CH200522A - Verfahren zur Darstellung von 3-Oxynorcholensäure. - Google Patents

Verfahren zur Darstellung von 3-Oxynorcholensäure.

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CH200522A
CH200522A CH200522DA CH200522A CH 200522 A CH200522 A CH 200522A CH 200522D A CH200522D A CH 200522DA CH 200522 A CH200522 A CH 200522A
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Schering-Kahlbaum A G
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Schering Kahlbaum Ag
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    • C07J9/00Normal steroids containing carbon, hydrogen, halogen or oxygen substituted in position 17 beta by a chain of more than two carbon atoms, e.g. cholane, cholestane, coprostane
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07JSTEROIDS
    • C07J75/00Processes for the preparation of steroids in general

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Description


      Verfahren    zur Darstellung von     3-Ogynorcholensäure.       Vorliegende Erfindung betrifft     ein    Ver  fahren zur Herstellung von     3-Oxynorcholen-          säure,    welches dadurch     gekennzeichnet    ist,       da.ss    man aus einem     Oxydationsgemisch,    wie  es erhalten werden kann,

   durch     oxydativen     Abbau eines     sterinaxtigen    Stoffes der     Brutto-          Formel        C22H"RX    und der Konstitutions  formel  
EMI0001.0014     
    worin R einen durch Hydrolyse in die       Hydroxylgruppe        überführbaren        Substituen-          ten    und X einen beim     oxydativen    Abbau in  die     COOH-Gruppe    übergehenden Rest bedeu  ten, die Verbindung der Brutto-Formel       Cr2H3.,

  R        COOH    und der     Konstitutionsformel     
EMI0001.0024     
    isoliert und mit einem     hydrolysierenden    Mit  tel behandelt.    Die durch Hydrolyse in die     Hydroxyl-          gruppe    umwandelbare     Gruppe    R kann eine  Ester- oder Äthergruppe, oder irgend     eine     andere durch Hydrolyse     in    die     Hydroxyl-          gruppe        zurückverwandelbare    Gruppe sein.

    Die in die     COOH-Gruppe        überführbare     Gruppe X kann ebenfalls     ein    beliebiger Rest  sein, z. B. ein     Kohlenwasserstoffrest    der Zu  sammensetzung     CEHl.    oder     CH",    -     in    wel  chen Fällen es sich um Cholesterin-     bezw.          Sitosterinderivate    handelt.  



  Die als Endprodukt des Verfahrens an  fallende     3-Oxy        norcholensäure        besitzt    die all-      gemeine Zusammensetzung     C"H3s0g    und die  Konstitutionsformel  
EMI0002.0002     
    Die     3-Oxynorcholensäure    ist ein neuer  Stoff; sie besitzt einen Schmelzpunkt von  240 bis 242   und kann als Zwischenprodukt  für die Darstellung physiologisch wertvoller  Verbindungen Verwendung finden.  



  Das als     Ausgangsmaterial    für das     erfin-          dungsgemässe    Verfahren dienende     Oxyda-          tionsgemisch,    wie es aus     sterinartigen    Stof  fen der allgemeinen Formel     C"Hg.RX    er  hältlich ist, kann in beliebiger Weise erhal  ten worden sein, z.

   B. durch Behandlung von       sterinartigen    Stoffen der     Zusammensetzung          C22HIIRX    mit Oxydationsmitteln, die fähig  sind, einfache     Kohlenstoff-Kohlenstoffbin-          dungen    zu     spalten,    wobei die Doppelbindung  im Ringsystem der     sterinartigen        Stoffe    durch  Anlagerung von Halogen oder Halogenwas  serstoff vor dem     Angriff    des Oxydations  mittels intermediär geschützt worden sein       tann.     



  Die Isolierung der Derivate der     3-Oxy-          norcholensäure    aus dem Oxydationsgemisch  und ihre Hydrolyse     kann    in verschiedenen  Weisen erfolgen,     wie    dies dem Fachmann  von andern     Isolierungs-    und     Hydrolysie-          rungsverfahren    bekannt ist. Die Isolierung  der 3 -     Oxynorcholensäure    selbst aus der       Verseifungslösung    wird     zweckmässigerweise     durch     fraktionierte        Kristallisation    oder De  stillation     bewirkt.     



  <I>Beispiel</I>     r:     Das durch Oxydation von     Sitosterin-ace-          tatdibromid    in Eisessig mit Chromsäure er  hältliche Reaktionsgemisch wird in Wasser  gegossen und mit Äther extrahiert. Die äthe  rische Lösung wird mit     2-n-Natronlauge    ge  schüttelt,

   der     gebildete    Niederschlag     wird    ab  filtriert und in Äther     suspendiert.    Nach An  säuern der     ätherischen        Suspension    mit ver-         dünnter    Schwefelsäure     wird    die     ätherische     Lösung von der     wässrigen        Säuresehicht    ge  trennt und zur Trockne     gebracht.    Der Rück  stand wird in Eisessig gelöst und durch Zu  satz von     Zinkstaub    und     einstündiges    Erhit  zen auf dem     Wasserbad    unter kräftigem  Rühren 

      entbromt.        Hierauf    wird das     Reak-          tionsgemiseh    in Wasser     gegossen    und mit  Äther     extrahiert.    Die ätherische Lösung wird  zur Trockne verdampft und der     Rückstand     in heissem     Aceton    gelöst. Beim Abkühlen  wird die     3-Acetoxynorcholensäure        erhalten;     durch     Verseifung    erhält man hieraus die freie  3 -     Oxy    -     nor-        cholensäure    vom     Schmelzpunkt     240 bis 242  .  



       Beispiel   <I>2:</I>  Das     Reaktionsgemisch,    das bei der Oxy  dation von     Phytasterinacetatdibromid        mittels          Chromsäure    in     Eisessig        erhalten    ist, wird mit  Zinkstaub     entbromt;    der     überschllssige    Zink  staub wird     abfiltriert    und     das        Filtrat        in     Wasser gegossen.

   Die     wässrige    Lösung     wird     dann mit Äther extrahiert und die ätherische  Lösung     mit        2-n-Natronlauge    geschüttelt. Der  dabei gebildete     Niederschlag    wird     abfiitriert,     in Äther aufgenommen     und    die ätherische  Lösung mit     Schwefelsäure        angesäuert.    Diese  wird     hierauf    zur     Trockne        eingedampft,    wo  nach man den Rückstand mit     methylalkoho-          lischer    Kalilauge verseift.

   Nach     Ansäuern     des     Verseifungsgemisches    und     Extraktion     desselben mit Äther     wird    die ätherische Lö  sung zur Trockne verdampft. Der Rückstand  wird in heissem Methanol gelöst und zu die  ser Lösung eine heisse     Methanollösung    von       Bariumhydroxyd        zugegeben.    Nachdem     das          Gemisch    auf     Zimmertemperatur    abgekühlt  ist, wird der     Niederschlag        abfiltriert,

      in  Äther aufgenommen     und    mit     Salzsäure        an-          gesäuert,        worauf    die ätherische Lösung zur  Trockne verdampft wird. Beim     Umkristalli-          sieren    aus Methylalkohol ergibt der Rück  stand     3-Oxy-nor-cholensäure    vom Schmelz  punkt 240 bis 242  .  



  <I>Beispiel 3:</I>  Die durch Oxydation von     Cholesterin-          acetatdibromid    mit Chromsäure erhaltene       Oxydationsmischung    wird     mittels        Zinkstaub              entbromt    und in gleicher Weise wie in Bei  spiel 2 aufgearbeitet. Der Niederschlag, der  sich nach Zugabe von heisser     methylalkoholi-          scher        Bariumhydroxydlösungbildet,    wird ab  filtriert,     in    Äther gelöst und mit Salzsäure  angesäuert. Die saure Lösung wird mit Was  ser verdünnt und mit Äther extrahiert.

   Die  ätherische Lösung wird mit Wasser ausge  waschen und zur Trockne eingedampft. Der  Rückstand wird in alkoholischer Lösung mit  überschüssigem     Diazomethan    behandelt und,  nachdem man die Lösung über Nacht stehen  gelassen hat, der Alkohol im Vakuum ab  destilliert. Zum Rückstand gibt man Essig  säureanhydrid und erhitzt das     Acetylierungs-          gemisch    im Ölbad mehrere Stunden auf  <B>150'</B> C. Hierauf wird das Reaktionsgemisch  in Wasser gegossen, mit Äther extrahiert, die  ätherische Lösung mit     Natriumbicarbonat-          lösung    und Wasser     ausgewaschen    und zur  Trockne verdampft.

   Das Gemisch der Ester  wird im Hochvakuum bei 0,002 mm Druck       destilliert    und die zwischen 190 und 200' C  übergehende Fraktion     gesammelt.    Diese wird  in heissem Methanol aufgelöst. Beim Abküh  len     kristallisiert    der schwer lösliche     3-Acet-          oxy    -     cholensäure    -     methylester    vom Schmelz  punkt 154 bis 155   C aus.  



  Aus der     Mutterlauge    kann man den leicht  löslichen     3-Acetoxy-no-r-cholensäuremethyl-          ester    vom Schmelzpunkt<B>125</B> bis 127   C iso  lieren, welcher bei der     Verseifung    die freie       3-Oxy-nor-cholensäure    vom Schmelzpunkt  240 bis 242   liefert.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung von 3-Oxy- norcholensäure, dadurch gekennzeichnet, dass man aus einem Oxydationsgemisch, wie es er halten werden kann durch oxydativen Abbau eines sterinartigen Stoffes der Brutto-Formel C22H34RX und der Konstitutionsformel EMI0003.0032 worin R einen durch Hydrolyse in die Hydroxylgruppe überführbaren Substituen- ten und Y einen beim
    oxydativen Abbau in die COOH-Gruppe übergehenden Rest bedeu ten, die Verbindung der Brutto-Formel C22H14R COOH und der Konstitutionsformel EMI0003.0043 isoliert und mit einem hydrolysierenden Mit tel behandelt. Die neue Verbindung schmilzt bei 240 bis 242 . UNTERANSPRÜCHE: 1.
    Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man als Ausgangs material ein Oxydationsgemisch verwen det, welches durch oxydativen Abbau eines Cholesterinderivates der allgemei nen Zusammensetzung C22HS4R - C51111 erhalten worden ist. 2.
    Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man als Ausgangs- material ein Oxydationsgemisch verwen det, welches durch ogydativen Abbau eines Sitosterinderivates der allgemeinen Formel C22H"R-C,H" erhalten worden ist. 3. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man die Isolierung der 3-Oxynorcholensäure aus der Versei fungslösung durch fraktionierte Kristalli sation bewirkt. 4.
    Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man die Isolierung der 3-Oxynorcholensäure aus der Versei fungslösung durch fraktionierte Destilla tion bewirkt. 5.
    Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man die Isolierung des 3 - Ogy - nor - cholensäurederivates der Formel CZZH34R-COOH durch fraktio nierte Kristallisation bewirkt. 6. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, daB man die Isolierung EMI0004.0008 des <SEP> 3 <SEP> - <SEP> Ogy <SEP> - <SEP> nor <SEP> - <SEP> cholensäurederivates <SEP> der <tb> Formel <SEP> C"H"R-COOH <SEP> durch <SEP> fraktio nierte <SEP> Destillation <SEP> bewirkt.
CH200522D 1935-03-09 1936-03-07 Verfahren zur Darstellung von 3-Oxynorcholensäure. CH200522A (de)

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