CH217855A - Regelverfahren für Anlagen zur Erzeugung von heisser Druckluft mittels Gasturbine. - Google Patents
Regelverfahren für Anlagen zur Erzeugung von heisser Druckluft mittels Gasturbine.Info
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- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
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- F02C—GAS-TURBINE PLANTS; AIR INTAKES FOR JET-PROPULSION PLANTS; CONTROLLING FUEL SUPPLY IN AIR-BREATHING JET-PROPULSION PLANTS
- F02C6/00—Plural gas-turbine plants; Combinations of gas-turbine plants with other apparatus; Adaptations of gas-turbine plants for special use
- F02C6/04—Gas-turbine plants providing heated or pressurised working fluid for other apparatus, e.g. without mechanical power output
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Description
]Regelverfahren für Anlagen zur Erzeugung von heisser Druckluft mittels Gasturbine. Trotz ihres heute noch bescheidenen Wir kungsgrades eignet sich die Gleichdruckgas- turbine zum Antrieb von Verdichtern zur Lieferung von heisser Druckluft, wie sie zum Beispiel in chemischen oder Hüttenwerksbe- trieben gebraucht wird, da der Gasturbinen antrieb sehr einfach wird.
Es können näm lich als Treibgase der Gasturbine die gleichen Gase verwendet werden, die zum Erhitzen der verdichteten Luft dienen, sofern man Luft- oder Winderhitzer auch heizgasseitig unter Druck betreibt, also "auflädt". Brenn- kammer des Lufterhitzers und der Gasturbine sind :dann gemeinsam. Noch einfacher und wirtschaftlicher wird die Anlage, wenn man auch das Windgebläse (den Nutzluftverdich- ter) und den Verdichter für die Brennluft zur Heizgas- und Treibgasherstellung ver einigt.
Das Regelverfahren besteht darin, dass bei solchen Anlagen, bei denen der gemeinsame Verdichter für Nutzluft und Brennluft von einer Gasturbine angetrieben wird und bei denen eine gemeinsame Brennkammer zur Erzeugung der Heizgase für die Erwärmung der Druckluft und zur Erzeugung der Treib gase der Gasturbine verwendet wird, zwecks Konstanthaltung der Temperatur und einer weiteren Betriebsgrösse des Nutzluft mittels mindestens eines Ventils, das durch einen auf Änderungen der einen Betriebsgrösse anspre chenden Impulsgeber gesteuert wird,
das Ver hältnis der durch die gemeinsame Brenn- kammer und der durch eine Umgehungslei tung unmittelbar zur Gasturbine gehenden Luftmenge geändert wird, und dass mittels eines weiteren auf Änderungen der zweiten Betriebsgrösse ansprechenden Impulsgebers die Brennstoffzufuhr verändert wird.
Die Regelung von selbständigen Gastur binen durch Thermostat, wobei dieser Thermo stat zum Beispiel in der Abgasleitung ein gebaut sein kann und unmittelbar auf den Brennstoff einwirkt, war bekannt. Man hat auch bereits vorgeschlagen, bei selbständigen Gasturbinen oder Gasturbinen, die die Lade- gruppe zu druckgefeuerten Dampfkesseln oder ähnlichen Einrichtungen antreiben, die Verbrennungstemperatur oder die Treibgas temperatur dadurch zu regeln, da.ss man der Gasturbine kalte Luft unmittelbar zuführte. deren Menge durch einen Thermostat be stimmt wird.
In allen Fällen ist die den Thermostaten in Tätigkeit setzende Tempe ratur die Temperatur des in die Gasturbine eintretenden oder diese Turbine verlassenden Treibgassiromes. Bei dem vorliegenden Vor schlag handelt es sich. dagegen nicht um eine Cxasturbine allein, sondern um eine Anlage zur Erzeugung von Druckluft, die in einer bestimmten Menge oder mit einem bestimm ten Druck und mit einer bestimmten Tempe ratur geliefert. werden soll, wobei zur Auf heizung der Gasturbinentreibgase und der Nutzluft die gleichen Heizeinrichtungen ver wendet werden.
Entsprechend der Aufgabe, Nutzluft in einer bestimmten Menge oder mit einem bestimmten Druck und mit einer be stimmten Temperatur zu liefern, gehen auch die Impulse der Regelung von Messeinrichtun- gen aus, die an der Lieferstelle der Nutzluft eingebaut sind.
An Hand der Zeichnung, die Ausfüh rungsbeispiele solcher Anlagen schematisch darstellt, soll das Regelverfahren beispiels- weise erläutert werden.
In Fig. 1 ist eine Anlage mit den zur Durchführung des Regelverfahrens nötigen Einzelheiten schematisch dargestellt. Es ist 1 die Gasturbine. \? der für die Lieferung des 'Urindes (der Nutzluft) und der Brennluft gemeinsame Verdichter. 3 ist ein Gasgebläse, wenn als Brennstoff Gas, z. B. Iiochofengas. verwendet. wird. 4 ist die gemeinsame Brenn kammer für Wind- und Treibgaserhitzung, die meist auch mit den Heizflächen 5 der Winderhitzeroberstufe zusammengebaut wird.
Die im Verdichter 2 erzeugte Druckluft wird erst durch einen Vorwärmer 6 geleitet, der von den Abgasen der Gasturbine 1 ge heizt ist, dann spaltet sich der Luftstrom. Ein Teil geht bei 7 als Nutzluft durch den Lufterhitzer, ein zweiter Teil dient als Brennluft und geht durch Brenner 8 in die Brennkammer und von dort, nach Abgabe Eines Teils seiner Wärme, als Treibgas zur Gasturbine, ein dritter Teil wird durch eine I'mgehungsleitung 9 unmittelbar zur Gastur bine geleitet.
Diese Umgehungsleitung 9 ist nun mit einem Regelventil 10 versehen, dessen Stellung durch einen Thermostaten 11 beein flusst wird, der am Austritt der Heissluft aus dem Winderhitzer eingebaut ist. Im allgemei nen wird die Temperatur des Heisswindes und erst recht die Austrittstemperatur der Heiz r ase aus dem Lufterhitzer höher sein als die Temperatur, die die Treibgase vor der Gas turbine haben dürfen. Es wird daher stets ein gewisser Luftbetrag durch die Umgehungs leitung als Kühlluft zur Gasturbine strömen.
Weicht die Temperatur des Heisswindes von der verlangten ab, ist sie zum Beispiel zu niedrig, so öffnet der Thermostat 11 das Ven til 10, so dass nun weniger Luft durch Brenn- kammer und Winderhitzer, aber noch mehr durch die Umgehungsleitung strömt. Es steigt die Windtemperatur, da die Heizgas temperatur höher wurde, die zu erhitzende Luftmenge aber abnahm. Diese Abnahme der Windmenge hat zur Folge, dass der Men genmesser 12 nun einen Fehlbetrag anzeigt und die Brennstoffzufuhr bei 13 erhöht.
Da mit gelangt mehr Brennstoff in die Brenn- kammer, es wird nun auch die Treibgastem- peratur erhöht, und eine Erhöhung von Lei- stung und Drehzahl der Gasturbine herbei geführt. Der Verdichter wird mehr Luft lie fern, bis der Mengenmesser 12 wieder die richtige Menge angibt. Gleichzeitig führt der Thermostat 11 das Regelventil 10 der Um gehungsleitung 9 in seine alte Lage zurück.
Bei unrichtiger Menge findet der Regel vorgang in entsprechender, ähnlicher Weise statt. Bei zuviel Luft wird zum Beispiel durch den Mengenmesser 12 die Brennstoff zufuhr vermindert. Sämtliche Temperaturen nehmen ab. Damit nimmt auch die Leistung der Gasturbine und die Luftlieferung ab. Grleichzeitig wird durch den Thermostat 11 die Lufttemperatur überwacht und ihre Ab weichung von dem gewünschten Wert mit dem Regelventil 10 durch Umgehungsluft ausgeglichen.
Für die Brennstoffregelung stehen ver schiedene Möglichkeiten offen. Man kann zum Beispiel bei Gasfeuerung den von der Gasturbine angetriebenen Gasverdichter 3 durch ein Drosselventil 13 regeln, man kann die Gasmenge aber auch .durch ein Über- strömventileinstellen. Man kann ferner das Gasgebläse auch von einem besonderen Motor antreiben und diesen regeln (16 der Fig. 2).
Der Anschluss der Impulsgeber mit den Regeleinrichtungen kann auch vertauscht werden, so kann zum Beispiel die Brennstoff menge vom Thermostaten 11, die umgeführte Luftmenge durch den Mengenmesser 12 ge regelt werden, die Reihenfolge der Regelvor gänge wird damit geändert, das Ergebnis bleibt aber das gleiche.
Bei gewissen Anlagen wird nicht die Ein stellung der Heisswindmenge, sondern die des Druckes verlangt sein. Für diesen Fall wird der Mengenmesser 12 durch einen Druckmes ser ersetzt, der entweder auf die Brennstoff menge oder .auf die umgeführte Luftmenge einwirkt.
Um den Drosselverlust im Überström ventil zu vermeiden, kann bei grösseren Strö mungswiderständen in Brennkammer und Wärmeaustauscher die Luft für die Um gehungsleitung auch aus einer niedrigeren Druckstufe des Verdichters entnommen wür den (Leitung 17 bezw. 17'). Es liesse sich das Regelfälle auch durch Arbeitsleistung, zum Beispiel in einer besonderen Vorschaltturbine oder einem in der Hauptturbine dieser vorge schalteten Rade aufbrauchen. Die Mengen regelung erfolgt dann am besten durch Zu- oder Abschalten von Düsen.
Fig. 2 zeigt schematisch den Fall einer mit der Hauptturbine 1 gekuppelten Vor schaltturbine 7.4. Die Düsen 15 werden der Reihe nach durch den Thermostaten 11 ge öffnet. Als Antrieb der Brennstoffpumpe oder des Brennstoffgebläses 3 dient ein Mo tor 16, dessen Drehzahl zum Beispiel vom Mengenregler 12 geregelt wird. Es kann auch von Vorteil sein, den Druck des Treibgases der Gasturbine, das heisst also die Brennluft und die Mischluft, oder die Brennluft allein, höher zu halten als den Druck der Nutzluft.
In diesem Falle wird die Nutzluft abgezapft und dann Brennluft und Mischluft, oder nur die Brennluft in einer weiteren Stufe nachverdichtet. Auch bei verschiedenen Drücken .der verschiedenen Luftanteile kann ein gemeinsamer Luftvor- wärmer verwendet werden,
wenn dessen luft- seitige Sammelräume entsprechend abgetrennt werden, wie in Fig. 1 bei 18 bezw. 18' ge zeigt ist.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Regelverfahren für Anlagen zur Erzeu gung von heisser Druckluft, bei denen der ge meinsame Verdichter für Nutzluft und Brennluft von einer Gasturbine angetrieben wird und bei welchen eine gemeinsame Brennkammer zur Erzeugung der Heizgase für die Erwärmung der Druckluft und zur Erzeugung :der Treibgase der Gasturbine ver wendet wird, dadurch gekennzeichnet, dass zwecks gonstanthaltung der Temperatur und eine weiteren Betriebsgrösse der Nutzluft mittels mindestens eines Ventils, das durch einen auf Änderungen der einen Betriebs grösse ansprechenden Impulsgeber gesteuert wird, das Verhältnis der durch die gemein same Brennkammer und der durch eine Um gehungsleitung unmittelbar zur Gasturbine gehenden Luftmenge geändert wird,und dass mittels eines weiteren auf Änderungen der zweiten Betriebsgrösse ansprechenden Impuls gebers die Brennstoffzufuhr verändert wird. <B>UNTERANSPRÜCHE:</B> 1. Regelverfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass der eine Im pulsgeber auf Änderungen der Temperatur, der andere auf solche der Nutzluftmenge an spricht. 2. Regelverfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass der eine Im pulsgeber auf Änderungen der Temperatur, der andere auf solche des Nutzluftdruckes anspricht. 3. Regelverfahren nach Patentanspruch.dadurch gekennzeichnet, dass der unmittelbar zur Gasturbine strömende Luftanteil in einer Vorschaltturbine, bestehend aus mindestens einem Vorschaltrad, entspannt wird und die durchströmende Luftmenge durch Düsen ventile geregelt wird, die durch einen der bei den Impulsgeber gesteuert werden. 4. Regelverfahren nach Patentanspruch. dadurch gekennzeichnet, dass zur Vermeidung von Drosselverlusten der unmittelbar zur Gasturbine strömende Luftanteil einer Stufe niedrigeren Druckes des Verdichters entnom men wird.
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