CH199428A - Verfahren zur Herstellung halbsteifer Wäschestücke. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung halbsteifer Wäschestücke.

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CH199428A
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Aktiengesellsc Farbenindustrie
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Ig Farbenindustrie Ag
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  Verfahren zur Herstellung halbsteifer Wäschestücke.    Die vorliegende Erfindung betrifft ein  Verfahren zur Herstellung halbsteifer Wäsche  stücke wie Kragen, Manschetten und der  gleichen.  



  Es wurde schon vorgeschlagen, derartige  Wäschestücke dadurch herzustellen, dass man  ein trockenes Einlagegewebe mit einer Lösung  eines thermoplastischen Kunstharzes in einem  organischen Lösungsmittel imprägniert, wo  bei das Gewebe durch und durch mit dem  Kunstharz getränkt wird, und das so im  prägnierte Gewebe unter Druck und Hitze  mit Deckgeweben verklebt.  



  Es wurde nun gefunden, dass es vorteil  hafter ist, nicht ein Einlagegewebe zu ver  wenden, das durch und durch mit dem Kunst  harz imprägniert ist, sondern die     Verklebung     und Versteifung der zur Herstellung halb  steifer Wäschestücke erforderlichen mehreren  Gewebelagen mit Hilfe von oberflächlichen  Überzügen,     bezw.    zwischen die Gewebelagen  gebrachter Schichten von Vinylesterpolyme-         risaten    vorzunehmen, die bei Bügeltempera  tur klebend erweichen. Eine vorzugsweise  Ausführungsform des Verfahrens besteht dar  in, dass man Einlagestoffe verwendet, die  erhalten wurden durch Überziehen eines was  serfeuchten Gewebes mit einer Lösung eines       Polyvinylesterharzes    in einem organischen  Lösungsmittel.

   Hierbei ist das     Polyvinyl-          esterharz    kaum in das Gewebe eingedrungen,  sondern befindet sich im wesentlichen auf  der Oberfläche desselben. Nach dem Trock  nen lässt sich das so behandelte Gewebe mit  anderen Gewebelagen, insbesondere in was  serfeuchtem Zustand durch Druck und Hitze  leicht vereinigen.

   - In ähnlicher Weise kann  man einen Einlagestoff, der eine     Polyvinyl-          esterharzschicht    aufweist, verwenden, der er  halten wurde durch Überziehen des Gewebes  mit einer     wässrigen    Emulsion eines     Vinyl-          esterpolymerisates.    Das Gewebe kann selbst  verständlich auch nur stellenweise mit der       Polyvinylesterharzschicht    bedeckt sein.      Es gelingt auf die beschriebene Weise  den Verbrauch an Klebemittel gegenüber dem  bekannten Verfahren, bei welchem trockene  Gewebe mit Lösungen des Harzes in orga  nischen Lösungsmitteln verwandt werden,  herabzusetzen     bezw.    die Klebefähigkeit der  behandelten Gewebe zu steigern.  



  Das erfindungsgemässe Verfahren bietet  überdies den Vorteil, dass der Hersteller der  Wäschestücke keine flüchtigen feuergefähr  lichen oder giftigen organischen Lösungs  mittel zu verwenden braucht.  



  Von     Polyvinylesterharzen    kommen für  das vorliegende Verfahren diejenigen in Be  tracht, die bei Bügeltemperaturen erweichen  und kleben. Beispielsweise seien folgende  Vertreter genannt:     Polyvinylacetat,    Mi  schungen von     Polyvinylacetat    und     Polyvinyl-          chlorid,

          Mischpolymerisatevon        Polyvinylacetat          undPolyvinylchlorid.    Auch Mischungen     bezw.          Mischpolymerisate    von     Polyvinylesterharzen     mit andern Polymeren     bezw.        polymerisierbaren     Verbindungen, welche bei Bügeltemperaturen  erweichen und kleben, können für das vorlie  gende Verfahren verwendet werden.  



  <I>Beispiel 1:</I>  Ein Einlagegewebe, das erhalten wurde  durch beidseitiges Behandeln eines     waBser-          feuchten        Baumwollgewebes        mit        einer40%igen     Lösung von     Polyvinylacetat    in     Aceton/Alko-          hol    (50:50) auf der     Rakelmaschine    und     nach-          heriges    Trocknen, wird mit den zu verkle  benden Gewebebahnen vernäht, der erhaltene  mehrschichtige Stoff mit Wasser benetzt und  anschliessend heiss gepresst oder gebügelt.

    Nach dem Erkalten ist eine vollständige     Ver-          klebung    der Gewebe eingetreten.  



  <I>Beispiel 2:</I>  Ein     Einlagestoff,    der erhalten wurde durch  beidseitige Behandlung eines     Baumwollge-          webes        mit        einer        50        %igen        wässrigen        Emulsion     von     Polyvinylacetat    und     nachherige    Trock  nung, wird in der gleichen Weise, wie in  Beispiel 1 beschrieben, verarbeitet. Auch hier  wird eine vollständige     Verklebung    der Stoff  bahnen erzielt.

      <I>Beispiel 3:</I>  Ein Einlagestoff, der erhalten wurde durch       Imprägnieren    eines wasserfeuchten Baum  wollgewebes mit einer Lösung, die     30%          Polyvinylacetat        und        10%        Polyvinylchlorid     in Aceton enthält, auf einem     Foulard    und  anschliessende Trocknung, wird mit den zu  verklebenden Gewebebahnen vernäht, der  erhaltene mehrschichtige Stoff mit Wasser  benetzt und anschliessend heiss gepresst  oder gebügelt. Nach dem Erkalten erhält  man ein halbsteifes Gewebe, das auch  bei vielfacher Wäsche den halbsteifen     Griff     beibehält.  



  Statt mit einer Mischung aus     Polyvinylace-          tat    und     Polyvinylchlorid    kann der Einlagestoff  auch mit einem     Mischpolymerisat    aus 75/o       Vinylacetat        und        26%        Vinylchlorid        imprä-          gniert    sein.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung halbsteifer Wäschestücke durch Verkleben mehrerer Ge webelagen mittels verklebender Versteifungs mittel, dadurch gekennzeichnet, dass die Ver- klebung durch auf die Gewebelagen aufge brachte oberflächliche Überzüge von Vinyl- esterpolymerisaten geschieht, die bei Bügel temperatur klebend erweichen. UNTERANSPRVCHE: 1. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man Einlagestoffe ver wendet, die durch Überziehen eines was serfeuchten Gewebes mit einer Lösung eines Polyvinylesterbarzes erhalten wurden. 2.
    Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man Einlagestoffe ver wendet, die durch Überziehen eines was serfeuchten Gewebes mit einer wässrigen Emulsion eines Polyvinylesterharzes erhal ten wurden. 3. Verfahren gemäss Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Verklebung in wasserfeuchtem Zustand vorgenommen wird.
CH199428D 1936-02-27 1937-02-11 Verfahren zur Herstellung halbsteifer Wäschestücke. CH199428A (de)

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