CH212063A - Verfahren zur Darstellung von Tropasäuredimethylamid. - Google Patents

Verfahren zur Darstellung von Tropasäuredimethylamid.

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CH212063A
CH212063A CH212063DA CH212063A CH 212063 A CH212063 A CH 212063A CH 212063D A CH212063D A CH 212063DA CH 212063 A CH212063 A CH 212063A
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CH
Switzerland
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sep
acid dimethylamide
preparation
tropic acid
tropic
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English (en)
Inventor
F Hoffmann- Aktiengesellschaft
Original Assignee
Hoffmann La Roche
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07CACYCLIC OR CARBOCYCLIC COMPOUNDS
    • C07C233/00Carboxylic acid amides

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Steroid Compounds (AREA)

Description


  Verfahren zur Darstellung von     Tropasäuredimethylamid.       In den letzten Jahren ist das Bedürfnis  nach einem kräftig wirkenden     Cholereticum     immer fühlbarer geworden, da es sich .ge  zeigt hat, dass durch die gesteigerte Sekre  tion von Galle Krankheiten der Leber und  der Gallengänge günstig beeinflusst werden  können. Bereits sind auch eine grössere Zahl  von gallentreibenden Präparaten in den Han  del gekommen. Die bekannteren davon ent  halten als wirksame Bestandteile     Gallensäure-          abkömmlinge,        Podophyllin,    sowie Pflanzen  extrakte (z. B. Rettichextrakt). Weiter wur  den schon Extrakte aus Leber und Gallen  blasen als     Choleretica    verwendet.  



  Als Verbindungen mit einer starken     gallen-          sekretionssteigernden    Wirkung haben sich nun  auch die neutralen     N-substituierten    Abkömm  linge des     Tropasäureamids    erwiesen.

   Zur Her  stellung der neutralen     N-substituierten    Ab  kömmlinge des     Tropasäureamids    lässt man  zum Beispiel auf     0-Acetyltropasäurechlorid          aliphatische    und aromatische primäre und    sekundäre Amine,     Piperidin    und seine     C-Sub-          stitutionsabkömmlinge,        Aralkylamine,        Cyclo-          alkylamine,    einwirken. Zweckmässig werden  die zu benützenden Amine in wässeriger Lö  sung oder in einem organischen Lösungs  mittel gelöst angewendet.

   Aus den erhaltenen,  in der     Amidogruppe    substituierten     0-Acetyl-          tropasäureamiden    wird die     Acetylgruppe     zweckmässig durch Behandlung mit Alkalien  oder Säuren abgespalten.  



  Gegenstand des vorliegenden Patentes ist  ein Verfahren zur Darstellung von     Tropa-          säuredimethylamid,    welches dadurch gekenn  zeichnet ist, dass man     Dimethylamin    auf     O-          Acetyltropasäurechlorid    einwirken lässt und  aus dem entstandenen     0-Acetyltropasäure-          dimethylamid    die     Acetylgruppe    mit einem       Verseifungsmittel,    z. B. Säuren oder Alkalien,  abspaltet.  



  Das bisher unbekannte     Tropasäuredimethyl-          amid    schmilzt bei 96  . Es löst sich in den  meisten organischen Lösungsmitteln, in Was-      ser ist es schwerlöslich. Entsprechend seiner       gallensekretionssteigernden    Wirkung soll es  als Arzneimittel Verwendung finden.  



  Die Prüfung auf     gallensekretionssteigernde     Wirkung kann nach dem Verfahren von Grabe  (Archiv für experimentelle Pathologie und       Pharmakologie    176     [1934]    S. 673) erfolgen.  Nach dieser Methode bestimmt man zuerst  während 2 Stunden die Gallenabsonderung  an der narkotisierten Ratte, gibt dann das    zu untersuchende Präparat mit der Schlund  Sonde und beobachtet die darauffolgende Ver  änderung der Gallensekretion.  



  Der Vergleich von     Tropasäure-dimethyl-          amid    mit     Desoxycholsäure,    deren     choleretische     Wirkung im Schrifttum beschrieben ist (Bio  chemische Zeitschrift 130     [1922]    S. 556; Zeit  schrift für die gesamte experimentelle Medizin  30     [1922]    S. 423) zeigt     eindrücklich    die Über  legenheit der neuen Verbindungsklasse.

    
EMI0002.0012     
  
    Versuch <SEP> Dosis <SEP> Tropfen <SEP> Galle <SEP> pro <SEP> Stunde <SEP> Veränderung
<tb>  Präparat <SEP> Nr. <SEP> rnä/kri <SEP> vor <SEP> nach <SEP> ";o <SEP> des <SEP> Anfangs  Applikation <SEP> des <SEP> Präparates <SEP> wertes
<tb>  Tropasäure  dimethylamid <SEP> 1 <SEP> 50 <SEP> 8 <SEP> 13 <SEP> -@- <SEP> 62,

  5
<tb>  2 <SEP> 50 <SEP> 12 <SEP> 15 <SEP> -@- <SEP> 25
<tb>  3 <SEP> 50 <SEP> 12 <SEP> 16 <SEP> -@ <SEP> 33
<tb>  4 <SEP> 50 <SEP> 17 <SEP> 22 <SEP> --@ <SEP> 30
<tb>  5 <SEP> 50 <SEP> 18 <SEP> 27 <SEP> + <SEP> 50
<tb>  6 <SEP> 50 <SEP> 18 <SEP> 32 <SEP> + <SEP> 78
<tb>  7 <SEP> 50 <SEP> 14 <SEP> 26 <SEP> -f- <SEP> 86
<tb>  8 <SEP> 50 <SEP> 16 <SEP> 42 <SEP> + <SEP> 163
<tb>  9 <SEP> 25 <SEP> 10 <SEP> 18 <SEP> + <SEP> 80
<tb>  10 <SEP> 25 <SEP> 18 <SEP> 23 <SEP> -\- <SEP> 28
<tb>  11 <SEP> 25 <SEP> 13 <SEP> 9 <SEP> - <SEP> 31
<tb>  12 <SEP> 25 <SEP> 16 <SEP> 23 <SEP> -i- <SEP> 44
<tb>  Desoxycholsäure <SEP> 13 <SEP> 50 <SEP> 15 <SEP> 12 <SEP> - <SEP> 20
<tb>  14 <SEP> 50 <SEP> 15 <SEP> 12 <SEP> - <SEP> 20
<tb>  15 <SEP> 50 <SEP> 9 <SEP> 11 <SEP> .-\- <SEP> 22
<tb>  16 <SEP> 50 <SEP> 15 <SEP> 19 <SEP> -(- <SEP> 27
<tb>  17 <SEP> 25 <SEP> 9 <SEP> 8 <SEP> - <SEP> 11
<tb>  18 <SEP> 

  25 <SEP> 9 <SEP> 10 <SEP> + <SEP> 11
<tb>  19 <SEP> 25 <SEP> 11 <SEP> 6 <SEP> - <SEP> 45
<tb>  20 <SEP> 25 <SEP> 19 <SEP> 14 <SEP> - <SEP> 26       <I>Beispiel:</I>    45 Teile     0-Acetyltropasäurechlorid    wer  den unter Rühren und Eiskühlung zu 55 Teilen  wässeriger     Dimethylaminlösung    (32     e/oig)    zu  getropft. Durch Extraktion mit Benzol erhält  man 44 Teile     0-Acetyltropasäuredimethyl-          amid    vom Schmelzpunkt 68 0. Durch Erwärmen  mit 12      ,loiger    Natronlauge wird die Acetyl-         gruppe    abgespalten.

   Man erhält 30 Teile     Tropa-          säuredimethylamid    vom Schmelzpunkt<B>960.</B>

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Darstellung von Tropa- säuredimethylamid, dadurch gekennzeichnet, dass man Dimethylamin auf 0-Acetyltropa- säurechlorid einwirken lässt und aus dem ent standenen 0-Acetyltropasäuredimethylamid die Acetylgruppe mit einem Verseifungsmittel abspaltet. Das bisher unbekannte Tropasäuredimethyl- amid schmilzt bei 96 .
    Es löst sich in den meisten organischen Lösungsmitteln; in Was- ser ist es schwerlöslich. Mit Rücksicht auf seine gallensekretionssteigernde Wirkung soll es als Arzneimittel Verwendung finden.
CH212063D 1938-07-07 1939-06-14 Verfahren zur Darstellung von Tropasäuredimethylamid. CH212063A (de)

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