CH193335A - Verfahren zur Darstellung von Pregnenol-3-on-20. - Google Patents

Verfahren zur Darstellung von Pregnenol-3-on-20.

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CH193335A
CH193335A CH193335DA CH193335A CH 193335 A CH193335 A CH 193335A CH 193335D A CH193335D A CH 193335DA CH 193335 A CH193335 A CH 193335A
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Schering-Kahlbaum A G
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Schering Kahlbaum Ag
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  Verfahren zur Darstellung von     Pregnen.ol-3-on-20.       Die vorliegende Erfindung     betrifft    die       Darstellung    von     Pregnenol-3-on-20.     



  Das .erfindungsgemässe Verfahren ist da  durch gekennzeichnet,     da.ss    man einen     3-0xv-          bisnorcholensäureester    als Ausgangsstoff ver  wendet, die     ON-Gruppe    in     dessen        3-.Stellung     intermediär in eine Gruppe verwandelt, die  durch Hydrolyse in die     011-Gruppe    zurück  verwandelt wird.

   auf die     Estergruppe    der       Seitenkette    in     17-Stellung    eine     Organo-Metall-          verbindung,    vorzugsweise     Organo-1Vlagnesium-          verbindungen.    wie     Gr-na.rdverbindungen.     einwirken lässt, das so erhaltene Reaktions  produkt mit     Wasser    zersetzt und aus dem  dabei gebildeten     Ca.rbinol    die tertiär gebun  dene     ITvdroxylzruppe    und das benachbarte  tertiär gebundene Wasserstoffatom in Form  von Wasser abspaltet,

   die so     erhaltene    un  gesättigte     Verbindung,    unter intermediärem       Sehutz    der     R.ingdoppelbindung,    einer     oxyda-          tiven    Spaltung, zweckmässig     mit    Ozon, unter  wirft, das so erhaltene     Keton,    unter Regene  rierung der     Ringdoppelbi.ndung,    mit einem    verseifenden     Mittel    behandelt, um die     Oxy-          gruppe    in-     3-Stellung    wieder     herzustellen,

      und  aus dem     Reaktionsgemisch    das     P'regnenol-          3-on-20    isoliert. Der Schutz ,der Ringdoppel  bindung kann durch Anlagerung von Ha  logen oder     Halogenwasserstoffen    bewirkt  werden.  



  Die     Hydroxylgruppe    am Kohlenstoff  atom 3 wird während der     oxydativen    Spal  tung zum Beispiel durch     Veresterung,        Ver-          ätherung    oder dergleichen     geschützt    er  halten und die betreffende Gruppe erst nach  her durch Hydrolyse in die     Hydroxylgruppe          zuriiekverwandelt.     



  Die hauptsächlichsten Reaktionsvorgänge  seien durch die folgenden Formelbilder ver  anschaulicht, in denen R- eine     0l1-,        0-Acyl-,          0-Alkyl-,        0-Arylgruppe    oder     dergl.    und R'  eine     Alkyl-    oder     Arylgruppe    oder     de-rgl.    be  deuten, während mit X, X angelagertes Ha  logen oder     angelagerter        Halogenwasserstoff     bezeichnet ist:

      
EMI0002.0001     
    Als Anleitung für die praktische     Durch-          führung    .des erfindungsgemässen Verfahrens  mögen die     nachstehenden    Beispiele dienen  <I>Beispiel 1:</I>  2,4 g     Oxybisnorcholensäuremethylester    in  150 cm'     abs.    Äther werden zu einer     Auf-          lösung    von 3,9 g     Magnesium    und 25,2 g  Brombenzol in 150 cm'     abs.    Äther unter Rüh  ren hinzugegeben.

   Das     Reaktionsgemisch        wird     drei ' Stunden am Kühler erhitzt, der Äther       abdestilliert    und der Rückstand acht Stunden  auf .dem     Wasserbad    erhitzt, dann wird das  Reaktionsprodukt mit Eis     zersetzt,    mit ver  dünnter     ,Schwefelsäure        angesäuert    und er  schöpfend mit Äther     extrahiert.    Nach dem       Abdestillieren        des    Äthers wird das Reak-         tionsprodukt    zur     Entfernung    von Nebenpro  dukten mit Wasserdampf     destilliert,

      und an  schliessend. wird der im Rückstand enthaltene  Anteil an nicht umgesetztem Ester durch  Kochen mit     methylalkoholischem.    Kali ver  seift. Die     Verseifungslösung    wird angesäuert.  nochmals mit     Wasserdampf        destilliert        und.     der Rückstand in Äther aufgenommen und  durch Ausschütteln mit     verdünnter    Natron  lauge von den sauren     Bestandteilen    befreit.

    Die     ätherische    Lösung     wird    dann ein  gedampft, mit dem doppelten Volumen Eis  essig     versetzt    und mehrere Stunden zum Sie  den am     Kühler    gekocht; dann wird der Eis  essig     abdeztilliert    und der Rückstand im  Hochvakuum     destilliert.    Der grösste Teil geht      bei 270 bis 280' unter 0,001 mm Druck als  gelbliches, bald     erstarrendes    Öl     über.    Aus  beute 1,2 g.

   Durch Erhitzen mit 5 g     E'ssig-          säureanhy'dri'd    wird :daraus ein Acetat vom       Smp.    216 bis 217       erhalten.     



  0,4 g des     A.cetates    werden in 20 cm'  Chloroform gelöst und tropfenweise     unter     Eiskühlung mit<B>0,1215</B> g Brom (= 2 Atome  pro     Mol)    in 5 cm' Chloroform versetzt. In  diese Lösung, die dann :das     Dibromid    des       Acetates    enthält, wird für eine     iStund'e    unter  Eiskühlung ein Strom     ozonierten    Sauer  stoffes, :der etwa 6 mg Ozon pro Minute lie  fert, eingeleitet.

   Nach     Entfernung    des  Chloroforms wird :der Rückstand zur     Ent-          bromung    mit 1 g Zinkstaub und 20     ein'    Eis  essig versetzt und eine .Stunde auf dem  Wasserbad erhitzt. Die     Eisessiglösung    wird  darauf     filtriert,    mit Wasser     verdünnt    und  mit Äther     ausgeschüttelt.    Der Ätherauszug  wird mit Natronlauge gewaschen, mit Tier  kohle entfärbt     und    'eingedampft.

   Man erhält  so :das     Acetat    des     Oxyketons        C21gax02    als  ölige Kristallmasse, :die nach :dem     Umkrietal-          lisieren    aus verdünntem Alkohol den     Smp.     146     bis    147' zeigt.  



  Durch Umsetzung mit     Semi'carbazidacetat     erhält man das     Semicarbazon        vom-S'mp.   <B>263'</B>  und durch Spaltung desselben das freie     Oxy-          keton        C21113202    vom     Smp.   <B>190'.</B> Ausbeute  zirka 0,15 g.     Dasselbe        Oxyketon    wird auch  durch Verseifen des     Aceta.tes    direkt erhalten.

    <I>Beispiel 2:</I>  Aus 35 g     troekenen        Magnesiumspänen.     220 g Brombenzol, 440 cm' über Natrium  getrocknetem Äther und einer Spur Jod  wird eine ätherische Lösung von     Phenyl-          ma.gnesiumbromid        hergestellt,    wobei die       Reaktionsflüssigkeit    nach .dem Zusammen  reben der     Reagentien    noch 11/2     .Stunden    am  Sieden     erhalten    wird.

   Zu :dieser Lösung lässt  man 20 g     3-Acetoxybisnorcholensäuremethyl-          ester.    den man     -durch        Acetylierung    von       3-Oxybis:norcholensäuremethylester    herstellt,  gelöst in 450 cm' trockenem Äther, zu  tropfen. Darauf gibt man unter gleichzei  tigem     Abdestillieren    des     Äthers    600 cm;  über Natrium     getrocknetes        Toluol    zu der         Reaktionsflüssigkeit    und     erheitzt        dieselbe     zehn     :Stunden    im siedenden Wasserbade.

   Bei  den einzelnen     Umsetzungen    wird     :das    Reak  tionsgut     :gerührt.     



  Zur     Aufarbeitung    des Reaktionsproduk  tes wird die     Toluollösung    in     Eiswasser    'ge  gossen und mit verdünnter Schwefelsäure  versetzt. Nach Zusatz von Äther     wird    :die  sich abtrennende     wässrige    Schicht entfernt.  und die verbleibende     Äther-Toluollö'sung     wird im Vakuum zum     Trocknen    eingedampft.

    Nachdem der Rückstand 'durch Kochen mit  5     %        iger        methylalkoholi'scher        Kalilauge    ver  seift ist,     wird    die     Verseifungslösung    durch  Zugabe von     verdünnter        ,S'chwefel'säure    kongo  sauer gemacht und längere Zeit mit Wasser  dampf     destilliert.    Das dabei erhaltene     Car-          binol    wird darauf fünf     Stunden    in 150 cm'  Eisessig unter     Rückfluss    .gekocht.

   Nach dem       Abdestillieren    des Eisessigs im Vakuum wird  der Rückstand durch kurzes     Erhitzen    (etwa  10 bis 15     Minuten)    mit     Essig@s.äureanhydrid          acetyliert;    das gebildete Acetat wird :durch       Zusatz    von etwa 100     cm?    Alkohol aus der  Reaktionslösung     abgeschieden,    und, wenn er  forderlich, aus     Chloroform-Äthanol    umkri  stallisiert.

   Dabei werden 16 bis 1,8 .g eines  bei 213 bis<B>217'</B> schmelzenden, zweifach     un-          g        o        esättigten        Acetates        erhalten.     



  Dieses zweifach     ungesättigte    Acetat wird  in 300     em3        Tetrachlorkohlenstoff    gelöst     und     zum     Schutze    der     Ringdoppelhindung    -bei :der  Oxydation mit der 2 Atomen pro Hol ent  sprechenden Menge Brom in 120 cm' Tetra  chlorkohlenstoff unter     Eiskühlung    versetzt.  Darnach dampft man den     T.etrachlorkohlen-          stoff    im Vakuum bei etwa 40   .ab und nimmt  den Rückstand in 330 cm' Chloroform auf.

    Man leitet     :dann    unter Aussenkühlung mit  einer     Eiskochsalzmischung        etwa        sieben        Stun-          den    lang Ozon in     .diese        Chloroformlösung    ein,  verdampft     darnach    das Chloroform im Va  kuum bei 40', nimmt :den     RüolKsstantl    in Eis  essig auf und     entbromt    :

  das     Reaktionsprodukt     durch     portionenweise    Eintragung von     Zink-          staub.    Darnach     wird    die     Reaktionsflüssig-          keit    mit Wasser     verdünnt,    vom Zinkstaub  unter     wiederholtem        Nachwaschen    mit     Wasser         abgegossen und mit Äther extrahiert;

   die  ätherischen     Auszüge    werden mit Natronlauge  gewaschen, und der nach dem Verdampfen  des     Äthers    verbleibende Rückstand wird mit  5 %     iger        methylalkoholischer    Kalilauge ver  seift.  



  Nach dem     Ansäuern.    und     Ausäthern    der       Verseifungslösung        wird    beim Einengen des  gewaschenen und .getrockneten     Atherextrak-          tes    ein Teil des     Pregnenolons    direkt in kri  stalliner Form erhalten.  



  Der in der     Mutterlauge        verbliebene    An  teil wird durch Umsetzung mit     Semicarbazid-          acetat    als     Semicarbazon        abgeschieden.     



  Die     Spaltung    des     Pregnenolonsemicarba-          zons,    F. zirka     '238        bis    240', erfolgt durch  zweistündiges Erhitzen mit einer     Spaltungs-          lösung,    die auf 7'5 cm'     Athanol    15     em3    H20  und 10 cm' konzentrierte Schwefelsäure     ent=     hält.     Zweeks    Isolierung des     Pregnenolons     wird das     Reaktionsgemisch    in der -üblichen  Weise mit Wasser versetzt und mit Äther       extrahiert:

      Es werden so etwa 4 bis 5     g          Pregnenolon    vom     ;Schmelzpunkt   <B>190'</B> er  halten.  



  Das verfahrensgemäss erhältliche     Pregnen-          ol-3-o#n-20    ist ein wertvoller neuer Stoff,  der farblose Kristalle vom Schmelzpunkt  <B>190'</B> bildet und dessen optische     Aktivität          raID        -i--   <B>30'</B> beträgt; es lässt sich zum Bei  spiel auf     Pregnendion-3.        2,0,    das die Eigen  schaften .des     Corpus        luteum-Hormons    besitzt,  weiterverarbeiten.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Darstellung von Pregnenol- 3-on-20 der Formel C"H320" dadurch ge kennzeichnet, dass man einen 3-Oxybisnor- eholensäureester als Ausgangsstoff verwen det, die GH-Gruppe in dessen 3-Stellung intermediär in eine Gruppe verwandelt, die durch Hydrolyse in .die GH-Gruppe zurück- verwandelt wird,
    auf die Estergruppe der Seitenkette in 17--Stellung eine Organo- Metallverbindung einwirken lässt, .das so er haltene Reaktionsprodukt mit Wasser zer setzt und aus dem dabei .gebildeten Carbinol die tertiär gebundene Hydroxylgruppe und das benachbarte tertiär gebundene Wasser- stoffatom in Form von Wasser abspaltet, die so erhaltene ungesättigte Verbindung,
    unter intermediärem Schutz .der Ringdoppelbin- dung einer oxydativen Spaltung unterwirft. das so erhaltene Keton, unter Regenerierung der Ring.doppelbindung mit einem verseifen- den Mittel behandelt, um die Oxygruppe in 3-,Stellung wieder herzustellen,
    und aus dem Reaktionsgemisch das Pregnenol-3-on-20 iso liert. Die neue Verbindung bildet farblose Kri stalle vom Schmelzpunkt<B>190'.</B> Die optische Aktivität beträgt [a]D + 30 . UNTERANSPRüCEE 1. Verfahren nach Patentanspruch,,dadurch gekennzeichnet, dass man als Organo- Metallverbindungen Grignardverbindun- gen verwendet. 2.
    Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man die oxydative Spaltung mit Hilfe von Ozon bewirkt. 3. Verfahren nach Patentanspruch,dadurch gekennzeichnet, dass man den inter mediären ,Schutz der R.ingdoppelbindung mit Hilfe von Halogen bewirkt. 4. Verfahren nach Patentanspruch und Un teranspruch 3, dadurch gekennzeichnet. dass man als Halogen Brom verwendet. 5.
    Verfahren nach Potentanspruch,dadurch gekennzeichnet, dass man den inter mediären Schutz der R.ingdoppelbindung mit Hilfe von Halogenwassersto-ff be wirkt. 6. Verfahren nach Patentunspruch und En- teranGpruch 5, dadurch ,gekennzeichnet, dass man als Halogenwasserstoff Chlor wasserstoff verwendet. 7.
    Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man die Isolierung des Pregnenol-3-on-20 aus dem Reak- tionsgemisch mit Hilfe von Ketonreagen- zien bewirkt. B. Verfahren nach Patentanspruch und Un- teranspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass man als Ketonreagens Semicarbazid verwendet.
CH193335D 1934-08-04 1935-08-03 Verfahren zur Darstellung von Pregnenol-3-on-20. CH193335A (de)

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