CH194755A - Verfahren zur Herstellung von 3-Oxycholensäure. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von 3-Oxycholensäure.

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CH194755A
CH194755A CH194755DA CH194755A CH 194755 A CH194755 A CH 194755A CH 194755D A CH194755D A CH 194755DA CH 194755 A CH194755 A CH 194755A
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acid
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oxycholenic
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oxidative degradation
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Schering-Kahlbaum A G
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Schering Kahlbaum Ag
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  Verfahren zur Herstellung von     3-Ogyeholensäure.            Vorliegende    Erfindung     betrifft    ein Ver  fahren zur     Herstellung    von     3-Oxycholen-          säure,    welches dadurch gekennzeichnet ist,  dass man aus einem     Oxy        dationsgemisch,    wie  es erhalten werden kann :

  durch     oxydativen     Abbau     eines        sterinartigen    Stoffes der Brutto  formel     CsaHIBRX    und der     Ko.nsbitutionsfor-          mel     
EMI0001.0015     
  
EMI0001.0016     
  
    worin <SEP> R <SEP> einen <SEP> :durch <SEP> Hydrolyse <SEP> in <SEP> die <SEP> Hydro  xyl:gruppe <SEP> überführbaren <SEP> Substituenten <SEP> und
<tb>  X <SEP> einen <SEP> beim <SEP> oxydativen <SEP> Abbau <SEP> in <SEP> :die
<tb>  COOH <SEP> - <SEP> Gruppe <SEP> übergehenden. <SEP> R,es:t <SEP> bedeu  ten, <SEP> die <SEP> Verbindung <SEP> :

  der <SEP> Bruttoformel
<tb>  Cz3H38RCOOH <SEP> und <SEP> der <SEP> Konstitutionsformel     
EMI0001.0017     
         isoliert    und mit einem     hydrolysierenden    Mit  tel     behandelt.     



  Die :durch Hydrolyse in     :die        Hydroxyl-          gruppe    umwandelbare Gruppe R kann eine       Ester-    oder Äthergruppe oder irgend     eine    an  dere :durch Hydrolyse in die     Hydroxylgruppe          zurückverwandelbare    Gruppe     sein.    Die     in,    die       COOH=Gruppe        überführbare    Gruppe X kann       ebenfalls        ein.        beliebiger    Rest sein, z.

   B.     ein          Kohlenwasserstoffrest,        der        Zusammensetzung          C,H(#    oder     C,;H",    in     welchen    Fällen es sich  um     Cholesterin-        bezw.        S:itosterinderivate        h@an-          d:elt.     



  Die als Endprodukt des     Verfahrens    anfal  lende     3@Oxycholens.äure    besitzt die allge-           meine    Zusammensetzung     C-4Hzis0,    und die       Konstitutionsformel     
EMI0002.0004     
    Sie     ist    ein neuer .Stoff vom Schmelzpunkt  232  , der als Zwischenprodukt für die     Dar-          stellung        physiologisch        wertvoller    Verbindun  gen     Verwendung    finden kann.  



  Das als     Ausgangsmaterial    für das erfin  dungsgemässe Verfahren     dienende        Oxyda-          tionsgemisch        wie        es        aus        sterinartigen    Stoffen  der     allgemeinen    Formel     C.,;

  H"R.X    erhältlich  ist, kann in beliebiger Weise     erhalten    worden  sein, zum     Beispiel    durch Behandlung von     ste-          rinartigen    Stoffen der     Zusammensetzung          C=,H"RX    mit     Oxydationsmitteln,    die fähig  sind, einfache     Kohlenstoff-Kohlenstoffbin-          dungen    zu spalten,     wobei    die Doppelbindung  im     Ringsystem    der     sterinartigen    Stoffe durch       Anlagerung    von     Halogen,

      oder Halogenwas  serstoff vor dem Angriff des Oxydations  mittels intermediär geschützt worden sein       könnte.     



  Die     Isolierung    der     Derivate    der     :3-Olxy-          eholensäure    aus dem Oxydationsgemisch und  ihre     Hydrolyse    kann in verschiedener Weise  erfolgen. Die     Isolierung    der     3-Oxycholen-          säure    selbst aus der     Verseifungslösung    wird       zweckmässägerweise        durch        fraktionierte    Kri  stallisation oder     Destillation.    bewirkt.  



  <I>Beispiel</I>     r;     Das Gemisch, welches, durch Oxydation  von     Cholesterinacetatdibromid    mit Chrom  säure und nachfolgende     Entbromierung    mit  tels Zinkstaub erhalten worden ist, wird in  Wasser gegossen und mit Äther extrahiert.

    Die ätherische     Lösung    wird mit 2 n Natron  lauge geschüttelt; der     hierbei    gebildete Nie  derschlag     wird        abfiltriert    und in Äther     sus-          pendiert.    Nach dem     Ansäuren    der ätherischen       Suspension:    mit     verdünnter    Schwefelsäure       wird    :die     ätherische    Lösung von der     wässngen       Säureschicht getrennt     und    zur Trockne ge  bracht.

   Der Rückstand wird mit     Methanol          angerieben.        Nacli        24stündigem        Stehen    bei  - 8   im Kühlschrank     kristallisiert    aus der       Methanollösung    die     3-Oxycholensäure    aus.  Die     kristallisierte    Masse wird     abfiltriert    und  mit gut gekühltem Methanol ausgewaschen.  



  Auf     diese        Weise    erhält man aus 10 g der  sauren     Fraktion    des Oxydationsgemisches  etwa 1,5 g rohe     3-Acetoxycholensäure,    die  bei 150   zu     schmelzen    beginnt     und        bei    160  bis 164'     vollständig    geschmolzen ist;

   nach  wiederholtem     Umkristallisieren    aus Methanol  erhält man weisse     Kristalle    .der 3-     Acetoxy-          cholensäure    vom Schmelzpunkt 183 bis  184' C.     Durch        Verseifung    wird das     Acetat     in .die     freie    3 -     Oxycholensäure    mit dem       Schmelzpunkt    von etwa     232.'        Übergeführt.     



  <I>Beispiel 2:</I>  Das     Oxydationsgemisch,        welches        bei    der       Oxydation    von     Cholesterinacetatdibromid    mit       Chromsäure    und anschliessender     Entbromie-          rung        mittels        Zinkstaub    erhalten worden ist,  wird mit     .Z    n Natronlauge geschüttelt.

   Der  hierbei gebildete Niederschlag wird     abfil-          triert    und in Äther     suspendiert.    Die äthe  rische     Suspension    wird mit     verdünnter     Schwefelsäure     artgesäuert;    die     ätherische     Schicht wird     da.rnach    abgetrennt, mehrmals  mit Wasser     gewaschen    und zur Trockne ein  gedampft.

   Der     Rückstand    wird in heissem       Aoeton    gelöst, beim     Abkühlen    der Aceton  lösung     kristallisiert    die     3-Acetoxycholen-          säure    aus. Sie     zeigt    nach Umkristallisation  einen     .Schmelzpunkt    von     1 & 3        bis-1,8-l'.    Durch  Hydrolyse     mittels        methylalkoholischer    Kali  lauge und üblicher Aufarbeitung -der Versei  fungslösung erhält man hieraus die freie       3-Oxycholens.äure    vom Schmelzpunkt     2.3@2     .

           Beispiel   <I>3:</I>    Das     Oxydationsgemisch,    welches durch  Oxydation von     Chol-asterinacetdibromid    mit  tels     Chromsäure    und     anschliessender        Entbro-          mierung        mittels    Zinkstaub in     Eisessiglösun.g          erhalten    worden ist,     wird    nach     Abdampfen          des        Eisessig    mit Äther und     Wasser    ausge-      schüttelt.

   Die     wäss@rige    Schicht wird abge  trennt und nochmals mit Äther extrahiert.  Die vereinigten     ätherischen    Lösungen werden  mit Wasser so lange gewaschen, bis -der Äther  praktisch farblos ist. Hierauf wird     :die    Lö  sung mit 2 n     Kalilauge    so lange .geschüttelt,  bis die Reaktion der Lösung     alkalisch    ist.  Das sich hierbei abscheidende     unlösliche          Kaliumsalz    der     3-Acetoxycholensäure    wird  durch     Zentrifugieren    abgetrennt und. zweimal  mit ? n     Kalilauge    auf der     Zentrifuge    aus  gewaschen.

   Das     Kaliumsalz    der Säure wird       biernach    in Äther aufgenommen und ,durch  Zusatz     verdünnter        Schwefelsäure    zersetzt.  Die ätherische     iSehicht    liefert beim .Eindamp  fen die     3-Acetoxycholens-äure    in     unreiner     Form.

   Die reine     3-Acetoxycholensäure    .kann       hierbei    in an sich bekannter     Weise,    zum Bei  spiel durch     fraktionierte        Kristallisation,durch          geeignete        fraktionierte    Destillation oder       dergl.,    in reiner     Form    .gewonnen werden. Aus  dem so erhaltenen Derivat stellt man dann  durch     Verseifung    die     freie        3-Oxycholensäure     vom Schmelzpunkt<B>232'</B> C her.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung von 3 Oxy- cholensäure, dadurch gekennzeichnet, dass man aus einem Oxydationsgemisch, wie es erhalten werden: kann durch oxydativen Ab bau eines sterinartigen Stoffes der Brutto formel Cz3H3gR.X und der Konstitutions- f ormel EMI0003.0042 worin Reinen durch Hydrolyse in die Hydro- xylgruppe überführbaren
    Substituenten und X einen beim oxydativen Abbau in die COOH -Gruppe übergehenden Rest bedeu ten, die Verbindung der Bruttoformel .
    C1gHuRCOOH und der Konstitutionsformel EMI0003.0055 isoliert und mit einem hydrolysierenden Mit- tel behandelt. Die neue Verbindung besitzt .den Schmelz- punkt 232 g.
    UNTERANSPRüCHE 1. Verfahren; nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass, man als Ausgangs material ein Oxydationsgemisch verwen det, welches durch oxydativen Abbau eines Cholesterinderivates der allgemeinen Zusammensetzung Cz,H3gR-CH" erhal ten worden ist. 2.
    Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, @dass, man als Ausgangs material ein Oxydationsgemisch verwen- det, welches durch oxydativen Abbau eines Sitosterinderivates der allgemeinen Formel C,@,gHggR-C1gH13 erhalten worden ist. 3.
    Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man die Isolierung der 3-Oxycholensäure aus der Verseifungs- lösung durch fraktionierte Kristallisation bewirkt. 4.
    Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man nie Isolierung ,der 3@Oxycholens:äureaus der verseifungs- lösungdurch fraktionierte Destillation be wirkt. 5. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man die Isolierung des 3-Oxycholensäurederivates der Formel C"H3gRC.00H durch fraktionierte Kri stallisation bewirkt.
    6. Verfahren nach Patentanspruch, dädurch gekennzeichnet, dass, man die Isolierung .des 3-Oxycholensäurederibates der Formel C"HggR,COOHdurch fraktionierte Destil- lation bewirkt.
CH194755D 1935-03-09 1936-03-07 Verfahren zur Herstellung von 3-Oxycholensäure. CH194755A (de)

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