CH212825A - Verfahren zur Herstellung von Hohldecken. - Google Patents
Verfahren zur Herstellung von Hohldecken.Info
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Description
Verfahren zur Herstellung von Hohldecken. Es sind Verfahren zur Herstellung von Hohldecken bekannt, die hohle Einzelkörper besitzen, wobei es zwecks Zusammensetzens dieser Einzelkörper zu einer zusammen hängenden Decke erforderlich ist, zwischen den Auflagern der Decke eine Verschalung anzubringen, die den Einzelkörpern bis nach erfolgtem gegenseitigen Verbinden derselben mit Beton (unter Verwendung einer Armie rung) in ihrer Einbaulage abstützen.
Das Verfahren gemäss der vorliegenden Erfindung bezweckt, das Anbringen einer Verschalung zur Herstellung der Decke zu vermeiden, wodurch sich eine bedeutende Material- und Zeitersparnis bei der Ausfüh rung der Decke erzielen lässt.
Erfindungsgemäss wird dieser Zweck da durch erreicht, dass hohle Einzelkörper, welche aneinander gegenüberliegenden Sei ten äussere Rippen haben, in Reihe an einander gefügt und biegungsfest zu läng lichen Hohlkörpern miteinander vereinigt werden, wobei die Rippen der Einzelkörper Längsrippen am Hohlkörper ergeben, und dass die länglichen Hohlkörper mit den ge nannten Längsrippen aneinander gefügt werden, wobei zwischen je zwei benachbar ten Hohlkörpern eine Rinne entsteht, in welche Armierungseisen und eine Bindemasse eingebracht weiden,
zwecks Bildung einer fest zusammenhängenden Decke.
Dies macht die vorübergehende Anord nung einer Verschalung überflüssig.
Das erfindungsgemässe Verfahren soll beispielsweise an Hand der Zeichnung näher erläutert werden, welche zwei Beispiele von nach diesem Verfahren hergestellten Decken sowie zwei zur Herstellung von Decken nach dem Verfahren geeignete Einzelkörper ver anschaulicht.
Es zeigt: Fig. 1 eine perspektivische Darstellung einer nach dem ersten Beispiel ausgeführten Hohldecke, Fig. 2 eine perspektivische Ansicht eines Einzelkörpers, welcher sich gegenüber dem zur Herstellung der Hohldecke nach Fig. 1 verwendeten Hohlkörper nur wenig unter scheidet, und die Fig. 3 und 4 zeigen den Fig. 1 und 2 entsprechende Darstellungen des zweiten Bei spiels der Hohldecke.
Beim ersten Ausführungsbeispiel der Hohl decke besitzen die zu ihrer Herstellung die nenden, hohlen, aus Ziegelmaterial bestehenden Einzelkörper 1 eine plattenförmige Unterseite 2, die in der Querrichtung zu den bombierten Längsseiten 3 des Einzelkörpers über diese Seiten vorsteht. Diese auf einander gegen überliegenden Seiten der Körper 1 vorstehen den Teile der Unterseite 2 bilden den Längs seiten der Einzelkörper entlang verlaufende äussere Rippen 4. Die zur Unterseite 2 par allele Oberseite 5 der Einzelkörper 1 ist eben falls plattenförmig.
Die Einzelkörper sind an den Längsseiten anschliessend an die Rippen 4 mit Längsnuten 7 und oben mit einer Längsnut 9 mit schwalbenschwanzför- urigem Querschnitt versehen.
Zwecks Bildung der Decke werden die Einzelkörper zuerst in ihrer Längsrichtung an einandergereiht und durch Einbringung von Längsarmierungseisen 8 und 1o, sowie eines Bindemittels, wie z. B. Beton, in die Nuten 7 und 9 zu länglichen, biegungsfesten Hohl körpern miteinander vereinigt. Die Rippen 4 der Einzelkörper ergeben hierbei Längsrip pen an den länglichen Hohlkörpern.
Die Hohlkörper werden dann Seite an Seite parallel zu den Auflagern der Decke, z. B. zwei einander gegenüberliegenden Mauern, unmittelbar aneinander gefügt, wobei zwi schen je zwei benachbarten Hohlkörpern eine Rinne 11 entsteht. In diese oben offenen Rinnen 11 werden die Deckenarmierungs- eisen 12 verlegt und sodann der zwischen diesen Eisen und den Hohlkörpern ver bleibende Raum mit Beton voll gestampft; die Decke erhält ferner eine obere Beton schiebt.
Auf diese Weise ist die Herstellung der Hohldecke ohne Zuhilfenahme irgend- ,welcher Schalung einfach und rasch möglich, wodurch nicht nur 'Material und Zeit zum Anbringen der Schalung erspart wird, son dern zugleich auch die Bauzeit verkürzt wer den kann. Die Längen, in welchen die Hohlkörper gebaut werden, hängen vom Abstand der Auflager bezw. von der Spannweite der Decke ab.
Bei grösseren Spannweiten können die Hohlkörper in 'Peillängen der Spannweite gebaut werden: beim Verlegen der Hohl körper können dieselben am freien Ende auf eine provisorische Stützvorrichtung aufge legt werden, so dass auch in solchen Fällen eine eigentliche Deckenverschalung über flüssig ist.
Beim zweiten Ausführungsbeispiel der Hohldecke, bei welchem das Auftragen einer olDern Decksclächt aus Beton wegfällt, ist die obere Wand 5' der verwendeten Einzelkörper t' stärker und mit durchgehenden, kanal förmigen Räumen 13 versehen, die mit dem übrigen Innenraum der Einzelkörper nicht kommunizieren. Die obere Wand der Einzel körper ist an den Enden mit quer laufenden Falzen 15 versehen zur Bildung von in Ab ständen voneinander angeordnete Betonver steifungen 14.
Die durchgehenden Innenräume der Hohl körper können mit Stoffen für Wärme- und Schallisolierung gefüllt werden. Dies kommt bei Hohldecken, die in bekannter Weise durch Aneinanderfügen von Einzelkörpern gebildet werden, praktisch nicht. in Frage, weil dabei jeder Einzelkörper für sich aus zufüllen wäre, was zu kostspielig wäre.
Die Einzelkörper könnten auch, wie in Fig. 2 und 4 dargestellt, an der obern und untern Seite mit. längslaufenden Rillen ver sehen sein, wovon die obern Rillen bei der Herstellung einer obern Betonschicht Beton imfnehmen, wodurch die Verbindung der länglichen Hohlkörper mit der Betonmasse verstärkt wird, während die untern Rillen zur Aufnahme und Festlegung einer Ver- putzmasse dienen können.
Zur Herstellung der Einzelkörper kann, statt Ziegelmaterial, auch Beton oder der gleichen verwendet werden.
Claims (1)
- PATENTAN SPRUCH Verfahren zur Herstellung von Hohl decken, dadurch gekennzeichnet, dass hohle Einzelkörper, welche aneinander gegenüber liegenden Seiten äussere Rippen haben, in Reihe aneinander gefügt und biegungsfest zu länglichen Hohlkörpern miteinander verei nigt werden, wobei die Rippen der Einzel körper Längsrippen an den Hohlkörpern er geben, und dass die länglichen Hohlkörper mit den genannten Längsrippen aneinander gefügt werden, wobei zwischen je zwei be nachbarten Hohlkörpern eine Rinne entsteht,in welche Armierungseisen und eine Binde masse eingebracht werden, zwecks Bildung einer fest zusammenhängenden Decke, ohne Benutzung einer Verschalung zu ihrer Her stellung. UNTERANSPRüCHE: 1. Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass die biegungsfeste Verbindung der in Reihe aneinander gefüg ten Einzelkörper (1, 1') zu länglichen Hohl körpern durch längs dieser Einzelkörper ver laufende Armierungseisen (8, 10) und durch diese Armierungseisen einbettende Binde masse erzielt wird. 2.Verfahren nach Patentanspruch und Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, da.ss zur Herstellung der länglichen Hohl körper Einzelkörper verwendet werden, wel che an beiden Längsseiten Nuten (7) auf- weisen zur Aufnahme von untern Längs- armierungseisen (8). 3. Verfahren nach Patentanspruch und Unteransprüchen 1 und 2, dadurch gekenn zeichnet, dass zur Bildung der länglichen Hohlkörper Einzelkörper verwendet werden, deren zur Aufnahme der untern Längs- armierungseisen dienende Nuten an den Längsseiten der Einzelkörper (1, 1') unmit telbar anschliessend an die äussern Rippen (4) vorgesehen sind. 4.Verfahren nach Patentanspruch und Unteransprüchen 1 bis 3, dadurch gekenn zeichnet, dass zur Bildung der länglichen Hohlkörper Einzelkörper verwendet wer den, deren Oberseite zur Aufnahme von obern Längsarmierungseisen (10) schwalben- schwanzförmige Nuten (9) aufweisen. 5. Verfahren zur Herstellung von Hohl decken ohne Betondeckschicht nach Patentan spruch und Unteransprüchen 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass zur Bildung der läng lichen Hohlkörper Einzelkörper verwendet werden, deren Oberseite (5') kanalförmige Hohlräume (13) aufweist, die mit dem übri gen Innenraum der Einzelkörper nicht kom munizieren.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| CH212825T | 1940-08-26 |
Publications (1)
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| CH212825A true CH212825A (de) | 1940-12-31 |
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|---|---|---|---|
| CH212825D CH212825A (de) | 1940-08-26 | 1940-08-26 | Verfahren zur Herstellung von Hohldecken. |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| CH (1) | CH212825A (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| FR2657808A1 (fr) * | 1990-02-05 | 1991-08-09 | Rector Sa | Produits files en beton. |
-
1940
- 1940-08-26 CH CH212825D patent/CH212825A/de unknown
Cited By (1)
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