-B    zu liegen kommen. Da. der Böschungs  winkel jedoch 45   beträgt, geht es     in    die  durch die Linie     C-D    angedeutete Lage  über, in der es ebenfalls noch in genügendem  Abstand von den     Heizelementen    ist.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Ofen für die ununterbrochene Gewin nung von metallischem Magnesium .durch thermische Reduktion von magnesiahaltigen Stoffen bei Temperaturen unterhalb des Schmelzpunktes der Reaktionsrückstände, gekennzeichnet durch einen gegen die At mosphäre abgeschlossenen rohrförmigen Ofen raum, im Scheitelteil desselben angeordnete und an seinem Mantel befestigte Wärme strahlungselemente, bewegende Mittel, die eine pendelnde Bewegung des Ofens um seine Längsachse ermöglichen, und biegsame Zwischenstücke für die Zuleitung des Reiz stromes zu den Wärmestrahlungselementen und für die Zuführung des Reaktionsgemi sches zum Ofen.
    UNTERANSPRÜCHE: 1. Ofen nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass der Raum für die Kon densation des abdestillierenden Magne siums als mit mit dem Ofenraum fest ver bundene Verlängerung desselben ausgebil det ist. 2: Ofen nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass er Mittel zur Zufüh rung eines inerten Gases aufweist. 3. Ofen nach Patentanspruch und Unteran spruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass er Mittel zur Erzeugung eines Unter druckes aufweist. . 4. Ofen nach Patentanspruch, gekennzeich net durch biegsame Zwischenstücke zum Austrag der Reaktionsrückstände aus dein Ofen.
CH185767D 1934-12-14 1935-10-05 Ofen zur ununterbrochenen Gewinnung von metallischem Magnesium durch thermische Reduktion. CH185767A (de)

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