CH215814A - Verfahren zur Herstellung von Testosteron. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Testosteron.

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CH215814A
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testosterone
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Schering A G
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Schering Ag
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07JSTEROIDS
    • C07J1/00Normal steroids containing carbon, hydrogen, halogen or oxygen, not substituted in position 17 beta by a carbon atom, e.g. estrane, androstane
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07JSTEROIDS
    • C07J75/00Processes for the preparation of steroids in general

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Description


  Verfahren zur Herstellung von Testosteron.    Gegenstand des vorliegenden     Patentes    ist  ein Verfahren zur     Herstellung    des als Arznei  mittel oder als Zwischenprodukt für die Her  stellung von Arzneimitteln zu verwendenden       Testosterons    aus     Androstendion,        das    dadurch  gekennzeichnet     ist,    dass man     Androstendion     durch Behandlung mit einem     acetalisierenden     Mittel in das     Monoaeetal    überführt,

   in die  sem die freigebliebene     Ketogruppe    durch Ein  wirkung eines Reduktionsmittels in die OH  Gruppe umwandelt und aus dem so erhalte  nen     Testosteronacetal    das Testosteron durch       Hydrolyse        freisetzt.     



  Als     acetalisierendes    Mittel hat sich insbe  sondere     o-Ameisensäureester    bewährt. Man  kann aber auch andere     Acetale,        wie        Aceton-          diäthylacetal    auf das     Androstendion    einwir  ken lassen, wobei in Gegenwart von Kataly  satoren eine     Umacetalisierung    stattfindet.  



  Die Reduktion der freien     Ketogruppe    zur       Hydroxylgruppe    kann zum     Beispiel    mit Na  trium in Alkohol erfolgen, doch können auch  andere an sieh bekannte Verfahren, zum Bei-    spiel die Reduktion nach Meerwein und       Ponndorf    mit     Alkoholen    in Gegenwart von  Aluminium- oder     Magnesium-Alkoholaten     angewandt werden.  



  Die hydrolytische     Freisetzung    des Testo  sterons aus dem Reduktionsprodukt kann vor  zugsweise ohne weitere Reinigung erfolgen.  Man bedient sich dazu mit     Vorteil    einer  Säure, wie z. B. Schwefelsäure, Salzsäure  usw. am besten in     alkoholischer        Lösung.     



  Falls erforderlich kann das     Hydrierungs-          produkt        in    bekannter Weise     gereinigt    wer  den, z. B. durch     Umkristaslisieren,    Destillie  ren im Hochvakuum oder durch     Behandlung     mit     besondern        Ketonreagenzien,    insbesondere  dem sogenannten     Girard-Reagens        (Trimethyl-          ammonium-Essigsäurehydrazid-hydrochlorid)          Usw.     



       Beispiel:     2,86 g     Androstendion-8.17        werden.        in     10 cm' Benzol gelöst und mit 4,5 g     Ortho-          ameisensäureester,    1,4 g absolutem Äthyl  alkohol und 10 Tropfen 8,4     %        iger    alkoholi-      scher Salzsäure versetzt. Nach     24-stündigem          Stehen    bei Zimmertemperatur wird mit al  koholischer     Natronlauge    deutlich alkalisch  gemacht, in Wasser gegossen und mit Äther  extrahiert. Die ätherische Lösung wird neu  tral gewaschen, getrocknet und verdampft.

    Der     Rückstand    kristallisiert beim Verreiben  mit schwach     pyridinhaltigem    Alkohol. Das       Kristallisat    ist ein Gemisch aus     Androsten-          dion-3.17-diäthylacetat-3    und     Androsten-          dion-3.17-enol-äthyläther.    Durch einfaches       Umkristallisieren    aus     pyridinhaltigem    Al  kohol wird das     Androstendion-3-monoacetal     rein erhalten.

   Es     schmilzt    bei 96-97       und     zeigt in     Chloroformlösung    eine spezifische  Drehung von     (a)        v    = 26,2  .  



  Die     Mutterlauge    wird mit verdünnter  Salzsäure behandelt, wobei das nicht umge  setzte     Androstendion    in reiner Form isoliert  wird.  



  2 g des     Monoacetals    werden in     n-Propyl-          alkohol    gelöst. In die Lösung trägt man 2 g  metallisches Natrium ein. Nach Auflösung  des     Natriums    versetzt     man    mit Wasser. wo  bei sich das     Testosteron-acetal    abscheidet. Es  wird     abfiltriert,    neutral gewaschen und durch  Behandlung mit Salzsäure     zerlegt.        Man    er  hält so Testosteron in quantitativer     Ausbeute,     das als Rohprodukt einen Schmelzpunkt von  <B>150'</B> und eine spezifische Drehung von       (a)'2()   <B>107,8'</B> aufweist.

   Es kann in be  kannter Weise weitergereinigt werden.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung von Testo steron, dadurch gekennzeichnet, dass man An- drostendion durch Behandlung mit einem acetalisierenden Mittel in sein Monoacetal überführt, in diesem die freigebliebene Keto- gruppe durch Einwirkung eines Reduktions mittels in die GH-Gruppe umwandelt und < ins dem so erhaltenen Testosteronacetal das Testosteron durch Hydrolyse freisetzt.
    UNTERANSPRACHE 1. Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass man als acetaIisie- rendes Mittel o-Ameisensäureester verwendet. Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass man als acetali- sierendes Mittel ein Acetal in Gegenwart eines Katalysators verwendet. 3.
    Verfahren nach Patentanspruch und Tnteransprach ?, dadurch gekennzeichnet, dass man als acetalisierendesMittel ein Keton- diacctal verwendet. 4. Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass man als Reduk tionsmittel durch Einwirkung von Alkali metall auf Alkohole erhaltenen naszierenden Wasserstoff verwendet. 5. Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass man als Reduk- lionsmittel Alkohole in Gegenwart von Alu miniumalkoholaten verwendet. 6.
    Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass man als Reduk tionsmittel Alkohole in Gegenwart von Ma- gnesiumalkoholaten verwendet. 7. Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass man die Hydro lyse des Testosteronacetals mittels Säuren durchführt.
CH215814D 1938-04-14 1938-09-29 Verfahren zur Herstellung von Testosteron. CH215814A (de)

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