DE758753C - Fahrzeugbremse, insbesondere fuer Freilaufbremsnaben von Fahrraedern - Google Patents

Fahrzeugbremse, insbesondere fuer Freilaufbremsnaben von Fahrraedern

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DE758753C
DE758753C DEF88136D DEF0088136D DE758753C DE 758753 C DE758753 C DE 758753C DE F88136 D DEF88136 D DE F88136D DE F0088136 D DEF0088136 D DE F0088136D DE 758753 C DE758753 C DE 758753C
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DE
Germany
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brake
braking surface
brake according
phosphate
metal
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Expired
Application number
DEF88136D
Other languages
English (en)
Inventor
Gustav Dipl-Ing Steinlein
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ZF Friedrichshafen AG
Original Assignee
Fichtel and Sachs AG
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Publication date
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Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B62LAND VEHICLES FOR TRAVELLING OTHERWISE THAN ON RAILS
    • B62LBRAKES SPECIALLY ADAPTED FOR CYCLES
    • B62L5/00Brakes, or actuating mechanisms therefor, controlled by back-pedalling
    • B62L5/006Details

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Mechanical Operated Clutches (AREA)
  • Braking Arrangements (AREA)

Description

  • Fahrzeugbremse, insbesondere für Freilaufbremsnaben von Fahrrädern Der Gegenstand der Erfindung betrifft eine Fahrzeugbremse, insbesondere für Freilaufbremsnaben von Fahrrädern, mit einer auf einem Grundkörper aus Metall gebildeten Reibfläche, die wenig oder nicht geschmiert zu werden braucht.
  • Bekannt sind bei Bremsen und Kupplungen Reibflächen aus mit Hilfe eines Bindemittels hergestellten Reibmassen aus verschiedenen Gemischen sowie durch galvanische Niederschläge oder durch Befestigungsmittel hergestellte, auf dem Grundkörper angebrachte Überzüge aus einem Metall. Diese Schichten können aber nur in sehr beschränktem Maße die Reibung der betreffenden Grundkörper verändern oder verbessern.
  • Ferner.sind Phos,phatüberzüge auf Maschinenelementen und mancherlei Gerätschaften nicht neu. Sie dienen aber nicht zur Erhöhung der Reibung, sondern lediglich als Rostschutz und höchstens als Schutz gegen Abnutzung.
  • Die Erfindung besteht in der durch Überlegung gewonnenen und durch Versuche bestätigten Erkenntnis, daß Reibflächen dieser Art bei hochbeanspruchten Bremsen und Kupplungen, in denen Metall auf Metall gleitet, vorteilhaft anwendbar sind. Es hat sich ergeben, daß ein Phosphatüberzug auf Metallen wegen seiner physikalischen Eigenschaften nicht nur einen stärkeren Reibungswiderstand schafft, sondern auch bei starker Er-1 1- nicht merkbar abgenutzt wird und w 'irniun', selbst bei mangelnder Schmierung nicht frißt. Das Festhaften des Überzuges auf dem Grundmetall sichert eine lange Gebrauchsdauer der Phosphatschicht selbst bei stärkster Beanspruchung. Als weiterer Vorteil kommt hinzu, daß sich der Überzug durch eine einfache an sich bekannte chemische Behandlung der Oberfläche des Grundmetalls bilden läßt. Diese Phosphatschicht kann je nach Bedarf auf einer oder beiden der miteinanderwirkenden Reibflächen der Bremse angeordnet werden.
  • Die Herstellung dieser Schicht auf den Reibflächen der Bremen und Kupplungen kann in bekannter `'eise durch Behandeln des Grundmetalls mit Phosphorsäuren, gegebenenfalls auch mit anderen starken Säuren in einer oder mehreren Arbeitsstufen geschehen. Zweckmäßig wird ein möglichst tiefes Ätzen ausgeführt, damit die entstehenden Phosphatkristalle sich in die Oberfläche tief einlagern, wobei stets als letzte Stufe eine Behandlung mit einer Phosphorsäure angewendet wird. Hierdurch erhalten die Kristalle einen festen Sitz und verzögern wegen ihrer Härte sehr die Abnutzung der Schicht. Die Phosphatschicht hat die Eigenschaft, daß sie auch bei ungenügender Schmierung und bei starker Erwärmung der Bremse oder der Kupplungsflächen festhaftet und deshalb eine Beschädigung der Bremse verhütet. Außerdem entstehen bei manchen Herstellungsverfahren, besonders wenn die Oberfläche vorher in bekannter Weise mit Sandstrahl aufgerauht ist, bei längerem Gebrauch zwischen den Vertiefungen in die Bremsfläche ragende Vorsprünge, die die Bremsfähigkeit der Bremse erhöhen. Ferner entstehen bei der Bildung der Schicht zwischen den Kristallen Vertiefungen oder Spalten, in denen eine gewisse Ölmenge sich sammelt, die eine Wärmeableitung begünstigt. Diese Vorteile werden dadurch erzielt, daß die Phosphatschicht nicht nur aufgelagert ist und deshalb leicht abgerieben werden kann, sondern daß das Gefüge der Reibflächen geändert ist in Verbindung mit der glättenden Eigenschaft der in die aufgeätzte Oberfläche des Grundmetalls eingelagerten Phosphatkristalle. Es wird dazu noch der hohe Widerstand der Phosphatverbindungen gegen Wärme ausgenutzt, deren Zerstörung durch Wärme erst bei 5oo° beginnt. Die Folge davon ist, daß dieBetriebstemperaturen der Bremsnaben gegenüber den bisher angewendeten Temperaturen hinaufgesetzt werden können.
  • Diese Eigenschaften und Wirkungen sind namentlich bei Nabeninnenbremsen von großer Bedeutung, weil die Bremse in der Nabe eingeschlossen ist und wegen der Kleinheit der Flächen bei längerem Bremsen hohen Temperaturen ausgesetzt wird.
  • Es können nicht nur die obengenannten Verfahren angewendet werden, die in erster Linie auf den Korrosionsschutz ausgebaut ind und deren Aufgabe es in erster Linie s s ist, Phosphatkristalle an der Oberfläche des Grundmetalls zu bilden, sondern es sind darunter auch andere geeignete Verfahren zu verstehen, bei denen eine möglichst feingegliederte Ätzung der Oberfläche des Grundmetalls erzielt wird und durch die in die möglichst starken Ätzvertiefungen Phosphatverbindungen eingelagert werden. Auch sollen sich diese Verbindungen nicht allein auf die bekannten Doppelsalze der Metaphosphorsäure auf Zn-, Mn- und Fe-Basis erstrecken, sondern auch auf andere Phosphatverbindungen.
  • Als besonders günstig hat sich herausgestellt die chemische Vorbehandlung der Reibflächen durch Ätzen, z. B. mit H Cl, um eine möglichst feine Aufteilung der Oberfläche des Grundkörpers zu erhalten und uin ein mÖglichst gleichmäßiges Angreifen der Oberfläche bei der Phosphatbehandlung zu erreichen, was durch eine entsprechende Härtebehandlung unterstützt werden kann. Es ist auch möglich, eine feine Oberflächenrauhigkeit durch mechanische Verfahren, wie Sandstrahl, vor der Phosphatbehandlung zu erzielen. Mit der Auswahl eines Grundmaterials mit besonderer Feinkörnigkeit, z. B. von mit Aluminium oder Chrom legierten Stählen, läßt sich ebenfalls eine sehr feine Aufteilung der Reibflächen erzielen, unter Umständen unter Weglassung jeder besonderen Wärmebehandlung.
  • Die Vorteile dieses Verfahrens sind eine bessere Ausnutzungsfähigkeit der so behandelten Bremsteile, da die Bremstemperaturgrenzen gegenüber allen anderen üblichen Reibstoffen wesentlich erhöht sind. Die obersten Grenzen sind durch die Temperaturen gegeben, hei denen eine chemische Veränderung der P-Fe-Verbindung auftritt, und auch durch die Temperatur, die bereits eine wesentliche Gefügeänderung der Bremskörper verursachen würde. Es hat sich bei praktischen Versuchen tatsächlich auch nahezu bei hohen Temperaturen und bei großem Schmiermittelmangel eine vollkommene Preßsicherheit auch im Dauerbetrieb gezeigt. Ein weiterer Vorteil ist die Ersparnis an teuren Rohstoffen, wie sie Kupfer und dessen Legierungen, gegebenenfalls auch Asbest, darstellen.
  • Vorteilhaft ist auch noch die Möglichkeit einer einfacheren Gestaltung der Bremsteile und die Möglichkeit einer Stahlauswaht, die sowohl in der Beschaffenheit wie in der Behandlung Ersparnisse bringt, z. B. Ersatz der bisher üblichen Einsatzstähle durch Vergütungsstähle sowie Ersatz des bisherigen Einsatzhärteverfahrens durch das einfachere der Vergütungshärtung oder durch vollkommenes Weglassen einer Wärmebehandlung. Es ist auch möglich, an Stelle der stählernen Bremsteile solche aus gegossenem Eisen, z. B. Grau-, Temper- oder Stahlguß, zu verwenden.
  • Grundsätzlich ist die Anwendung des Verfahrens nicht nur auf Freilaufbremsnaben beschränkt, sondern läßt sich allgemein auf alle durch Reibung miteinander wirkende Maschinenteile, wie z. B. bei Kupplungen, anwenden, wo es sich um hohe Anpreßdrücke bei beschränkten Raumverhältnissen und hohen Temperaturen handelt, wobei das Schmiermittel ganz oder teilweise fehlen kann.
  • Es ist nicht nötig, daß beide Reibflächen nach dem beschriebenen Verfahren behandelt werden, es genügt vielmehr, wenn nur .eine der Reibflächen behandelt wird, während die gegenüberliegende in ihrem bisherigen Zustande bleiben kann.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Bremse für Fahrzeuge, insbesondere für Freilaufbremsnaben von Fahrrädern, die wenig oder nichtgeschmiert zu werden braucht, dadurch gekennzeichnet, daß wenigstens auf einer der Bremsflächen eine Phosphatschicht gebildet ist, die in das Grundmetall übergeht oder eingreift. z. Bremse nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Schicht auf der Bremsfläche aus der Verbindung einer oder mehrerer Phosphorsäuren mit dem Grundmetall besteht und die Kristalle der Phosphorverbindung in Vertiefungen der aufgelockerten Bremsfläche eingelagert sind. 3. Bremse nach den Ansprüchen i und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Phosphatschicht auf der Bremsfläche aus einer Verbindung des Phosphors mit einem Metall der Eisengruppe besteht. q.. Bremse nach den Ansprüchen i bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Grundkörper der Bremsfläche aus einer Metalllegierung und die Phosphatschicht aus Verbindungen der die Legierung bildenden Metalle.mit Phosphorsäure bestehen. 5. Bremse nach den Ansprüchen i bis q., dadurch gekennzeichnet, daß die Bremsfläche vor der Aufbringung der Phosphatschicht chemisch oder mechanisch aufgerauht oder aufgelockert ist. 6. Bremse nach den Ansprüchen i und q., dadurch gekennzeichnet, daß das Grundmetall der Bremsfläche für die Aufnahme der Phosphatkristalle erwärmt ist. Zur Abgrenzung des Erfindungsgegenstands vom Stand der Technik sind im Erteilungsverfahren folgende Druckschriften inBetracht gezogen worden: Deutsche Patentschriften Nr. 2231 567, 289 662, 422 257.
DEF88136D 1940-04-02 1940-04-02 Fahrzeugbremse, insbesondere fuer Freilaufbremsnaben von Fahrraedern Expired DE758753C (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE971366C (de) * 1952-12-16 1959-01-15 Daimler Benz Ag Verfahren zum Anpassen und Einlaufen des Bremsbelages

Citations (3)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE231567C (de) *
DE289662C (de) *
DE422257C (de) * 1924-04-23 1925-11-26 Schmidt Hermann Bremskoerper mit Metallbelag fuer Freilauf-Bremsnaben

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