CH208689A - Verfahren zur Herstellung einer organischen Quecksilberverbindung. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung einer organischen Quecksilberverbindung.

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CH208689A
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Fabriken Fahlberg-Li Chemische
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Fahlberg List Aktiengesellscha
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07FACYCLIC, CARBOCYCLIC OR HETEROCYCLIC COMPOUNDS CONTAINING ELEMENTS OTHER THAN CARBON, HYDROGEN, HALOGEN, OXYGEN, NITROGEN, SULFUR, SELENIUM OR TELLURIUM
    • C07F3/00Compounds containing elements of Groups 2 or 12 of the Periodic Table
    • C07F3/10Mercury compounds
    • C07F3/12Aromatic substances containing mercury

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
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Description


  Verfahren zur Herstellung einer organischen     quecksilberverbindung.       Es     ist    bekannt, dass man     aromatische          Organokomplexquecksilberverbin:dungen    vom  Typ R .     Hg    .

   OH, worin R einen aroma  tischen Rest wie     Phenyl,        Tolyl    usw. dar  stellt, mit Phenol und seinen Homologen um  setzen kann.     Diese    Umsetzung ist :der     Reak-          tionsfähigkeit,der    an     ,das        Quecksilber    gebun  denen     Hydroxylgruppe    zu verdanken.     Brinb     man :dagegen an Stelle     :

  des        Hydroxyds    eines       mercurierten        aromatischen        Kohlenwasserstof-          fes    solche     mereurierte    aromatische     Kohlen-          wassenstoffe,    welche am Quecksilber     anstatt     der     Hydroxylgruppe    den     Rest    einer schwa  chen Säure, wie Essigsäure und ähnliche  tragen, also z. B.     Phenylquecksilberacetat,     mit     Phenol    oder seinen Homologen zur Reak  tion, so erfolgt keine     Umsetzung.     



  Es wurde nun gefunden, dass dieser Ge  setzmässigkeit     Pyrogallol,        eindreiwertiges          Phenol,    bei .dem sich die     Hydroxylgruppen     in 1. 2.     -:Stellung    befinden, nicht     folgt.    Das         Pyrogallol    tritt :so in     Reaktion    mit     Phenyl-          quecksilberacetat,        -dass    eine     Hydroxylgruppe          freibleibt.     



  Es findet somit bei diesem drei  wertigen Phenol eine     selektive    Umsetzung  :der     Hydroxylgruppen    mit dem     Phenylqueck-          silberacetat    statt, die     nicht    vorauszusehen  war.  



  Gegenstand der     Erfindung        ist        nun    ein  Verfahren zur     Herstellung        einer        organischen          Monoquecksilberverbindung    mit :dem     Kenn-          zeichen,        dass    man     Pyrogallol    mit     Phe-          nylquecksilberacetat    umsetzt, wobei     eine          Hydroxyl.gruppe    des     Pyrogallols    an der  Reaktion nicht     teilnimmt.     



  Für     :die        Umsetzung    des     Pyrogallols    nach  :der Erfindung     wählt-    man     zweckmässig    ein       molares        Verhältnis    von     Pyrogadlol    zu     Phe-          nylquecksilberacetat    wie 1 :2.

   Jedoch ent  steht auch     :dann,        wenn        .dieses    Verhältnis  nicht eingehalten wird,     stets        :die    gleiche       Quecksilberverbindung.         Die auf diese Weise     hergestellte        Queck-          silberverbindung    zeichnet sich     gegenüber    den       bekannten        Reaktionsprodukten    aus Phenol  und dem     Hydroxyd    eines     mercurierten    aro  matischen Kohlenwasserstoffes durch ihre  Löslichkeit in verdünnten wässerigen Alka  lien aus,

   deren     pH-Wert    über dem von Soda  liegt. Aus den     wässerigen    Lösungen der       Alkalisalze    dieser Verbindung, die beim  Lösen dieser Verbindung zum     Beispiel    in       verdünnter    Natronlauge     entstehen,    lässt sich  die freie Verbindung durch Säuren,     wie     Kohlensäure, ja selbst durch     verdünnte     Schwefelsäure     unzensetzt    ausfällen.  



  Die     Beständigkeit    dieser     Verbindung     gegen heisses Wasser und gegenüber ver  dünnten Säuren, wie     Essigsäure    oder     Sehwe-          felsäure,    ist eine wertvolle Eigenschaft für  die     praktische    Anwendung der Verbindung  nach der Erfindung.  



  Die nach dem vorliegenden Verfahren  hergestellte Verbindung kann als     Desinfek-          tionsmittel,        Konservierungsmittel    und Saat  gutbeize zur Anwendung gelangen.         Beispiel:     1,1 g     Phenylquecksilberaoetat    werden in  150 cm' heissem Äthylalkohol gelöst und  nach Abkühlen auf etwa<B>-35'</B> mit einer       äthylalkoholischen    Lösung von 2,1g     Pyro-          gallol        versetzt.    Auf Zugabe von Wasser fällt  die     Phenylqueeksilberpyrogallolverbindung     aus, welche .gewaschen und     .getrocknet    wird.

    Der analytisch     ermittelte        Quecksilberwert          entspricht    einer     Pyrogallol-di-Quecksilber-          verbindung.  

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCFI Verfahren zur Herstellung einer orga nischen Monoquecksilberverbindung, dadureh gekennzeichnet, dass man Pyrogallol mit Phenylquecksilbera,oetat umsetzt, wobei eine Hydroxylgruppe des Pyrogallols an der Reaktion nicht teilnimmt. Das neue Produkt ist löslich in wässerigen Alkalien, deren pH-Wert über demjenigen von .Soda liegt,
    und kann mit Kohlensäure und stark ver dünnter Schwefelsäure aus der alkalischen Lösung unzersetzt wieder ausgefällt werden.
CH208689D 1937-09-17 1938-09-07 Verfahren zur Herstellung einer organischen Quecksilberverbindung. CH208689A (de)

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