CH227977A - Verfahren zur Herstellung einer Diazoaminoverbindung. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung einer Diazoaminoverbindung.

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CH227977A
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Aktiengesellsc Farbenindustrie
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Ig Farbenindustrie Ag
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  Verfahren zur Herstellung einer     Diazoaminoverbindung.            Diazoaminoverbindungen,    welche in dem  an der     Farbstoffbildung    nicht beteiligten  Rest saure salzbildende Gruppen tragen, fin  den in der     Färberei    und Druckerei vielsei  tigste Anwendung, da sie bei der Behand  lung mit Säuren leicht die kupplungsfähigen       Diazoverbindungen        zurückliefern.    Der an der       Farbstoffbildung    nicht beteiligte Rest der       1)ia.zoaminoverbindungen    wird als Stabili  sator bezeichnet.  



  Gemäss der vorliegenden Erfindung wer  den nun Verbindungen der folgenden Formel  
EMI0001.0009     
    worin     R1Wasserstoff,        Alkyl    oder substituier  tes     Alkyl    und     R.    den     Rest-    einer Amino-         alkylsulfonsäure    oder     -carbonsäure    oder einen       Alkylrest    mit     löslichmachenden    Gruppen be  deuten, als Stabilisatoren in     Diazoaminover-          bindungen    verwendet.

   Die Herstellung der  artiger     Diazoaminoverbindungen    kann in der  üblichen Weise durch     Einwirkung    von     Diazo-          verbindungen    aromatischer Amine auf die er  wähnten Stabilisatoren in Gegenwart von  säurebindenden     Mitteln    erfolgen. Als aroma  tische     Diazoverbindungen    werden vorzugs  weise solche angewendet, welche keine was  serlöslichmachenden Gruppen enthalten.  



  Die so erhaltenen     Diazoaminoverbindun-          gen    zerfallen bei der Einwirkung von Säure  oder säureabgebenden Mitteln in ihre Aus  gangsstoffe. Sie können daher zur Darstel  lung von     Azofarbstoffen    auf der Faser nach  den bekannten Verfahren verwendet werden.  Infolge ihrer leichten     Spa-ltbarkeit    eignen sie  sich besonders zur Verwendung im Verfah  ren der deutschen Patentschrift Nr. 697185.

    Gegenüber den aus der deutschen Patent-           schrift        Nr.671788    bekannten     I;iazoaminover-          bindungen,    die im Stabilisator eine     Sulfoii-          a.midgruppe    enthalten, aber in dieser Gruppe  nicht durch einen Rest mit sauren salzbilden  den Gruppen substituiert sind, zeichnen sich  die neuen     Diazoaminoverbindungeii    durch  eine bessere Löslichkeit und leichtere Spalt  barken aus.  



  In der genannten Patentschrift N r.     (i71788     sind     Diazoaminoverbindungen        beschrieben,        zti     deren Herstellung primäre oder     sel#:undäi-e     Amine der     Benzolreihe,    die eine gegebenen  falls substituierte     Sulfona.midgruppe    und  mindestens eine freie oder mehrere     Carboxyl-          gruppen    aufweisen, als Stabilisatoren ver  wendet werden.

   Die in vorliegendem V erfah  ren zur Verwendung kommenden Stabilisa  toren unterscheiden sich von den     a.us    dem be  kannten Verfahren verwendeten grundsätz  lich dadurch, dass sie im Falle der Anwesen  heit der     Sulfonamidgruppe    in dieser     Crruppe     durch Reste mit sauren salzbildenden Grup  pen substituiert sind.

   Da. externe Säuregrup  pen einen andern     Aciditätsgrad    aufweisen als  kernständige     Säuregruppen    und somit die  Eigenschaften des ganzen Moleküls ändern  können, war es nicht vorauszusehen, dass       Diazoaminoverbindungen    mit externen Säure  gruppen im Molekül des Stabilisators Eigen  schaften besitzen, die sie für ihre Verwen  dung zur Herstellung von     Azofa.rbstoffen     auf der Faser nach den bekannten Verfahren  besonders wertvoll machen.  



  Die verwendeten     Stabilisatoren    werden  nach bekannten Verfahren hergestellt, indem  man zum Beispiel     ?-Halogenbenzoesäui-e     durch Einwirkung von     Chlorsulfonsäure    in  das     2-Halogenbenzoesäure-sulfonsäurcclilorid     überführt,

   im     Sulfonsäurechloridrest    das  Chlor durch einen     Aminoalliylcarbons#iui-c-          oder        -sulfonsäurerest    ersetzt     bezw.    den     Sul-          fonsäurechloridrest    zum     Sulfinsäurerest    re  duziert und in bekannter Weise durch Um  setzen mit einer     halogenhaltigen    Säure in das  entsprechende     Sulfon    verwandelt und schliess  lich das zweiständige Halogen durch einen  primären oder sekundären     Aminrest    ersetzt.  



  Gegenstand des vorliegenden Patentes ist    nun ein Verfahren     zur        Herstellung    einer     Di-          azoaminoverbindun-.        [Jas        Verfahren    ist da  durch     gekeiiiizeichiiet,    dass man die     Diazover-          bindung    von     1.-Amino-2-methvl-5-ehlorbenzol     auf das     L)inati,iunisalz    der     Verbindung    der  folgenden     7,usaninicnsc@tzun(>,

       
EMI0002.0052     
  
EMI0002.0053     
  
    einwirken <SEP> lässt.
<tb>  Die <SEP> neue <SEP> Verbindung <SEP> stellt <SEP> ein <SEP> blassgel  bes <SEP> kristallines <SEP> Pulve=r <SEP> dar, <SEP> das <SEP> sieh <SEP> leicht <SEP> in
<tb>  Wasser <SEP> löst. <SEP> Si(- <SEP> soll <SEP> zur <SEP> lferstellung, <SEP> von
<tb>  Farbtoffr:n, <SEP> inslieonflf@re <SEP> auf <SEP> der <SEP> Faser <SEP> vor  wendet <SEP> werden.
<tb>  <I>lic#ispiel:

  </I>
<tb>  In <SEP> eine <SEP> Uisung <SEP> von <SEP> 1.1 <SEP> 11o1 <SEP> des <SEP> Di  natriumsa.lzes <SEP> der <SEP> Verbindung <SEP> der <SEP> folgenden
<tb>  Zusammensetzung     
EMI0002.0054     
    die     finit    einem     Cherschuss    an     Natriumaeetat     versetzt worden ist. lässt man die     Diazover-          bindung,    von 1     11o1        1-Aniino-2-metliyl-1-          elilorlien7ol        einlaufen:

          unter    guter     Aussen-          kühlung    stumpft     man        dann    langsam mit Na  tronlauge     bis        zur    deutlich     alkalischen    Reak  tion ab und salzt die     ;gebildete        1)iazoainino-          verbindung,:    durch     Steinsalz        Baus.    Sie stellt ein       Massgelbe,    kristalline.     Pulver    dar,     das    sich  leicht in     ZVass(,r    löst.  



       I)er        verwendete        Stahilisator    wird folgen  dermassen     Hergestellt:    1 Teil ?-Clilorb,@azoe-      säure wird mit 6 Teilen     Chlorsulfonsäure     10 Stunden auf 85-90  erhitzt;

   dann wird  die Reaktionsmasse auf Eis gegossen und das  ausgeschiedene 2-     Chlorbenzoesäuresulfon-          säurechlorid    abgesaugt. 1     Mol    des so erhal  tenen     Sulfonsäurechlorids    wird in kleinen  Anteilen unterhalb 20  in eine wässerige Lö  sung von 1     Mol        #lethylaminoäthansulfon-          säure    eingetragen, wobei durch Zugabe von  Natronlauge die     Realz-tion    dauernd schwach  alkalisch gehalten wird.

       hm    das zweistän  dige Chlor durch die     Methylaminogruppe    zu  ersetzen, wird die erhaltene Lösung mit einem       Cberschuss    an     Methylamin    in Gegenwart von  Kupfersalzen im     Autoklaven    bei ungefähr  l25  in bekannter Weise zur Umsetzung ge  bracht. Das Reaktionsprodukt wird durch       Aussalzen    mit Kochsalz abgeschieden.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung einer Diazo- a,minoverbindung, dadurch gekennzeichnet, dass man die Diazoverbindung von 1-Amino- 2-methyl-5-ehlorbenzol auf das Dinatrium- salz der Verbindung der folgenden Zusam mensetzung EMI0003.0024 einwirken lässt. Die neue Verbindung stellt ein blassgel- bes kristallines Pulver dar, das sich leicht in Wasser löst.
CH227977D 1939-06-27 1941-07-19 Verfahren zur Herstellung einer Diazoaminoverbindung. CH227977A (de)

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