CH224647A - Verfahren zur Chromierung eines Beizenfarbstoffes. - Google Patents

Verfahren zur Chromierung eines Beizenfarbstoffes.

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CH224647A
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A-G J R Geigy
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Geigy Ag J R
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    • C09DYES; PAINTS; POLISHES; NATURAL RESINS; ADHESIVES; COMPOSITIONS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; APPLICATIONS OF MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • C09BORGANIC DYES OR CLOSELY-RELATED COMPOUNDS FOR PRODUCING DYES, e.g. PIGMENTS; MORDANTS; LAKES
    • C09B45/00Complex metal compounds of azo dyes
    • C09B45/01Complex metal compounds of azo dyes characterised by the method of metallisation

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Description


  Verfahren zur     Chromierung    eines     Beizenfarbstoffes.       Im Schrifttum sind viele Verfahren zur       Ohromierung    von     sulfons5,uregruppenhalti-          gen        Beizenfarbs-tefien    bekannt geworden,  die alle entweder in der Anwendung von       Chromisalzen,oder    von     Chromhydroxyd        bezw.          Chromiten    bestehen.  



  Nach all diesen bekannten Verfahren  gehen     sulfonsäur-egruppenfreie        -o-Oxycarboxy-          farbstoffe    vom Typus des     Eriochromazurols          B(Schultz-Lehmann,        Farbstofftabellen,   <B>7.</B> Auf  lage,     Nr.   <B>838)</B> oder des     Eri-oellromflavin3   <B>A</B>       (lo,c.        eit.        Nr.   <B>258)</B> in vollständig unlösliche  Verbindungen über.  



  Es ist ferner 'bekannt,     dass        sulfonsäure-          gruppenfreie        o,o-Dioxyazofarbstoff-o    durch  Behandlung mit     Chromisalzen    in     wässrig-          alko,holischer    Lösung oder durch Einwirkung  chromabgebender Mittel in alkalischem Me  dium in Gegenwart von Salzen     aliphatischer          o-Oxycarbonsäuren        inalkohollösliclie        Chrom-          verbind:ungen    übergeführt werden können,  die aber nicht     waeserlöslich,    sind.  



  Es wurde nun die     überrasAende    Ent  deckung gemacht,     dass    s-alfensäuregruppen-    freie     Beizenfarbstoffe    der oben genannten<B>Ty-</B>  pen in     waseterlösliche    Chromverbindungen  übergeführt werden können, wenn man sie in       wässriger    Lösung oder Suspension bei     erhöll-          ter    Temperatur offen oder unter Druck mit  komplexen Chromverbindungen von aromati  schen     o-Oxycarbioneäuren    behandelt und     da,

  -          bei    auf<B>jede</B>     eliro-mierbare    Gruppe     ödes        Beizen-          farbstoffes    mindestens ein Atom Chrom an  wendet.  



  Komplexe     Cliromverbind:ungen    von     aro-          matisv,hen        o,-Oxy#earbo-nsäuren    erhält man  nach     Barbieri    (R.<B>A.</B> L.<B>[5]</B> 24 1.<B>608)</B> durch  Behandlung ihrer     Alkalisalzlösungen    mit       Chromisalzen.    Geeignete     o-Oxy-          earbons,äuren    sind beispielsweise die     Salicyl-          säure,    ihre Homologen und     Substitutionspro-          dukte,        wie        Sulfosalicy1säure,

          Sullokresotin-          Auren,    ferner     o-Oxynaplitoos#äuren    und ihre       Substitutienspro,dukte,    wie     Sullo-ss-o#xynaph-          toesäure        usw.    Auch,     Diaminverbindungen          komplex-er        Cliromverbindungen    aromatischer       o-Oxycarbon,sä,ur,en,    wie     Diamin-ehro#msalieyl-          säure        bezw.    ihre     Alkaliealze,

      die man bei-           spielsweise    aus     ehromsalicyl!sauren        Alkali-          salzen    beim Stehen mit überschüssigen     Ami-          n-en    wie Ammoniak,     Alkylaminen,        Äthylen-          diamin,        Pyridin,    als rotviolette kristallisierte  Verbindungen erhält, sind zur Verwendung  nach vorliegendem Verfahren geeignet.  



  Die Bildung wasserlöslicher     Chromver-          bin,dungen    von     sulfonsäuregruppenfreienBei-          zenfarbstoffen    war nicht vorauszusehen, und  der sehr glatte Verlauf der     Chromierun,g    ist  überraschend, besonders da komplexe Chrom  verbindungen von     aliphatischen        o-Oxycarbon-          säuren,    wie Versuche zeigten, als chromab  gebende Mittel' für die     Chromierung    von       Beizenfarbstoffen    nicht sehr zweckdienlich  sind.  



       Die    neuen wasserlöslichen Chromverbin  dungen von     sulfonsäuregruppenfreien        o-Oxy-          carboxyfarbstoffen    erweitern das Anwen  dungsgebiet vieler längst bekannter Farb  stoffe. Sie können beispielsweise zum Färben  von     Cellulose    wie Baumwolle oder Papier,  zum Färben von Seide aus schwach saurem  Bad oder von Leder Verwendung finden.

    Gegenüber den nach bekannten     Chromie-          rungs#verfahren    erhältlichen analogen, voll  ständig     wasserunlösliehen        Chromverbindun-          genstellen    die neuen     wasserlö#slichen    Chrom  verbindungen eine wesentliche Bereicherung  ,der Technik dar.  



  Die neuen wasserlöslichen Chromverbin  dungen von     sulfonsäuregruppenfreien        o,o'-Di-          oxyazofarbstoffen    ziehen aus schwach saurem  Bad gleichmässig auf tierische Fasern und  teilweise auch auf Baumwolle. Sie eignen  ,sich auch zum Färben von Leder.  



  Gegenstand des vorliegenden Patentes ist  ein Verfahren zur     Chromierung    des durch  Kuppeln von     dia-zotiertem        4-Nitro-2-amino-          phenol    mit     1-Phenyl-3-methyl-5-pyrazolon     erhaltenen     Beizenfarbstoffes,    dadurch ge  kennzeichnet,     dass    man<B>1</B>     Mol    dieses Farb  stoffes in     wässriger    Lösung bei erhöhter Tem  peratur mit mindestens<B>1</B>     Mol        Sulfesalieyl-          säure-Chromkomplexverbindung    behandelt.

           Be40et:     <B>19,6</B> Teile     des        sulfonsäuregruppenfreien          Fa#rbstoffes,    erhalten     auodiazotiertera4-Nitru-          2-aminophenol    und     1-Phenyl-'3-methyl-5-pyr-          azolon,    werden in<B>800</B> Teilen heissem Wasser  mit<B>100</B> Teilen 34%iger Natronlauge gelöst  und mit<B>130</B> Teilen einer Lösung von     chrom-          ,sulfosalicylsaurem    Natrium (entsprechend  <B>5</B> Teilen     Chromoxyd)    unter     Rückfluss    ge  kocht.

   Die     orangegefärbte    Lösung scheidet  dabei etwa<B>5</B> Teile brauner     Kriställchen    aus,  die nach 2 Stunden heiss     abfiltriert    werden.  Die neue wasserlösliche Chromverbindung  gewinnt aus dem Filtrat durch     Aus-salzen.     Sie erzeugt aus schwachsaurem Bad auf     tie-          rWher    Faser gut lichtechte, gleichmässige,  gelborange Färbungen.  



  Gleiche Produkte erhält man mit     ehrom-          sulfo,s#alicylsaurem    Ammonium und     diamin-          ehremsulfosalieyl#saurem    Ammonium.  



  Man erhält die genannten     Chromierungs-          mittel        duixh    Auflösung von<B>1</B> Grammatem       Chromhydroxyd    in,     ein-er    Lösung von 2 Gramm  atomen     Sulfosalicylsäure    in<B>1</B> Liter     Waffle!r     und Neutralisation mit Soda     bezw.    Ammo  niak bis zu bleibender     lackmusneutraler    Re  aktion.

   Das     diaminehr mulfoselicylsaure     Ammonium erhält man aus     ehromsulfosali-          cy1saurem,    Ammonium als     pfirsichblütenrote          Kriställchen    beim Stehen der mit     NH,    ge  sättigten Lösung. Mit Aminen,     wieAthylen-          diamin,        Alkylaminen,        Pyridin,        Piperidin        usw.,     erhält man analoge Verbindungen.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCIT: Verfahren zur Chromierung des durch Kupp#eln von diazotiertem 4-Nitro-2-amino- phenol mit 1-Phenyl-3-methyl-5-pyrazolon erhaltenen Beize'nfarbstoffes, dadurch ge kennzeichnet, dass man<B>1</B> Mol dieses Farb stoffes in wässriger Msung bei erhöhter Temperatur mit mindesteng<B>1</B> Mol Sulfosali- eyls#äure-Chromkomplexverbin,
    dung behandelt. Die neue wasserlösliche Chromkomplex- verbindung erzeugt auf tierischer Faser gut lichtechte, gleichmässige, gelborange Fär bungen.
CH224647D 1941-10-15 1941-10-15 Verfahren zur Chromierung eines Beizenfarbstoffes. CH224647A (de)

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