Diazopräparat. Für die Herstellung von Eisfarben wer den dem Färber zur Bereitung der Entwick lungsbäder Färbepräparate in die Hand ge geben, welche die für das Färben nötigen Alkalibindemittel bereits enthalten und ent weder Gemische mit festen Diazoniumverbin- dungen sind, welche durch einfaches Auf lösen gebrauchsfertige Färbebäder ergeben, oder durch einfaches Diazotieren die Herstel lung von Entwicklungsbädern gestatten.
Es wurde nun gefunden, dass man beson ders wertvolle Färbepräparate dieser Art er halten kann, wenn man in fester Form abge schiedene Diazoniumverbindungen von für die Eisfarbenherstellung geeigneten Basen bezw. Basen dieser Art im Gemisch mit der für die Diazotierung notwendigen Menge Ni trit, oder derartige Basen bezw. deren mine ralsauren Salze mit wasserlöslichen Chromi- salzen vermischt.
Im ersten Falle erhält man Färbepräparate, welche durch einfaches Lösen in Wasser gebrauchsfertige Färbe bäder ergeben, während die weiterhin ge nannten Färbepräparate durch Eintragen in Mineralsäuren bezw. durch einfaches Diazo- tieren Entwicklungsbäder herzustellen gestat ten.
Die auf diese Weise erhaltenen Färbe präparate zeichnen sich durch ihre Beständig keit aus, auch solche, welche neben der festen Diazoniumverbindung das in vielen Fällen besonders gut als Puffersubstanz geeignete Chromiacetat enthalten, was nicht vorauszu sehen war, da sich mit andern organischsau- ren Metallsalzen, wie zum Beispiel Alumi niumacetat, wie Versuche ergaben, keine halt baren Diazopräparate erzielen lassen.
Wasserlösliche Chromisalze, welche für Färbepräparate dieser Art verwendbar sind, sind zum Beispiel Chromisulfat, Chromi- chlorid, Chromifluorid, Chromiacetat, Chromi- formiat und dergl. Ausserdem können die Färbepräparate noch die gebräuchlichen Ein- stellungs- bezw. Verdünnungsmittel ent halten.
EMI0002.0003
<I>Beispiel <SEP> 1:</I>
<tb> 2;.e,75 <SEP> g <SEP> Chlorzinkdoppelsalz <SEP> des <SEP> diazotierten
<tb> 2-Amino-6-benzoylamino-4-methoxy 1-methylbenzols <SEP> in <SEP> Form <SEP> eines <SEP> etwa
<tb> 80%igen <SEP> Presskuchens <SEP> werden <SEP> mit
<tb> 20 <SEP> g <SEP> wasserfreiem <SEP> Natriumsulfat <SEP> und
<tb> 50 <SEP> g <SEP> Chromiacetat <SEP> zu <SEP> einem <SEP> homogenen
<tb> Pulver <SEP> vermahlen. Man erhält ein Färbepräparat, das durch ein faches Auflösen in Wasser gebrauchsfertige Entwicklungslösungen ergibt.
An Stelle von Chromiacetat kann die gleiche Menge Chromifluorid verwendet wer den.
EMI0002.0006
<I>Beispiel <SEP> 2:</I>
<tb> 49,88 <SEP> g <SEP> Chlorzinkdoppelsalz <SEP> des <SEP> diazotierten
<tb> 1 <SEP> - <SEP> Amino <SEP> - <SEP> 4 <SEP> - <SEP> benzoylamino <SEP> - <SEP> 2,5 <SEP> - <SEP> di äthoxybenzols <SEP> in <SEP> Form <SEP> eines <SEP> feuch ten <SEP> Pressl,-uchens <SEP> werden <SEP> im <SEP> Gemisch
<tb> mit
<tb> 40 <SEP> g <SEP> Chromiformiat <SEP> und
<tb> 10 <SEP> g <SEP> Natriumsulfat <SEP> im <SEP> Vakuum <SEP> entwäs sert <SEP> und <SEP> fein <SEP> vermahlen. Man erhält ein Färbepräparat, das durch ein faches Auflösen in Wasser gebrauchsfertige Entwicklungslösungen liefert.
EMI0002.0007
<I>Beispiel <SEP> 3:</I>
<tb> 30 <SEP> g <SEP> des <SEP> im <SEP> Vakuum <SEP> getrockneten <SEP> Diazo niumehlorides <SEP> aus <SEP> 4-Amino-4'-methoxy diphenylamin <SEP> werden <SEP> mit.
<tb> 65 <SEP> g <SEP> Chromiacetat <SEP> fein <SEP> vermahlen. Man erhält ein Färbepräparat, das durch ein faches Auflösen in Wasser gebrauchsfertige Entwicklungslösungen ergibt.
EMI0002.0008
<I>Beispiel <SEP> 4:</I>
<tb> 26 <SEP> g <SEP> des <SEP> im <SEP> Vakuum <SEP> getrockneten <SEP> Diazo niumchlorides <SEP> aus <SEP> 4-Aminodiphenyl amin <SEP> werden <SEP> mit
<tb> 65 <SEP> g <SEP> Chromioxalat <SEP> und
<tb> 10g <SEP> wasserfreiem <SEP> Natriumsulfat <SEP> vermahlen. Man erhält ein Färbepräparat, das durch ein faches Auflösen in Wasser eine gebrauchs fertige Entwicklungslösung liefert.
EMI0002.0009
<I>Beispiel <SEP> 5:</I>
<tb> 40 <SEP> g <SEP> des <SEP> Chlorzinkdoppelsalzes <SEP> von <SEP> tetrazo tiertem <SEP> Dianisidin <SEP> werden <SEP> im <SEP> Vakuum
<tb> getrocknet, <SEP> mit
<tb> 20 <SEP> g <SEP> wasserfreiem <SEP> Natriumsulfat <SEP> und
<tb> 40 <SEP> g <SEP> Chroxnfluorid <SEP> zusammengemischt <SEP> und
<tb> vermahlen. Man erhält ein Färbepräparat, das durch ein faches Auflösen in Wasser eine gebrauchs fertige Entwicklungslösung ergibt.
<I>Beispiel 6:</I> 18,2 g salzsaures 1-Amino-3-chlorbenzol 90 ö ig werden mit 23,8 g Chromisulfat aq. vermahlen. Man erhält ein haltbares Präpa rat, das in der üblichen Weise diazotiert und neutralisiert gebrauchsfertige Färbebäder liefert.
<I>Beispiel i:</I> 30 g des 85%igen salzsauren Salzes des 4-Chlor-2-aminodiphenyläthers werden mit 12 g Chromifluorid aq. vermischt. Man erhält ein haltbares Präparat, das in der üblichen Weise diazotiert und neutralisiert gebrauchs fertige Färbebäder liefert.
<I>Beispiel 8:</I> 28,5 g salzsaures 1 Amino-2-methoxy- benzol-5-sulfonsäurediäthylamid 90%ig wer den mit 33 g Chromalaun aq. vermahlen. Man erhält ein haltbares Präparat, das in der üblichen Weis:> diazotiert und neutralisiert gebrauchsfertige Färbebäder liefert.
In der gleichen Weise kann auch die ent sprechende Menge m-Aminoazotoluol oder 2.4-Dibrom-l-aminonaphthalin mit der oben angegebenen Menge Chromalaun aq. ver mischt werden. Auch hier erhält man ein haltbares Präparat, das in der üblichen Weise diazotiert und neutralisiert gebrauchsfertige Färbebäder liefert.
<I>Beispiel 9:</I> 16,8 g 5-Nitro-2-amino-l-methoxybenzol werden mit 8 g Natriumnitrit und 12 g Chromifluorid aq. vermischt. Man erhält ein haltbares Präparat, das sich durch Eintragen in verdünnte Salzsäure diazotieren lässt und nach dem Neutralisieren mit Natriumacetat färbefertige Entwicklungslösungen liefert.
Beispiel <I>10:</I> 31,1 g Chlorzinkdoppelsalz des diazotier- ten 1-Amino-anthrachinons werden in Form eines feuchten Presskuchens mit 10 g wasser freiem Natriumsulfat und 60 g Chromiacetat aq. vermischt. Nach dem Trocknen erhält man ein haltbares Färbepräparat, das beim Lösen in Wasser gebrauchsfertige Färbe bäder liefert.