CH215665A - Verfahren zur Herstellung eines Kondensationsproduktes. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung eines Kondensationsproduktes.

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CH215665A
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cyanamide
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Aktien-Gesell Stickstoff-Werke
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Bayerische Stickstoff Werke Ag
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    • C08ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
    • C08GMACROMOLECULAR COMPOUNDS OBTAINED OTHERWISE THAN BY REACTIONS ONLY INVOLVING UNSATURATED CARBON-TO-CARBON BONDS
    • C08G12/00Condensation polymers of aldehydes or ketones with only compounds containing hydrogen attached to nitrogen
    • C08G12/02Condensation polymers of aldehydes or ketones with only compounds containing hydrogen attached to nitrogen of aldehydes
    • C08G12/04Condensation polymers of aldehydes or ketones with only compounds containing hydrogen attached to nitrogen of aldehydes with acyclic or carbocyclic compounds
    • C08G12/043Condensation polymers of aldehydes or ketones with only compounds containing hydrogen attached to nitrogen of aldehydes with acyclic or carbocyclic compounds with at least two compounds covered by more than one of the groups C08G12/06 - C08G12/24
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Description


  Verfahren zur Herstellung eines Kondensationsproduktes.    Es wurde gefunden, dass man aus einer  Verbindung von     Cyanamid    mit Formaldehyd  und Stoffen, die, wie z. B. Phenol,     Kresol,     Harnstoff,     Dicyandiamid,        Thioharnstoff,        Cy-          c        anamid,        Guanidin,        Melamin    und viele andere  mehr imstande sind, mit     Formaldehyd        unter     Harzbildung zu reagieren, Kondensations  produkte herstellen kann, die als Harze,  Lacke, Leime, Klebstoffe, Filmbildner, sowie  als Appretier-,

   Imprägnier- und Feuerschutz  mittel verwendbar sind. Vor allem aber  lassen sich aus ihnen wertvolle     Pressstoffe     herstellen.  



  Die     Cyanamid-Formaldehyd-Verbindung     als solche ist bereits     bekannt        (D.R.P.     Nr. 522056). Sie lässt sich durch Form  aldehyd aus einer     wässrigen    Lösung von  freiem     Cyanamid    ausfällen und stellt  nach dem Trocknen ein amorphes Pulver  dar, das annähernd die Zusammensetzung       H2CN,.        CH20    besitzt. Praktische Bedeutung  besass sie bisher nur insofern, als sie wegen    ihrer Neigung,     Formaldehyd    abzuspalten, als  Desinfektionsmittel in Frage kam. Sie ist  kein Harz und bildet auch kein Harz,     wenn     sie für sich allein erhitzt wird.  



  Bringt man die     Cyanamid-Formaldehyd-          Verbindung    jedoch mit einem Körper zu  sammen, der seinerseits imstande ist, mit  Formaldehyd unter     Harzbildung    zu reagie  ren, beispielsweise mit Phenol, so entsteht so  fort und schon in der Kälte ein Mischharz.  



  Dieses Harz ist     zunächst    zähe und kleb  rig, geht aber bald in eine feste, gummiartige  und nicht mehr klebende Masse über. Lässt  man die Reaktion bei höherer     Temperatur     verlaufen, so erhält man nach dem Erkalten  ein gelbes, hartes und sehr sprödes Produkt,  das bei     Formaldehydzugabe        wieder    weich  wird und dabei überraschenderweise die tech  nisch wertvolle Fähigkeit erlangt, in der  Hitze aus dem weichen Zustand rasch und  irreversibel in den harten Zustand überzu  gehen. Der Formaldehyd kann in beliebigem      Aggregatzustand zur Einwirkung belangen.

    also entweder in Form seiner     wässrigen    Lö  sung, oder in Form von     Paraformaldehyd,     oder auch in Dampfform; es können auch       formaldehydabspaltende    Stoffe verwendet  werden, z. B.     Hexamethylentetramin.    In  diesem Fall kann das Reaktionsgemisch also  als     Presspulver    Verwendung finden. An  die Stelle des Phenols können auch andere  Formaldehyd bindende Körper treten. Je  nach der Natur dieser Körper erhält man  Harze, die bald für diesen, bald für jenen  Verwendungszweck besonders     geeignet    sind.  Die Kondensation findet auch in Gegenwart  von Lösungsmitteln statt, und zwar sowohl  mit, als auch ohne die üblichen Kondensa  tionsmittel.

   Desgleichen lässt sich die Über  führung der Kondensationsprodukte in den  harten Zustand unter     Mitwirkung    von Kon  taktmitteln durchführen. Besondere Vorteile  bietet das Arbeiten in Abwesenheit von Lö  sungsmitteln, weil dann deren Entfernung  aus der Reaktionsmasse     bezw.    den Reaktions  produkten in Wegfall kommt.  



  Gegenstand des vorliegenden     Patentes    ist  ein Verfahren zur     Flerstellung    eines Kon  densationsproduktes, welches dadurch ge  kennzeichnet ist, dass man die durch Einwir  kung von Formaldehyd auf     Cyanamid    er  hältliche Verbindung mit     Thioharnstoff    kon  densiert.  



  <I>Beispiel:</I>  144 g     Cyanamid-Formaldehyd-Konden-          sationsprodukt    werden mit 76g     Thioharn-          stoff    gemischt und das Gemisch durch ein-         stündiges    Erhitzen auf 140   C kondensiert.  Das Reaktionsprodukt ergibt mit Form  aldehyd     eine    dünnflüssige, klare Lösung, die  beim Auftrocknen in der Hitze einen farb  losen, harten und     wasserbeständigen,    für       Lacl.:z#,vecke        --ecigneten    Film liefert.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCII Verfahren zur Herstellung eines Konden- sationsproduktes, dadurch gekennzeichnet, dass die durch Einwirkung von Formaldehyd . auf Cyanamid erhältliche Verbindung mit Thioharnstoff kondensiert wird. Das Reaktionsprodukt ergibt mit Form aldehyd eine dünnflüssige, klare Lösung, die beim Auftrocknen in der Hitze einen färb losen. harten und wasserbeständigen, für Lackzwecke geeigneten Film liefert. UN TERAN SPRt"CHE 1.
    Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass man die Konden- ; sation in der Wärme vornimmt. Verfahren nach Patentanspruch und Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass man die Kondensation bei Temperaturen über<B>100'</B> C vornimmt. 3. Verfahren nach Patentanspruch und den Unteranspriichen 1 und 2, dadurch ge kennzeichnet, dass die Kondensation in Ab wesenheit von Lösungsmitteln vorgenommen wird.
CH215665D 1938-03-31 1939-03-15 Verfahren zur Herstellung eines Kondensationsproduktes. CH215665A (de)

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