CH214499A - Verfahren zur Herstellung von Isopropylaminomethyl-(3,4-dioxyphenyl)-carbinol. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Isopropylaminomethyl-(3,4-dioxyphenyl)-carbinol.

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CH214499A
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Sohn C H Boehringer
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Boehringer Sohn Ingelheim
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  Verfahren zur     Herstellung    von     Isopropylaminomethyl-(3,4-dioxyphenyl)-garbinol.       Die vorliegende     Erfindung    betrifft ein  Verfahren zur     Herstellung    von     Isopropyl-          aminomethyl-(3,4-diogyphenyl)-carbinol        (N-          Isopropyl-,B-diogyphenyl-l-ogyäthylamin).     



  Die neue     Verbindung    ist dadurch     ausge-          zeichnet,    dass sie den     Bronchospasmus    besser  zu lösen vermag, als es bei hierfür üblichen  Präparaten,     wie    zum     Beispiel    bei durch In  jektion verabreichtem Adrenalin der Fall ist.  Ihre blutdrucksteigernde *Wirkung ist viel  geringer als die des Adrenalins. Bei ihrer  Verabreichung ist die     Leistung    des Herzens  besser als bei derjenigen von Adrenalin.

    Ausserdem ist sie 8- bis     10mal    weniger giftig  als die     bekannte        Verbindung.    Beachtlich ist  ferner, dass das     Isopropylaminomethyl-(3,4-          dioxyphenyl)-carbinol    auch bei     peroraler    Ver  abreichung recht gut wirkt, während Ad  renalin bekanntlich     peroral    so gut wie gar  keine     Wirkung    zeigt.  



  Die     Herstellung    der neuen     Verbindung     erfolgt     erfindungsgemäss    durch     Umsetzung     von     3,4-Dioxy-a)-halogenacetophenon    mit Iso-         propylamin    und     Reduktion    des -entstehenden       3,4-Diogy-co-isopropylaminoacetophenons    zu  der entsprechenden     Oxyverbindung        (Car-          binol).    Dieselbe hat     eine        bronchospasmoly-          tische    Wirkung.

   Ihr schwefelsaures Salz be  sitzt einen     Schmelzpunkt    von 180   C. Man  kann beispielsweise das fein     gepulverte        3,4-          Diogy-co-chloracetophenon    mit gleichen Tei  len Äthylalkohol und     Isopropylamin    zusam  mengeben und bei     Zimmertemperatur    stehen  lassen.  



  Besonders gute Ausbeuten an     Isopropyl-          aminomethyl-(3,4-diogyphenyl)-carbinol    wer  den, wie Versuche ergaben, erhalten,     wenn     man     Diogyphenylhalogenmethylketon    mit       einem    Überschuss von     Isopropylamin    in einem  Lösungsmittel,     wie:    Benzol, Wasser,     Äthyl-          alkohol,    Methylalkohol,     Isopropylalkohol,          Diogan        etc.,    oder in Gemischen dieser Lö  sungsmittel unter     Rückfluss    kocht.

   Die Aus  beuten sind hierbei wesentlich höher, als  wenn man die für die     Herstellung    von 3,4  Diogy -     w    -     methylaminoacetophenon    übliche           Uerstellungsweise        verwendet,    bei der     3,4-          Diogy-co-chloracetophenon    mit einem Über  schuss von     Methylamin    bei gewöhnlicher  Temperatur behandelt oder gelinde     erwärmt     wird.

   Wird diese für die     Gewinnung    der       Methylverbindung    bekannte Methode auf die  Umsetzung mit     Isopropylamin    angewendet,  so erhält man vorwiegend unverändertes 3,4  Dioxy-chloracetophenon zurück. Für die       erfindungsgemässe    Umsetzung verwendet man  zweckmässig mindestens 2     Mol        Isopropylamin;     noch besser ist es, wenn man mit einem gro  ssen Überschuss arbeitet. Vorzugsweise geht  man von der     Chloracetophenonverbindung     aus, doch gibt auch die     entsprechende    Brom  verbindung sehr befriedigende Ausbeuten.  



  Zur     Isolierung    des bei der Umsetzung von       Dioxyphenylhalogenmethylketon    mit     Isapro-          pylamin    erhaltenen     3,4-Dioxy-rn-isopropyl-          aminoacetophenons    kann man das er  haltene     Zwischenprodukt    in starken oder  mittelstarken Säuren, wie z. B. Schwefel  säure oder Weinsäure, lösen, wobei beim Ab  kühlen das     entsprechende    Salz     auskristalli-          siert.     



  Die Reduktion des     Ketons    zu der     Oxy-          verbindung    erfolgt zweckmässig durch kata  lytische Hydrierung. Als Katalysatoren kom  men alle bei     niederen    Temperaturen wirken  den Metalle, insbesondere die Metalle der       Platingruppe,    in Frage, also z. B. Palladium  auf Kohle aufgetragen (etwa 1 %     ig)    und  Platin als Platinmohr oder Platinoxyd, fer  ner z. B. Nickel auf     gieselgur    aufgetragen  (etwa 10 %     ig).    Die Hydrierung kann man       in.    Wasser, Methylalkohol, wässerigem Al  kohol, verdünnter Essigsäure     etc.    vornehmen.

    Bei     Verwendung    von Palladium als Kataly  sator kann man bei Zimmertemperatur arbei  ten, während man bei Verwendung von Pla  tin im allgemeinen auf etwa 40' erwärmt.  Bei Verwendung von Nickel arbeitet man  zweckmässig bei     etwa    80  .  



  <I>Beispiel:</I>  100 g 3,4 -     Dioxy    -     c)    -     chlormetophenon,     200 cm' Äthylalkohol und 200     cm3    zirka    50     %        ige    wässerige     Isopropy        laminlösung    wer  den drei Stunden auf dem Wasserbad am       Rückfluss    gekocht. Dann wird mit verdünnter  Schwefelsäure     neutralisiert    und das beim  Abkühlen erhaltene Sulfat     aus    50 ä     igem     Alkohol umkristallisiert; sein Schmelzpunkt  beträgt 245  .  



  21 g 3,4 -     Dioxy    -     co    -     isopropylaminoaceto-          phenonsulfat    werden mit 50     cm3    Methyl  alkohol und 50 cm' Wasser, 0,5g Kohle     und     3 cm' 2 %     ige        Palladiumchlorürlösung    hy  driert. Nach zwei     Stunden    kommt die Was  serstoffaufnahme zum Stillstand, nachdem  die     theoretische    Wasserstoffmenge aufgenom  men wurde. Nach dem Einengen kristalli  siert das     Isopropylaminomethyl-(3,4-dioxy-          phenyl)-carbinolsulfat    vom F. P. 180   aus.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung von Isopropyl- aminomethyl-(3,4-dioxyphenyl)-carbinol, da durch gekennzeichnet, dass 3,4-Dioxy-ao-halo- genacetophenon mit Isopropylamin umgesetzt und das entstehende 3,4-Diogy-co-isopropyl- aminoacetophenon zu der entsprechenden Oxyverbindung reduziert wird.
    Das Iso- propylaminomethyl - (3,4 - dioxyphenyl) - car- binol hat eine bronchospasmolytische Wir kung. Sein schwefelsaures Salz besitzt einen Schmelzpunkt von 180 C. UNTERANSPRüCHE: 1. Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass die Umsetzung mit einem Überschuss an Isopropylamin in einem organischen Lösungsmittel vorgenom men wird, das 3,4-Dioxy-oi-isopropylamino- acetophenon mit Säure neutralisiert und an schliessend katalytisch hydriert wird. 2.
    Verfahren nach Unteranspruch 1, da durch gekennzeichnet, dass die Umsetzung mit einem Überschuss an Isopropylamin von mindestens 2 1M1 vorgenommen wird. 3. Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass die Umsetzung mit Isopropylamin unter Kochen am Rück fluss erfolgt. 4. Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass die Reduktion des Ketons durch katalytische Hydrierung mit Nickel vorgenommen wird. 5.
    Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass die Reduktion des Ketons durch katalytische Hydrierung mit Katalysatoren der Platingruppe vorgenom men wird.
CH214499D 1939-01-17 1939-12-01 Verfahren zur Herstellung von Isopropylaminomethyl-(3,4-dioxyphenyl)-carbinol. CH214499A (de)

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