CH229026A - Gasturbinenanlage. - Google Patents

Gasturbinenanlage.

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CH229026A
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Oerlikon Maschinenfabrik
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Oerlikon Maschf
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  Gasturbinenanlage.    Es sind Regulierungen von Gasturbinen  anlagen bekannt, bei welchen die Leistungs  regulierung durch direkte Regulierung der  Brennstoffzufuhr erfolgt. Diese Regulierun  gen haben den Nachteil, dass die zeitliche  Brennstoffzufuhr den raschen Leistungs  schwankungen, wie sie zum Beispiel elektri  sche Netze verlangen, in direkter Abhängig  keit nachfolgen muss, was an die Brennstoff  regulierorgane und Brennstoff-Förderapparate  hohe Anforderungen stellt, welchen diese in  vielen Fällen, besonders beim Verbrennen von  festen Brennstoffen, nicht mehr genügen  können.  



  Die vorliegende Erfindung bezweckt, den  beschriebenen Nachteil zu beheben, dadurch,  dass die Anpassung der Turbinenleistung an  den äussern Leistungsbedarf durch strö  mungstechnische Massnahmen erfolgt, wäh  rend eine Anpassung des Brennstoffverbrau  ches wenigstens angenähert     in    Abhängigkeit  einer Leistungs-Mittelwertkurve erfolgt, wel  che mindestens die raschen Lastschwankun  gen nicht mitmacht.

      Die dadurch bedingte Differenz zwischen  momentan notwendiger und momentan wirk  lich vorhandener Brennstoff- und damit  Wärmezufuhr kann     Temperaturschwankun-          genimKreislauf    bedingen, welche     unerwünscht     und insbesondere an der Turbine schädlich  sein können, und zwar sowohl in bezug auf  die Materialbeanspruchungen als auch auf die  Regulierung selber, welche dadurch zum Pen  deln gebracht werden kann.

   Diese Tempera  turschwankungen können durch     Einbau    eines  Wärmespeichers an irgendeiner Stelle des  den Temperaturschwankungen unterworfenen  Kreislaufes, vorzugsweise an einer Stelle  zwischen     Brennraum    und     Austauscher    oder  Brennraum und Turbine, auf ein erwünscht  kleines Mass vermindert werden; zugleich  können diese     Anlageteile    als Auffangvorrich  tung und     Ablenkvorrichtung    für Flugasche  ausgebildet sein.

   Durch diese Regulierungs  art, in     Verbindung    mit dem Einbau eines  Wärmespeichers und der Ausbildung dessel  ben als     Flugaschenfänger,    ermöglicht die Er  findung den Betrieb einer Luft.- oder Cras-      turbinenanlage mit festen Brennstoffen, zum  Beispiel Kohle, sie kann aber auch bei flüs  sigen Brennstoffen Anwendung finden.  



  Unter strömungstechnischen Massnahmen  werden dabei Drosselungen, Stufen- oder  Turbinenumführungen, Änderungen von Be  aufschlagungsquerschnitten an Turbinen oder  Verdichtern, Drehzahländerungen, Zu- und  Wegfuhr von Arbeitsmittelteilen     aus    allfällig  vorhandenen, geschlossenen Kreislaufteilen,  Winkelveränderungen an Leit- oder Lauf  schaufelapparaten verstanden. Alle diese  Massnahmen haben zunächst nichts mit der  Feuerung zu tun; sie bewirken zum Beispiel,  dass die Turbinenaustrittstemperatur sich  ändert, und als Folge davon auch die     Brenn-          luft-,    Brenngas-, Austauscher- und schliess  lich auch die Turbineneintrittstemperaturen.

    So steigt bei der Entlastung bis zum Leer  laufbetrieb, beispielsweise durch Umführung  der Nutzleistungsturbine, die Turbinenaus  trittstemperatur ungefähr um das Tempera  turgefälle der Nutzleistung, und es steigt  daher, allerdings mit einer gewissen Phasen  verschiebung, die Eintrittstemperatur in die  Turbine, und damit steigt die Austrittstem  peratur aufs neue. Das Spiel würde sich wie  derholen, wenn nicht durch eine brennseitige  Nachregulierung der Brennstoffverbrauch  den neuen Verhältnissen angepasst und ein  unzulässiger Temperaturanstieg verhindert  würde.

   Es kann dies zum Beispiel dadurch  geschehen, dass das Verhältnis von     Brenn-          luft    zu Mischluft geändert wird, dass bei  spielsweise weniger Brennluft über die Kohle  geführt wird oder auch dadurch, dass in der  von Dampfkesseln her bekannten Weise ein       Teil    des Rostes abgeschaltet wird, oder bei  flüssigem Brennstoff durch Drosselung des  Brennstoffventils.  



  Da die Schnellregulierung erfindungs  gemäss durch rein strömungstechnische Mass  nahmen, wie Drosselung oder Umführung etc.  von Stufen erfolgt, hat sie zur Folge, dass  meist nur bei einer Last,     vorzugsweise    bei  Nennlast, optimale Strömungsverhältnisse  vorliegen. Es wird daher zweckmässigerweise  eine Rückführung der strömungstechnischen    Regulierorgane in die optimale Stellung vor  gesehen (z. B. durch mindestens teilweises  Wiederöffnen des gedrosselten Ventils).  



  Da infolge der getrennten Regulierung  der Leistungsabgabe an der Turbine und des  Brennstoffes fast dauernd eine Differenz zwi  schen der für die momentan abgegebene Lei  stung notwendigen und der momentan wirk  lich zugeführten Brennstoffmenge besteht die  Gefahr von zu grossen und zu raschen Tem  peraturschwankungen. Diese sind jedoch  schädlich, da beispielsweise zu hohe Tem  peraturen vor der Turbine für die Festigkeit  von Nachteil sind, während umgekehrt mit  zu tiefen Temperaturen rasch ein Verschwin  den der Nutzleistung eintritt, was wiederum  die Regulierung erschweren würde. Zu rasche  Temperaturschwankungen dagegen würden  sich für die an sich träge Brennstoffver  brauch-Beeinflussung ebenso wenig eignen  wie die raschen Schwankungen des elektri  schen Netzes.

   Es wird daher zweckmässiger  weise irgendwo im Kreislauf zwischen Tur  binenaustritt und Turbineneintritt ein  Wärmespeicher eingelegt, welcher diese  Nachteile behebt und insbesondere die Regu  lierung auf konstante Temperatur erleichtert.  Vorzugsweise wird     dieser    in den Brennraum  oder zwischen Brennraum und Austauscher  gelegt. Dieser Speicher kann zudem, sofern  er zwischen Flamme und     Austauseher,    das  beisst im     Brennraum,    oder zwischen     Brenn-          raum    und     Austauscher    liegt, gleichzeitig als       Flugaschenfänger    und     Flugasehenablagerer     ausgebildet werden.  



  Die beiliegende Zeichnung zeigt schema  tisch zwei Ausführungsbeispiele des Erfin  dungsgegenstandes.  



  In     Fig.    1 stellt 1 den Verdichter, ? den       Wärmeaustauscher,    3 und 4 je eine Turbine,  5 den Brennraum mit dem Rost 6 (auf wel  chem     beispielsweise    Kohle verbrannt wird),  der     Brennluftleitung    7, der     llischluftleitung     8 und dem Speicherkörper 9 dar. Letzterer  wirkt zugleich als     Flugaschenfänger.    Die  Turbine 3 ist     tnit    einem Generator 10 gekup  pelt, während die Turbine 4 den Verdichter  1 antreibt. 19 ist ein     Anlassmotor.    Die Ven-      tile 17, 15', 16', sowie der Brennraum 5'  sind zunächst wegzudenken.  



  Als strömungstechnisches Schnellregulier  organ ist eine die Nutzleistungsturbine um  führende Leitung 11 mit dem Ventil 12 vor  gesehen. Das Ventil 12 ist abhängig vom  Fliehkraftregler 13 der Nutzleistungsturbine  3. Als Impulsgeber für Nachregulierung des  Brennstoffes dient ein Thermostat 14, wel  cher auf eines oder beide Ventile 15 und 16  wirkt und das Verhältnis der Brennluft (Lei  tung 7) zur Mischluft (Leitung 8) reguliert.  Es können auch Teile des Rostes 6 in Funk  tion der Temperatur am Turbineneintritt     zu-          und    abgeschaltet werden.  



  Der Reguliervorgang ist im wesentlichen  der folgende: Die Lastkurve der vom Gene  rator 10 abgegebenen Leistung möge bei  spielsweise nach Kurve a (Fix. 2) schwan  ken und ebenso die abgegebene Nutzleistung  an der Welle zwischen Turbine 3 und Gene  rator 10. Mit Hilfe des Fliehkraftreglers 13  wird die Nutzleistung reguliert, und zwar  ganz unabhängig von der Brennstoffregelung.  Infolge dieser Leistungsregelung an der Tur  bine wird die Temperatur am Austritt und  als Folge davon auch am Eintritt in die Tur  bine 3 schwanken; jedoch wird diese Schwan  kung infolge der Wärmeträgheit gedämpft  sein, und es werden weniger Spitzen und  langsamere     Schwankungen    in dieser Kurve  vorkommen, als in der Leistungskurve.

   Mit  Hilfe des Thermostaten 14 werden nun die  Ventile 15 oder 16 oder beide so reguliert,  dass die Brennstoffmenge, welche auf dem  Rost 6 verbrannt wird, sich der Kurve b  (Fix. 2) und damit den Mittelwerten der ab  gegebenen Leistung anpasst.  



  Wenn man sich beispielsweise im Zeit  punkt Z1 befindet, da die Kurve a, das heisst  die abgegebene Leistung, in ihren Mittel  werten abzunehmen beginnt, wird zunächst  das Umführungsventil 12, welches im übri  gen die raschen Leistungsschwankungen ge  mäss a mitzumachen hat, das heisst bei jeder  Lastsenkung öffnen und bei jeder Last  steigerung schliessen muss, im Mittel all  mählich mehr öffnen als vor der Zeit Z1. Die    von der Turbine abgegebene Leistung wird  im Mittel abnehmen, und daher wird die       Austrittstemperatur    der Turbine, und auch  die Lufttemperatur in den Leitungen 7 und  8 ansteigen.

   Je nach der Grösse der Speicher  fähigkeit,     insbesondere    der Grösse des all  fällig     eingebauten        Speicherkörpers    9, wird  auch die Temperatur der Gase vor dem     Aus-          tauscher    2, und damit die     Aufheiztemperatur     der Luft, das heisst die Temperatur am Tur  bineneintritt, rascher oder langsamer an  steigen, und es     wird    der Thermostat das       Brennluftventil    15 schliessen oder das     LTm-          führungsventil    16 öffnen, oder sowohl 15  schliessen als 16 öffnen,

   um die     Brennluft-          menge,    die durch den Rost 6 strömt, zu ver  mindern und damit weniger Kohle zu ver  brennen und der mittleren     abgegebenen    Lei  stung, zum Beispiel gemäss Kurve b, anzu  passen.  



  Da die Temperatur nur     einer    die raschen  Lastschwankungen     nicht    mitmachenden Kurve  (b) folgt, wird die nur von der Temperatur  abhängige     Brennstoffregulierung    selbsttätig  dieser     Leistungs-Mittelwertkurve    folgen. Im  Grenzfall eines unendlich grossen Speichers  braucht die     Brennstoffmenge        überhaupt    nicht  reguliert zu werden, sondern es müsste die  Brennstoffzufuhr einfach auf einen Mittel  wert, zum     Beispiel    entsprechend dem Jahres  mittel des Leistungsverbrauches, eingestellt  werden.

   Bei gewissen Anlagen dürfte ein sol  cher Wegfall der Brennstoffregulierung und  völliges Auffangen der Schwankungen im  Wärmespeicher möglich sein; bei andern An  lagen jedoch wird der wärmespeichernde  Körper 9 gerade so gross gemacht werden  müssen, als es die zulässigen Temperatur  schwankungen, insbesondere am Turbinenein  tritt verlangen.  



  Bei mittlerer     Lastzunahme    wird umge  kehrt das Ventil 12 im Mittel schliessen, die  Temperaturen werden infolge der gesteiger  ten Expansionskühlung in den Turbinen  sinken, und es wird infolge     Öffnens    des Ven  tils 15 oder     Schliessens    des     Ventils    16     bezw.     bei gleichzeitigem Öffnen des Ventils 15 und  Schliessen des Ventils 16) mehr     Brennluft         über den Rost geschickt     und    daher mehr  Brennstoff verbrannt.  



  Statt oder neben der     Brennluftregulie-          rung    kann auch eine Rostab- und     -zuschal-          tung    in Abhängigkeit von der Temperatur  erfolgen, oder es kann beim Verbrennen von  flüssigen oder gasförmigen Brennstoffen die  Zuströmung des Brennstoffes direkt beein  flusst werden.  



  Dadurch, dass dem momentanen Leistungs  bedarf unmittelbar durch die strömungstech  nische Massnahme der Turbinenumführung  entsprochen wird, indem das Turbinenumfüh  rungsventil 12 die Lastschwankungen nach  Kurve     a    unmittelbar mitmacht, und dass die  Brennstoffregulierung nicht direkt von der       Leistungskurve,    sondern nur von der Tem  peratur abhängig erfolgt, die Ventilbewe  gung 15 und 16 also zeitlich in Abhängig  keit einer wenigstens die raschen Schwankun  gen der Kurve a nicht mitmachenden Kurve,  zum Beispiel nach Kurve b, erfolgt, wird es  möglich, bei der Brennstoffregulierung mit  viel langsameren Bewegungen auszukommen,  als bei direktem     Zusammenhang    zwischen  Brennstoff- und Leistungsregulierung.

   Da  durch wird eine der Hauptschwierigkeiten  des Verbrennens von festen Brennstoffen bei  Gas- und Luftturbinenanlagen beseitigt.  



  Durch Einbau eines     Speicherorganes    von  entsprechender Grösse wird die Stärke der  Abweichung der Kurve<I>b</I> von der Kurve     a     festgelegt. Bei unendlich grossem Speicher  verschwindet die Abhängigkeit von a voll  ständig, beim Wegfallen des Speicherorganes  wird dagegen die Kurve b der Kurve a ähn  licher als mit Speicherorgan. Würde die An  lage überhaupt keine     Wärmespeicherfähig-          keit    aufweisen, so ergäbe sich Übereinstim  mung von b und a. Je grösser die Betriebs  dauer der Anlage und je besser vorbekannt  der mittlere Leistungsbedarf ist, umso grösser  darf die Speicherfähigkeit gemacht werden,       und    umso unabhängiger wird die Brennstoff  regulierung von der Leistungsregulierung.  



  Es wurde bis jetzt angenommen, dass die  Brennstoffregulierung nur abhängig von der  Temperatur am Turbineneintritt erfolge. Es    kann jedoch Fälle geben, wo die aus andern  Gründen gewünschten maximalen Schwan  kungen der Turbineneintrittstemperatur nicht  mit den für die Brennstoffregulierung ge  wünschten Schwankungen der Kurve b über  einstimmen. In diesem Falle kann auch  irgendein anderer Impulsgeber für die Brenn  stoffregulierung herangezogen werden, wel  cher die Leistungskurve     a    bis auf die gerade  noch gewünschten Schwankungen dämpft.  



  Es kann auch ein eigens hierfür gebauter  Leistungskurvenschwankungsdämpfer vorge  sehen werden, zum Beispiel in Form eines  Kolbens, welcher die Bewegungen von Ven  til 12, welche zum Beispiel identisch mit  Kurve     cc    erfolgen, in durch eine Feder ge  dämpfter Form mitmacht.  



  An Stelle der in     Fig.    1 gezeigten     Tur-          binenumführung    könnten auch nur einzelne  Stufen umführt werden, oder es kann statt  einer Umführung eine Drosselung an irgend  einer Stelle des Kreislaufes, zum Beispiel  durch das Ventil<B>l i,</B>     vorgenommen    werden.  Ein solches Drosselventil würde bei Last  abnahme schliessen und bei Lastzunahme  öffnen, im Gegensatz zu Ventil 12, welches  bei Lastabnahme öffnet und bei Lastzunahme  schliesst.  



  In     Fig.    1 sind zwei Turbinen 3 und 4  eingezeichnet, wovon die eine (3) die Nutz  leistung an den Generator 10 abgibt, die an  dere (4) den Kompressor 1 antreibt. Es ist  auch möglich, die gesamte Expansion nur  in einer Turbine zu vollziehen, welche als  dann sowohl die     Kompressorleistung    als auch  die Nutzleistung liefert.

   Sofern die beiden  Turbinen auf verschiedenen Wellen laufen,  steht es frei, die Drehzahlen der beiden ver  schieden zu     wählen    und beispielsweise     eine     davon lastabhängig zu machen, indem zum  Beispiel die     Nutzleistungswelle    mit konstan  ter, durch die     Netzfrequenz    bestimmter Dreh  zahl läuft, während die     Kompressorwelle     mit variabler Drehzahl dreht, und zwar bei  kleinerer Last mit kleinerer Drehzahl, bei  grösseren Lasten mit grösserer Drehzahl.

   In  diesem Falle ist es möglich, die strömungs  technischen     Reguliermittel    der Drosselung      oder Umführung als Einleitung der Lei  stungsregulierung zu wählen, indem jene die  Änderung der Drehzahl der Kompressorwelle  einleiten, während bei mindestens ange  näherter Erreichung der für die abgegebene       Leistung    passenden Drehzahl die strömungs  technischen Massnahmen mindestens teilweise  wieder rückgeführt werden, so dass sie zum  Beispiel im stationären Betrieb mindestens  angenähert stets die optimalen Lagen ein  nehmen. Die Brennstoffanpassung an die  mittlere Lastkurve b kann dabei in gleicher  Weise erfolgen wie oben beschrieben.  



  Eine derartige Regulierung geht dann  beispielsweise wie folgt vor sich:  Bei abnehmender Last öffnet beispiels  weise Ventil 12' der Umführungsleitung 11',  welche mindestens einzelne Stufen der Kom  pressorantriebsturbine 4 umführt. Die Tou  renzahl des Kompressoraggregates sinkt als  dann und damit der vom Kompressor er  zeugte Druck und damit auch die Nutz  leistung. Statt des Ventils 12' kann auch  Ventil 12 oder gleichzeitig 12' und 12 be  tätigt werden. Nach Erreichung des tieferen  Druckes können die Umführungsventile  wenigstens teilweise wieder in die ursprüng  liche Lage zurückgeführt werden. Die Lei  stungsregulierung geschieht also hier durch  die strömungstechnischen Massnahmen der  Umführung und Tourensenkung. Die Um  führung kann die Drehzahlsenkung auch nur  einleiten. An Stelle der Umführung kann  auch wieder eine Drosselung treten.

   Diese  Leistungsregulierung mit Drehzahlsenkung  macht beispielsweise     wiederum    die Schwan  kungen der Kurve a mit, während die Brenn  stoffregulierung beispielsweise durch die  Ventile 15 und 16 wiederum nach einer mitt  leren Schwankungskurve b, zum Beispiel ab  hängig von der Turbinenaustrittstemperatur,  erfolgt.  



  Bei Belastungszunahme wird das umge  kehrte Verfahren eingeschlagen, wobei jedoch  im Falle der rückgeführten Ventile 12 und  12' ein Belastungsimpuls notwendig ist, bei  spielsweise durch     eine    aus einem Speicher  entnommene oder durch einen Zusatzkom-         pressor    gelieferte Zusatzdruckluft, oder durch  einen Zusatzbrenner, oder durch Öffnung  eines Zusatzsektors an einer     Turbine,    oder  durch     Kombination    zweier oder mehrerer der  genannten Mittel.  



  Die     Erfindung    kann auch angewandt  werden für den Fall,     @dass    die     Verbrennung     vor Eintritt in die     Turbine    erfolgt     (Brenn-          raum    in Lage 5' mit den Ventilen 15' und  <B>W),</B> so dass die Abluft der Turbine 4 direkt  oder über den Speicherkörper 9 dem     Wärme-          austauscher    2 zuströmt. Der Speicherkörper  9     kann    auch bei 9' oder auch an einer andern  Stelle der     Leitung    untergebracht werden.  



  Die Trennung der Regulierung des Brenn  stoffes von der raschen Lastregelung kann  auch bei flüssigen oder gasförmigen Brenn  stoffen Anwendung finden. Sie bringt aber  für feste Brennstoffe, welche sich schwie  riger den raschen     Leistungswechseln    anpas  sen, spezielle Vorteile. Sie kann bei allen  Gas- und     Luftturbinenanlagen        Verwendung     finden, zum Beispiel auch bei den bekannten  Schaltungen mit ganz oder     mindestens    teil  weise geschlossenem Kreislauf.  



       Fig.    3 zeigt den bekannten geschlossenen  Kreislauf mit Kompressor 1,     Wärmeaustau-          scher-Niedertemperaturstufe    2, Wärmeaus  tauscher-Hochtemperaturstufe 18     (welche    mit  dem Brennraum 5 zusammengebaut werden  kann), Kühler 20 und     Turbinen    3 und 4.  Im Brennraum 5 mit dem Rost 6 und den  Leitungen 7 für die Brennluft und 8 für die  Zusatzluft wird gleichfalls ein fester Brenn  stoff verbrannt. Die Abgase wärmen im       Vorwärmer    19 die Luft vor, 9 bedeutet     wie-          derum    einen Wärmespeicher, welcher gleich  zeitig Auffangvorrichtung für die Flugasche  sei.

   Die Ventile 12, 12', 15, 16, 17 können  die gleichen Funktionen ausüben, wie oben  dargestellt.  



  Die rasche Leistungsregelung kann im  Falle der Anwendung eines geschlossenen       Kreislaufes    durch Umführen mindestens eines  Teils     mindestens    einer Turbine, oder durch  Drosselung oder durch     Drehzahlvariation    des  allfällig     getrennten        Kompressoraggregates,     oder auch durch Entnahme von Arbeitsmittel      aus dem und Zufuhr von solchem in den ge  schlossenen Kreislauf, oder durch eine belie  bige Kombination aus diesen Verfahren er  folgen.  



  Die     Brennstoffregulierung    kann auch bei  diesem Beispiel einer Mittelwertkurve aus  der Leistungskurve folgen, zum Beispiel in  Abhängigkeit von der Turbinen-Eintrittstem  peratur.  



  Zusammenfassend ergibt sich, dass die  Trennung der Leistungs- und Brennstoff  regulierung es ermöglicht, feste Brennstoffe  zu     verwenden    und dabei beliebigen     Netz-          Lastkurven    genügen zu können. Das Mass  des Zusammenhanges zwischen Leistungs  und Brennstoffregulierkurve ist durch die  Grösse des zu diesem Zweck eingebauten Spei  chers gegeben. Der Speicher kann zugleich  als Auffangvorrichtung für die Flugasche  dienen, so dass ein Betrieb mit festem Brenn  stoff ebensogut möglich ist wie bei Dampf  anlagen. Die Mittelwertkurve, welcher die  Brennstoffregulierung folgt, kann nur die  ganz raschen Schwankungen der Leistungs  kurve nicht mitmachen, oder sie kann Mittel  werte der Leistungskurve über eine längere  Zeitperiode darstellen.

   Als einfachste Mittel  wertkurve kann der Schwankungsverlauf  einer Temperatur, zum Beispiel der Turbinen  Eintrittstemperatur, zur Impulsgebung für  die Brennstoffregulierung herangezogen wer  den, so dass in diesem Falle die Brennstoff  regulierung nur von dieser Temperatur allein  abhängig erfolgt. Die Regulierung eignet  sich insbesondere für Anlagen, welche mit  festen     Brennstoffen    betrieben werden, hat  aber auch bei flüssigen und gasförmigen  Brennstoffen ihre Vorteile.  



  Als Arbeitsmittel kann Luft oder ein be  liebiges anderes Gas verwendet werden.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Gasturbinenanlage, bei welcher ein Gas in einem Verdichter auf höheren Druck ge bracht, erhitzt und in einer Turbine ent spannt wird, dadurch gekennzeichnet, dass die Anpassung der Turbinenleistung an den äussern Leistungsbedarf durch strömungs- technische Massnahmen erfolgt, während eine Anpassung des Brennstoffverbrauches min destens angenähert in Abhängigkeit einer Leistungs-Mittelwertkurve erfolgt, welche mindestens die raschen Lastschwankungen nicht mitmacht. UNTERANSPRÜCHE: 1. Gasturbinenanlage nach Patentan spruch, dadurch gekennzeichnet, dass die mit strömungstechnischen Mitteln erfolgende Leistungsregulierung in Abhängigkeit von der Drehzahl erfolgt. 2.
    Gasturbinenanlage nach Patentan spruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Brennstoffregulierung von einem die Mittel wertbildung der raschen Schwankungen durchführenden Organ abhängig erfolgt. 3. Gasturbinenanlage nach Patentan spruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Brennstoffregulierung von einer Temperatur des Arbeitsmittels abhängig erfolgt. 4. Gasturbinenanlage nach Patentan spruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Brennluft von der restlichen Luft abgezweigt wird, während mindestens ein Teil der rest lichen Luft den Brenngasen als Mischluft zu gemischt wird.
    5. Gasturbinenanlage nach Patentan spruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Regulierung des Brennstoffverbrauches durch Veränderung des Verhältnisses von Brenn- luft zu hlisehluft erfolgt. 6. Gasturbinenanlage nach Patentan spruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Regulierung des Brennstoffverbrauches durch Zu- und Abschalten von Rostteilen erfolgt.
    7. Gasturbinenanlage nach Patentan spruch, dadurch gekennzeichnet, dass der Verdichter und die Verdichterantriebsturbine auf von der NTUtzleistungswelle getrennter Welle angeordnet sind und mit lastabhängig wechselnder Drehzahl laufen. $. Gasturbinenanlage nach Patentan- sprucb., dadurch gekennzeichnet, dass die Strömimgsregi@lierorgane nach erfolgter Re guliertätigkeit mindestens angenähert wieder in ihre optimale Lage rückgeführt werden. 9.
    Gasturbinenanlage nach Patentan spruch, dadurch gekennzeichnet, dass zwecks Vermeidung starker Schwankungen der Tem peratur infolge des Nachhinkens der Brenn stoffregulierung gegenüber der Leistungs regulierung ein Wärmespeicher angeordnet ist. 10. Gasturbinenanlage nach Patentan spruch und Unteranspruch 9, dadurch ge kennzeichnet, dass der Wärmespeicher gleich zeitig als Auffangvorrichtung für die Flug asche dient. 11. Gasturbinenanlage nach Patentan spruch und Unteranspruch 8, dadurch ge kennzeichnet, dass eine Lastzunahme durch Zuführen von Druckluft eingeleitet wird. 12. Gasturbinenanlage nach Patentan spruch und Unteranspruch 8, dadurch ge kennzeichnet, dass eine Lastzunahme durch Vergrössern der Turbinenbeaufschlagung ein geleitet wird. 13.
    Gasturbinenanlage nach Patentan spruch und Unteranspruch 8, dadurch ge kennzeichnet, dass eine Lastzunahme durch Zuführen von Zusatzwärme mittels Zusatz brenners eingeleitet wird. 14. Gasturbinenanlage nach Patentan spruch, dadurch gekennzeichnet, dass minde stens ein Teil des Arbeitsmittels in einem geschlossenen Kreislauf geführt wird. 15. Gasturbinenanlage nach Patentan spruch, dadurch gekennzeichnet, dass feste Brennstoffe verbrannt werden.
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Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE925025C (de) * 1951-11-01 1955-03-10 Siemens Ag Regelverfahren fuer Gleichdruck-Verbrennungs-Turbinenanlagen
DE969004C (de) * 1952-09-26 1958-04-17 C A Parsons & Company Ltd Heat Gasturbinenanlage mit Einrichtung zur Abwaermeverwertung

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