CH198155A - Verfahren zur Herstellung eines harzartigen Kondensationsproduktes. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung eines harzartigen Kondensationsproduktes.

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CH198155A
CH198155A CH198155DA CH198155A CH 198155 A CH198155 A CH 198155A CH 198155D A CH198155D A CH 198155DA CH 198155 A CH198155 A CH 198155A
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Aktiengesellsc Farbenindustrie
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Ig Farbenindustrie Ag
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  Verfahren zur Herstellung eines harzartigen     Kondensationsproduktes.       Durch     Kondensation    der     Carbamidsäure-          ester    oder     Urethane    mit     Formaldehyd        erhält,     man     unter    geeigneten     Bedingungen,

      je nach       Art    der mit den     Carbamidsäurerest        verbun-          denen        alkoholischen        Komponente    Harze von       zäMüssIger    bis     springharter        Beschaffenheit          (vergl.Schweizer    Patent Nr.     18i9 & 79).     



       Ein        gemeinsames        Merkmal        dieser        Kon-          densationsprodu!kte    von     Mond-Urothanen    ist  ihre     Nichthärtbarkeit,    das     heisst,

          die        in        orga-          nischen        Lösungsmitteln    löslichen     Harze    kön  nen durch die in der     Kunstharzbechnik    ge  bräuchliehen     Härtumgsmittel    nicht .in     unlös-_     liehe     Stufen        übergeführt    werden.  



  Es -wurde     nun,    gefunden,     dassi    man     solche          Urethane,    welche mehr als. einen     Carbamid-          säurerest    im     Molekül    enthalten, durch Kon  densation mit     Formaldehyd,        Paraformalde-          hyd    oder     Formaldehyd    abspaltenden     Mitteln,

       in     hartbare    Harze     mit        technisch.        wertvollen          Eigenschaften        überführen        kann.    Die     Kon-1          d,ensation    mit     Formaldehyd    erfolgt in der  Regel so lebhaft,     dass    man besonders mild       Kondensationsbedingungen        anwenden    muss,

      um die     löslichen        Zwischenstufen        zu        erfassen.     Man     kann    die löslichen     Vorkondensate        bei-          spielsweise    im neutralen, schwach sauren       oder        auch        alkalischen        Medium        erhalten    und  diese löslichen Harze     als    solche für     vensthie-          dene        Zwecke    verwenden.

   Man     kann.    den     Lö-          sungen    dieser     Harze    oder den Harzen     selbst          Härtungsmittel    zusetzen     und    die     Überfüh-          rung        in.    den     ,unlöslichen    Zustand durch Er  wärmen vornehmen.  



  In dieser     Beziehung        besteht    eine weit  gehende     Parallelität    zu den     bekannten        hart-.     baren Harzen     aus        Phenolen        und    aus Harnstoff.  



  Der     ,besondere        Vorteil    der vorliegenden       neuen        Produkte    besteht     nun    darin,     dass    sie       ein        au@sigesproohenes        Filmbil.dungsvermögen          besitzen    und     infolgedess@en    den     bisher    be  kannten     Kondensationsprodukten        in.    mecha  nischer     Hinsicht        wesentlich    überlegen     sind.     Sie     

  sind    in dem     Regel        völlig    farblos: und       lichtbeständig.     



  Ein weiterer     Vorteil    liegt darin,     dassman        durch    die Wahl der     zwischen    -den     Carb-          amidsäureresten        eingebauten,        mehrwertigen         Gruppe die     Eigenschaften    der     Kondensations-          produkte    weitgehend     beeinflussen    kann.  



       Bisher        haben    sich folgende     Gesetzmässig-          keiten        ergeben:     Im Endzustand zeigen die Kondensations-         produkte    der     Diurethane    von     Glycolen    eine  Zunahme der     Elastizität    mit     zunehmender     Länge der     zwischen:    den     Carbamidsäureresten          eingebauten        Kohlenwasserstoffkette,    z.

   B. in       folgender        Reihe    von     Diurethanen:     
EMI0002.0022     
    Im gleichen     Sinne    wirkt die Verknüpfung  zweier     alkoholischer        Reste    mit Schwefel,       Stickstoff,    Sauerstoff oder die Methylal-         gruppe,    z. B. bei den     Diurethanen    der     fol-          genden-Verbindungen:     
EMI0002.0031     
         Diurethane    von     aromatischen;        Glycolen,     z.

   B. die     aus    dem     dichlormethylierten        m-          Xylol        hergestellten     
EMI0002.0040     
    =1<B>.3.</B> 4.     6-Tetramethyl-4.        6-dioxybenzol          geben:    besonders leicht     härtbare    Harze; das  selbe     gilt    für     Urethane    mit     mehr    als zwei       Carbamidsäureresten,    z.

   B.     für    das     Tri-          urethandes        Triäthanolamias     
EMI0002.0053     
    und für das     Tetraurethan        des        Pentaerythrits     
EMI0002.0057     
    Man     benötigt    für     jeden        Carbamidsäure-          rast    1     Mol        Formaldehyd    zur     Kondensation,

       j     doch    kann ohne     Nachteil    ein beliebiger       Übersehu3        angewandt    werden. Auf     das        End-          ergebnis    ist     dies,    ohne     wesentlichen;

          Einfluss.          Ebenso        ist        bei        Anwendung    von     wäBrigem          Formaldehyd        dessen        Konzentration    für die       Esgens@ehaften    der     Kondensationsprodukte     unwesentlich; mit zunehmender     Verdünnung,     wird lediglich dis     Reaktionsdauer    verlängert.  



  Man kann ferner     auch,die        Kondensation          in        Gegenwart    von     organischen        Lösungsmitte              teln        vornehmen        bezw.        nach:

          erfolgter        Vor-          kondensation    zu der     wässrigen        Lösung        .ein     über<B>100'</B> C     siedendes        Lösungsmittel    zu  setzen und das     Wasser        ,abdestillieren.        In    die  sem Falle erhält man direkt     eine        Lösung        des.          Harzes.     



  1       Die        praktische        Verwendung        dieser        Kon-          densationsprodukte    ergibt sich aus ihren Ei  genschaften.  



  In ihren .löslichen     Formen,    sind sie zur,       Herstellung    von     Lacken,        Klebstoffen,    Über-,       zügen    auf Geweben, zur     Verleimung    von       Holz    und, dergleichen geeignet. Sie     können     mit     andern    Lackrohstoffen wie     Weich-          maohungsmitteln,    Pigmenten und Filmbild  nern gemischt werden.

   Durch.     Beimischung     von     Ilärtungsmitteln        kann.        man    die     durch          Verdunsten    der     Lösungsmittel        erhaltenen     Schichten     unlöslich    machen.  



  Sie     sind    ferner     geeignet    zur     Herstellung     von     Kunststoffen:    nach Art der     Aminoplasste     und der     Phenoplaste,    und zwar mit und ohne  Zusatz von     Füllstoffen.     



  Einige der     Kondensationsprodukte    wie  das des     Thiodäglycoldiurethans    haben in       ihrem        Verhalten        Ähnlichkeit        mit        Linoxyn     und     können        zur    Herstellung von     Fuss@boden-          belagdienen.     



       Gegenstand        des        vorliegenden    Patentes ist       ein        Verfahren    zur     Herstellung        eines        harz-          artigen        Kondensationsproduktes,        welches        da-          durch        .gekennzeichnet    ist, dass man 1 .

       3-Bu-,          tylenglycoldiurethan    mit     Formaldehyd        kon-          denssiert.            Beispiel   <I>1:</I>  1     Mol    des     Diurethans        des    1..

       3-Butylen          glycols    = 17,6     g    werden mit 250 .g     eines     33%igen     wässrigen        Formaldehyds,        gemischt          und    auf     dem    Wasserbad unter Rühren er  wärmt,

       bis        Lösung        eingetreten        ist.        Dann    er  bitzt man am     Rückfluss    auf<B>100'</B> C     und     setzt 20     cm8        konzentrierte    Salzsäure zu.

         Nach        wenigen,        Minuten        trübt    sich die     Lö-          sung    und kurz     darauf    erfolgt     Koagulation          unter    Bildung     eines        wasserunlös        liehen        gal-          lertigen,

          Produktes.    Man trennt die     wässrige          Schicht    ab und     wäscht    das     goagulat    mit         heissem        Wasser        bis    zum     Verschwinden    der  sauren     Reaktion.        Anschliessend    kocht man mit  Alkohol auf und trocknet bei<B>510'</B> C.  



  <B>Das</B> Produkt stellt     weisse        proröse        Flocken     dar,     welche    sich     in    der Hitze zu farblosen,  glashellen Tafeln     von.        grosser        Härte        verpres-          seni        lassen.     



  Bei     längerem.        Verweilen    in Wasser quel  len diese     Formlinge        jedoch.    auf;     in.    kochen  dein     Wasser        zerfallen    sie, ohne sich zu     lösen.          Beispiel   <I>2:

  </I>  176 g 1 .     '3-Butylenglycoldiurethan    werden  in     3,50        .g        2i8    %     igem        wässrigem    Formaldehyd       gelöst    und die Lösung zum     Sieden    er  hitzt.     Man    setzt     10em'    3     ,einer        4%ig-en        Phos-          phorsäure    zu und. setzt die     gochung    1     Stunde     fort:

       Dann    gibt man     3i0.0    g     n-Butanol    zu und  kocht     weitere    5     Stunden    am     Rückflusskühler.          Nach    dem     Abkühlen        bilden,    sich     zwei    Schich  ten, von     denen    die     untere        wässTige    abgezogen       wird.    Die     Butanollösung    wird im     Vakuum     von 20     min,

      auf     -die    Hälfte     ihres        Volumens          eingeengt.    Man erhält     eine        dickflüssige    farb  lose     Masse,

      die     sioh        mit    Alkoholen     und        an-          dern.        Lösungsmitteln        verdünnen        lässt.    Die       Lösungen        hinterlassen    beim     Eintrocknen          wasserunlösliche    klebende Filme, die bei     län-          gerem        Liegen,    schneller     in    der Wärme,     kleb-          frei.    werden.

   Die     Schichten        sind    farblos,       elastisch.        und        nicht        quellbar    in     Koblen-          wa:ssenstoffen.       <I>Beispiel 3:</I>  176 g 1     .3-Butylenglycoldiurethau    wer  den in 250     ,g        40.volumprozentigem        wässrigem          Formaldehyd    gelöst     und    5     Stunden    am       Rückfluss,    gekocht.

   Die erhaltene klare Lö  sung     wind    im Vakuum bei     Wasserbadtempe-          ratureingedampft,    bis     kein.    Wasser mehr       entweicht.    Dann     bringt    man das     Destil-          latiGnsgefäss        in    ein Ölbad,     welches    auf  140' C geheizt     wird,    und setzt die     Destil-          lation    bei 20     mim    fort, bis,

       ein    Übergehen       flüchtiger        Anteile    nicht     mehr        beobachtet     wird. .  



       Dias        erhaltene    farblose Harz hat     einen          Erweichungspunkt    von<B>80'</B> C     nach    KrImer-           Sarnow.    Es löst sich in organischen     Lösungs-          mitteln,        insbesondere    Alkoholen,     und    kann  nach     Zusatz    von     Härtungsmitteln    in den un  löslichen     Zustand        übergeführt    werden.

   Die  Einarbeitung von organischen und anorga  nischen Füllstoffen gelingt leicht auf der  Walze,     ebenso    :die     Herstellung    eines mit den  gebräuchlichen Vorrichtungen     verarbeitbaren          Presspulvers.     



  <I>Beispiel</I>     t:          3;Mol        1.3#-Butylenglycoldiurethan=528    g  werden mit     210:g        Paraformaldehyd    innig       gemischt        und    allmählich auf 12,0   C erhitzt.       Bei    dieser Temperatur schmilzt :die.     Masse    zu  sammen und schäumt auf.

   Man     ,steigert    die  Temperatur langsam auf 150   C, wobei man       die    Wärmezufuhr so regelt,     dass,    die Schmelze  nicht     überschäumt.    Bei :dieser Temperatur  hält man     die        Schmelze    unter Rühren 90       Minuten.    In der Hitze     stellt    das     Reaktions-          produkt    eine zähe,     fadenziehende    Masse dar,  bei     Zimmertemperatur    ist sie hart und  spröde.

   Der     Erweichungspunkt    liegt bei<B>100</B>  bis 102' C; er kann durch     Erhitzungsdauer     und     Temperatur        beeinflusst    werden. Das  Harz     ist    in organischen     Lösungsmitteln        bei          Zimmertemperatur    nur noch     quellbar.    Es  lässt sich genau so wie das in     Beispiel    3 be  schriebene zu     Presspulver    verarbeiten, z. B.       gemässi    Typ S der deutschen     Normung.     



  <I>Beispiel 5:</I>  176 g 1     .3-Butylenglycoldiurethan    wer  den in 300     cm@        eines    3<B>0</B> ö     igen    Formaldehyds  gelöst, welches     mit    Natronlauge auf PH = 7  gestellt     ist.    Zu der klaren     Lösung    gibt man  6 g     Hexamethylentetramin    und     erwärmt    un  ter     Rührung    5     .Stunden    auf 70     bis    75   C.

         Dann        setzt    man soviel 4 ö     ige    Salzsäure zu,  wie dem angewandten     Hexamethylentetra-          min    äquivalent ist und erwärmt noch eine       weitere    :Stunde. In     diesem    Stadium kann der    Lösung organischer Füllstoff     zugesetzt    wer  den.  



       Das        Wasser    wird im Vakuum in bekann  ter Weise entfernt, wobei darauf zu achten  ist, dass, die Charge sich nicht über<B>80'</B> C  erwärmt.  



  Das Produkt kann zur Herstellung von       Presspulvern    entsprechend dem Typ K der  deutschen Normung verwendet werden.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung eines harzarti gen Kondensationsproduktes, :dadurch gekenn@ zeichnet, dass man 1 .3-Butylenglycoldiure- than mit Formaldehyd kondensiert. Das neue Kondensationsprodukt ist härt- bar, farblos und lichtbeständig;
    es soll in der Kunststoffindustrie verwendet werden. UNTERANSPRüCHE 1. Verfahren nach Patentanspruch, .dadurch gekennzeichnet, dass man in neutralem Medium kondensiert. 2. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man in saurem Me- ,dium kondensiert. 3. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man in alkalischem Medium kondensiert. 4.
    Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man zur Konden sation Formaldehyd verwendet, welcher aus Formaldehyd abspaltenden Stoffen erhalten wurde. 5. Verfahren nach Patentanspruch und Un teranspruch- 4, dadurch gekennzeichnet, dass man Formaldehyd verwendet, wel cher aus Paraformaldehyd abgespalten wurde.
CH198155D 1936-02-29 1937-02-20 Verfahren zur Herstellung eines harzartigen Kondensationsproduktes. CH198155A (de)

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