CH237239A - Verfahren zur Herstellung eines mit einer Reibfläche verschenen Maschinenelementes. - Google Patents
Verfahren zur Herstellung eines mit einer Reibfläche verschenen Maschinenelementes.Info
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- F16—ENGINEERING ELEMENTS AND UNITS; GENERAL MEASURES FOR PRODUCING AND MAINTAINING EFFECTIVE FUNCTIONING OF MACHINES OR INSTALLATIONS; THERMAL INSULATION IN GENERAL
- F16D—COUPLINGS FOR TRANSMITTING ROTATION; CLUTCHES; BRAKES
- F16D69/00—Friction linings; Attachment thereof; Selection of coacting friction substances or surfaces
- F16D69/02—Composition of linings ; Methods of manufacturing
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- C—CHEMISTRY; METALLURGY
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- C23C22/00—Chemical surface treatment of metallic material by reaction of the surface with a reactive liquid, leaving reaction products of surface material in the coating, e.g. conversion coatings, passivation of metals
- C23C22/05—Chemical surface treatment of metallic material by reaction of the surface with a reactive liquid, leaving reaction products of surface material in the coating, e.g. conversion coatings, passivation of metals using aqueous solutions
- C23C22/06—Chemical surface treatment of metallic material by reaction of the surface with a reactive liquid, leaving reaction products of surface material in the coating, e.g. conversion coatings, passivation of metals using aqueous solutions using aqueous acidic solutions with pH less than 6
- C23C22/07—Chemical surface treatment of metallic material by reaction of the surface with a reactive liquid, leaving reaction products of surface material in the coating, e.g. conversion coatings, passivation of metals using aqueous solutions using aqueous acidic solutions with pH less than 6 containing phosphates
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Description
Verfahren zur Herstellung eines mit einer Reibfläche versehenen Maschinenelementes. Gegenstand der Erfindung ist ein Ver fahren zur Herstellung eines mit einer Reib fläche versehenen Maschinenelementes, bei spielsweise einer Freilaufbremsnabe für ein Fahrrad oder einer Kupplung, die natürlich auch mehrere Reibflächen aufweisen kann.
Das erfindungsgemässe Verfahren ist da durch gekennzeichnet, dass auf der Reib fläche eine in das Grundmetall eingreifende Phosphatschicht gebildet wird. Eine derartige Schicht nützt sich auch bei starker Erwär mung nicht merkbar ab und frisst auch bei mangelnder Schmierung nicht an.
Im nachstehenden werden Durchführungs beispiele des erfindungsgemässen Verfahrens erläutert: Die Bildung der Phosphatschicht auf den Reibflächen von Bremsen und Kupplungen kann in bekannter Weise durch Behandeln des Grundmetalles mit Phosphat bildenden Phosphorsäuren, gegebenenfalls zuerst auch mit andern starken Säuren, in einer und bei Bedarf auch mehreren Arbeitsstufen ge schehen. Zweckmässig wird ein möglichst tiefes Atzen ausgeführt, damit die entstehen- den Phosphatkristalle sich in die Oberfläche tief einlagern, wobei stets als letzte. Stufe eine Behandlung mit Phosphorsäure ange wendet wird. Hierdurch kann erreicht wer den, dass die Kristalle einen festen Sitz erhalten und wegen ihrer Härte die Ab nutzung der Schicht sehr verzögern.
Die Phösphatschicht hat, wie Versuche ergeben haben, die Eigenschaft, dass sie auch bei un genügender Schmierung und bei starker Er wärmung der Bremse fest haftet und deshalb eine Beschädigung der Bremse verhütet. Das gleiche gilt für Kupplungsflächen. Ausser dem entstehen bei manchen Herstellungsver fahren, besonders wenn die Oberfläche vorher in bekannter Weise mit Sandstrahl auf geraubt ist, bei längerem Gebrauch zwischen den Vertiefungen in die Bremsfläche ragende Vorsprünge, die die Bremsfähigkeit der Bremse erhöhen.
Ferner hat es sich gezeigt, dass bei der Bildung der Schicht zwischen den Kristallen Vertiefungen und Spalten ent stehen, in denen eine gewisse Ölmenge sich sammelt, die eine Wärmeableitung begün stigt. Diese Vorteile werden dadurch erzielt, dass die Phosphatschicht nicht nur aufgela gert ist und deshalb leicht abgerieben werden kann, sondern dass das Gefüge der Reib flächen geändert ist, in Verbindung mit der glättenden Eigenschaft der in die aufgeätzte Oberfläche des Grundmetalles eingelagerten Phosphatkristalle. Es wird dazu noch der hohe Widerstand der Phosphatverbindungen gegen Wärme ausgenützt, da deren Zerstö rung durch Wärme erst bei 500 beginnt.
Die Folge davon ist, dass die Betriebs temperaturen der Bremsnaben gegenüber den bisher angewendeten Temperaturen hinauf gesetzt werden können.
Diese Eigenschaften und Wirkungen sind namentlich bei Nabeninnenbremsen von gro sser Bedeutung, weil die Bremse in der Nabe eingeschlossen ist und wegen der Kleinheit der Flächen bei längerem Bremsen hohen Temperaturen ausgesetzt wird.
Es können nicht nur die oben genannten Massnahmen angewendet werden, die in er ster Linie auf den Korrosionsschutz aufge baut sind, und deren Aufgabe es in erster Linie ist, Phosphatkristalle an der Ober fläche des Grundmetalles zu bilden, sondern es können auch andere geeignete Massnahmen angewandt werden, bei denen eine möglichst feingegliederte Ätzung der Oberfläche des Grundmetalles erzielt wird und durch die in die möglichst starken Ätzvertiefungen Phosphate eingelagert werden. Es können nicht allein die bekannten Doppelsalze der Metaphosphorsäure auf Zn-, Mn- und Fe- Basis benutzt werden, sondern auch andere Phosphate. Die Schicht auf der Bremsfläche kann auch aus der Verbindung mehrerer Phosphorsäuren mit dem Grundmetall gebil det sein.
Es können hierzu zum Beispiel Ortho- und Metaphosphorsäuren, unter Um ständen auch Salze der Pyrophosphorsäure verwendet werden., Als besonders günstig hat sich heraus gestellt die chemische Vorbehandlung der Reibflächen durch Ätzen, z. B. mit HCl, um eine möglichst feine Aufteilung der Ober- fläehe des Grundmetalles zu erhalten und um ein möglichst gleichmässiges Angreifen der Oberfläche bei der Phosphatbehandlung zu erreichen, was durch eine entsprechende Härtebehandlung unterstützt werden kann. Es ist auch möglich, eine feine Oberflächen rauhigkeit durch mechanische Verfahren, wie Sandstrahl, vor der Phosphatbehandlung zu erzielen. Mit der Auswahl eines Grund metalles von besonderer Feinkörnigkeit, z.
B. von mit Aluminium, Chrom und dergleichen Metallen legierten Stählen, lässt sich eben falls eine sehr feine Aufteilung der Reib flächen erzielen, unter Umständen unter Weglassung jeder besonderen Wärmebehand lung. Oft ist es zweckmässig vor der Bildung der Phosphatschicht das Grundmetall der Reibfläche zu erwärmen.
Die Vorteile dieser Massnahme sind eine bessere Ausnützungsfähigkeit der so behan delten Bremsteile, da die Bremstemperatur grenzen gegenüber allen andern üblichen Reibstoffen wesentlich erhöht sind. Die ober sten Grenzen sind durch die Temperaturen gegeben, bei denen eine chemische Verände rung der Phosphatschicht, zum Beispiel Eisen phosphat, auftritt, und auch durch die Tem peratur, die bereits eine wesentliche Gefüge änderung der Bremskörper verursachen würde. Es hat sieh bei praktischen Versuchen tat sächlich auch bei hohen Temperaturen und bei grossem Schmiermittelmangel eine nahezu vollkommene Fresssicherheit auch im Dauer betrieb gezeigt. Ein weiterer Vorteil ist die Ersparnis an teuren Rohstoffen, wie sie Kupfer und dessen Legierungen, gegebenen falls auch Asbest, darstellen.
Vorteilhaft ist auch noch die Möglichkeit einer einfacheren Gestaltung der Bremsteile und die Möglichkeit einer Stahlauswahl, die sowohl in der Beschaffenheit wie in der Be handlung Ersparnisse bringt, z. B. Ersatz der bisher üblichen Einsatzstähle durch Vergü tungsstähle sowie Ersatz des bisher üblichen Einsatzhärteverfahrens durch das einfachere der Vergütungshärtung. Es kann auch eine Wärmebehandlung vollkommen weggelassen -erden. Es ist auch miiglich, an Stelle der stählernen Bremsteile solche aus gegossenem Eisen, z. B. Grau-, Temper- oder Stahlguss, zu verwenden.
Ausser Freilaufbremsnaben lassen sich auch andere Maschinenelemente mit minde stens einer Reibfläche nach dem Verfahren herstellen, z. B. Kupplungen. Vorteilhaft ist die Anwendung dort, wo hohe Anpressdrücke bei beschränkten Raumverhältnissen und hohe Temperaturen vorkommen, wobei das Schmiermittel ganz und auch teilweise fehlen kann.
Es ist nicht nötig, dass auf beiden Reib flächen eine Phosphatschicht gebildet wird, es genügt vielmehr, wenn nur eine der Reib flächen behandelt wird, während die gegen überliegende in ihrem bisherigen Zustande bleiben kann.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung eines mit einer Reibfläche versehenen Maschinenelementes, dadurch gekennzeichnet, dass auf der Reib fläche eine in das Grundmetall eingreifende Phosphatschicht gebildet wird. <B>UNTERANSPRÜCHE:</B> 1. Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass vor der Bildung der Phosphatschicht das Grundmetall der Reibfläche chemisch aufgelockert wird. 2. Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass vor der Bildung der Phosphatschicht das Grundmetall der Reibfläche mechanisch aufgerauht wird, d.Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass vor der Bildung der Phosphatschicht das Grundmetall der Reibfläche erwärmt wird. 4. Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass auf der Reibfläche eine Phosphatschicht aus der Verbindung mehrerer Phosphorsäuren mit dem Grund metall gebildet wird. 5. Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, das Doppelsalze der Metaphosphorsäure gebildet werden.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| CH237239T | 1943-01-18 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| CH237239A true CH237239A (de) | 1945-04-15 |
Family
ID=4459860
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| CH237239D CH237239A (de) | 1943-01-18 | 1943-01-18 | Verfahren zur Herstellung eines mit einer Reibfläche verschenen Maschinenelementes. |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| CH (1) | CH237239A (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| EP0026578A1 (de) * | 1979-09-27 | 1981-04-08 | Abex Corporation | Bremsklotz für Eisenbahnfahrzeuge |
-
1943
- 1943-01-18 CH CH237239D patent/CH237239A/de unknown
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| EP0026578A1 (de) * | 1979-09-27 | 1981-04-08 | Abex Corporation | Bremsklotz für Eisenbahnfahrzeuge |
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