CH231888A - Verfahren zur Herstellung einer organischen Verbindung. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung einer organischen Verbindung.

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CH231888A
CH231888A CH231888DA CH231888A CH 231888 A CH231888 A CH 231888A CH 231888D A CH231888D A CH 231888DA CH 231888 A CH231888 A CH 231888A
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Alexander Wacker Gesellsc Gmbh
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Wacker Chemie Gmbh
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  Verfahren zur Her Stellung einer organischen Verbindung.    Wenn man     Vinylacetat        unter,den    norma  len Bedingungen     einer        Verseifung    mit Lauge  behandelt, so erhält man     Natriumacetat    und       Acetaldehyd        bezw.        Aldehyd-harz.    Wir haben  gefunden,     dass.    man bei der Einwirkung von  Lauge auf     Vinylacetat    zu einer neuen     Ver-          hindung        kommt,

      wenn man die Behandlung  von     Vinylacetat    mit     Alkalihydrogyd    in Ge  genwart von Wasser unter Vermeidung von  Harzbildung bei Temperaturen unterhalb  15  C vornimmt. Hierbei     tritt    wohl Natrium  acetat, aber     kein,    Harz auf, dagegen über  raschend eine neue     organische    Verbindung.  Zweckmässig werden bei dieser     Behandlung     die     übrigen        Einwirkungsbedingungen        in,    be  stimmter Weise geregelt.

   Eine     solehe    Rege  lung betrifft das     Gewichtsverhältnis    von  Alkali zu     Vinylacetat.    Auf ein     Mol        Vinyl-          acetat    sind 0,6 bis 0,8     Mol        Alkalihydrogyd     vorteilhaft.

   Nimmt man mehr oder weniger,  so werden durch diese Steigerung oder Ver  minderung die     Ausbeuten        beeinträchtigt.       Ferner ist bei diesen Verhältnissen von Ester  zu Alkali die Menge des anwesenden Wassers  mit     Vorteil    .auf die 7- bis 10fache     Molmenge     des     angewandten        Vinylacetats    einzustellen.  Bei Anwendung     grösserer    Wassermengen  gehen unter den gegebenen Bedingungen die  Ausbeuten zurück. Bei Anwendung gerin  gerer Wassermengen treten lediglich mecha  nische Unbequemlichkeiten infolge von aus  geschiedenem     Natriumacetat    ein.

   Intensives  Rühren während der     Bildungsaktion    ist för  derlich.  



  Die neue Verbindung aus     Vinylacetat    hat  die Elementarzusammensetzung     CsH,,40.,.    Sie  hat eine Dichte von<B>1,08,</B> ist farblos und etwas  viskos. Sie siedet bei 92-100  unter 22 bis  14 mm. Bei     Destillation    unter Normaldruck  findet eine     Zersetzung    statt.  



  Die     Konstitution    der Verbindung ist noch       unbekannt.    Die Frage, ob     eine    Säure oder  eine andere     Ogoverbindung        bezw.    ein Ester      vorliegt, lässt sich noch nicht entscheiden.

    Während, wie in der     Beschreibung         -eiter          ausgeführt,    bei Zusatz von Wasser sieh die  Verbindung in     Acetaldehy    d,     Crotonaldehy    d  und Essigsäure spaltet, ist bei der     Titration          unmittelbar    nach der Wasserzugabe noch  keine Säure     festzustellen.    Die Prüfung auf  den     Estercharakter    der     Verbindung    wird da  durch verdeckt,

   dass .alle diesbezüglichen Re  aktionen auf den     Essigsäurebaustein    der  neuen Verbindung     ansprechen.    Bromwasser  und     wässrige        Permanganatlösimg    werden  durch die Verbindung nicht     momentan    ent  färbt. Die wasserfreie Verbindung addiert  jedoch glatt zwei Atome elementares Brom.  Die     11Zolekulargewichtsbestim:mung    durch       Schmelzpunkterniedrigung    in     Na.phtlialin    er  gab 174.  



  Die technische Bedeutung dieser Verbin  dung liegt unter anderem in ihrer Eignung  als Rohstoff für     Umsetzungen    und Synthe  sen. Die     Verbindung    kann nämlich, je nach  dem .sie chemisch beansprucht wird, Essig  säure,     Acetalidehyd    und     Crotonaldehyd    für  unter den verschiedensten Bedingungen durch  geführte Reaktionen in     naszierendem    Zustand  liefern.

   Schon die Einwirkung von Wasser  genügt, um nach längerer Zeit bei Raum  temperatur, nach kürzerer Zeit bei     Eiivär-          mung    je ein     Mol    der drei genannten Stoffe  entstehen zu lassen, indem die an sich in  Wasser unlösliche Verbindung in Lösung  geht, Die     Gegenwart    von Wasser ist jedoch  keineswegs ein Erfordernis hierfür. Dieselbe  Entstehung von     Acetaldehyd,        Croton.aldehyd     und Essigsäure     lässt    sich auch in völliger Ab  wesenheit von Wasser nachweisen und be  nutzen.

   Wenn man beispielsweise die Ver  bindung     C,H"0,    mit     n-Butanol    in Gegen  wart geringer Mengen     konzentrierter        Schive-          felsäure    bei     Raumtemperatur        zusammengibt,     so kann man erhebliche     Mengen        Butylacetat.          Acetaldehyddibutylacetal    und,     Crotonaldehyd-          dibutylaeetal        nebeneinander    gewinnen. Es ist  jedoch auch möglich, erforderlichenfalls über  haupt ohne flüssiges Medium auszukommen.

    So setzt sich gelbes Quecksilberoxyd mit       C,H"04    zu weissem,     kristallisiertem    Queck-         sillx>raeetat        uni.    Durch Oxydationsmittel  können die Bausteine der     Verbindung    ganz  oder teilweise oxydiert und in     dieser    Form  verwendet werden.

   So gelingt es zum     Beispiel     durch Oxydation mit geeigneten Mengen       Iialiumpernianbanat    die     Acetaldehydkonipo-          nente    zu Essigsäure     zii    oxydieren und den       Crotonaldehyd    zu einem grossen Teil unver  ändert zu lassen.     Selbstverständlich    zeigt die  Verbindung infolge ihrer Fähigkeit.

   Alde  hyde     abzuspalten.    starke Reaktionsfähigkeit       gegenüber    Ammoniak und organischen Basen  aller Art.     Ebenfalls    über die Aldehyde hin  weg ist der Weg zu     Vei-harzungen,    vor allem  zur     Bildung    von     Aceta]dehyd-Crotonaldehyd-          Iionibinationsharzen        geöffnet.    Auch     Bisulfit-          verbindungen    lassen sich herstellen.  



  Die neue Verbindung aus     Vinylaoetat    ist  nicht nur als Rohstoff für Umsetzungen und       Synthesen        wichtig.    Sie kann auch direkt tech  nisch verwendet werden. Sie ist zum Beispiel  ein gutes     Lösungsmittel    für eine grosse Zahl  organischer Stoffe, Harze, 'Kunstharze. Sie  ist mit einer Anzahl anderer Flüssigkeiten       verschnittfähig    und deshalb in der Lack  technik verwendbar. Endlich ist. sie ein  gutes     Weiehmacliungsmittel.    beispielsweise  für     Poly        vinyl-,        Polyacrylverbindungen    und  andere Polymere.  



  <I>Beispiel:</I>  <B>1036</B> g     Vinylacet@at    wurden mit 500 g  Wasser in einem Rührkessel     emulgiert.    In  diese Emulsion wurde     iin    Laufe von     13!i    Stun  den eine Lösung von     :360    g     Natriumhydroxyd     in 1200 g Wasser     eines    tropft. wobei dauernd  kräftig gerührt und die Temperatur durch  Aussenkühlung zwischen () und     -i-    10  C     ge-          halten    wurde. Nach beendetem Einfliessen  wurde noch eine halbe Stunde nachgerührt.  Es entstanden zwei Phasen, von denen die       obere    abgetrennt wurde.

   Aus ihr     wurde    zu  nächst bei Normaldruck noch vorhandenes       Vinylacetat    durch     Erwärmen    auf 85  ab  destilliert. Dann wurde die Verbindung zwi  schen 92 und 100  bei 22-14 mm destilliert.  Es ergab sich eine Ausbeute von 493 g Bein  produkt.      Als Nebenprodukt erhält man Natrium  acetat, das aus der     wässrigen    Phase zu     gewin-          nen    ist.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung einer orga nischen Verbindung, dadurch gekennzeichnet, dass man Vinylacetat mit Alk.alihydroxyd in Gegenwart von Wasser unter Vermeidung von Harzbildung bei Temperaturen unter 15 behandelt. Die neue Verbindung hat die Elementar zusammensetzung CJH1qOg. Sie hat eine Dichte von 1,08, ist farblos und etwas viskos. Sie siedet bei 92-100 C unter 22-14 mm. Bei Destillation unter Normaldruck findet eine Zersetzung statt.
    Bromwasser und wäss- rige Permanganatlösung werden durch die Verbindung nicht momentan entfärbt. Die wasserfreie Verbindung ,addiert jedoch glatt zwei Atome elementares Brom. Die Moleku- largewiehtsbestimmung,durch Schmelzpunkt- ernieadrigung in Naphthalin ergab 174. UNTERANSPRüCHE: 1.
    Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass man auf ein Mol Vinylacetat 0,6 bis 0,8 Mol Alkalihydroxyd verwendet. 2. Verfahren nach Patentanspruch und Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass man auf 1 Mol Vinylacetat höchstens 10 Hol Wasser verwendet.
CH231888D 1942-02-06 1943-01-04 Verfahren zur Herstellung einer organischen Verbindung. CH231888A (de)

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