CH220681A - Verfahren zur Bekämpfung pflanzlicher Schädlinge. - Google Patents

Verfahren zur Bekämpfung pflanzlicher Schädlinge.

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CH220681A
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Ig Farbenindustrie Ag
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    • B27WORKING OR PRESERVING WOOD OR SIMILAR MATERIAL; NAILING OR STAPLING MACHINES IN GENERAL
    • B27KPROCESSES, APPARATUS OR SELECTION OF SUBSTANCES FOR IMPREGNATING, STAINING, DYEING, BLEACHING OF WOOD OR SIMILAR MATERIALS, OR TREATING OF WOOD OR SIMILAR MATERIALS WITH PERMEANT LIQUIDS, NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; CHEMICAL OR PHYSICAL TREATMENT OF CORK, CANE, REED, STRAW OR SIMILAR MATERIALS
    • B27K3/00Impregnating wood, e.g. impregnation pretreatment, for example puncturing; Wood impregnation aids not directly involved in the impregnation process
    • B27K3/34Organic impregnating agents
    • AHUMAN NECESSITIES
    • A01AGRICULTURE; FORESTRY; ANIMAL HUSBANDRY; HUNTING; TRAPPING; FISHING
    • A01NPRESERVATION OF BODIES OF HUMANS OR ANIMALS OR PLANTS OR PARTS THEREOF; BIOCIDES, e.g. AS DISINFECTANTS, AS PESTICIDES OR AS HERBICIDES; PEST REPELLANTS OR ATTRACTANTS; PLANT GROWTH REGULATORS
    • A01N59/00Biocides, pest repellants or attractants, or plant growth regulators containing elements or inorganic compounds
    • A01N59/16Heavy metals; Compounds thereof
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Description


  Verfahren zur     Bekämpfung        pflanzlicher    Schädlinge.    Als     Saatguttrockenbeize    und Desinfek  tionsmittel hat man bereits     Alkylquecksilber-          verbindungen    vorgeschlagen, in denen eine       Quecksilbervalenz    an einen Säurerest, die     OH-          Gruppe    oder Schwefel, gebunden ist. Gewisse  Verbindungen dieser Reihe sind ziemlich  flüchtig und rufen Reizwirkung hervor.

    Des weiteren war bekannt, gewisse organi  sche     Quecksilberstickstoffverbindungen    wie       Aryl-    oder     Alkogyalkylverbindungen    dieser  Reihe sowie     Alkylquecksilberstickstoffver-          bindungen,    die an dem Stickstoffatom einen  eine     Carbonsäuregruppe    tragenden Rest ge  bunden enthalten, zum Beizen von Saatgut  zu verwenden.  



  Es wurde nun gefunden, dass     Alkylqueck-          silberstickstoffverbindungen    des Typus  
EMI0001.0017     
    in denen das     Stickstoffatom        cyklisch    gebun  den und der     Alkylrest    nicht substituiert sein  soll, sich vorzüglich zur     Bekämpfung    pflanz-         licher    Schädlinge eignen. Zu diesem Zwecke  werden die von solchen Schädlingen befal  lenen     bezw.    vom Befall bedrohten Artikel  mit den genannten Verbindungen behandelt.

    Dieses Verfahren eignet sich vor allem zur       Saatgutbeizung,    ausserdem zur Holzkonser  vierung, für     Schiffsbodenanstriche    und zur  Desinfektion, z. B. von ärztlichen Instru  menten.  



  Die zur Verwendung gelangenden neuen  Verbindungen zeichnen sich gegenüber den  bekannten     Alkylquecksilberverbindungen,    die  an dem Quecksilberatom einen Säurerest  oder die GH-Gruppe gebunden enthalten,  durch ihre geringere Flüchtigkeit und infolge  praktischer Reizlosigkeit durch ihre beque  mere Handhabung aus. Verglichen mit den  bekannten organischen     Quecksilberstickstoff-          Verbindungen    zeigen die neuen Verbindungen  eine bedeutend grössere     fungizide    Wirksam  keit.  



  Als     Streckmittel    kommen bei der An-      Wendung als     Trockensaatgutbeizmittel    zum  Beispiel Kaolin, Gips, Kreide, Sägemehl oder       naphtholpechsulfonsaures        Calcium,    als Kör  nungsmittel bei Anwendung als     Nassbeiz-          oder    Desinfektionsmittel Wasser, Alkohol  oder Aceton in Frage.     Trockensaatgaztbeiz-          mittel,    die nach dem vorliegenden Verfahren  verwendet werden sollen, enthalten zweck  mässig etwa, 1 bis 3 %     Hg    in Form der     Alkyl-          quecksilberverbindung.     



  Als stickstoffhaltige Reste kommen zum       Beispiel    in Frage:     Imidazol-,        Triazol-,        Pyr-          rol-,        Indol-,        Suecinimid-,        Thiomorpholin-,          Phtalimid-,        cyklisch        Sulfamid-,        o-Benzoe-          säure    -     sulfimid-,        Purin-,

          Pseudothiohyd-          anthoin-    oder     Allantoinreste.    Als besonders  geeignet haben sich Verbindungen erwiesen,  in denen das Quecksilberatom an das Stick  stoffatom eines     Naphthsultamrestes    gebun  den ist.  



  Als     Alkylreste    sind zum Beispiel der     Me-          thyl-,    Äthyl-,     Propyl-    oder     Butylrest    zu nen  nen. Besonders die niederen Glieder dieser  Reihe wie das     llethylquecIzsilbernaphthsul-          tam    haben sich als geeignet erwiesen.  



  Das Verhältnis von     dosis        curativa    zu       dosis        toxica    kann bei den neuen Verbindun  gen bei der Anwendung als Saatguttrocken  beizmittel durch Zusatz von     Adsorbentien     oder     Absorbentien    wie aktive Kohle,     Sili-          kagel    oder     Kieselgur    noch günstiger gestaltet  werden.  



  Die Darstellung der     Alkylquecksilber-          stickstoffverbindungen    der oben gekennzeich  neten Art erfolgt am besten in der Weise,  dass man     Alkylquecksilbersalze    oder     -oxyde          bezw.        -hydroxyde    in Wasser oder organi  schen Lösemitteln auf     cyclische    Stickstoff  verbindungen einwirken lässt, die ein durch  Metalle ersetzbares oder ersetztes Wasser  stoffatom an dem     Stiekstoffatom    gebunden  enthalten. Verwendet man die     Alkylqueck-          silberverbindungen    in Form ihrer Salze, so  erfolgt. die Umsetzung zweckmässig mit. den  Metall-, z.

   B.     Alkaliverbindungen    der Stick  stoffverbindungen oder unter Zusatz von  säurebindenden Mitteln wie Alkali oder     der-          0   <B>g</B> e       ichen.       Während der Herstellung der neuen Ver  bindungen kann in Gegenwart eines     inerten     Trägerstoffes gearbeitet werden, so     dass    man  direkt zu einem fertigen     Saa,tguttrockenbeiz-          mittel    gelangen kann.  



  Da die oben beschriebene Reaktion ausser  ordentlich leicht, z. B. in Gegenwart von  Wasser, vor sich geht, kann man bei der       Saatgutbeizung    anstatt von den fertig gebil  deten     Alkylquecksilberstickstoffverbindun-          gen    auch von einer Mischung der Reaktions  komponenten ausgehen. Letztere setzen sich  im Boden oder in der     Beizlösung    durch den  Einfluss des Wassers zu den gewünschten       Alkylquecksilberstickstoffverbindungen    um.  



  Die folgenden Beispiele zeigen die An  wendungsart     einiger        Alkylquecksilberstick-          stoffverbindungen    zur Bekämpfung pflanz  licher Schädlinge, die an dem Quecksilber  atom einen     cyklischen    stickstoffhaltigen Rest  enthalten, und ihre Herstellungsweise.  



       Beispiel:     Zu einer Lösung von 41 Gewichtsteilen       Naphthsultam    in 320 Gewichtsteilen Metha  nol lässt man bei Zimmertemperatur unter  gutem Rühren eine Lösung von 46,4 Ge  wichtsteilen     Methylquecksilberhydroxyd    in  <B>160</B> Gewichtsteilen Alkohol     zutropfen,    wobei  sich die neue Verbindung sofort gut kristallin  abscheidet. Man saugt sie ab und kristalli  siert sie, falls erforderlich, aus kochendem  Alkohol um.

   Das     N-(Methylmercuri)-naphth-          sulta.m    ist ein gelblicher, gut kristallisie  render Stoff, der praktisch unlöslich in Was  ser, Äther oder Benzol ist, der sich äusserst  schwer in kaltem, leichter in heissem Alkohol,  noch leichter in     Methanol    löst. Er gibt kei  nerlei Reaktionen des     jonogenen    Quecksil  bers;     eist    nach längerem Kochen mit starker  Salzsäure wird ein Teil des Quecksilbers in  die     jonogene    Form gebracht. Auch die     Queck-          silberstickstoffbindung    wird von verdünnten  Säuren und Alkalien nur wenig     bezw.    über  haupt nicht zerstört.

   Die Verbindung bleibt  beim Erhitzen auf 251   unverändert, verfärbt  sich dann     etwas    und schmilzt bei 256 bis  257   unter Zersetzung. Bei der Analyse wer-      den die theoretisch geforderten Stickstoff-,  Schwefel- und Quecksilberwerte erhalten.  



  Zu derselben Verbindung kann man auch  gelangen, indem man 41 Gewichtsteile       Naphthsultam    in 320 Gewichtsteilen einer  halbnormalen Natronlauge löst und unter  gutem Umrühren zu dieser blank filtrierten  Lösung eine Lösung von 55,4 Gewichtsteilen       Methylquecksilbernitrat    in .400 Gewichts  teilen Wasser zulaufen lässt.  



       Fusariöses    Roggensaatgut, das mit einer  Trockenbeize behandelt ist, die 2 %     N-          (Methylmercuri)-naphthsultam    enthält und  2:1000 aufgestäubt wird, zeigt einen       Fusariumbefall    von nur 1,4%, während un  behandeltes Saatgut<B>25,3%</B> kranke Pflanzen  hat.  



  Kiefernholz, das mit einer<B>0,1%</B>     N-(Me-          thylmercuri)-naphthsultam    enthaltenen     Me-          thanollösung    behandelt ist, wird durch den  Holzpilz     Coniophore    nicht mehr befallen.  



  Ähnliche Ergebnisse werden zum Beispiel  mit     N-Butyl-        bezw.        N-Äthylmercuri-naphth-          sultam,        N-Äthylmercuri-5-phenyl-5-äthyl-          barbitursäure    oder     N-Methylmercuri-sulfo-          benzoesäureimid        bezw.        -phthalimid    erhalten.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Bekämpfung pflanzlicher Schädlinge, dadurch gekennzeichnet, dass man die von solchen Schädlingen befallenen bezw. vom Befall bedrohten Artikel mit stickstoff haltigen Alkylquecksilberverbindungen des Typus EMI0003.0024 wobei das Stickstoffatom cyklisch gebunden und der Alkylrest nicht substituiert ist, be handelt. UNTERANSPRüCHE 1. Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass als stickstoff- haltige Alkylquecksilberverbindung eine Al- kylquecksilbernaphthsultamverbindung Ver wendung findet. 2.
    Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass in der Verwen dung findenden Alkylquecksilberstickstoff- verbindung der Alkylrest 1-4 Kohlenstoff atome enthält. 3. Verfahren nach Patentanspruch und Unteranspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass als stickstoffhaltige Alkylquecksilber- verbindung eine Methylquecksilberstickstoff- verbindung Verwendung findet. 4.
    Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass Methylqueck- silbernaphthsultam als stickstoffhaltige Al kylquecksilberverbindung verwendet wird. 5. Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass ein inertes festes Streckmittel verwendet wird. 6. Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass ein flüssiges iner- tes Streckmittel verwendet wird. 7. Verfahren nach Patentanspruch und Unteranspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass als Streckmittel ein Lösemittel für die stickstoffhaltige Alkylquecksilberverbindung verwendet wird. B.
    Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass die Alkylqueck- silberverbindungen zur Beizung von Saatgut angewendet werden. 9. Verfahren nach Patentanspruch und Unteranspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass bei der Saatguttrockenbeizung eine Mi schung aus der Alkylquecksilberstickstoff- verbindung und einem festen Streckmittel zur Anwendung kommt, die 1 bis 3 % Queck silber enthält.
CH220681D 1937-03-08 1938-03-02 Verfahren zur Bekämpfung pflanzlicher Schädlinge. CH220681A (de)

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