CH190605A - Verfahren zur Herstellung von Crotonsäureanhydrid. - Google Patents
Verfahren zur Herstellung von Crotonsäureanhydrid.Info
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Description
Verfahren zur Herstellung von Crotonsäureanhydrid. In dem Hauptpatent ist ein Verfahren zur Herstellung von Essigsäureanhydrid be schrieben, .das dadurch gekennzeichnet ist, dass man Acetaldehyd mit sauerstoffhaltigen Gasen behandelt und Massnahmen trifft, um eine Umsetzung des Anhydrids mit dem bei der Reaktion entstehenden Wasser zu ver zögern.
Gegenstand des vorliegenden Patentes ist ein Verfahren zur Herstellung von Cro- tonsäurea.nhy drid, das dadurch gekennzeich- net ist, dass man Crotonaldehyd mit sauer stoffhaltigen Gasen behandelt und Massnah men trifft, um eine Umsetzung des Anhy- drids mit dem bei der Reaktion entstehenden Wasser zu verzögern.
Man kann das Wasser zum Beispiel durch Bindung an wa.sserbinden:de Mittel unschäd lich machen oder das Anhydrid der schäd lichen Einwirkung -des Wassers :durch Auf nehmen in organische Lösungsmittel, die kein Wasser aufnehmen, entziehen. Auch durch schnelle Unterkühlung des R,eaktionsproJuk- tes kann eine Verseifung des Anhydrids ver zögert werden.
Werden bei der Oxydations- apparatur ferner besonders gut wirksame Kühlvorrichtungen zur möglichst schneller Abführung der bei der Reaktion auftreten den Wärme angewandt, so kann die Oxy dationszeit im Vergleich zu der bei der bis herigen Oxydation von Crotonaldehyd zu Crotonsäure üblichen beträchtlich, zum Bei spiel auf '/3o bis 1/4 der bisherig üblichen Zeit, verkürzt werden.
Man hat es damit in -der Hand, den Retaktionskomponenten keine Zeit zur Weiterreaktion zu lassen, das heisst eine Umsetzung :des Anhydrids mit dem bei der Reaktion entstehenden Wasser zu verzögern.
Durch Zusatz gewisser katalytisch wir kender .Stoffe bei der Oxydation kann die Bildung von Anhydrid gesteigert und be schleunigt werden. Solche reaktionsfördernde Stoffe sind vor allem eine Reihe von Me- tallen oder deren Verbindungen. Mit beson derem Vorteil werden solche Metalle oder deren Verbindungen verwendet, die leicht von einer @Vertigkeitsstiüe in die andere übergehen.
Ausser den in den Beispielen ge nannten Metallverbindungen kann auch ein Zusatz von Silber-, Blei-, Zinn-, Zink- und Uranverhindungen usw. entweder einzeln oder in Kombination vorteilhaft sein.
Häufig zeigt es sich auch, dass ,die rela tive Menge -der zugesetzten Metalle oder deren Verbindungen die Anhydridbildung derartig beeinflusst, dass unter sonst gleichen Bedingungen der erhöhte Zusatz dieser Stoffs die Anhydrid.ausbeute ebenfalls we sentlich erhöht (während zum Beispiel bei der Oxydation der Aldehyde zu Säuren die Ausbeute vollkommen unabhängig von der relativen Menge des zugesetzten Zusatz- stoffes ist).
Besonders vorteilhaft ist ferner der gleichzeitige Zusatz verschiedener Metalle oder deren Verbindungen, und zwar kommen dabei Kombinationen von zwei, drei und mehr Stoffen in Frage.
Alle dis im vorstehenden beschriebenen Massnahmen .geben jede für sich genügend Ausbeute an Anhydrid, wie Versuche er gaben, doch lässt sich bei gleichzeitiger An wendung mehrerer der Bildung und Erhal tung des Anhydrids dienender Massnahmen unter Umständen eine weitere .Steigerung der Anhydridausbeute erreichen.
Es ist vorteilhaft, das oxydierende Mittel auf den Aldehyd während einer Zeit zur Einwirkung zu bringen, die nicht länger als etwa .die Hälfte der Zeit ist, ,die notwendig wäre, um den Aldehyd zur Säure zu oxy dieren. Je schneller die .Oxydation erfolgt, umso grösser ist im allgemeinen die Ausbeute an Anhydrid. Es ist daher anzustreben, die Oxydationsdauer so weit wie möglich abzu kürzen. Die bei der verkürzten Oxydations dauer in verstärktem Masse in Erscheinung tretende Reaktionswärme kann durch Kühl vorrichtungen unschädlich gemacht werden.
Die Oxydation kann sowohl mit dem rei nen Aldehyd vorgenommen werden, als auch mit einer Lösung des Aldehyds in einem passenden Lösungsmittel, zum Beispiel dein sich bildenden Anhydrid oder der .durch Ver- seifung mit Wasser daraus entstehenden Säure. Es können aber .auch andere geeig- neto Lösungsmittel angewandt werden, wie zum Beispiel Koblenwasserstoffe und Kar bonsäureester; von letzteren sind die Essig säureester und die Crotonsäureester beson ders wirksam.
Es hat sich gezeigt, .dass man aus dem Re aktionsgemisch, bestehend zum Beispiel au.3 dem Anhydi@d, Wasser und der dem Anhy- drid entsprechenden Säure, das Wasser auch bei gewöhnlioliem Druck abdestillieren kann, ohne wesentliche Verluste an Anhydrid be fürchten zu müssen, wenn man das Ab destillieren unter solchen Bedingungen vor nimmt, dass die leicht flüchtigen Anteile,
wie Wasser und ein Teil der Säure möglichst so schnell zum Verdampfen gebracht werden, dass das Wasser keine Gelegenheit hat, das Anhydrid zu verseifen. Dies kann auf ver schiedenen Wegen erreicht werden.
Man lässt zum Beispiel zweckmässig ,das flüssige Reaktionsgemisch in einen kräftigen Strom von heissen, gegebenenfalls überhitzten Dämpfen der organischen Säure, welche dem zu isolierenden Anhydrid entspricht, ein laufen und hält die Temperatur dieser Dämpfe zweckmässig so, dass das .gesamte Wasser und ein Teil der Karbonsäure augen blicklich verdampfen. Eine feine Verteilung des Gemisches, welche zum Beispiel durch Zerstäuben, zum Beispiel zu Nebel, erreicht werden kann, begünstigt :das schnelle Ver dampfender oben genannten leicht flüchtigen Anteile Wasser und Säure.
Die feine Ver teilung .des Gemisches kann unter Umständen durch Zerstäuben desselben mit Hilfe eines Stromes von in-erten Gasen erreicht werden, welche gegebenenfalls auf solche Tempera turen erhitzt werden, dass die Verdampfung der leichter flüchtigen Anteile noch stärker beschleunigt wird.
Die schnelle Verdampfung von Wasser und Säure kann noch mehr gesteigert wer den, wenn das in die Trennkolonne eintre- Lende Gemisch zuvor auf erhitzte feststehende oder bewegte Flächen geführt wird, welche auf solcher Temperatur gehalten werden"dass alles Wasser mit einem Teil der Säure augen blicklich verdampft. Diese erhitzten Flächen werden am besten in der Mitte der Trenn kolonne, und zwar beider Eintrittsstelle des in Nebelform eingebrachten Reaktionspro duktes eingebaut.
Sollte es erwünscht sein, bei verminder tem Druck zu arbeiten, so kann auch bei dieser Arbeitsweise durch Anwendung der oben beschriebenen Massnahmen mit Vorteil die Abtrennung des Wassers erfolgen und die Ausbeute an Anhydrid noch mehr ge steigert werden.
<I>Beispiele:</I> 1. In ein mit Kühlvorrichtung versehenes Rührgefäss werden 3(00 Gewichtsteile Essig säure mit 6 Gewichtsteilen Kobaltacetat und 2 Gewichtsteilen Kupferacetat vorgelegt. Nach Zugabe von 210 Gewichtsteilen Croton- aldehyd wird bei 30 C und einem Druck von 2,5 Atii Sauerstoff eingeleitet, so @dass die Oxydation nach zirka 6 Stunden beendet ist.
Infolge der niedrigen Arbeitstemperatur wird die Umsetzung des gebildeten Anhy- drids mit dem entstandenen Wasser zu Säure soweit verhindert, dass zirka 317o der Theo rie an Crotonsäureanhydriderhalten werden.
2. In der Blase einer Destillierkolonne werden 250 Gewichtsteile Eisessig unter ver mindertem Druck zum Kochen erhitzt und die ganze Kolonne auf die Temperatur der sie denden Essigsäure gebracht. 100 Teile eines Gemisches bestehend aus 1,1,5 ;
ö Crotonsäure- anhydrid, 33 % Crotonsäure, 533 Essigsäure und 2,5 % Wasser und welches erfindungs gemäss durch Oxydation von 210 Gewichts teilen Crotonaldehyd mit .Sauerstoff unter Vorlage von 300 Gewichtsteilen Eisessig als Lösungsmittel und in Gegenwart von 6 Ge wichtsteilen Kobaltacetat und 2 Gewichts teilen Kupferacetat erhalten wird, werden stündlich als feiner Nebel in die Kolonnen mitte gespritzt.
Durch die in der Blase der Kolonne entwickelten Essigsäuredämpfe wird das im eingespritzten Gemisch enthaltene Wasser bei seinem Eintritt in die Kolonne fastaugenblicklich neben Teilen von Essigsäure verdampft. Die übrige Essigsäure fliesst mit der Crotonsäure und dem Crotonsäureanhy- dritl in die Destillierblase ab.
Das Croton- säureanhydrid kann durch fraktionierte De stillation dann. in einer Ausbeute von 85 des angewandten Anhydrids in reiner Form erhalten werden.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung von Croton- säureanhydrid, dadurch gekennzeichnet, dass man Crotonaldehyd mit sauerstoffhaltigen Gasen behandelt und Massnahmen trifft, um eine Umsetzung des Anhydrids mit dem bei der Reaktion entstehenden Wasser zu ver zögern. UNTERANSPRÜCHE: 1. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man Massnahmen trifft, um eine Umsetzung zwischen dem Anhydrid und dem Wasser völlig zu ver hindern. 2.Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass das oxydierende Mittel auf den Aldehyd während einer Zeit zur Einwirkung gebracht wird, die nicht länger ist als etwa die Hälfte der Zeit, die zur Oxydation des Aldehyds zur Säure erforderlich wäre. 3. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Umsetzung unter starker Kühlung .der Reaktions komponenten vorgenommen wird. 4.Verfahren nach Patentanspruch; dadurch gekennzeichnet, dass bei der Umsetzung wasserbindende Mittel Anwendung fin den. 5. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass bei der Umsetzung Metalle als Katalysatoren zugegen @sind. 6. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass bei .der Umsetzung Metallverbindungen als Katalysatoren zugegen sind.7. Verfalhren nach Patentanspruch, .dadurch gekennzeichnet, dass bei der Umsetzung Salze solcher Metalle; die in mehreren Wertigkeiten auftreten, als Katalysato ren zugegen sind. B. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Oxydation in Gegenwart eines Lösungsmittels, welches nur das Anhydrid aber nicht Wasser löst, vorgenommen wird, um :das entstehende Anhydrid vor der zersetzenden Wirkung .des sich gleichzeitig bildenden Wassers zu schützen. 9.Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man das Reaktions produkt zur Entfernung des Wassers in einem kräftigen Strom von heissem Dampf einer Karbonsäure, welche einen niedrigeren Siedepunkt als das Croton- säureanhydrid hat, so einlaufen lässt, dass das gesamte Wasser und ein. Teil der Karbonsäure augenblicklich verdampfen. 10.Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, .dass man .das Reaktions- produkt zur Entfernung des Wassers in Nebelform in einen kräftigen Strom von heissem Dampf einer Karbonsäure, wel che ebnen niedrigeren Siedepunkt als das Crotonsäureanhydrid hat, so einlaufen lässt, dass las gesamte Wasser und ein Teil -der Karbonsäure augenblicklich ver dampfen. 11..Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, .dass man das Reaktions- pradukt zur Entfernung des 'MTassers in Nebelform in einen kräftigen Strom von heissem Dampf einer Karbonsäure, wel che einen niedrigeren Siedepunkt als Cro- tonsäureanhydrid hat, so einlaufen lässt, dass das gesamte Wasser und ein Teil ,der Karbonsäure augenblicklich ver- ,dampfen und das schnelle Verdampfen ,dieser Anteile ,durch beheizte Flächen begünstigt wird.
Applications Claiming Priority (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE190605X | 1933-11-16 | ||
| CH184297T | 1934-11-08 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| CH190605A true CH190605A (de) | 1937-04-30 |
Family
ID=25720988
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| CH190605D CH190605A (de) | 1933-11-16 | 1934-11-08 | Verfahren zur Herstellung von Crotonsäureanhydrid. |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| CH (1) | CH190605A (de) |
-
1934
- 1934-11-08 CH CH190605D patent/CH190605A/de unknown
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