CH208351A - Verfahren zur Herstellung eines Gemisches von racemischem Ephedrin und racemischem Pseudoephedrin. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung eines Gemisches von racemischem Ephedrin und racemischem Pseudoephedrin.

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CH208351A
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Sohn C H Boehringer
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Boehringer Sohn Ingelheim
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  Verfahren zur Herstellung eines Gemisches von     racemischem        Ephedrin     und     racemischem        Pseudoephedrin.       Gegenstand der     Erfindung    ist ein Ver  fahren zur Herstellung eines Gemisches von       racemischem        Ephedrin    und     racemischem          Pseudoephedrin,    das dadurch     gekennzeichnet     ist, dass man     d-Ephedrin    bei höherer Tem  peratur mit     Alkalialkoholat    behandelt.  



  Die     Racemisierung    des     d-Ephedrins    er  folgt zu dem Zweck der Verwertung des  therapeutisch nicht     verwendbaren        d-Ephe-          drins,    das bei der     Gewinnung    von     1-Ephe-          drin,        aus,der    synthetisch erhaltenen     Racem.-          verbindung    anfällt. Aus dem erfindungs  gemäss erhältlichen     Racemgemisch    kann wie  der     1-Ephedrin    durch     Spaltung    gewonnen  werden.  



  Es sind in der Literatur zahlreiche Ver  suche erwähnt, um optisch aktives     Ephedrin     zu     racemisieren.    So versuchte     Schmidt    (ver  gleiche Archiv der Pharmazie 244, S. 239 bis  240)     1-Ephedrin    durch Erhitzen mit der  zehnfachen Menge Salzsäure zu inaktivie  ren. Er erhielt dabei jedoch rechtsdrehendes         Pseudo-Ephedrin        (d-ps-Ephedrin).    Dieser  Befund wurde von     Emde    in der Zeitschrift  Archiv der Pharmazie 244, S. 244,     bestätigt.     Weitere     Racemisierungsversuche    beschreibt  Schmidt im Archiv der Pharmazie 250,  S. 154 ff.

   Bei der Einwirkung von     Baryt    bei       Temperaturen        bis,    210' fand nur eine Zer  setzung, dagegen keine     Inaktivierung    von       1-Ephedrin    statt. Dagegen wurde angege  ben, dass     d-ps-Ephedrin    bei der     Einwirkung     von     Baryt        1-Ephedrin    geben soll.     Allerdings     konnte diese Angabe von     Spaeth    und     Göh-          ring    (Monatshefte für Chemie, 41, 319 f.)  nicht bestätigt werden.  



       Weiterhin.    hat sich gezeigt, dass     1-Ephe-          drin    durch alkoholische Kalilauge nicht ver  ändert wird. Durch Behandlung     mit    ver  dünnter     Schwefelsäure    wurde es in     d-ps-          Ephedrin    übergeführt.

       1-Ephedrin    und     d-ps-          Ephedrin    ergaben mit     Essigsäureanhydrid     behandelt     d-ps-Acetylephedrin.    Durch Be  handlung mit salpetriger- Säure erhält man      aus     1-Ephedrin        d-ps-Ephedrin.    Bei keinem  der     vorstehend        erwähnten    Versuche konnte       Inaktivierung    beobachtet. werden.  



  Schliesslich sei noch auf die Versuche von       Späth,    optisch aktives     Ephedrin        bezw.        ps-          Ephedrin    zu     racemisieren,    in den Berichten  der Deutschen Chemischen Gesellschaft 58,  S. 197 und S. 1268 hingewiesen, die eben  falls erfolglos verliefen.  



  Die für die     Racemisierung    nach dem  Verfahren der Erfindung geeigneten Alkali  alkoholate können sowohl Natrium- als auch       Kaliumverbindungen    sein. Als Alkohole       kommen        Methyl-,    Äthyl-,     Propyl-,        Butyl-,          Amyl-    und auch aromatische Alkohole, bei  spielsweise     Benzylalkohol,    und ferner     cyklo-          aliphatische    Alkohole, wie z. B.     Cyklohega-          nol,    in Betracht.

   Um nach erfolgter Um  setzung ohne Schwierigkeiten den über  schüssigen Alkohol     abdestillieren    zu können,  werden     zweckmässigerweise        Alkoholate    sol  cher Alkohole verwendet, deren Siedepunkt  nicht allzu hoch und     vorzugsweise    bei 15 mm       Hg-Druek    unterhalb 167-168   C liegt.

   In  diesem Fall ist das     Abdestillieren    des Alko  hols ohne     Ephedrinverlust    möglich, da     Ephe-          drin    bei 15 mm     HK-Druck        erst    bei 167     bis     <B>168'</B>     siedet.    Selbstverständlich können auch  Mischungen von     Alkalialkoholaten    von ver  schiedenen Alkoholen     Verwendung    finden.  



  Die für die     Racemisierung    verwendete       Alkalialkoholatmenge    kann sehr gering sein.  Sie beeinflusst die     Umlagerungstemperatur     und die     Umlagerungszeit.    Die benötigten  Mengen     Alkalialkoholat    können von     1/,o    bis  2     Mol        variieren.    Je mehr     Alkalialkoholat          verwendet    wird und je höher die Tempera  tur ist, desto schneller geht die Umlagerung  vor sieh, desto grösser ist aber auch die Ge  fahr von     Verlusten    durch Zersetzung des  Ausgangsmaterials.  



  Die Durchführung der     Racemisierung     kann im     Sehmelzfluss,    d. h. ohne Zusatz von  Lösungsmittel, erfolgen. Vorteilhafter ist je  doch die Durchführung der     Raeemisierung    in  Lösung, da diese Arbeitsweise eine     bessere          Regulierung    der     Reaktion    erlaubt. Als Lö  sungsmittel kommen vor allem indifferente         Kohlenwasserstoffe        in    Betracht, und zwar  vorzugsweise solche, die einen genügend  hohen, beispielsweise über 140' gelegenen  Siedepunkt aufweisen.

   Als derartige     Kohlen-          wasserstoffe    seien beispielsweise erwähnt       Dekahydronaphthalin,        Tetrahydronaphtha-          lin,    Naphthalin,     Cymol,    hochsiedende Ben  zol- und     Benzin-Kohlenwasserstoffe        etc.    Als  Lösungsmittel bei der     Racemisierung    sind  aber auch hoch siedende Alkohole, wie z. B.       Benzylalkohol        etc.    geeignet.  



  Die Temperaturgrenzen, innerhalb derer  die     Umlagerung    durchgeführt werden kann,  liegen etwa bei 135 bis 210'. Als am gün  stigsten haben sich Temperaturen von 170  bis<B>190'</B> erwiesen.         Beispiele:     1. 1 g Natrium     wird    in 20 cm' Methanol  gelöst und die Lösung mit 500     em@        Deka-          hydronaphthalin        (Dekalin)    und 60 g     d-          Ephedrin    versetzt.

   Anschliessend destilliert  man 120 cm'     Dekalin    bei gewöhnlichem  Druck ab und kocht den Kolbeninhalt vier  Stunden     bei    einer Innentemperatur von zirka  195  . Dann wird abgekühlt und die Basen  werden mit verdünnter Schwefelsäure aus  der     Dekalinlösung    ausgeschüttelt.

   Die     Schwe-          felsäurelösung    wird stark alkalisch gemacht  und die     ausfallenden,        racemischen    Basen mit  Äther     aufgenommen.    Wird der Ätherrück  stand mit Salzsäure neutral gelöst und mit       Kaliumogalatlösung    versetzt, so     kristallisiert     das     Ozalat    des     d-1-Ephedrins    aus. Aus der  Mutterlauge fällt mit Kalilauge 42% d-1  Ephedrin aus. Der Rest ist     d-1-ps-Ephedrin     in einer Ausbeute von<B>53%.</B>  



  2. 1 g Natrium wird in 20 cm' Methanol  gelöst und die Lösung mit 30 g     d-Ephedrin     versetzt. Dann wird der Methylalkohol ab  destilliert und die klare Schmelze zwei Stun  den auf<B>190'</B> erhitzt. Löst man die Schmelze  in Salzsäure neutral auf und trennt man, wie  in Beispiel 1 über das     Ozalat,    so erhält man       d-l-Ephedrin    in einer Ausbeute von 45%,       d-1-ps-Ephedrin    in einer     Ausbeute    von 49 %.  



  3. 40 g     metallisches    Natrium wurden in  1800 cm'     Amylalkohol    gelöst. Anschliessend      ,wurden 1000     cm3        Amylalkohol        abdestilliert.     Zur konzentrierten     Natrium-amylatlösung     wurden     nun.    80 g     d-Ephedrinbase    hinzugege  ben und das Ganze 42 Stunden gekocht.  Nach dem Abkühlen wurden die entstan  denen Basen mit Schwefelsäure ausgeschüt  telt.

   Isoliert man aus der schwefelsauren  Lösung die Basen durch Fällen mit Natron  lauge und Ausschütteln mit Äther und trennt  die so erhaltenen Basen wie in Beispiel 1  über das     Ogalat,    so erhält man 59 g d-1  Ephedrin-Ogalat und 15 g     d-1-ps-Ephedrin-          ba,se.  

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung eines Ge misches von racemischem Ephedrin und race- mischem Pseudoephedrin, dadurch gekenn zeichnet, dass man d-Ephedrin bei höherer Temperatur mit Alkalialkoholat behandelt. <B>UNTERANSPRÜCHE:</B> 1. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass ein Alkalialkoholat eines solchen Alkohols verwendet wird, der bei 15 mm Hg-Druck unterhalb 167-168' C siedet. 2.
    Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Racemisierung im Schmelzfluss durchgeführt wird. 3. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Racemisierung in Lösung durchgeführt wird. 4. Verfahren nach Patentanspruch und Un teranspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass als Lösungsmittel indifferente Kohlen wasserstoffe verwendet werden. 5. Verfahren nach Patentanspruch und Un teranspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass als Lösungsmittel ein hochsiedender Alkohol verwendet wird. 6.
    Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass auf 1 Mol Ausgangs stoff Mengen von '/,o bis 2 Mol Alkali- alkoholat verwendet werden. 7. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Racemisierung bei Temperaturen von 135-210' durchge führt wird. B.
    Verfahren nach Patentanspruch und Un teranspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Racemisierung bei Temperaturen von 170-190 durchgeführt wird.
CH208351D 1937-02-12 1937-10-25 Verfahren zur Herstellung eines Gemisches von racemischem Ephedrin und racemischem Pseudoephedrin. CH208351A (de)

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