CH234671A - Verfahren zur Herstellung eines wundenheilenden Präparates aus Embryonalstoffen. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung eines wundenheilenden Präparates aus Embryonalstoffen.

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CH234671A
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Co H Lundbeck
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Lundbeck & Co As H
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    • A61K35/00Medicinal preparations containing materials or reaction products thereof with undetermined constitution
    • A61K35/12Materials from mammals; Compositions comprising non-specified tissues or cells; Compositions comprising non-embryonic stem cells; Genetically modified cells
    • A61K35/48Reproductive organs
    • A61K35/54Ovaries; Ova; Ovules; Embryos; Foetal cells; Germ cells

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Description


  Verfahren zur Herstellung eines     wundenheilenden        Präparates    aus     Embryonalstoffen.       Die vorliegende Erfindung betrifft ein  Verfahren zur Herstellung eines wunden  heilenden     (epithelisierenden)    Präparates aus       Embryonalstoffen.     



  Es ist an sich bekannt, dass im Innern der  Zellen von Embryonen von Wirbeltieren  Stoffe vorhanden sind, die fördernd auf die  Schnelligkeit der     Wundenheilung    bei Men  schen und Tieren wirken. Beispielsweise ist  es     schon    seit langem von     Carrel    beobachtet  worden, dass ein Brei aus     Embryonalgeweben     in dieser Weise benutzt     werden    kann, wie  auch Versuche gezeigt haben, dass ein aus  Hühnerembryonen unter     aseptischen    Bedin  gungen gewonnener     Presssaft    in durchaus  frischem Zustande heilungsfördernd auf  Wunden bei Hunden wirkt.

   Es ist indessen  bisher nicht gelungen, aus     Embryona,lgewe-          ben    oder     Presssaft    oder Extrakten daraus       wundenheilende    Präparate herzustellen, die  in der klinischen Praxis anwendbar sind, und  die Ursache hierfür muss in dem Umstand  erblickt werden, dass die Notwendigkeit der    Zubereitung der Präparate unter aseptischen  Bedingungen und die geringe Haltbarkeit der  Stoffe der Herstellung, Verteilung und der  praktischen Anwendung der Stoffe unüber  steigbare Hindernisse in den Weg gelegt  haben.  



  Die erwähnten Stoffe sind nicht nur     epi-          thelisierend,    sondern besitzen auch im ganzen  die Eigenschaft, :das Zellenwachstum in tie  rischen Geweben zu unterstützen. Diese  Stoffe enthaltende Extrakte haben daher auf  einem begrenzten Feld allgemeine Anwen  dung gefunden, das heisst zur künstlichen  Züchtung tierischer     Zellengewebe,    und es bat  sich erwiesen, dass diese Stoffe notwendig  sind, um während längerer Zeit. die Lebens  tätigkeit eines tierischen     Zellengewebes    ausser  halb des Organismus aufrechterhalten zu  können.

   Bei den Arbeiten über künstliche  Gewebezüchtung hat man gefunden, dass die  in     Embryonalgeweben    vorkommenden wachs  tumfördernden Stoffe     gattungsunspezifisch     und im übrigen     ausserordentlich    labil sind.      Hinsichtlich der näheren Einzelheiten bei der  Anwendung von     Embryonalstoffen    bei der       Züchtung    von     Zellengeweben    kann auf A.  Fischer: Gewebezüchtung, München     193,0,     verwiesen werden.

   Zur Beleuchtung des labi  len Charakters der Stoffe kann angeführt  werden (l. c.     pag.        37-41),    dass die Aktivität  eines     Embryonalextraktes    schon durch     Auf-          bewahrung    in Kälte,     durch    Schütteln oder  durch Erwärmung vermindert wird.

       'Man    hat       g        o        efunden,        da.ss        solche        Extrakte        bei        Filtrie-          rung    durch ein     Chamberland-Filter    vollstän  dig unwirksam werden, während die Aktivi  tät bei     Filtrierung    durch ein     Berkefelt-Filter          bedeutend    abnimmt.

       Beij        Eindämpfung    eines       Embryonalextraktes    in eine dünne Schicht  in einem     Vakuumexsiklzator    über Schwefel  säure oder     Kalziumehlorid    wurde ebenfalls  eine bedeutende Verringerung der Aktivität  festgestellt.  



  Die zur Gewebezüchtung in Laboratorien  allgemein angewendete Technik zur Herstel  lung von     Embryonalsaft    besteht. darin., dass  frische     Embryone    mit Sand in einem     Mörser     zerquetscht oder     zerkleinert    oder zu einem  feinen Brei durch     Pressen    durch die Öffnun  gen eines Siebes zerschnitten werden. Durch  Schleudern werden die festen Bestandteile  von der Flüssigkeit, die in diesem Zustand  oder nach Verdünnung angewendet wird, ge  trennt. Aus der festen Gewebesubstanz kann  man durch Ausziehen mit einer geeigneten       wässrigen    Flüssigkeit, z.

   B.     Ringer-Löaun-,     eine oder mehrere Portionen     weiteren    wirk  samen     Embryonalextraktes    erzielen. In die  ser Technik hat man so gut wie ausschliess  lich 7-10 Tage alte     Hülinerembryone    als  Grundmaterial benutzt, wobei diese unter  streng aseptischen     Bedingungen    aus den  Eiern entnommen und unmittelbar nach der  Entnahme verwendet     werden.        Lm    die bei der  Herstellung des     Embry        onalsaftes    in jedem  einzelnen Laboratorium verursachten Be  schwerlichkeiten und .den Zeitverlust zu ver  meiden, wurde vorgeschlagen,

   den Saft     azif     Trockenheit nach dem     Gaede-Staubsehen     Verfahren einzudampfen. Die in dieser Weise  hergestellten     Präparate    haben sich jedoch    nicht als gleichwertig in ihrer Haltbarkeit  erwiesen, weshalb sie in den Laboratorien  keine     Ausbreitung    fanden.  



  Während man in den     Cre -ebezüclitungs-          laboratorien    sich     finit    der Forderung der be  ständigen     Herstellung    frischen Embryonal  extraktes unter     aselitiscbeii    Bedingungen ab  finden konnte. ist diese Forderung mit: der       Anwendung        dieser    Extrakte bei der     pral-          tischen    Wundbehandlung     unvereinbar.     



  Das     Verfahren    gemäss der Erfindung ist  nun dadurch     ""-elzemizeichtiet,    dass die     Em-          bryonalstoffe    einer Trocknung     unterR-orfen     werden, bei der eine Denaturierung von in  dem     @u@.;an        gsmat:erial    vorhandenen Protein  stoffen stattfindet,     welche        Trocknung    eine       Temperatur    von     50     C nicht überschreitet.

    und dass sodann das so     vorbehandelte        Prä-          parat    einer     Sterilisierung    ohne Erhitzen auf  hohe     Temperaturen    unterworfen     \vird.     



  Die     Sterilisierung    wird     nach    der Trock  nung der     Eml)ryonalstoffe    durchgeführt. Sie       kann    aber,     abgesehen    hiervon. an einer belie  bigen     Stufe    des Herstellungsverfahrens statt  finden, wobei der Stoff sich entweder wieder  in flüssigem oder in noch festem Zustand be  finden kann.  



  Die der     Sterilisierung    vorausgehende  Eintrocknung soll so weit gehen, dass das  Produkt dabei in     wasserfreien    oder im wesent  lichen wasserfreien Zustand überführt wird.  Als     Ausgangsmaterialien    für die     Herstellung     des     Präparates    können     @mbryonalgcwebe     oder Extrakte oder     Zellsaft        daraus        verwendet     werden.  



       Infol-e    der     Sterilisierung    des Stoffes ver  meidet man die Notwendigkeit der asep  tischen Herstellung, weshalb man als Grund  material     Emliryonalgewebe    von     Embryonen          "ebrauchen        haiiii.        die        nicht        aseptisch        ge        won-          sind    oder gewonnen werden können.

   Dass  <B>i</B> nen  eine solche     Sterilisierung    möglich sei, konnte  nicht vorausgesehen werden, und die     Beclin-          gungen    dafür,     class    sie geschehen kann, ohne  dass die Fähigkeit der     Wach.stumförderung     von     Zehengewebe        Lind    Heilförderung von  Wunden     verlorengeht,    ist nach der Erfin  dung nur dadurch geschaffen. dass der zu      sterilisierende Stoff im voraus einer Ein  trocknung unterworfen war.

   Durch diese  Eintrocknung erreicht das Produkt eine  solche Beständigkeit, dass eine vollständige  Tötung der vorhandenen Mikroorganismen  durchgeführt werden kann, ohne     dass,die    Ak  tivität     verlorengeht,    was wohl dadurch zu  erklären ist, dass bei .der Überführung in den  wasserfreien Zustand die Begleitstoffe, die  die Haltbarkeit des aktiven Prinzips ver  mindern, unschädlich gemacht werden.  



  Die Überführung der     Embryonalstoffe    in  den wasserfreien oder im wesentlichen -was  serfreien     Zustand    zu einem oder andern Zeit  punkt, der der Sterilisierung vorausgeht,  kann durch eine Wegtrocknung oder     Ab-          dampfung    des Wassers, vorzugsweise     unter     Vakuum, wobei die     Temperatur    nicht wesent  lich 40  C übersteigen darf, oder durch       Extrahierung    mit Lösungsmitteln, die Was  ser aufnehmen können, z.

   B. Äthylalkohol,  Aceton, Methylalkohol oder ähnlichen Stof  fen, gegebenenfalls mit nachfolgender Be  handlung mit. einem flüchtigeren, jedoch  weniger wasseraufnehmenden     Lösungsmittel,          uvie    z. B. Äther,     geschehen.    Wird die letztere  Arbeitsweise benutzt, sollte während der       Extrahierung        zweckmässig    auf eine so hohe       Konzentration    des organischen Lösungsmit  tels gehalten werden, dass nicht wesentliche  Mengen des wasserlöslichen aktiven Prin  zips extrahiert werden.

   Die beiden erwähn  ten Arbeitsweisen zur Trocknung können  gegebenenfalls kombiniert werden, so     dass     eine teilweise Trocknung     dumch        Abdampfung     von Wasser ausgeführt wird, wonach eine       weitere    Trocknung durch     Extrahierung    ge  schieht. Nach der     Extrahierung    wird das  Lösungsmittel durch Abdampfen entfernt.  Zur Beschleunigung .der Verdampfung kann,  sei es, dass es sieh um Wasser oder um Lö  sungsmittel dreht, ein Strom eines     luftförmi-          ;en    Trägers, z. B. atmosphärische Luft oder  Stickstoff, über oder durch :das zu trock  nende Material geführt werden.  



  Die Überführung der     Embryonalstoffe    in  den wasserfreien öder im wesentlichen     was-          .;c#rfreien    Zustand, um sie der Sterilisierung    gegenüber beständig zu machen, kann in ver  schiedenen Stadien der Herstellung geschehen  und auf die     Embryonalstoffe    in verschiede  ner Form zur Anwendung gebracht werden.  Beispielsweise kann das     Embryonalgewebe     zuerst einer zerkleinernden mechanischen Be  handlung, z.

   B. einer     Zerquetschung,        Zer-          schneidung,    Pressung, oder einer Kombination  solcher Behandlungen,     \wodurch    die Zellen  geöffnet werden, unterworfen werden, und  ,die Gewebesäfte von den festen     Stoffen    oder  einem grösseren oder kleineren Teil derselben  :durch Sieben, Filtrieren,     Schleudern    oder  Abgiessen entfernt werden, wie auch die  festen Stoffe gegebenenfalls einer     Extrahie-          rung    mit Wasser oder wässerigen Flüssig  keiten, z.

   B.     Ringer-Lösung,    vor der Trock  nung unterworfen     werden    können, so dass der  einer Trocknung zu unterziehende Stoff ein  Gewebesaft oder Gewebeextrakt wird. Eben  falls kann es vorteilhaft sein, verbleibende       Extrahierungsreste-    zu trocknen und aufs  neue zu extrahieren.  



  Man kann indessen auch das Embryonal  gewebe einer Trocknung in frischem Zustand  unterwerfen, bevor es eine andere Behand  lung erfahren hat, abgesehen von einer grö  sseren oder kleineren Zerkleinerung und     Weg-          schneidung    von Organen oder Teilen, die  weniger wertvoll für die Herstellung von       wachstumfördernden    Stoffen sind oder die  einen grösseren Wert für andere Zwecke  haben, z. B. Drüsen, soweit -diese im Embryo  zur Entwicklung gelangt sind. Hierbei kann  dann die weitere Behandlung, z.     B:.    -die Steri  lisation, in einem späteren Zeitpunkt vorge  nommen werden, da der Embryo oder :das       Embryonalbewehe    in getrocknetem Zustand  einen Transport aushalten kann.

   Das getrock  nete     Embryonalgewebe    kann ebenfalls wäh  rend längerer Zeit aufbewahrt werden., ohne  dass :das     wachstumfördernde    Vermögen ver  lorengeht.  



  Die weitere Verarbeitung der in wasser  freien oder im wesentlichen wasserfreien Zu  stand überführten     Embryonals.toffe    kann  gegebenenfalls nur in einer Sterilisierung be  stehen, wobei :die     Embryonaalstoffe,    soweit      sie in der Form     getrocli:neter    ganzer<B>Em-</B>  bryonen oder Stücke von Embryonen oder       Embryonalgewebe    vorliegen, die     nicht    zer  kleinert sind. natürlich zuerst einer     Verinah-          lung    unterzogen werden müssen.

   Es kann  jedoch auch auf diesem Stadium der Herstel  lung eine Behandlung eingeschaltet werden,  die nur den Zweck hat, die     Embryonalstoffe     in flüssige Form zu überführen, oder die  gleichzeitig eine grössere oder geringere Reini  gung des Produktes von     unwirksainen    Be  standteilen und     Konzentrierung    des wirk  samen Produktes bezwecken.  



  Zu diesem Zweck wird der von Wasser  ganz oder im wesentlichen     befreite        Em-          bryonalstoff    mit oder ohne vorhergehende       Vermahlung    oder Zerkleinerung einer     Extra-          hierung    mit Wasser oder     wasserhaltigen    Mit  tels, z. B.     Ringer-Lösung,    unterworfen, und  der hierdurch erzielte Extrakt kann unmittel  bar oder nach Filtrieren, Schleudern oder  Stehenlassen und Abgiessen einer Sterilisie  rung unterworfen werden.  



  Man kann indessen auch den Extrakt  einer     Fraktionierung    unterwerfen, wobei der  Extrakt in eine mehr und eine minder wirk  same Fraktion geteilt wird, und es hat sieh  erwiesen, dass eine :solche     Fraktionierung    vor  teilhaft durch einen     Fällungsvorgang    durch  geführt werden kann. Beispielsweise wird bei  Behandlung von     Embryonalextrakten    mit  verdünnten Säuren     (vorzug-s =eise        Salzsäure     oder Essigsäure) ein Niederschlag gebildet.  der nach Entfernung als reicher an dem  aktiven Prinzip erwiesen wird als die rest  liche Lösung.

   Der Niederschlag kann in der  Form, in welcher er ausgefällt ist, benutzt  werden, gegebenenfalls nach Waschen oder  Trocknen, oder er kann aufs neue durch An  wendung einer kleinen Menge Alkali in Lö  sung gebracht werden. Wenn hierbei ein     un-          löslicher    Rest hinterlassen wird, kann dieser  durch Schleudern oder Filtrieren oder in  anderer Weise entfernt werden.  



  Es hat sich gezeigt, dass eine     Ausfällung     des aktiven. Stoffes auch     mittels    Aceton oder  Alkohol erzielt werden kann, da hierbei die  Unreinheiten teilweise in der Lösung blei-         ben.    Auch der hierbei gebildete     Niederseblag     kann entweder in Form eines Pulvers     oder     in gelöstem Zustande verwendet werden.  



  Diese Massnahme zur Reinigung oder       Iioiizentrierung    des     aktiven.        wundenheilen-          den    Prinzip; können.     we        111i        erwünscht,    auch  wiederholt oder     kombiniert    oder mit andern  Reinigungsmethoden.     wie    z.

   B.     Sehütteln.    an  gewendet werden,     ebenso    wie bei dem     Fäl-          lungsvorgang        gegebenenfalls        -iiueh    andere       Fä        llungsmittel    als die erwähnten verwendet  werden können, z. B. Salze.  



       Die        Sterilisierum,-        kann        auf    einer beliebi  gen Stufe der Behandlung ausgeführt. wer  den,     nachdem        dass        wundenheilende    Prinzip  enthaltende Präparat einmal in den wasser  freien oder in dein im wesentlichen wasser  freien Zustand gebracht war.

   Es kann also  entweder die     Aufgabe    vorliegen. einen festen  Stoff oder eine Lösung zu     sterilisieren.    und  die     Sterilisierung    kann nicht als eine Wärme  sterilisierung ausgeführt werden, da der  aktive Stoff, selbst wenn seine Stabilität  durch die Trocknung stark erhöht     worden    ist.  keine Erhitzung auf Temperaturen nahe am  Siedepunkt, geschweige denn über     diesen     Punkt, ertragen kann.  



       Liegt    ein fester Stoff zur Sterilisierung  vor,     wie    z. B. frisch getrocknete Embryonen  oder Teile solcher, frisch getrocknetes     Em-          bryonälgewebe    in mehr oder minder fein zer  teilten Zustand, ein     eingedampfter    Extrakt  oder     Embryonalsaft    oder ein das aktive Prin  zip enthaltender Bodensatz, kann die     Sterili-          sieruiig        zweclzmässig    durch Behandlung mit  sterilisierenden Mitteln geschehen. Als solche       haben    besonders organische     Lösemittel,    wie  z. B.

   Benzol, Methylalkohol,     Äthylalkohol     oder Aceton,     vorzugsweise    in konzentriertem  oder wasserfreiem Zustand, sich als geeignet  erwiesen, da gegebenenfalls vorhandene     Vi-          kroorganismen        mittels    dieser     Sterilisierungs-          mittel    unfehlbar durch eine oder mehrere Be  handlungen getötet werden, ohne dass das  aktive Prinzip verlorengeht.  



  Bei Vornahme der Sterilisierung     mittels     eines sterilisierenden Mittels kann dieselbe in       direkter        -%.n1nürpfung    an den     Trockenprozess         durchgeführt werden, indem letzterer durch       Extrahierung    der     Embryonalstoffe    mit einem       Lösungsmittel,    das     Wasser    aufnehmen kann,  unter     Benutzung    eines Mittels ausgeführt  wird, das sterilisierend wirkt, sobald das       Wasser    im wesentlichen von den Embryonal  stoffen entfernt worden ist. Als solches steri  lisierendes Mittel ist z. B. Aceton besonders  geeignet.

   In diesem Falle liegt keine scharfe  zeitmässige Abgrenzung zwischen dem     Troek-          nungs-    und     Sterilisierungsprozess    vor.  



  Liegt dagegen eine Lösung des aktiven  Prinzips zur Sterilisierung vor, z. B. ein  Extrakt des     getrockneten        Embryonalgewebes,     oder des getrockneten     Zellsaftes    oder einer  Lösung eines     ausgefällten    Konzentrates, bei  dessen Herstellung die     Embryonalstoffe    vor  gängig einer Trocknung unterzogen worden  sind, hat es sich als zweckmässig erwiesen,  die Sterilisierung durch     Filtrierung    durch  ein bakteriendichtes Filter vorzunehmen,  wobei es sich als bedeutungslos gezeigt hat,  ob man hierzu ein     Chamberland-Filter,    ein       Berkefelt-Filter    oder ein     Seitz-Filter    benutzt,

    da die Aktivität in keinem Fall wesentlich  bei dieser Behandlung .abnimmt, was das  Resultat der grösseren Stabilität ist, die da  durch erreicht wurde, dass das Präparat zu  einem Zeitpunkt, -der vor der     Sterilisierungs-          behandlung    liegt, in den wasserfreien oder im       wesentlichen    wasserfreien Zustand überführt  war.  



  Wenn der Sterilisierung andere Behand  lungen folgen, müssen diese unter aseptischen  Bedingungen ausgeführt werden, ebenso wie  gegebenenfalls dem Präparat hinzuzusetzende  Stoffe     steril    sein müssen.  



  Bei einer Ausführungsform nach der Er  findung geht man in der Weise vor, dass ein  Extrakt der getrockneten     Embryonalstoffe     auf einem indifferenten     Adsorptionsmittel     eingetrocknet und dann sterilisiert wird. Der  Extrakt kann jedoch auch zum voraus steri  lisiert werden oder aus getrockneten und       sterilisierten        Embryonalstoffen    hergestellt  sein, wonach dann die Eintrocknung auf  einem sterilen indifferenten     Adsorptions-          mittel    erfolgt und     unter    aseptischen Bedin-         gungen        gearbeitet    wird.

   Dabei kann nach  der Eintrocknung auf dem     Adsorptionsmittel     sterilisiert werden, z. B. mit Aceton.  



  Die biologische Aktivität des     Produktes     wird     zweckmässigerweise    während des ganzen  Verfahrens durch' Entnahme geeigneter Pro  ben     überwacht,    wobei Chargen, die sich ent  weder infolge unzweckmässigen Zustandes  der     Rohmaterialien    oder unzweckmässiger       Behandlung    als unwirksam erweisen, aus  dem Verfahren entfernt werden. Die Über  wachung kann entweder durch Prüfung des  Vermögens der     Wachstumförderung    künst  licher Gewebekulturen, z. B. unter dem Mi  kroskop, oder durch direkte Prüfung der       wundenheilenden    Wirkung an     geeigneten     Versuchstieren, z. B. Hunden, ausgeführt  werden.

   Im Einklang mit dem Ergebnis die  ser Proben kann das Präparat gegebenenfalls  auf eine im voraus     bestimmte    Aktivität ein  gestellt werden, oder durch Mischung von  Chargen verschiedener Aktivität oder durch  Verdünnung mit indifferenten Verdünnungs  mitteln in flüssigem oder festem Zustand,  z. B.     Ringer-Lösung        bezw.        Bolus    Alba.  



  Das. Präparat kann, wenn erwünscht,  auch mit andern Stoffen, die eine vorteil  hafte Wirkung auf     Wundbehandlung    haben,  gemischt werden.  



  Das als     Rohmaterial    benutzte     Embryonal-          gewebe    braucht nicht, wie bei der Herstel  lung von     Embryonalextrakt    für Laborato  rien,     aus    Hühnerembryonen     gewonnen    zu  werden, sondern man kann auch Embryonen  anderer eierlegender Wirbeltiere oder Säuge  tiere in einem geeigneten     Entwicklungs-          stadium    anwenden, wobei es an sich bekannt  ist, dass tierische Gewebe ein     waehs.tumför-          derndes    Prinzip in desto wirksamerer Form  enthalten, in je früherer Entwicklungsstufe  sie sich befinden.

   Als Grundmaterial können  ganze Embryonen oder Teile von solchen ver  wendet werden.  



  Als Beispiel einer praktischen Ausfüh  rung des erfindungsgemässen     Verfahrens    sei  die Behandlung von     Säugetierembryonen,     z. B.     2@-3    Monate alten Kälteembryonen, be  schrieben. Diese werden durch Aufhängen in      evakuierten Kammern oder in von reiner,  gegebenenfalls steriler, trockener Luft oder  Gas :durchströmten Kammern getrocknet,  oder sie werden in mehr oder minder zerklei  nertem Zustand, ohne dass die Zerkleinerung  jedoch so weitgehend ist, dass ein wesent  licher Teil des     Zellsaftes    verlorengeht, in den  in -der     Nahrungsmittelindustrie    zur Behand  lung von Fleisch und Gemüsen oder in der  pharmazeutischen Industrie zur Behandlung  von Organen, z. B.

   Drüsen, verwendeten       Trockenapparaten    getrocknet. Die Trocknung  kann beispielsweise in rotierenden Trocken  trommeln, die von Trockenluft     durchströmt     oder evakuiert werden, geschehen. Die Tem  peratur darf     unter    keinen Umständen     etwa.          50     C wesentlich     übersteigen    und sollte     vor-          zugsweise    niedriger sein, ebenso wie es ..ich  als vorteilhaft erwiesen hat, die Trocknung  unter Vakuum auszuführen. Bevor die Trock  nung vorgenommen wird, können gegebenen  falls einzelne Organe von den Embryonen  entfernt werden, z.

   B.     Tymus    oder Anlagen  von Klauen und Zähnen, die entweder in  anderer     Weise    verwendet werden können  oder nur in geringem Masse zur Produktion  der     proliferatischen        Stoffe    beitragen, oder  wie die Leber oder andere     Verdauungsdrüsen     bei verhältnismässig     stark    entwickelten Em  bryonen herabsetzend auf die     Aktivität    des  hergestellten     proliferatischen    Stoffes wirken.  



  Wenn das getrocknete     Embryonalgewebe     nicht extrahiert werden soll, wird es dann  in an sieh     bekannter    Weise in einem geeig  neten Mahlapparat zerkleinert, und das da  durch erzielte Pulver kann nun sterilisiert  werden.  



  Die Sterilisierung geschieht bei dieser       Ausführungsform    der Erfindung z. B. durch  Behandlung mit Aceton oder einem Alkohol.  Das Produkt wird mit einer geeigneten       Menge    des Lösungsmittels, z. B. dem 1- bis       10fachen    seines Volumens, angerührt, worauf  es eine Stunde stehengelassen und sodann  von der Flüssigkeit geschieden wird. Die Be  handlung wird .so oft wiederholt, bis das Prä  parat nach Trocknung einer Probe sich als       steril    erweist, worauf dass Ganze bei niedri-         ger    Temperatur, vorzugsweise in Vakuum,       nochmals    getrocknet wird.

   Vor oder nach  der Behandlung mit den     Sterilisierunbsmit-          tclii    kann das Pulver mit einem     Pulverförmi-          gen    Verdünnungsmittel, z. B.     Bolus    Alba  oder Talkum, gemischt werden. Wenn der       Zusatz    des Verdünnungsmittels nach der  Sterilisierung geschieht, muss das Verdün  nungsmittel im voraus sterilisiert sein, z. B.  durch Erhitzung. Die Verdünnung geschieht.  vorteilhaft auf Basis von Proben, so dass eine       angestrebte,    im voraus festgelegte Aktivität  erzielt wird.  



  Geht man von einem     Presssaft    oder Ex  trakt, von nicht im voraus getrockneten  Embryonen aus, so geschieht. die Trocknung       vorzugs"veise    dadurch,     da.ss    der Extrakt zuerst  auf ein     pulverförmiges        Absorptionsmitte!          aufgenommen    wird, das in einer solchen  Menge hinzugesetzt wird, dass ein mehr oder       minder        trockener    Brei     entsteht.        \Nenn    z. B.

         Kieselgur        verwendet    wird, kann die Menge  dreimal so gross wie die     Menge    des zu trock  nenden Extraktes. dem Volumen gerech  net, sein.  



  Die Sterilisierung kann sodann in     glei-          eher    Weise     wie    oben beschrieben durchge  führt werden.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung eines -wunden- heilenden Präparates aus Embryonalstoffen. dadurch gekennzeichnet. dass die Embry onal- stoffe einer Trocknung unterworfen werden, bei der eine Denaturierung von in dem Aus gangsmaterial vorhandenen Proteinstoffen stattfindet, welche Trocknung eine Tempe ratur von A C nicht überschreitet, und da.ss sodann das ,so vorbehandelte Präparat einer Sterilisierung ohne Erhitzen auf hohe Tem peraturen unterworfen wird.
    UNTERANSPRüCHE: 1. Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass die Trocknung durch Eindampfen unter Vakuum geschieht. ?:. Verfahren nach Patentanspruch, da durch. gekennzeichnet, dass die Trocknung durch Extrahierung mit Lösungsmitteln, die Wasser aufnehmen können, geschieht. 3.
    Verfahren nach Patentanspruch und Unteranspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Behandlung mit wasseraufnehmen den Lösungsmitteln eine Behandlung mit einem in Vergleich zu dem erstangewandten Mittel flüchtigeren, weniger wasseraufneh menden Lösungsmittel folgt. 4. Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass Embryonalgewebe in frischem Zustand getrocknet wird, bevor es andere Behandlung erfährt. 5.
    Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass der von Wasser befreite Embryonalstoff einer Extrahierung mit Mitteln, die das aktive Prinzip auflösen, unterwarfen wird, worauf der Extrakt weiter zu einem wundenheilenden Stoff verarbeitet wird. 6'. Verfahren nach Patentanspruch und Unteranspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass der erzielte Extrakt zu einer mehr und einer minder wirksamen Fraktion durch einen Fällungsprozess fraktioniert wird, worauf die wirksamere Fraktion weiter ver arbeitet wird. 7.
    Verfahren nach Patentanspruch und Unteransprüchen 5 und 6, dadurch gekenn zeichnet, dass die Fällung mit einer Säure vorgenommen wird. ss. Verfahren nach Patentanspruch und Unteransprüchen 5 und 6, dadurch gekenn zeichnet, dass die Fällung mit einem mit Wasser mischbaren, organischen Lösungs mittel vorgenommen wird. 9. Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, ,dass das Präparat in dem wasserfreien Zustand durch Behandlung mit sterilisierenden Mitteln sterilisiert wird. 10.
    Verfahren nach Patentanspruch und LTnterans.pruch 9; dadurch gekennzeichnet, dass das Präparat durch Behandlung mit organischen Lösungsmitteln sterilisiert wird. 11. Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass das Präparat in gelöstem Zustande sterilisiert wird. 1.2. Verfahren nach Patentanspruch und Unteranspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass das Präparat durch Filtrieren durch ein bakteriendichtes Filter sterilisiert wird.
    1 & Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass ein Extrakt der getrockneten Embryonalstoffe auf einem indifferenten Adsorptionsmittel eingetrock net wird, wonach .sterilisiert wird. 14. Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass ein Extrakt der getrockneten Embryonalstoffe sterilisiert wird, wonach er auf einem sterilen, indiffe renten Absorptionsmittel unter aseptischen Bedingungen eingetrocknet wird. 15.
    Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass ein Extrakt der getrockneten und sterilisierten Embryonal stoffe auf einem sterilen, indifferenten Ad- sorptionsmittel unter aseptischen Bedingun- aen eingetrocknet wird. 1'6.
    Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass das Präparat durch Mischen mit indifferenten Verdün nungsmitteln in der durch Versuche über die Aktivität bei Wachstumförderung von Ge webekulturen oder bei Wundenheilung fest gelegten Menge auf ein im voraus festgelegtes Aktivitätsniveau standardisiert wird.
CH234671D 1939-01-09 1940-01-02 Verfahren zur Herstellung eines wundenheilenden Präparates aus Embryonalstoffen. CH234671A (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1052063B (de) * 1953-05-18 1959-03-05 A P Rheinlaender G M B H Dr Verfahren zur Gewinnung von haltbaren embryonalen Wuchsstoffpraeparaten

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DE1052063B (de) * 1953-05-18 1959-03-05 A P Rheinlaender G M B H Dr Verfahren zur Gewinnung von haltbaren embryonalen Wuchsstoffpraeparaten

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