CH208475A - Verfahren zur Herstellung einer organischen Quecksilberverbindung. - Google Patents
Verfahren zur Herstellung einer organischen Quecksilberverbindung.Info
- Publication number
- CH208475A CH208475A CH208475DA CH208475A CH 208475 A CH208475 A CH 208475A CH 208475D A CH208475D A CH 208475DA CH 208475 A CH208475 A CH 208475A
- Authority
- CH
- Switzerland
- Prior art keywords
- mercury
- production
- pyrocatechol
- compound
- mercury compound
- Prior art date
Links
Classifications
-
- C—CHEMISTRY; METALLURGY
- C07—ORGANIC CHEMISTRY
- C07F—ACYCLIC, CARBOCYCLIC OR HETEROCYCLIC COMPOUNDS CONTAINING ELEMENTS OTHER THAN CARBON, HYDROGEN, HALOGEN, OXYGEN, NITROGEN, SULFUR, SELENIUM OR TELLURIUM
- C07F3/00—Compounds containing elements of Groups 2 or 12 of the Periodic Table
- C07F3/10—Mercury compounds
- C07F3/12—Aromatic substances containing mercury
Landscapes
- Chemical & Material Sciences (AREA)
- Organic Chemistry (AREA)
- Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)
Description
Verfahren zur Herstellung einer organischen Quecksilberverbindung. Es ist bekannt, dass man aromatische Organokomplexquecksilberverbindungen vom Typ PL Hg. OH, worin R einen aromatischen Rest wie Phenyl, Tolyl usw. darstellt, mit Phenol und seinen Homologen umsetzen kann.
Diese Umsetzung ist der Reaktions fähigkeit der an das Quecksilber gebundenen Hydroxylgruppe zu verdanken. Bringt man dagegen an Stelle des Hydroxydes eines mer- curierten aromatischen Kohlenwasserstoffes solche mercurierte aromatische Kohlenwasser stoffe, welche am Quecksilber anstatt der Hydroxylgruppe den Rest einer schwachen Säure, wie Essigsäure und ähnliche tragen, also z. B. Phenylquecksilberacetat mit Phenol oder seinen Homologen zur Reaktion, so erfolgt keine Umsetzung.
Es wurde nun gefunden, dass dieser Ge setzmässigkeit Brenzkatechin, ein zweiwerti- ges Phenol, bei dem sich die OH-Gruppen in o-Stellung befinden, nicht folgt. Das Brenz- ha:techin tritt so in Reaktion mit Phenyl- quecksilberacetat, dass eine Hydroxylgruppe f reibleibt.
Es findet somit bei diesem zweiwertigen Phenol eine selektive Umsetzung der Hydro- xylgruppe mit dem Phenylquecksilberacetat statt, die nicht vorauszusehen war.
Gegenstand der Erfindung ist nun ein Verfahren zur Herstellung einer organischen Monoquecksilberverbindung, mit dem Kenn zeichen, dass man Brenzkatechin mit Phenyl- quecksilberacetat umsetzt, wobei eine Hy- drogylgruppe des Brenzkatechins an der Re aktion nicht teilnimmt.
Für die Umsetzung des Brenzkatechins nach der Erfindung wählt man zweckmässig ein molares Verhältnis von Brenzkatechin zu Phenylquecksilberacetat wie 1:1. Jedoch entsteht auch dann, wenn dieses Verhältnis nicht eingehalten wird, stets die gleiche Quecksilberverbindung.
Die auf diese Weise hergestellte Queck silberverbindung zeichnet sich gegenüber den bekannten Reaktionsprodukten aus Phenol und dem Hydroxyd eines mercurierten aro matischen Kohlenwasserstoffes durch ihre Löslichkeit in verdünnten wässerigen Alka- lien aus, deren pH-Wert über dem von Soda liegt. Aus den wässerigen Lösungen der Al kalisalze dieser Verbindung, die beim Lö sen dieser Verbindung, z. B. in verdünnter Natronlauge, entstehen, lässt sich die freie Verbindung durch Säuren, wie Kohlensäure, ja selbst durch verdünnte Schwefelsäure un- zersetzt ausfällen.
Die Beständigkeit dieser Verbindung ge gen heisses Wasser und gegenüber verdünnten Säuren, wie Essigsäure oder Schwefelsäure, ist eine wertvolle Eigenschaft für die prak tische Anwendung der Verbindung nach der Erfindung.
Die nach dem vorliegenden Verfahren hergestellte Verbindung kann als Desinfek tionsmittel, Konservierungsmittel und Saat gutbeize zur Anwendung gelangen.
Beispiel <I>1:</I> 33,6g Phenylquecksilberaeetat werden in 2,4 Liter heissem Wasser gelöst. Die Lösung wird auf<B>50'</B> abgekühlt und mit einer Lö sung von 11 g Brenzkatechin und 60 cm' Wasser versetzt. Das ausfallende Phenyl- quecksilberbrenzkatechin wird abgesaugt, ge waschen und getrocknet. Der analytisch er- mittelte Quecksilberwert entspricht dem theoretischen Quecksilberwert der Brenzkate- chin-mono-Quecksilberverbindung.
<I>Beispiel 2:</I> 33,6 g Phenylquecksilberacetat werden in 750 cm' heissem Athylalkohol gelöst. Die Lösung wird auf 35 bis 40' abgekühlt und mit einer Lösung von 11 g Brenzkateehin in 25 cm' Äthylalkohol versetzt. Nach Zugabe von Wasser fällt das Phenylquecksilber- brenzkatechin aus, das gewaschen und ge trocknet wird. Analytisch ermittelter Queck silberwert wie bei Beispiel 1.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung einer organi schen Monpquecksilberverbindung, dadurch gekennzeichnet, dass man Brenzkatechin mit Phenylquecksilberacetat umsetzt, wobei eine Hydroxylgruppe des Brenzkatechins an der Reaktion nicht teilnimmt. Das neue Produkt ist löslich in wässerigen Alkalien, deren pH- Wert über demjenigen von Soda liegt, und kann mit Kohlensäure und stark verdünnter Schwefelsäure aus der alkalischen Lösung unzersetzt wieder ausgefällt werden.
Applications Claiming Priority (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE208475X | 1937-09-17 | ||
| CH200062T | 1938-09-07 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| CH208475A true CH208475A (de) | 1940-01-31 |
Family
ID=25723408
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| CH208475D CH208475A (de) | 1937-09-17 | 1938-09-07 | Verfahren zur Herstellung einer organischen Quecksilberverbindung. |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| CH (1) | CH208475A (de) |
-
1938
- 1938-09-07 CH CH208475D patent/CH208475A/de unknown
Similar Documents
| Publication | Publication Date | Title |
|---|---|---|
| CH208475A (de) | Verfahren zur Herstellung einer organischen Quecksilberverbindung. | |
| CH208688A (de) | Verfahren zur Herstellung einer organischen Quecksilberverbindung. | |
| CH208689A (de) | Verfahren zur Herstellung einer organischen Quecksilberverbindung. | |
| DE726545C (de) | Verfahren zur Gewinnung von Kali aus sehr verduennten Loesungen, z. B. Meerwasser | |
| AT112126B (de) | Verfahren zur Darstellung von Derivaten cyclischer Aminometallmercaptoverbindungen. | |
| AT159696B (de) | Verfahren zur Herstellung von organischen Quecksilberverbindungen. | |
| AT135343B (de) | Verfahren zur Darstellung von wasserlöslichen Metallkomplexverbindungen. | |
| DE697187C (de) | Verfahren zur Herstellung von komplexen Thorium X-Verbindungen | |
| CH204698A (de) | Verfahren zur Herstellung einer organischen Quecksilberverbindung. | |
| DE414797C (de) | Verfahren zur Darstellung in Wasser leicht loeslicher Verbindungen der 4-Amino-2-argentomercaptobenzol-1-carbonsaeure und ihrer Alkalisalze | |
| DE442039C (de) | Verfahren zur Herstellung von Alkali-Erdalkalidoppelsalzen aromatischer Halogensulfonamide | |
| DE586973C (de) | Verfahren zur Darstellung von N-Sulfoaethylverbindungen von Arylaminsulfonsaeuren | |
| DE732781C (de) | Verfahren zur Herstellung von organischen Quecksilberverbindungen | |
| AT204021B (de) | Verfahren zur Herstellung organischer Sulfide | |
| CH200062A (de) | Verfahren zur Herstellung einer organischen Quecksilberverbindung. | |
| DE952802C (de) | Verfahren zur Herstellung von Vinylverbindungen | |
| DE568943C (de) | Verfahren zur Darstellung von unsymmetrischen Arsenoverbindungen | |
| AT117492B (de) | Verfahren zur Darstellung von w-Aminoalkylaminonaphthalincarbonsäuren. | |
| CH204697A (de) | Verfahren zur Herstellung einer organischen Quecksilberverbindung. | |
| GB510063A (en) | Manufacture of organic mercury compounds | |
| CH265758A (de) | Verfahren zur Herstellung einer neuen Quecksilberverbindung. | |
| CH125394A (de) | Verfahren zur Herstellung einer löslichen Vanadinverbindung. | |
| CH104336A (de) | Verfahren zur Darstellung der phosphorhaltigen Grundsubstanz des Milchkaseins in chemisch reiner Form. | |
| CH212358A (de) | Verfahren zur Darstellung einer wasserlöslichen Sulfonsäureamidverbindung. | |
| CH158704A (de) | Verfahren zur Herstellung eines neutrallöslichen Komplexsalzes des dreiwertigen Antimons. |