CH208688A - Verfahren zur Herstellung einer organischen Quecksilberverbindung. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung einer organischen Quecksilberverbindung.

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CH208688A
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Fabriken Fahlberg-Li Chemische
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Fahlberg List Aktiengesellscha
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07FACYCLIC, CARBOCYCLIC OR HETEROCYCLIC COMPOUNDS CONTAINING ELEMENTS OTHER THAN CARBON, HYDROGEN, HALOGEN, OXYGEN, NITROGEN, SULFUR, SELENIUM OR TELLURIUM
    • C07F3/00Compounds containing elements of Groups 2 or 12 of the Periodic Table
    • C07F3/10Mercury compounds
    • C07F3/12Aromatic substances containing mercury

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  • Acyclic And Carbocyclic Compounds In Medicinal Compositions (AREA)

Description


  Verfahren zur Herstellung einer organischen     Quecksilberverbindung.       Es ist bekannt, dass man aromatische       Organokomplexquecksilberverbindungen    vom  Typ     R.Hg.OH,    worin R einen aromatischen  Rest wie     Phenyl,        Tolyl    usw. darstellt, mit  Phenol und seinen Homologen     umsetzen    kann.  Diese Umsetzung ist der Reaktionsfähigkeit  der an das Quecksilber gebundenen     Hydroxyl-          gruppe    zu verdanken.

   Bringt man dagegen  an Stelle des     Hydroxyds    eines     mercurierten     aromatischen Kohlenwasserstoffes solche mer-         curierte    aromatische     Kohlenwasserstoüe,    wel  che am Quecksilber anstatt der     Hydroxyl-          gruppe    den Rest einer schwachen     Säure,    wie  Essigsäure und ähnliche tragen, also zum  Beispiel     Phenylquecksilberacetat    mit     Pheno    1  oder seinen Homologen zur Reaktion, so er  folgt keine Umsetzung.  



  Es wurde nun gefunden, dass     Phenyläthyl-          resorcin    von der Formel  
EMI0001.0020     
         das    also ein     1-Phenyläthyl-2.4.        dioxybenzol     ist, bei dem die     Phenyläthylgruppe    sich in  der     o-Stellung    zu der einen OH-Gruppe und  in     p-Stellung    zu der andern OH-Gruppe be  findet, dieser Gesetzmässigkeit nicht folgt.

      Das     Phenyläthylresorein    tritt so in Reaktion  mit     Phenylquecksilberacetat,    dass eine     Hydro-          xylgruppe        freibleibt.     



  Es findet somit bei diesem zweiwertigen  Phenol eine selektive Umsetzung der Hydro-           xylgruppe    mit dem     Phenylquecksilberacetat     statt, die nicht vorauszusehen war.  



  Gegenstand der Erfindung ist nun ein  Verfahren zur Herstellung einer organischen       Monoquecksilberverbindung        rnit    dem Kenn  zeichen, dass man     Plrerrylätlrylresor-ein    der  Formel  
EMI0002.0006     
         rnit        Pheny        lquecksilheracetat        umsetzt,    wobei  eine     Hydroxylgruppe    des     Pherrylätliylresorcirrs     an der Reaktion nicht teilnimmt.  



  Für die Umsetzung des     Plrenyläthylre-          sorcins    nach der Erfindung wählt man zweck  mässig ein     molares    Verhältnis von     Plrerryl-          äthylresorcin    zu     Phenylquecksilberacetat    wie  1 : 1. Jedoch entsteht auch dann, wenn dieses  Verhältnis nicht eingehalten wird, stets die  gleiche Quecksilberverbindung.  



  Die auf diese Weise hergestellte Queck  silberverbindung zeichnet sich gegenüber     den     bekannten     Reaktionsprodukten    aus Phenol  und dem     Hydroxy    d eines     mercurierten    aro  matischen     Kohlenwasserstoffes    durch ihre  Löslichkeit in verdünnten     wässerigen    Alkalien  aus, deren     pH- 'ert    über dein von Soda  liegt.

   Aus den wässerigen     Lösungen    der Al  kalisalze dieser Verbindung, die beim Lösen  dieser Verbindung     zum    Beispiel in verdünnter  Natronlauge entstehen, lässt sich die freie  Verbindung durch Säuren, wie Kohlensäure,  ja selbst durch verdünnte Schwefelsäure     un-          zersetzt    ausfällen.  



  Die Beständigkeit dieser Verbindung gegen  heisses Wasser und     gegenüber    verdünnten  Säuren, wie Essigsäure oder Schwefelsäure, ist  eine wertvolle Eigenschaft für die praktische  Anwendung der Verbindung nach der Er  findung.  



  Die nach dem vorliegenden Verfahren  hergestellte Verbindung kann als Desinfek-         tionsmittel,    Konservierungsmittel und Saat  gutbeize zur Anwendung gelangen.  



       Beispiel:     33,6     g        Plrerrylq(iecksilberacetat    werden in       7:)0        eins    heissem Äthylalkohol gelöst. Die  Lösung wird auf zirka 400 abgekühlt und  mit einer Lösung von 21,4     g        Pherryläthyl-          resorcin    der Formel  
EMI0002.0040     
    in 100 cm' Äthylalkohol versetzt. Nach Zu  gabe von Wasser fällt die     Phenyläthylresoroin-          nrono-quecksilberphenylverbindung    aus. Der  analytisch ermittelte Quecksilberwert ent  spricht der Theorie.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung einer organi schen Monoquecksilberverbindung, dadurch gekennzeichnet. dass man Phenyläthylresorcin der Formel EMI0002.0045 mit Phenylquecksilberacetat umsetzt, wobei eine Hydroxylgruppe des Phenyläthylresorcins an der Reaktion nicht teilnimmt. Das neue Produkt ist löslich in wässerigen Alkalien, deren pH-Wert über demjenigen von Soda liegt, und kann mit Kohlensäure und stark verdünnter Schwefelsäure aus der alkalischen Lösung unzersetzt wieder ausgefällt werden.
CH208688D 1937-09-17 1938-09-07 Verfahren zur Herstellung einer organischen Quecksilberverbindung. CH208688A (de)

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