CH204360A - Einrichtung zur Fernsteuerung von Netzen. - Google Patents
Einrichtung zur Fernsteuerung von Netzen.Info
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Description
Einrichtung zur rernstenerung von Netzen. Die Erfindung betrifft eine Einrichtung zur Fernsteuerung von Netzen mit einem Hauptteil und mit .diesem durch Speise leitungen verbundenen Nebenteilen. Erfin- dungsgemäss sind sowohl in der Verbindung zwischen einem Kraftwerk und dem Haupt teil, als auch in den Speiseleitungen zu den Nebenteilen 'Mittel zum Übertragen von Kommandos vorgesehen.
Diese Mittel können dann dazu verwendet werden, um Komman dos von einer zentralen Geberstelle auszu senden und den Wirkungsbereich der Im pulse, nämlich deren Ausbreitung über das ganze Netz bezw. über einzelne Netzteile. willkürlich zu verändern. Diese Impulse kön nen für die Fernsteuerung von !Strassen lampen, Tarifzählern, Luftschutzsignalen, Schaltern und dergl. bestimmt sein.
In den Fig.1 und 2 sind zwei Ausfüh rungsbeispiele der Erfindung dargestellt. In Fig. 1 bezeichnet HN dae Hauptnetz, da)s beispielsweise identisch ist mit dem Energieverteilungsnetz im Zentrum einer Anlage, beispielsweise einer Grossstadt. Mit N, N., sind Netzteile bezeichnet, die @ etwa Vororten entsprechen und mit dem Haupt netz durch Speiseleitungen in Verbindung stehen.
Das .ganze Netz wird von einem Kraftwerk K mit Strom versorgt. In den Speiseleitungen zwischen dem Hauptnetz HN und den Netzteilen N,-N, befinden sich Schalter S,-S,. In der Zuleitung vom Kraft werk zum Hauptnetz ist ein .Schalter S an geordnet. Die Aussendung von Fernsteuer kommandos erfolgt von einer zentralen Geberstelle G, von der aus auf die einzelnen Schalter eingewirkt werden kann, wie durch die gestrichelten Einflusslinien angedeutet ist.
Die Kommandoaussendung wird durch mehrfache, kurzzeitige Unterbrechung der Netzleitungen .gegeben, z. B. Öffnung des Schalters S, wodurch jedesmal eine vorüber gehende Spannungsabsenkung hervorgerufen wird. Diese Spannungsabsenkung breitet sich in dem ;ganzen Netz aus, jedoch ist sie in deri Netzteilen N,-N, wesentlich geringer als im Hauptnetz<B>EN.</B> An allen Empfangsstellen sind ,die gleichen Relais verwendet; jedoch sprechen die in den Netzteilen Nl-N, an geordneten Relais auf die verminderte Span- nungsabsenkung nicht an.
Hat nun das aus zusendende Kommando einen Inhalt, der auch für die Netzteile N"-N, massgeblich ist, und soll dort die gleiche Wirkung wie in dem Hauptnetz<B>EN</B> hervorgerufen wer den, wie dies zum Beispiel bei einer Luft schutzalarmierung der Fall ist, so werden die Speiseschalter S,-S, gleichzeitig mit dem Speiseschalter 5 im selben Rhythmus be tätigt. Dies ist in bekannter Weise durch direkte Steuerung dieser Schalter von der Geberstelle G aus möglich.
Alle Schalter werden daher gleichzeitig betätigt, und da zum Beispiel der Schalter 82 die Speisestelle für den Netzteil N, darstellt, so wird seine rhythmisehe Unterbrechung zur Folge haben. dass die Spannung in dem Netzteil N2 im gleichen Masse absinkt, wie sie durch Be tätigung des Schalters <B>8</B> im Hauptnetz<B>EN</B> absinkt. Die im Netzteil N= angeordneten Relais sprechen daher genau so an, wie die gleichartigen, im Hauptnetz angeordneten Relais.
Das ausgesandte Kommando übt also an allen Empfangsstellen des gesamten Energieverteilungsnetzes die gleiche Wir kung aus.
Handelt es sich .dagegen darum, Strassen lampen fernzusteuern, so soll es möglich sein, diese in den Vororten später einzuschalten als in dem Hauptnetz, und anderseits auch wieder früher auszuschalten als in dem Hauptnetz. Zum Beispiel wird also bei ein brechender Dämmerung zunächst nur die Strassenbeleuchtung des Hauptnetzes<B>EN</B> und des Netzteils N@ dadurch eingeschaltet, dass von der Geberstelle G die Schalter S und 81 mehrmals in diesem Kommando entsprechen den Zeitabständen betätigt werden.
In den andern Netzteilen wird die Strassenbeleuch tung zu einem späteren Zeitpunkt durch ent sprechende Betätigung der Schalter<B>8"</B> Sz, und S, eingeschaltet. In der Geberstelle G können Mittel vor gesehen sein, um den Anreizimpuls für die Betätigung der Schalter an alle Schalter oder nur an einzelne zu geben.
Die Übertragung des Anreizimpulses kann in bekannter Weise durch direkte Steuerleitungen zu den betref fenden Schaltern, durch einen Hochfrequenz impuls oder dergl. erfolgen.
Es kann unter Umständen vorkommen, dass einzelne aussenliegende Netzteile aus irgendwelchen betrieblichen Gründen ab geschaltet sind und ihre Spannung von an derer Seite her erhalten. Auch für diesen Fall muss eine Durchgabe besonders wich tiger Kommandos, beispielsweise von Luft schutzsignalen, von der Geberstelle G mög lich sein.
Die Aussendung der Kommandos kann auch mittels eines Weehsetstromes netz fremder Frequenz erfolgen, indem man zum Beispiel eine Ruhestromüberlagerung vor sieht. Im Falle der Überlagerung eines ton- frequenten Wechselstromes zur Kommando übertragung kann man die Einrichtung auch so ausbilden, dass mehrere Tonfrequenzgene- ratoren vorgesehen sind, und zwar stets an den Stellen, an denen sieh die Schalter ,S und S'1-54 befinden.
Jeder Tonfrequenz- generator ist aber nur so bemessen, dass er keine grössere Energie zur Verfügung stellt, als die Überlagerung des zugeordneten Netz teils erfordert. Arbeiten dann alle Tonfre- quenzgeneratoren gleichzeitig, so wird das ganze Netz überlagert.
Arbeitet dagegen nur der eine oder andere Tonfrequenzgenerator, so wird der Wirkungsbereich der Impuls sendung auf den zugehörigen Netzteil be- sehränkt. Die gleichzeitige Beeinflussung der Tonfrequenzgeneratoren kann ebenso wie vorher von der zentralen Geberstelle G durchgeführt werden.
In Fig. 2 ist eine andere Netzfigur :dar- g o estellt, und zwar handelt es sich um ein ringförmiges Hauptnetz<B>EN,</B> das von einem zentral gelegenen Kraftwerk Kl mit Strom versorgt wird.
Die Energiezufuhr zu dem Hauptnetz erfolgt über die beiden Haupt- schalter Hl und H".. Das Ringnetz ist ausser- dem mit einem andern Kraftwerk X'2 über einen Schalter SZ und mit einem Nebenteil N1 über eine Speiseleitung und einen @Schal- ter S1 verbunden.
Der Netzteil N, besitzt ebenfalls ein eigenes Kraftwerk K,. Nimmt man wieder an, dass die Aussendung der Kommandos durch Spannungsabsenkung er folgt, so wird eine kurzzeitige Unterbrechung der Schalter H, und HZ auf die an das Ring netz angeschlossenen Empfangsrelais nicht in vollem Umfange .die gewünschte Wirkung haben, weil dann über die geschlossener, Schalter S,. und SZ von den Kraftwerken her die Spannung aufrecht erhalten wird,
und zwar zumindest in denjenigen Teilen des :Hauptnetzes, die den fremden Kraftwerken am nächsten liegen. Um auch hier eine sichere Ausbreitung der Kommandos zu er halten, sind ausser den Schaltern Hl und HZ noch die Schalter 8i und SZ als Mittel zur Kommandoübertragung vorgesehen, so dass nicht bloss die Schalter H, und H2, sondern auch die Schalter S,
und SZ in gleichem Rhythmus betätigt werden können. Wird zum Beispiel nur der Schalter Hl betätigt, sprechen lediglieh diejenigen Empfangs relais an, die in dem Wirkungsbereich dieses Schalters liegen.
In den Nebenstellen können nun ebenfalls Sendeeinrichtungen für Impulse vorhanden sein, die nur ein Teilnetz steuern sollen, während die Hauptstelle das Gesamtnetz ein schliesslich der angeschlossenen Teilnetze steuern kann. In diesem Falle wird eine selbsttätige Sperrung der Sendeeinrichtun gen in den Nebenstellen vorgesehen, solange die Sendeeinrichtung der Hauptstelle in Be trieb ist.
Die Sperrung kann durch ein Spannungsrelais erfolgen, -las genau so aus- gebildet ist wie ein normales Vmpfangs- relais. Bei einer von der Hauptstelle aus eintreffenden Spannungsveränderung wird dieses Sperrelais betätigt und blockiert die Sendeeinrichtung der Nebenstelle für .die Zeit eines Umlaufes. In umgekehrter Rich tung muss das Sperrsignal entweder über Hilfsleitungen oder mittels der Starkstrom leitungen übertragen werden.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Einrichtung zur Fernsteuerung von Net zen mit einem Hauptteil und mit diesem durch Speiseleitungen verbundenen Neben teilen, dadurch gekennzeichnet, dass .sowohl in der Verbindung zwischen dem Kraftwerk und dem Hauptteil, als auch in den Speise leitungen zu den Nebenteilen Mittel zur Übertragung von Kommandos vorgesehen sind.UN TERANSPRüCHE 1. Einrichtung nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet. dass in den genann ten Leitungen angeordnete Schalter mit Mitteln zum. Erzeugen von Impulsen durch Unterbrechung der Netzspannung versehen sind. 2.Einrichtung nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass in den .genann ten Leitungen Tonfrequenzgeneratoren zur Überlagerung von Wechselstromimpulsen vorgesehen sind. ?. Einrichtung nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass eine zentrale Geberstelle vorgesehen ist.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE830555X | 1936-12-11 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| CH204360A true CH204360A (de) | 1939-04-30 |
Family
ID=6750475
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| CH204360D CH204360A (de) | 1936-12-11 | 1937-12-06 | Einrichtung zur Fernsteuerung von Netzen. |
Country Status (2)
| Country | Link |
|---|---|
| CH (1) | CH204360A (de) |
| FR (1) | FR830555A (de) |
Families Citing this family (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| ATE14055T1 (de) * | 1980-04-28 | 1985-07-15 | Paul Rouet | Verfahren und anlage zur nachrichten- und steueruebertragung auf ein versorgungsnetz fuer wechselstrom. |
-
1937
- 1937-12-06 CH CH204360D patent/CH204360A/de unknown
- 1937-12-08 FR FR830555D patent/FR830555A/fr not_active Expired
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| FR830555A (fr) | 1938-08-03 |
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