CH226927A - Verfahren zur Herstellung von Diazoketonen. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Diazoketonen.

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CH226927A
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Ig Farbenindustrie Ag
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07CACYCLIC OR CARBOCYCLIC COMPOUNDS
    • C07C245/00Compounds containing chains of at least two nitrogen atoms with at least one nitrogen-to-nitrogen multiple bond
    • C07C245/12Diazo compounds, i.e. compounds having the free valencies of >N2 groups attached to the same carbon atom
    • C07C245/14Diazo compounds, i.e. compounds having the free valencies of >N2 groups attached to the same carbon atom having diazo groups bound to acyclic carbon atoms of a carbon skeleton

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
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  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)

Description


      Verfahren        zur    Herstellung von     Diazoketonen.            Diazoketone    lassen sich     bekanntlich    in ein  fachster Weise durch     Acylierung    von     Diazo-          methan    und seinen Homologen herstellen.

   Man    ist bisher so verfahren, dass man     Carbonsäure-          halogenide    oder     -anhydride    in Lösungen über  schüssigen     Diazoalkans    eintrug, wobei nach  den Gleichungen  
EMI0001.0013     
  
    (1) <SEP> R-CO-Hal <SEP> + <SEP> CH2N@ <SEP> R-CO-CHN2 <SEP> -f <SEP> - <SEP> HHal
<tb>  bezw. <SEP> (R-C0)20 <SEP> -@- <SEP> CH,N2 <SEP> <B>></B> <SEP> R-CO- <SEP> CHNs <SEP> +HOOC-R
<tb>  (2) <SEP> HHal <SEP> -i- <SEP> CHQN2 <SEP> <B><I>>-</I></B> <SEP> N, <SEP> + <SEP> CH9Hal
<tb>  bezw. <SEP> R-COOH+ <SEP> CH2N2
<tb>  Na <SEP> +R-COOCH3       insgesamt 2 Hol     Diazomethan    verbraucht wer  den. (R bedeutet einen beliebigen organischen  Rest).

   Das     Arbeiten    mit grossen Mengen     Diazo-          alkanlösung    ist umständlich und wegen der  Giftigkeit und Explosivität der     Diazoalkane     nicht unbedenklich.  



  Es wurde nun gefunden, dass man     Diazo-          ketone    in technisch sehr einfacher Weise aus       Carbonsäurehalogeniden    und     -anhydriden    mit  Hilfe von     Diazoalkanen    herstellen kann, wenn  man das     Diazoalkan        in.    Gegenwart des mit    ihm umzusetzenden     Garbonsäurederivates    in  an sich bekannter Weise durch     Aufeinanderein-          wirkenlassen    einer     N-Nitroso-alkylaminover-          bindung,

  -    eines     niedrigmolekularen        Alkohols     und einer     alkoholunlöslichen,        alkalisch    reagie  renden Substanz entwickelt.  



  Die Bildung des     Diazoalkans    aus der     N-          Nitroso-alkylaminoverbindung,    z. B.     Nitroso-          methylurethan,    und dem     niedrigmolekularen          Alkohol,    z. B. Methanol, erfolgt bekanntlich  unter gleichzeitiger Entstehung des Kohlen-           säureesters    des zugesetzten Alkohols nach der Gleichung:  
EMI0002.0002     
    Das so entstandene     Diazoalka.n    wirkt beim  erfindungsgemässen Verfahren sofort auf das  anwesende, mit ihm umzusetzende     Carbon-          säurederivat,    z.

   B.     Carbonsäurehalogenid        bezw.          -anhydrid    ein.  



  Als alkoholunlösliche, alkalisch reagierende  Substanzen, die die in Gleichung 3 wieder  gegebene     L"msetzung    katalytisch bewirken,  sind vor allem das Kalium- und     Natrium-          carbonat    geeignet.  



  Man verfährt zweckmässig so, dass man  in überschüssigen, mit einem     Alkalicarbonat     versetzten     Methyl-    oder andern     niedrigmole-          kularen    Alkohol ein gegebenenfalls mit einem  indifferenten Lösungsmittel, wie     Äther,        Dioxan,          Tetrahydrofuran    oder Benzol, verdünntes     C;

  e-          misch    der     N-N        itroso-alky        laminoverbindung    und  des     Säurechlorids    oder     -anhydrids        eintropfen     lässt. Die Umsetzung erfolgt zweckmässig unter  Kühlung bei     etwa    0-5  ; sie kann in man  chen Fällen auch bei höheren oder tieferen  Temperaturen durchgeführt     werden.     



  Das Verfahren bietet den Vorteil, dass  kein freies     Diazoalkan    auftritt und somit  Gefährdungen durch solches praktisch ausge  schlossen sind. Überraschenderweise reagieren       Säurehalogenide        bezw.        -anhydride    so fast     aus-          schliesslich    unter Bildung von     Diazoketonen;     eine     Veresterung    mit dem als Lösungsmittel  dienenden Alkohol erfolgt daneben, trotz der  Gegenwart des     Alkalicarbonates,    nur in unter  geordnetem Masse.

   Ein weiterer Vorteil des  Verfahrens besteht darin, dass man in vielen  Fällen mit weniger als 2     11o1        N-Nitroso-alkyl-          aminoverbindung,    berechnet auf das     Carbon-          säurederivat,    auskommt, weil die nach der  obigen Gleichung 1 abgespaltene Halogen  wasserstoffsäure zum Teil durch das     Alkali-          carbonat    unter Bildung von     Alkalihalogenid     abgefangen wird.  



  Die Aufarbeitung des erhaltenen Reaktions  gemisches kann in der     Weiso    erfolgen, dass    man die von     anorganischen    Bestandteilen  durch Filtrieren befreite Lösung eindampft,       zweckmiissig    unter vermindertem Druck.

   Die       Diazoli:etone        hinterbleiben    dann meistens in  schon recht reiner Form und lassen sich durch       Vmkristallisiereii,        zuweilen    auch durch Destil  lation, weiter     reinigen.    'Man kann auch so       verfahren,    dass man die alkoholische Lösung  mit berechneten     -Mengen    alkoholischer Lauge  oder     Alkalinietall-alkoliolat,    zweckmässig in  der Kälte,

   zur     Verseifung    des gebildeten       Kohlensäureesters    und sonstiger Ester versetzt  und die     Diazoketone    dann durch Zusatz von       Wasser    ausfällt.  



  Die     Diazoketone    sind sehr wichtige Zwi  schenprodukte für die Herstellung der ver  schiedenartigsten Produkte. So lassen sie sich  bekanntlich durch saure     Verseifung    in     Acy        1-          carbinole        R-CO-CH:OH        bezw.    in deren  Ester umwandeln; ferner lassen sie sich in  die den     Ausgangscarbonsäuren    homologen       Carbonsä        uren        bezw.    in deren Ester oder       Amide    überführen.

   Sie werden daher, beson  ders bei der Synthese von Naturstoffen,  Hormonen, Alkaloiden und andern pharma  zeutischen Präparaten, als Zwischenprodukte  vielfach verwendet.  



  Das Verfahren wird durch die folgenden  Beispiele näher erläutert. Die angegebenen  Teile sind Gewichtsteile.    <I>Beispiel 1:</I>  In ein Gemisch von 300 Teilen Methanol  und 30 Teilen gepulvertem     Kaliumoarbonat,     dein man einige Tropfen     Nitrosomethyluretha.n     zugesetzt hat, lässt man bei<B>0-5'</B> unter  gutem Rühren eine Lösung von 18,6 Teilen       p-Nitrobenzoj-lcliloi@id    und 15 Teilen     Nitroso-          methylurethan    in 50 Teilen     Dioaan    im Laufe  einer Stunde     eintropfen.    Man rührt noch kurze  Zeit bei gewöhnlicher Temperatur nach, fil  triert dann von den anorganischen Anteilen      ab,

   wäscht den Filterrückstand mehrmals mit  warmem Methanol nach und engt die ver  einigten Filtrate bei vermindertem Druck ein.  Aus der eingeengten Lösung     kristallisieren     beim     Erkaltenlassen    17 Gewichtsteile     p-          Nitrobenzoyldiazomethan    aus. Die Verbindung  schmilzt nach dem     Umkristallisieren    aus       Nethanol    bei 97-98  . Als Nebenprodukt er  hält man geringe Mengen     p-Nitrobenzoesäure-          methylester.     



  <I>Beispiel 2:</I>  30 Teile technisches     Stearinsäurechlorid     werden mit 25 Teilen     Nitrosoäthylurethan     gemischt und bei<B>0-5'</B> unter Rühren in ein  Gemisch von 500 Teilen Methanol und 30  Teilen gepulvertem wasserfreiem     Natrium-          carbonat    eingetropft. Man erhält nach der  Aufarbeitung 27 Teile eines halbfesten     Diazo-          ketons,    das im wesentlichen aus     Stearyl-a-          diazoäthyl-keton    besteht.  



       Beispiel   <I>3:</I>  22,6 Teile     Benzoesäureanhydrid    werden  mit 15 Teilen     Nitrosomethylurethan    gemischt  und in 300 Teile wasserfreien     Äthylalkohol,     der zuvor mit 30 g     Kaliumcarbonat    und einigen  Tropfen     Nitrosomethylurethan    versetzt wurde,  eingetropft. Nach beendeter Reaktion fügt  man zu dem Gemisch bei 0   eine Lösung  von metallischem Kalium in wasserfreiem  Äthylalkohol. Nach beendeter     Verseifung    der  Ester giesst man das Reaktionsgemisch in  Wasser und nimmt das ölig abgeschiedene       Diazoacetophenon    durch Ausschütteln mit  Äther auf.

   Die Ätherlösung wird     getrocknet     der nach Verdampfen des Lösungsmittels ver  bleibende Rückstand liefert bei der Destil  lation bei     vermindertem    Druck 9 Teile reines       Diazoaeetophenon.       <I>Beispiel</I>  Zu einem Gemisch von 400 Teilen Methanol       und    30 Teilen gepulvertem     Kaliumcarbonat     fügt man 2 Teile     N-Nitroso-N-methyldiaceton-          amin        (CHs)aC-CHz-C0-CHa        _     I       CH3-N-NO     (hergestellt aus     Mesityloxyd,        Methylamin    und  salpetriger Säure).

   Man lässt zu diesem Ge-    misch unter Rühren bei 5-10       allmählich     eine Lösung von 27     Teilen        Anthrachinon-2-          carbonsäurechlorid    und 20 Teilen     N-Nitroso-          N-methyl-diacetonamin    in     Dioxan        eintropfen.     Nachdem alles eingetragen ist, rührt man       etwa        '/s    Stunde lang bei     gewöhnlicher    Tempe  ratur nach und     filtriert    dann die Lösung.  Der Rückstand wird mehrfach mit warmem  Methanol ausgezogen.

   Die Auszüge werden  mit dem     ursprünglichen    Filtrat vereinigt und  unter vermindertem Druck     eingeengt.    Aus  dem Rückstand, der auch noch zum Teil das  aus dem     N-Nitroso-N-methyl-diacetonamin     entstandene     Mesityloxyd    enthält,     kristallisiert     das     2-Diazoacetyl-anthrachinon    vom Zer  setzungspunkt<B>1790</B> in guter Ausbeute aus.

    <I>Beispiel 5:</I>  Eine Lösung von 20,3 Teilen     Isophthaloyl-          chlorid    und 35 Teilen     Nitrosomethylurethan     in     Dioxan    wird allmählich unter Rühren bei  <B>5-100</B> in ein     Gemisch    von 350 Teilen  Methanol, 5     Teilen        Nitrosomethylurethan    und  50 Teilen gepulvertem     Kaliumcarbonat    einge  tropft. Man rührt nach beendetem Zulauf  noch kurze Zeit bei     gewöhnlicher    Temperatur  nach und filtriert dann.

   Die Lösung enthält  das     m-Bis-(diazoacetyl)-benzol,    das man, ohne  es zu     isolieren,    durch Zugabe geringer Men  gen frisch gefälltem Silberoxyd als Kataly  sator nach dem     Verfahrem    des Patentes  Nr. 630953 in den     bekännten        Dimethylester     der     m-Phenylen-di-essigsäure    umlagern     kann.  

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung von Diazo- ketonen durch Umsetzung eines Carbonsäure- derivates mit einem durch Aufeinanderein- wirkenlassen einer N-Nitroso-alkylaminover- bindung, eines niedrigmolekularen Alkohols und einer alkoholunlöslichen, alkalisch reagieren den Substanz hergestellten Diazoalkans, da durch gekennzeichnet,
    dass man das Diazo- alkan in Gegenwart des mit ihm umzusetzen den Carbonsäurederivates herstellt.
CH226927D 1940-05-24 1941-04-02 Verfahren zur Herstellung von Diazoketonen. CH226927A (de)

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