Verfahren zur Regelung von Wärmekraftanlagen, in denen mindestens der grössere Teil eines gasförmigen Arbeitsmittels einen Kreislauf beschreibt, und Einrichtung zur Ausführung dieses Verfahrens. Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Regelung von Wärmekraftanlagen, in denen mindestens der grössere Teil eines gasförmi gen Arbeitsmittels einen Kreislauf beschreibt, wobei es in mindestens einem Verdichter auf höheren Druck gebracht, darauf durch äussere Wärmezufuhr erhitzt und dann in mindestens einer jenen Kreislaufverdichter antreibenden und in mindestens einer einen Nutzleistungs empfänger antreibenden Turbine entspannt wird, wobei die den Kreislaufverdichter lund die den Nutzleistungsverbraucher antreibeunde Turbine voneinander unabhängige Drehzah len haben.
Ferner betrifft die Erfindung eine Einrichtung zum Ausführen dieses Ver fahrens.
Bei Anlagen dieser Art wird somit zwi schen der Nutzleistung abgebenden Turbine und der den Kreislaufverdichter antreibenden Turbine weder durch eine mechanische doch anders geartete Kupplung ein festes Dreh- zahlverhältnis erzwungen. Diese Betriebsart ist besonders von Vorteil bei Anlagen, in denen Nutzleistung an einen Verbraucher mit stark veränderlicher Drehzahl, zum Bei spiel an einen Verdichter, ein Hochofeu- gebläse oder eine Pumpe und dergleichen ab zugeben ist oder bei Anlagen, die zum An trieb eines Schiffes oder einer Lokomotive dienen.
Die den Kreislaufverdichter antrei bende Turbine wird dabei zweckmässig auf fester oder nur verhältnismässig wenig ver änderlicher Drehzahl gehalten, während eine Drehzahländerung des Nutzleistungsemp- fängers von der diesen antreibenden Turbine mitgemacht wird. Dadurch wird erreicht, dass sich das Verhältnis des höchsten Druckes #",lm niedrigsten Druck im Kreislauf praktisch nicht ändert.
Bei einer für eine bestimmte Normaldreh zahl des Kreislaufverdichters ausgelegten Anlage ist bei dieser Drehzahl im wesent- liehen das Leistungsgleichgewicht zwischen Leistungsbedarf des Kreislaufverdichters und Leistungserzeugung der ihn antreibenden Turbine im Beharrungszustand auch bei Teil last vorhanden, sofern das verdichtete Arbeits mittel stets auf die gleiche Temperatur er hitzt und zur Änderung der Leistung der An lage nur der Arbeitsmittelinhalt im Kreislauf verändert wird.
Störungen des Leistungs- gleichgewichtes können jedoch vorübergehend auftreten im Augenblick des Überganges von einer Last zu einer andern, d. h. im Augen blick einer Druckpegeländerung im Kreis lauf, da sich dann, infolge Ein- oder Aus lassens von Arbeitsmittel an einer bestimm ten Stelle des Kreislaufes, das Verhältnis von Höchst- zu Tiefstdruck im Kreislauf vorüber gehend ändert.
Diese Störungen können verstärkt auftre ten, wenn beispielsweise zwecks rascher Sen kung der Leistungsabgabe die Wirkung der Druckpegelsenkung noch durch vorüber gehende Betätigung anderer, die Nutzleistung vermindernder Mittel, wie Drosselung des Kreislaufstromes oder Freigabe eines Neben schlusses zum Kreislaufverdichter unterstützt wird.
Um derartige grössere Abweichungen von der Normaldrehzahl des Kreislaufverdichters zu vermeiden, ist eine Wiederherstellung des Gleichgewichtes zwischen erhaltener und be nötigter Leistung in bezug auf diesen Ver dichter erforderlich. Gemäss dem Verfahren nach vorliegender Erfindung werden nun bei Leistungsabgabeänderungen auf der Nutzlei stungsempfängerseite und während sich dlie dadurch hervorgerufenen, auf den neuen Be harrungszustand einstellenden Regelvorgänge abspielen, Drehzahlabweichungen der den Kreislaufverdichter antreibenden Turbine über und unter einen vorgesehenen Bereich durch Begrenzen vorübergehender Abwei chungen des in dieser Turbine verarbeiteten Druckgefälles von dem darin im Beharrungs zustand verarbeiteten Gefälle verhindert.
Auf den beiliegenden Zeichnungen sind beispielsweiss Ausführungsformen von Ein richtungen zur Ausführung des erfindungs- gemässen Verfahrens gezeigt, und zwar ver anschaulicht: Fig. 1 in vereinfachter Darstellungsweise die Anwendung einer solchen Einrichtung in einer Anlage, in welcher eine den Kreis laufverdichter antreibende und eine Nutzlei stung abgebende Turbine vom Kreislauf strom nacheinander durchflossen werden sowie eine Veränderung des Druckgefälles in der den Kreislaufverdichter antreibenden Turbine durch Freigabe entweder eines Stu fen dieser Turbine oder eines Stufen der Nutzleistungsturbine umgehenden Arbeits mittelstromes erreicht wird;
Fig. 2 die Anwendung einer solchen Ein richtung in einer Anlage, in welcher eine den Kreislaufverdichter antreibende und eine Nutzleistung abgebende Turbine je von einem Teil des Kreislaufstromes parallel durchflos sen werden. Fig. 3 zeigt in einem r - N bezw.
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Diagramm den Zusammenhang zwischen ge wissen Leistungsaufnahme- bezw. Leistungs abgabecharakteristiken.
Fig. 4 zeigt eine weitere Ausführungs form, bei welcher ein Regler in Abhängigkeit von einer obern und untern Grenzdrehzahl den Eintritt von Arbeitsmittel in bezw. den Austritt aus dem Kreislauf unterbricht, und Fig. 5 zeigt schliesslich eine Einrichtung, bei -v elcher die den Ein- und Auslass von Ar beitsmittel in bezw. aus dem Kreislauf be herrschenden Mittel von einem Drucl,:verhält- nis beeinflusst werden.
In der in Fig. 1 gezeigten Anlage durch strömt das Arbeitsmittel des Kreislaufes nacheinander einen Kreislaufverdichter 1, einen Wärmeaustauscher 2, einen Erhitzer 3, in welchem dem Arbeitsmittel Wärme von aussen zugeführt wird, eine den Kreislauf verdichter 1 antreibende Turbine 4, eine Lei tung 5, welche die Turbine 4 mit einer Nutz leistung abgebenden Turbine 6 verbindet, dann diese Turbine 6 und hierauf eine Lei tung 7, durch welche es wieder in den @Värmeaustauscher ? velangt, den es durch strömt, um schliesslich über einen Vorkühler 8 wieder in den Kreislaufverdichter 1 zu ge langen. Als Nutzleistungsempfänger ist ein Verdichter 9 vorgesehen.
Die Regelung der Leistungsabgabe erfolgt durch Druckpegel änderung im Kreislauf und wird von einem Mengenregler 10 aus beeinflusst, dessen Kol ben 11 unter dem Wirkdruck einer in die Saugleitung des Nutzleistung empfangen den Verdichters 9 eingebauten Venturidüse 12 steht. Mit dem Kolben 11 steht ein Steuerschieber 13 in Wirkungsverbindung, welcher den Zufluss von Druckflüssigkeit zu einem Hilfsmotor 14 steuert. Dieser betätigt einen Schieber 15, der bei einer Verschiebung aus der gezeichneten Mittellage nach unten Arbeitsmittel aus einem Speicher 16 hohen Druckes an der Stelle 17 in den Kreislauf eintreten und bei einer Verschiebung aus der Mittellage nach oben Arbeitsmittel aus dem Kreislauf in einen Speicher 18 niederen Druckes gelangen lässt.
Bei zu kleiner Fördermenge, also zu klei nem Wirkdruck der Düse 12, wird der Kol ben 11 durch Federdruck angehoben, so dass der Steuerschieber 13 Druckflüssigkeit nach der obern Seite des Kolbens des Hilfsmotors 14 gelangen lässt und dieser Kolben sich daher nach unten bewegt, mit dem Ergebnis, dass der Schieber 15 dann so lange Arbeits mittel aus dem Speicher 16 in den Kreislauf überströmen lässt, bis die von der Anlage ab gegebene Leistung genügt, um den Verdich ter 9 auf die zur Förderung der verlangten Menge erforderliche Drehzahl zu bringen.
Zur Herstellung des Leistungsgleich gewichtes zwischen Turbine 4 und Kreislauf verdichter 1 ist diesem Aggregat ein Flieh kraftpendel 19 zugeordnet, welches über eine Stange 20 mit einem Steuerschieber 21 in Wirkungsverbindung steht. Dieser Schieber 21 beherrscht den Zufluss von Druckmittel zu einem Hilfsmotor 22, welcher seinerseits einen Schieber 23 betätigt, der in den Lagen unterhalb seiner Mittellage die Verbindung zwischen der Leitung 5, welche die Turbinen 4 und 6 verbindet, und einer vor der Turbine 4 liegenden Stelle 24 des Kreislaufes freigibt;
in den Lagen oberhalb seiner Mittellage gibt dagegen der Schieber 23 die Verbindung zwi schen der Leitung 5 und einer Stelle 25 des Kreislaufes frei, welche hinter der Austritt stelle des Arbeitsmittels aus der Turbine 6 liegt.
Erzeugt die Turbine 4 mehr Leistung als der Kreislaufverdichter 1 aufnimmt, d. h. ver arbeitet diese Turbine ein grösseres Druck gefälle als bei Leistungsgleichgewicht, so steigt die Drehzahl dieses Aggregates 4, 1 und das Fliehkraftpendel 19 schlägt daher aus, so dass sich die Stange 20 nach oben bewegt und ebenso der Schieber 21.
Das hat zur Folge, dass der Kolben des Hilfsmotors 22 nach unten bewegt wird, so dass Arbeits mittel, unter Umgehung der den Kreislauf verdichter 1 antreibenden Turbine 4, von der Kreislaufstelle 24 durch die Leitungen 241, 24= unmittelbar in. die Verbindungsleitung 5 überströmen kann.
Das der Turbine 4 zur Verfügung stehende Druckgefälle wird in einem solchen Falle auf den für die Aufrecht erhaltung des Leistungsgleichgewichtes er forderlichen Wert zurückgeführt, d. h. der Schieber 23 gibt die erwähnte Verbindung so lange frei, bis wieder Gleichgewicht zwi schen der von der Turbine 4 erzeugten und der vom Kreislaufverdichter 1 aufgenomme nen Leistung erreicht ist. Auf diese Weise werden vorübergehende Abweichungen des in der Turbine 4 verarbeiteten Druckgefälles von dem darin im Beharrungszustand ver arbeiteten begrenzt.
Gibt dagegen die Tur bine 4 zu wenig Leistung ab, so sinkt die Drehzahl des Aggregates 1, 4, was zur Folge hat, dass eine umgekehrte Bewegung des Kol bens des Hilfsmotors 22 eingeleitet wird, d. h. der Schieber 23 wird jetzt angehoben und gibt einen Arbeitsmittelstrom frei, der die Turbine 6, welche Nutzleistung abgibt, um geht. Damit erhöht sich das der Turbine 4 zur Verfügung stehende Gefälle, so dass das angestrebte Leistungsgleichgewicht wieder hergestellt wird.
Für die Anwendung der Erfindung ist es belanglos, .dass durch die angegebenen Mass nahmen gleichzeitig mit dem Druckgefälle der einen Turbine auch jenes der andern T'ar- bine sich ändert (und zwar in entgegengesetz tem Sinn), da die Nutzleistungsabgabe wie der durch entsprechende Druckpegeländerung im Kreislauf berichtigt werden kann.
Anstatt Drehzahlabweichungen der Tur bine 4 über und unter einen vorgesehenen Be reich dadurch zu verhindern, dass in der in Fig. 1 gezeigten Weise ein die ganze Tur bine 4 bezw. die ganze Turbine 6 umgehen der Arbeitsmittelstrom freigegeben wird, um dadurch vorübergehende Abweichungen des in jenen Turbinen verarbeiteten Druckgefälles von dem darin im Beharrungszustand ver arbeiteten Gefälle zu begrenzen, können vom genannten Strom auch nur einzelne Stufen der Turbinen 4, 6 umgangen werden. Da durch lassen sich die Drosselverluste vermin dern, wobei aber die Wirkung doch noch hinreichend sein kann, da im allgemeinen nur geringe Leistungsunterschiede auszugleichen sind.
Im weiteren kann ein Arbeitsmittelstrom, der die dem Erhitzer unmittelbar folgende Turbine oder Stufen derselben umgeht, gleich zeitig auch noch den Erhitzer vorübergehend ganz oder teilweise umgehen, um zu verhin dern, dass hocherhitztes Arbeitsmittel in Tur binenstufen gelangt, in denen normalerweise geringere Temperaturen herrschen, als sie der Umgehungsstrom aufweist und die daher aus Baustoffen mit geringerer Hitzebeständigkeit hergestellt sind. Eine solche Möglichkeit ist in Fig. 1 durch die gestrichelte, von der Stelle 27 des Kreislaufes abzweigende Lei tung 271 angedeutet. Einstellbare Ventile 28 und 29 gestatten je nach ihrer Einstellung für die Umströmung die Leitungen 241, 242 oder die Leitungen 271, 242 zu benutzen.
Bei entsprechender Überdeckung des Schiebers 23 über die Steueröffnung besteht auch die Möglichkeit, den Mitteln zur Be grenzung vorübergehender Druckgefällsab- weichungen einen gewissen Unempfindlich keitsbereich zu geben, mit welchem sieh un nötige Strömungsverluste bei geringen Ab- weichungen der Drehzahl der Turbine 4 von ihrer Neundrehzahl vermeiden lassen.
Für den Fall, wo die den Kreislaufver dichter antreibende und die Nutzleistung ab gebende Turbine je von einem Teil des Kreis laufstromes parallel durchflossen werden, lässt sich eine Druckgefällsänderung der erst genannten Turbine durch Drosselung eines der beiden Teile des Kreislaufstromes errei chen. Das Druelkgefälle der den Kreislaufver dichter antreibenden Turbine wird dann ver mindert durch Drosselung des diese Turbine durchfliessenden Teils des Kreislaufstromes und erhöht durch Drosselung des die Nutzlei stungsturbine durchfliessenden Kreislaufstro mes. Dabei ist belanglos, ob die Drosselung am Eintritt oder am Austritt oder zwischen Stufen der betreffenden Turbine erfolgt.
In Fig. 2 ist eine Anlage mit einer Ein richtung zur Drosselung des Arbeitsmittel stromes am Eintritt in die Turbine darge stellt. Bei dieser Ausführung teilt sich der Kreislaufstrom nach Verlassen des Erhitzers 40 in einer Kammer 30 in zwei durch Lei tungen 31 bezwv. 32 fliessende Ströme, die sich nach Beaufschlagung der den Kreislauf verdichter 41 antreibenden Turbine 33 einer seits und der die Nutzleistung abgebenden Turbine 34 anderseits in einer Leitung 35 wieder vereinigen und von da denselben Kreis- lauf, wie unter Bezugnahme auf Fig. 1 be schrieben wurde, fortsetzen.
Auch hier wird durch eine Lageänderung des Fliehkraftpen- dels 19 eine Bewegun-- des Kolbens des Hilfs motors ?? eingeleitet. Dieser Kolben betätigt seinerseits eine Drosselklappe 36. die bei ihrer Verdrehung entweder den Zufluss von Ar beitsmittel zur Leitung 31 oder zur Leitung 33 drosselt.
Ersteres tritt ein, wenn infolge Leistungsüberschusses der Turbine 33 die Drehzahl steigt. und daher der Kolben des Hilfsmotors 2? nach unten bewegt und in fol,gedessen die Klappe 36 im Gegenuhrzei- gerdrehsinn gedreht wird. Umgekehrt wird bei zu geringer Leistungsabgabe der Tur bine 33 und daher sinkender Drehzahl des Aggregates 33, 41 die Klappe 36 im Uhrzei- gerdrehsinn bewegt, wodurch sie den Zutritt von Arbeitsmittel zur Turbine 34 drosselt und den Druclz vor der Turbine 33 zum Stei- gen bringt, so dass der Leistungsfehlbetrag wieder ausgeglichen wird.
Es ist angängig, das Aggregat 33, 41 innerhalb eines gewissen Drehzahlbereiches frei spielen zu lassen, in der Weise, dass erst bei Über- oder Unterschreiten dieses Be reiches der entsprechende Teil des Kreislauf stromes gedrosselt wird. Diese Möglichkeit ist vorhanden, wenn der Kreislaufstrom in der in Fig. 2 gezeigten Weise auf zwei Ein trittsöffnungen 37 und 38 der Kammer 30 verteilt wird. Eine Verdrehung der Klappe 36 aus der Mittellage bleibt dann wirkungs los, solange sie innerhalb des Zwischenrau mnes zwischen den beiden Öffnungen 37 und 38 bleibt.
Obschon es für die Anwendung der Er findung gleichgültig ist, ob die den Kreis- Iaufverdichter antreibende Turbine und die Nutzleistungsturbine parallel oder nachein ander in der einen oder andern Reihenfolge vom Arbeitsmittel durchflossen werden, ist es doch von Vorteil, wenn die den Kreislauf verdichter antreibende Turbine vom Arbeits mittelstrom vor der in Reihe damit geschalte- len Nutzleistungsturbine durchflossen wird, da sich dann bis zu einem gewissen Grade ein selbsttätiger Ausgleich zwischen Antriebs leistung und verbrauchter Leistung des Kreis laufverdichters ergibt,
sofern für Drehzahl schwankungen dieses Verdichters ein gewis ser Spielraum zugelassen wird. Bei ansteigen der Drehzahl n nimmt dann, wie sich aus der Fig. 3 ergibt, die Leistungsaufnahme b des Kreislaufverdichters rascher zu als die Lei stungsabgabe a der ihn antreibenden Turbine, denn bei steigender Drehzahl n wächst auch das vom Kreislaufverdichter erzeugte Ver hältnis des höchsten zum tiefsten Druck im Kreislauf. Der erhöhten Leistungsaufnahme steht nun eine nahezu im gleichen Verhält nis erhöhte Gesamtleistung der beiden Tur binen gegenüber, wobei aber bekanntlich bei erhöhtem Druckverhältnis zwischen Anfangs und Enddruck die vorgeschaltete Turbine einen geringeren Bruchteil der Gesamtleistung erzeugt.
Liegt das Leistungsgleichgewicht norma lerweise bei der Drehzahl n" (Fig. 3) und ist nun aus irgendeinem Grunde die Leistungs abgabe der den Kreislaufverdichter antrei benden Turbine um einen Betrag <B>AN</B> zu gross, so wird diese Gruppe soweit beschleunigt, bis die Leistungsaufnahme des Kreislaufver dichters um den Betrag<B><I>AN</I></B> mehr zugenom men hat als die Leistungsabgabe der ihn antreibenden Turbine, was bei einer um einen gewissen Betrag An höheren Drehzahl der Fall ist.
Umgekehrt wird bei einem Lei stungsfehlbetrag der Turbine das Leistungs gleichgewicht bei. einer etwas unterhalb no liegenden Drehzahl wieder hergestellt.
Wird in einer Anlage der in Frage kom menden Art eine Druckpegeländerung infolge Anderung der Leistungsaufnahme des Nutz leistungsempfängers gefordert, so wird, so lange Arbeitsmittel an einer Stelle des Kreis laufes ein- oder ausgelassen wird, das Druck gefälle, welches in den Turbinen, insbeson dere also auch in der den Kreislaufverdich ter antreibenden Turbine, verarbeitet wird, von dem im Beharrungszustand verarbeiteten Gefälle abweichen.
Bei Einlass von Arbeits mittel vor dem Eintritt in diese Turbine wird deren Druckgefälle erhöht, so dass in dersel ben ein Überschuss an Leistung erhalten wird; bei Auslass dagegen wird es erniedrigt, und es ergibt sich ein Fehlbetrag an Leistung. Die Abweichungen sind um so grösser, je mehr Arbeitsmittel in der Zeiteinheit ein- bezw. ausgelassen wird.
Ohne das Eingreifen einer besonderen Regelung wird somit die Drehzahl der den Kreislaufverdichter antrei benden Turbine nach einer um so höheren Gleichgewichtsdrehzahl zustreben, je rascher Arbeitsmittel in den Kreislauf eingelassen wird, bezw. nach einer um so tiefer liegen den Gleichgewichtsdrehzahl, je rascher Ar beitsmittel ausgelassen wird.
Falls der Nutzleistungsverbraucher so ge artet ist, dass auf eine besonders rasche An passung der Nutzleistungsabgabe an ver änderte Last verzichtet werden kann, so ist es angängig, zu grosse Abweichungen des in der den Kreislaufverdichter antreibenden Turbine verarbeiteten Druckgefälles gegen über dem im Beharrungszustand zu verarbei tenden Druckgefälle und damit Über- oder Unterschreiten eines vorgesehenen zulässigen Drehzahlbereiches dieser Turbine dadurch zu begrenzen,
dass bei Überschreiten einer obern Grenzdrehzahl ein weiterer Einlass von Arbeitsmittel in den Kreislauf und bei Un terschreiten einer untern Grenzdrehzahl ein weiterer Auslass von Arbeitsmittel durch einen von der Drehzahl des Kreislaufverdich ters beeinflussten Regler vorübergehend ver hindert werden.
Da der Gleichgewichtsdrehzahl, nach welcher bei einer bestimmten, in der Zeitein heit in den Kreislauf eingelassenen bezw. aus dem Kreislauf ausgelassenen Arbeitsmit- telmenge die Kreislaufverdichtergruppe vor übergehend, d. h. solange der Ein- oder Aus lassvorgang andauert, zustrebt, auch ein be stimmtes Verhältnis des Enddruckes pH zum Anfangsdruck pN dieses Verdichters zugeord net ist, das um so höher ist, je höher die Gleichgewichtsdrehzahl ist (Kurve c in Fig. 3), so kann im weiteren auch der die Ein lassmenge bezw.
Auslassmenge vorübergehend begrenzende Regler statt von der Drehzahl des Kreislaufverdichters von dem Druckver hältnis pH : pN beeinflusst werden, derart, dass bei Überschreiten einer obern Grenze dieses Verhältnisses ein weiterer Einlass von Ar beitsmittel in den Kreislauf und bei Unter schreiten einer untern Grenze dieses Verhält nisses ein weiterer Auslass von Arbeitsmittel aus dem Kreislauf verhindert werden.
Eine Einrichtung mit einem Regler, der in Abhängigkeit von einer obern und untern Grenzdrehzahl den Eintritt von Arbeitsmittel in den Kreislauf bezw. den Austritt aus dem selben verhindert, ist in Fig. 4 dargestellt. Dabei ist vorausgesetzt, dass die Leistungs erzeugung der Anlage von dem Leistungs bedarf des von ihr angetriebenen Verdichters 50 beeinflusst werde. Ein Mengenregler 51, an dessen Kolben eine Feder 52 und der Wirkdruck einer Venturidüse 53 Gleich gewicht halten, steht über ein Gestänge 54, 55, 56 in Wirkungsverbindung mit einen Steuerschieber 57, der den Druckmittelzufluss zu einem Servomotor 58 beherrscht.
Dieser betätigt einen Schieber 59, der bei Abwei chung von der gezeichneten Mittellage die Stelle 60 des Kreislaufes entveder mit einem Speicher 61 hohen Druckes oder mit einem Speicher 62 niederen Druckes verbindet, so dass also entweder aus dem erstgenannten Speicher Arbeitsmittel in den Kreislauf eintritt oder aus dem Kreislauf in den zweitgenannten Speicher 62 Arbeitsmittel austritt.
An den Balken 54 ist im weiteren bei 63 eine Stange 64 angelenkt, die am untern Ende eine Schlaufe 65 trägt, in die ein Zapfen eines mit einem Fliehkraftpendel 66 verbun denen Hebels 6 7 eingreift. Gelenkpunkt 63 wird durch eine Feder 68 in der Mittellage gehalten.
Ist nun beispielmveise die Liefermenge des Nutzleistungsverdiehters 69 zu gering, so sinkt der Kolben des Reglers 51; der Gelenk punkt 63 ist vorerst fester Drehpunkt für den Ballen 54, so dass der Steuerschieber 5 7 nach unten geht. Infolgedessen wird der Kolben des Servomotors 58 nach aufwärts bewegt und der Schieber 59 gibt daher den Einlass von Arbeitsmittel ans Speicher 61 in den Kreislauf frei. Die Turbinen 70 und 71 er halten nun sofort mehr Leistung; so erhält Turbine 70 während des Einlassvorgunges mehr Leistung als der Verdichter 50 auf nimmt, so dass ihre Drehzahl steigt.
Wird nun eine gewisse obere Drehzahlgrenze erreicht, so hat das Fliehkraftpendel 66 den Hebel 67 so weit angehoben, dass der erwähnte Zapfen dieses Hebels das Spiel in der Schlaufe 65 überwunden hat und nun Stange 64 gegen die Feder 68 angehoben wird. Dadurch wird über C;estänge 54, , 56 der Schieber 57 aus der neutralen Lage nach oben bewegt, so dass letzten Endes Schieber 59 wieder in die Schliesslage kommt und ein weiterer Einlass von Arbeitsmittel in den Kreislauf verhin dert wird, und zwar so lange, als nicht in folge Rückgange: der Drehzahl gegen den normalen Gleichgewichtspunkt der Arbeits mitteleinlass wieder freigegeben wird.
Für den Vorgang einer Entlastung, bei dessen Beginn also beispielsweise die Liefer menge des Verdichters 69 zu gross ist, gehen die Bewegungen der Regelorgane in umge kehrtem Sinne vor sich. Es erfolgt Auslass von Arbeitsmittel aus dem Kreislauf in den Speicher 62. Darauffolgendes Sinken der Drehzahl hat zur Folge, dass der Zapfen des Hebels 67 in der Schlaufe 65 das Spiel nach unten durchläuft und bei der untern Dreh zahlgrenze die Stange 64 mit nach unten be wegt. Es wird dann die ursprünglich erfolgte Abwärtsbewegung des Schiebers 59 rück gängig gemacht und damit weiterer Arbeits- mittelauslass verhindert.
In Fig. 5 ist schliesslich eine Einrichtung dargestellt, bei welcher die den Ein- und Aus lass von Arbeitsmittel vorübergehend verhin dernden Mittel in der weiter oben erwähnten Weise vom Druckverhältnis PH: pN beeinflusst werden. In Fig. 5 sind die Teile, die denen der Fig. 4 entsprechen, mit denselben Be zugszeichen wie in Fig. 4 belegt. Bei dieser weiteren Ausführungsform ist nun die Stange 64 am untern Ende bei 72 an einen Balken 73 angelenkt, welcher an seinen beiden End punkten bei 74 und 75 durch den Kreislauf drücken pH und pN proportionale Kräfte be lastet ist. Bei 76 und 77 ist der Balken 73 auf Schneiden unterstützt, welche die ganze Balkenlänge in die Strecken aH, aN bezw. bH bN aufteilen.
Ist nun
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so kippt Balken 73 im Gegenuhrzeigerdreh- sinn um Punkt 76 und Stange 64 wird an gehoben, d. h. es tritt. die nämliche Wirkung ein, wie bei einer Drehzahlerhöhung in Fig. 4. Ist dagegen
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so kippt der Balken 73 im Uhrzeigerdreh- sinn um den Punkt 77 und die Stange 64 senkt sich. Zwischen drinn, wenn also
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bleibt die Stange 73 in Ruhe und das Ge lenk 63 ist für den Hebel 54 ein fester Dreh punkt. Das Verhältnis
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ist das niedrigst zugelassene Druckverhältnis,
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das höchst zugelassene.
Das normalerweise im Kreislauf herrschende Druckverhältnis
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soll dazwi schen liegen. Die in Fig. 5 gezeichneten Ver hältnisse entsprechen etwa einem normalen Druckverhältnis 4, einem grössten 5 und einem tiefsten 3.