CH212717A - Verfahren zur Herstellung von Fernleitungsgebilden für Fernmeldeanlagen. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Fernleitungsgebilden für Fernmeldeanlagen.

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CH212717A
CH212717A CH212717DA CH212717A CH 212717 A CH212717 A CH 212717A CH 212717D A CH212717D A CH 212717DA CH 212717 A CH212717 A CH 212717A
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Fides Gesellschaft Beschraenk
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Fides Gmbh
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    • H01ELECTRIC ELEMENTS
    • H01BCABLES; CONDUCTORS; INSULATORS; SELECTION OF MATERIALS FOR THEIR CONDUCTIVE, INSULATING OR DIELECTRIC PROPERTIES
    • H01B13/00Apparatus or processes specially adapted for manufacturing conductors or cables
    • H01B13/22Sheathing; Armouring; Screening; Applying other protective layers
    • H01B13/26Sheathing; Armouring; Screening; Applying other protective layers by winding, braiding or longitudinal lapping

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  • Insulated Conductors (AREA)

Description


  Verfahren zur Herstellung von     Fernleitungsgebilden    für Fernmeldeanlagen.    Die Kabeltechnik verwendet in grossem  Umfange bandförmige     ferromagnetische     Werkstoffe, die teils unter dem Kabelmantel  als     Abschirm-    und     Belastungsmaterialien,     teils über dem Kabelmantel als Induktions  schutz gegen starke äussere Felder Verwen  dung finden. Je nach dem Anwendungsgebiet  werden bei diesen Werkstoffen möglichst  hohe Werte     entweder    der     Anfangspermeabi-          lität    oder der     Maximalpermeabilität    verlangt.

    Beide Eigenschaften sind nun gegen eine  mechanische     Beanspruchung    des Werkstoffes  ausserordentlich empfindlich. Da naturgemäss  die     ferromagnetischen    Bänder beim Auf  bringen auf das Kabel stark deformiert wer  den, besteht seit jeher das Bestreben, den Ein  fluss der Deformation, der sich     in    der Aus  bildung innerer Spannungen äussert und hier  durch einen Rückgang der     Permeabilität    nach  sich zieht, zu     vermindern    oder zu beseitigen.

    Am     einfachsten    geschieht dies durch nach-         trägliches    kurzzeitiges Erwärmen, was bei       Krarup-Adern    ohne besondere Schwierigkei  ten durchführbar ist, da das     ierromagne-          tische    Band auf eine Kupferader gewickelt  ist, die einer Wärmebehandlung bei<B>600'</B>     bis     700   C ohne weiteres standhält.

   Für eine       derartige    Behandlung von     Krarup-Adern    ist  es auch bereits     bekannt    geworden, das Er  wärmen unter dem Einfluss     eines        Hochfre-          quenzfeldes    durchzuführen.  



  Wesentlich     schwieriger    wird jedoch die  Aufgabe, wenn das     ferromagnetische    Band  als     Armierung    oder als     Abschirmmaterial     dienen soll. Als     Bewehrungswerkstoff    muss  das Band nämlich auf eine geteerte Jute  unterlage und zum Zwecke der     Abschirmung     auf eine leicht     brennbare        papierumhüllte    Ka  belseele aufgebracht werden. Beide Arten von  Unterlagen halten jedoch die zur Beseitigung  der     innern    Spannungen erforderliche Wärme  behandlung nicht ohne     Beschädigungen    aus.

        Um diese Schwierigkeiten wenigstens teil  weise zu beseitigen, ist bereits ein Verfahren  bekannt geworden, wonach die     Bewehrungs-          bänder    unmittelbar vor dem Aufbringen auf  das Kabel auf über 600   C erwärmt und  dann im heissen Zustand auf eine geteerte  Jutepolsterung aufgewickelt werden. Um das  Entflammen der Unterlage zu     vermeiden,     wird diese vor dem Aufbringen des heissen  Bandes mit einem     wässrigen        Kaolin-Aufstrich     versehen. Die von dem     magnetisierbaren    Band  zugeführte Wärme bringt dann das Wasser  des Aufstriches zum Verdampfen.

   Der Dampf  seinerseits verhindert das Entflammen der  sieh gleichfalls verflüchtigenden     Destilla-          tionsprodukte    des Teers.  



  Dieses     bekannte    Verfahren versucht dem  nach von vornherein die Entstehung nachtei  liger     Deformationsspannungen    zu verhindern,  was seinen Niederschlag darin findet,     da.ss     eine beachtliche Verbesserung der Maximal  permeabilität gegenüber im kalten Zustand  aufgewickelten Bändern auf diese Weise er  zielt werden kann.  



  Es hat sich jedoch gezeigt, dass durch die  abschreckende Wirkung des     wässrigen        Kaolin-          Aufstriches    erneut innere Spannungen auf  treten, die zu einer     Permeabilitätsverminde-          rung    führen. Sollte es demnach gelingen,  auch diese Spannungen zu vermeiden oder zu  beseitigen, so müsste damit eine weitere Ver  besserung der     Permeabilitätswerte    erhalten  werden.  



  Hier greift nun die Erfindung ein, die  sich auf ein Verfahren zur Herstellung von       Fernleitung        zsgebilden,        z.        B.        von        Fernmelde-          kabeln    und -Kabelseelen, bezieht. Erfin  dungsgemäss     -wird    hiernach. das in radialer  Richtung mit mindestens einem Teil der       Ba.ndbewicklung    versehene     Fernleitungs-          gebilde    einer Erwärmung mittels eines Hoch  frequenzfeldes ausgesetzt.

   Die Erwärmung  wird     zweckmässigerweise    auf über<B>600'</B> C       durchgeführt.    Hierbei kann das Band vor  dem Aufwickeln kalt oder warm sein. Durch  das neue Verfahren wird ein derart grosser  technischer Fortschritt erzielt, dass es, wie  Versuche gezeigt haben, sogar möglich     ist,            Abschirmbänder    auf einer     papierisolierten     Kabelseele thermisch zu behandeln, ohne die       :Seele    zu zerstören.  



  Die Erfindung baut auf die folgender,  beiden Erkenntnisse auf  1. Wird in ein hochfrequentes elektri  sches Feld ein ringförmig aufgewickeltes       ferromagnetisches    Band gebracht, so werden  nur die äussersten Lagen des Ringes auf sehr  hohe     Temperaturen    erhitzt. Die äussern       Schichten    bilden einen elektromagnetischen  Schirm und schützen die untern Lagen vor  der zur Erwärmung des Materials führenden       Wirbelstrombildung.    Dabei ist die     Eindring-          tiefe    des Stromes um so geringer, je höher  seine Frequenz ist.  



  Wird nun noch, wie bei der     Kabelarmie-          rung,    der Bleimantel durch eine wärmeiso  lierende Schiebt, beispielsweise aus impräg  nierter Jute oder Asbest, vom     Bewehrungs-          band    getrennt, dann ist bei     kurzzeitiger    Er  wärmung mittels eines     Hochfrequenzfeldes     eine Zerstörung des Mantels unmöglich.  



  2. Für die thermische Behandlung von  papierumhüllten Kabelseelen, auf die Ab  schirmbänder aufgewickelt sind, wurde von  folgender     bekannter        Tatsache    ausgegangen:  Legt man auf     ein    Blatt Papier eine gut  leitende dünne Metallfolie, so kann man auf  diese Folie ein sehr heisses     Metallstück    auf  bringen,     ohne        da.ss    das unter der Folie  liegende Papier      <  < ngesengt    wird, da. die. Folie  die     Wärme    rasch nach allen Seiten ableitet  und gleichmässig verteilt.  



  In Anwendung dieses Gedankens auf die  abgeschirmte Kabelseele kann, um die Seele  bei der Erwärmung vor dem Entflammen zu  schützen, eine entsprechend der Dicke des       Abschirmbandes    bemessene Kupferfolie zwi  schen Kabelseele und     Absehirmband    ein  gefügt     -werden.    Es tritt dann lediglich eine       Erwärmung    des     magnetisierbaren    Werkstof  fes durch die     Wirbelstrombildung    ein.

   Die  Kupferfolie leitet bei der kurzen     Erhitzungs-          dauer,    die zur     Beseitigung    der im Material  vorhandenen innern     Spannungen.    ausreicht,  die Wärme so stark ab, dass es zu keiner Ver  kokung der Kabelseele kommt. Statt einer      Kupferfolie kann selbstverständlich jedes  andere gut wärmeleitende Material     in    dünner  Schicht verwendet werden,     wie    beispielsweise  metallisiertes Papier.  



  In der folgenden Tabelle sind nun für  eine Reihe von Materialien die Werte der       Maximalpermeabilität    angegeben, die bei drei  verschiedenen Verfahren erhalten werden.  Die Spalte 2 enthält die Werte für     magneti-          sierbare    Bänder, die im kalten Zustand auf  gebracht und nicht wärmebehandelt wurden,  weil dies, wie eingangs erwähnt, nach dem  Aufbringen bisher nicht möglich war. Spalte  3 enthält die     ,um"Werte    für solches Material,  das kurz vor dem Aufwickeln auf eine Tem  peratur von 650 bis 700   C erhitzt und in  diesem heissem Zustand aufgewickelt wurde.    Diesen Werten gegenübergestellt sind die  Werte der Spalte 5, die für ein Ausführungs  beispiel der Erfindung gelten.

   Hierzu war das  Material im kalten Zustand     aufgewickelt    und  dann     .einer    kurzzeitigen Erwärmung auf  ebenfalls 650 bis<B>700'</B> C mittels eines-     Hoch-          frequenzfeldes    ausgesetzt worden.  



  Die durch das     Heissaufwickeln    gegenüber  dem     Kaltaufwickeln    erhaltene     Verbesserung     ist in Prozenten in Spalte 4 angegeben, wäh  rend Spalte 6 die durch das Verfahren gemäss  der Erfindung in Unterspalte     a    gegenüber  den durch     Kaltaufwickeln    und in Unter  spalte b gegenüber den durch     Heissaufwickeln     erhaltenen Werten erzielte     Verbesserung    ent  hält.

   Schliesslich ist aus Spalte 1 die Zu  sammensetzung der Legierung zu     entnehmen.     
EMI0003.0019     
  
    1 <SEP> 2 <SEP> 3 <SEP> 4 <SEP> 5 <SEP> 6
<tb>  kalt <SEP> auf- <SEP> Verbesserung
<tb>  Eisen-Legierung <SEP> mit <SEP> kalt <SEP> auf- <SEP> heiss <SEP> auf- <SEP> Verbesse- <SEP> gewickelt, <SEP>  /
<tb>   /o <SEP> si <SEP>  % <SEP> A1 <SEP> gewickelt <SEP> gewickelt <SEP> rang <SEP>  % <SEP> hochfrequent <SEP> a <SEP>   <SEP> b
<tb>  geglüht
<tb>  0,35 <SEP> 1,06 <SEP> 2910 <SEP> 3860 <SEP> 33 <SEP> 4260 <SEP> 47 <SEP> 11
<tb>  2,31 <SEP> - <SEP> 3200 <SEP> 4120 <SEP> 29 <SEP> 4750 <SEP> 49 <SEP> 16
<tb>  - <SEP> 4,0 <SEP> 3600 <SEP> 4320 <SEP> 20 <SEP> 4580 <SEP> 27 <SEP> 6
<tb>  3,0 <SEP> - <SEP> 4100 <SEP> 5380 <SEP> 30 <SEP> 7150 <SEP> 74 <SEP> 33
<tb>  3,0 <SEP> - <SEP> 4000 <SEP> 5380 <SEP> 35 <SEP> 6800 <SEP> 70 <SEP> 26
<tb>  3,

  0 <SEP> - <SEP> 4100 <SEP> 5050 <SEP> 24 <SEP> 6000 <SEP> 46 <SEP> 19
<tb>  3,0 <SEP> - <SEP> 4080 <SEP> 5280 <SEP> 30 <SEP> 6230 <SEP> 58 <SEP> 18
<tb>  3,0 <SEP> - <SEP> 4100 <SEP> 5380 <SEP> 31 <SEP> 6550 <SEP> 59 <SEP> 22
<tb>  3,0 <SEP> - <SEP> 4150 <SEP> 5500 <SEP> 32 <SEP> 6500 <SEP> 58 <SEP> 18       Die in der Tabelle angegebenen Werte  wurden auf folgende Weise     gefunden:    Von je  12 m langen Stücken wurde - die Hälfte  kalt, die andere Hälfte heiss aufgewickelt.

   Es  wurden an den kalt aufgewickelten Bändern  die Werte der Spalte 2 und an den heiss auf  gewickelten     Bändern    die Werte der Spalte 3       gefunden.    Nach der Messung     wurden    die kalt  aufgewickelten Materialien im     Ilochfrequenz-          feld    kurzzeitig geglüht. Die nochmalige Mes  sung ergab dann die Werte der Spalte 5.  



  Es ist aus der Tabelle sofort die grosse  Verbesserung der     Maximalpermeabilität    er-    sichtlich, die durch das Verfahren gemäss der       Erfindung    erzielt wird, und die im Durch  schnitt     gegenüber    dem     Kaltaufbringen    54%  und gegenüber dem     Heissaufbringen    19 % be  trägt. Durch das bekannte     Heissaufwickeln     konnten gegen das     Kaltaufwickeln    im Durch  schnitt aber nur<B>29%</B>     Verbesserung    erzielt  werden.

   Diese Verbesserung     erklärt    sich aus  der Beseitigung der durch das Aufwickeln  in das Material     hineingebrachten    innern       Spannungen,    wobei die für diese     Beseitigung     erforderliche     Nachglühung    erstmalig     dadurch         ermöglicht wird, dass hierzu ein Hoch  frequenzfeld verwendet wird.  



  Weiterhin lässt sich das neue Verfahren  nicht nur auf solche Kabel     bezw.    Kabelseelen  anwenden, auf die die Bänder im kalten Zu  stand aufgewickelt wurden, sondern die       Hochfrequenzfeldbehandlung    kann mit Vor  teil auch dann angewendet werden, wenn die  Bänder im warmen     Zustand,    vorzugsweise bei  Temperaturen zwischen 500 und<B>800</B>   C, auf  gewickelt wurden.  



  Das neue Verfahren brachte beispiels  weise folgende Ergebnissee mit sich. Ein       Eisen-Silizium-Band    mit     '2,64%    Silizium  wurde zunächst im kalten Zustand auf ein  Kabel aufgewickelt. Die Messung ergab eine       Maximalpermeabilität    von 4000. Wurde dem  gegenüber auf ein gleiches Kabelstück ein  gleiches Band im warmen Zustand von     etwa     <B>600'</B> C aufgebracht, so wurde     eine        Maximal-          perrneabilität    von 5160 gemessen.

   Das warme  Aufwickeln des Bandes brachte also eine       Verbesserung    von etwa 29 % mit sich.     \Vurde     nun dieses Kabelstück mit dem warmauf  gebrachten Band einer kurzzeitigen Erwär  mung mittels eines     Hochfrequenzfeldes    aus  gesetzt, so konnte eine     Maximalpermeabilität     von<B>6110</B> festgestellt werden. Das bedeutet.  also gegenüber dem bekannten Verfahren des       Warmaufbringens    eine Verbesserung von  19 % und gegenüber dem Aufbringen im kal  ten Zustand eine Erhöhung um     52/1o.     



  Das neue Verfahren kann ausserdem auch  mit     Vorteil    so angewendet werden, dass an  sich spröde Materialien, wie     Eisen-Silizium-          oder        Eisen-Aluminium-Legierungen,    auf eine  Temperatur von nur 200 bis<B>300,</B> C vor  gewärmt und in diesem Zustand auf das Ka  bel     bezw.    auf die Kabelseele aufgewickelt  werden. Mit Rücksicht auf die infolge der       Erwärmung    verringerte Sprödigkeit lässt sieh  der Werkstoff dann vom mechanischen Stand  punkt aus wesentlich leichter aufwickeln.  



  Das für die beschriebenen Versuche ver  wendete Material war mit einem Walzgrad  von 60 bis<B>7090'</B>     kaltverformt    worden. Es ist  selbstverständlich, dass sich die     Permeabilität       Wie     Versuehe    gezeigt haben, ist das Ver  fahren gemäss der Erfindung nicht. nur mit  Vorteil auf die als Beispiele gebrachten Le  gierungen anwendbar, sondern kann mit glei  chem Vorteil auch bei andern für die Be  wehrung     bez\%-.    die Abschirmung von Kabeln  geeigneten     ferromagnetischen    Werkstoffen       angewendet    werden.  



  Bei dem Versuch, die     beschriebenen    Ver  fahren auch auf     mehrlagige        Bewicklungen     anzuwenden, hat sich nun herausgestellt, dass  in dem Fall, wo zur Erzeugung der Hoch  frequenz ein Röhrensender benutzt wurde.  die obere Lage rascher und stärker erwärmt  wurde als die untere. Dies liegt daran, dass  die obere Lage einen     elektromagnetischen     Schirm bildet und die untere Lage vor der  zur     Erwärmung    des Materials führenden Wir  belstrombildung schützt.  



  Dieses Ergebnis ist naturgemäss un  erwünscht, und es ist daher erstrebenswert,  für eine möglichst gleichmässige     Erwärmung     sowohl der untern, als     aiieh    der obern Lage  zu sorgen. Das kann dadurch erreicht werden,  dass die     Erwärmung    mittels eines Hoch  frequenzfeldes bei     melirlagigen        Bewicklungen     derart durchgeführt wird, dass sie jeweils im  Anschluss an das Aufbringen einer einzelnen  Lage vorgenommen wird.

   Der folgende Ver  such bestätigt dies: Es wurden zwei Kabel  enden von etwa 3 in Länge mit einer ein  fachen Eisenbewehrung versehen, und zwar  das eine mit hochgeglühtem     unlegiertem    Ei  sen und das andere mit einem     3,2%i--en        Sili-          ziumeisen.    Jedes     Kabel    wurde durch die       Hochfrequenzspule    eines Röhrensenders ge  zogen, die aus einem von     Kühlwasser        durch-          flossenen    Kupferrohr bestand.

   Das     Beweh-          rungseisen    glühte     hierbei    sehr gleichmässig  auf, ohne dass der     darunterliegende    Blei  mantel im geringsten verletzt wurde. Dann  wurde die zweite Lage des Bewehrungsban-      des aufgebracht und die so erhaltenen     doppel-          lab    gen Kabelenden wurden     nochmals    durch  die     Hochfrequenzspule    des Röhrensenders ge  zogen. Auf diese Weise     konnte    erreicht wer  den, dass beide Lagen     Bewehrungsband          gleichmässig    rasch und stark geglüht wurden.  



       Eine    einfache Anordnung zur Durchfüh  rung dieses Verfahrens     kann    darin bestehen,  dass     in    die     Armiermaschine    nicht nur     eine,     sondern vielmehr zwei     Hochfrequenzspulen     eingebaut sind, die zweckmässig von     einem     ihnen gemeinsamen Röhrensender gespeist  werden.

   In der     Armiermaschine    wird also zu  nächst eine Lage     Bewehrungsband    aufge  bracht, das Kabel wird dann durch die erste  Spule geführt; im Anschluss     hieran    wird die  zweite Lage     aufgesponnen    und abschliessend  das Kabel durch die zweite Spule gezogen.    Bei der     Durchführung    des beschriebenen  Verfahrens wurde auch geprüft, ob zur Er  zeugung der Hochfrequenz neben einem  Röhrensender auch ein     Maschinensender    ge  eignet sei.

   Hierzu wurde .ein Kabelende, das  mit zwei Lagen     Silizium-Bandeisen    bewickelt  war, durch die     Hochfrequenzspule    eines  10     kHz-Maschinensenders    geführt. Dabei  zeigte sich in gleicher Weise, wie es oben für  die     Benutzung    eines Röhrensenders beschrie  ben ist, dass     die        untere    Lage nicht zum  Glühen gebracht werden konnte. Auch bei  einem zweimaligen Durchziehen des Kabels  durch die Spule konnte ein Glühen der untern  Lage nicht festgestellt werden. Es sollte nun  das Verfahren der     Einzelglühung    jeder Lage  angewendet werden.

   Es wurde hierzu zu  nächst nur     eine        einzige    Lage     Bewehrungs-          band    aufgebracht, die dann in der Hoch  frequenzspule eines     Maschinensenders    ge  glüht werden sollte.

   Diese     Glühung    war je  doch nicht durchführbar, da der unter dem       Bewehrungsband        befindliche    Bleimantel schon  schmolz, bevor das Band zu glühen     anfing.     Hieraus folgt, dass für die Erzeugung der  Hochfrequenz ein Sender mit der für Ma  schinensender erreichbaren Frequenz weniger       geeignet        ist    und daher zweckmässig ein  Röhrensender     Anwendung    finden soll.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCIH I: Verfahren zur Herstellung von mit Bän dern aus ,einer Eisenlegierung bewickelten Fernleitungsgebilden für Fernmeldeanlagen, dadurch gekennzeichnet, dass das in radialer Richtung mit mindestens einem Teil der Bandbewicklung versehene Fernleitungsge- bilde einer Erwärmung mittels eines Hoch frequenzfeldes ausgesetzt wird. UNTERANSPRÜCHE: 1.
    Verfahren nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass die Erwär mung auf über 600 C durchgeführt wird. 2. Verfahren nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass die Bänder im kalten Zustand aufgebracht werden. B. Verfahren nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass die Bänder im warmen Zustand aufgebracht werden. 4. Verfahren nach Patentanspruch I und Un teranspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Bänder bei einer Temperatur von 500 bis 800 C aufgebracht werden. 5. Verfahren nach Patentanspruch I und Unteranspruch 3, dadurch gekennzeich net, dass aus spröden Legierungen be stehende Bänder bei einer Temperatur von 200 bis 300 C aufgebracht werden. 6.
    Verfahren nach Patentanspruch I zur Herstellung von Fernleitungsgebilden mit mehrlagigen Bewicklungen, dadurch gekennzeichnet, dass die Erwärmung mit tels eines Hochfrequenzfeldes jeweils nach dem Aufbringen jeder einzelnen Lage vorgenommen wird. 7. Verfahren nach Patentanspruch I und Unteranspruch 6, dadurch gekennzeich net, dass der Hochfrequenzstrom für die Erwärmung mittels eines Hochfrequenz feldes durch einen Röhrensender erzeugt wird.
    PATENTANSPRUCH II: Nach dem Verfahren nach Patentan spruch I hergestelltes Fernleitungsgebilde. ÜNTERAN SPRtrCHE B. Als Fernmeldekabel ausgebildetes Fern- leitungsgebilde nach Patentanspruch Il-, gekennzeichnet durch eine unter einer Bewehrungsbandbewicklung angebrachte nichtmetallische Schicht. 9.
    Fernmeldekabel nach Patentanspruch<B>11</B> und Unteranspruch 8, dadurch gekenn- \tzeichnet, dass die Schicht aus imprägnier- l.er Jute besteht. 10. Fernmeldekabel nach Patentanspruch 11 und Unteranspruch 8, dadurch gekenn zeichnet, da.ss die Schicht aus Asbest be steht. 11.
    Als abgeschirmte, mit brennbarem Stoff bewickelte Kabelseele ausgebildetes Fern leitungsgebilde nach Patentanspr-,ich 1I, gekennzeichnet durch eine unter dem Ab schirmband angebrachte Metallschicht. 12. Kabelseele nach Patentanspruch II und Unteranspruch 11, dadurch gekennzeiel:- net, dass sie mit Papier bewickelt i:4. 13.
    Kabelseele nach Patentanspruch Il und Unteranspruch. 11, dadurch gekennzeich net, dass die Schicht aus einer Kupfer folie besteht. 1.4. Kabelseele nach Patentanspruch 1I und Unteranspriieh 11. dadurch gekennzeich net, dass die Schicht aus metallisiertem Papier besteht.
CH212717D 1938-09-12 1939-07-03 Verfahren zur Herstellung von Fernleitungsgebilden für Fernmeldeanlagen. CH212717A (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
FR2438705A1 (fr) * 1975-06-02 1980-05-09 Camesa Sa Procede de fabrication de cables

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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FR2438705A1 (fr) * 1975-06-02 1980-05-09 Camesa Sa Procede de fabrication de cables

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