CH237303A - Bremse für Fahrzeuge, insbesondere für Freilaufbremsnaben von Fahrrädern. - Google Patents
Bremse für Fahrzeuge, insbesondere für Freilaufbremsnaben von Fahrrädern.Info
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Description
Bremse für Fahrzeuge, insbesondere für Freilaufbremsnaben von Fahrrädern. Gegenstand der Erfindung ist eine Bremse für Fahrzeuge, insbesondere für Freilaufbrems naben von Fahrrädern, welche dadurch ge kennzeichnet ist, dass, damit wenig oder nicht geschmiert zu werden braucht, wenigstens auf einer der Bremsflächen eine Phosphat schicht gebildet ist, die in das Grundmetall. eingreift. Bekannt sind bei Bremsen und Kupplungen Reibflächen aus mit Hilfe eines Bindemittels hergestellten Reibmassen aus verschiedenen Gemischen sowie durch galvanische Nieder schläge und auch durch Befestigungsmittel hergestellte, auf dem Grundkörper angebrachte Überzüge aus einem Metall. Diese Schichten können aber nur in sehr beschränktem Masse die Reibung der betreffenden Grundkörper verändern und verbessern. Ferner sind Phosphatüberzüge auf Maschi nenelementen und mancherlei Gerätschaften nicht neu. Sie dienen aber nicht zur Erhö hung der Reibung, sondern lediglich als Rostschutz und höchstens als Schutz gegen Abnutzung. Es hat sich nun ergeben, dass ein Phosphat überzug auf Metallen wegen seiner physika lischen Eigenschaften nicht nur einen stärkeren Reibungswiderstand schafft, sondern auch bei starker Erwärmung nicht merkbar abgenutzt wird und selbst bei mangelnder Schmierung nicht frisst. Das Festhaften des Überzuges auf dem Grundmetall sichert eine lange Ge brauchsdauer der Phosphatschicht selbst bei starker Beanspruchung. Im nachfolgenden werden Ausführungsbeispiele des Erfindungs gegenstandes erläutert. Bevorzugte Ausfüh rungsformen haben den Vorteil, dass sich der Überzug durch eine einfache, an sich bekannte chemische Behandlung der Oberfläche des Grundmetalles bilden lässt. Diese Phosphat schicht kann auf einer und bei Bedarf auch auf beiden der miteinander wirkenden Reib flächen der Bremse angeordnet sein. Die Herstellung dieser Schicht auf den Reibflächen der Bremsen kann in bekannter Weise durch Behandeln des Grundmetalles mit phosphatbildenden Phosphorsäuren, gege benenfalls zuerst auch mit andern starken Säuren, in einer und bei Bedarf auch meh reren Arbeitsstufen geschehen. Zweckmässig wird ein möglichst tiefes Ätzen ausgeführt, damit die entstehenden Phosphatkristalle sich in die Oberfläche tief einlagern, wobei stets als letzte Stufe eine Behandlung mit Phos phorsäure angewendet wird. Hierdurch kann erreicht werden, dass die Kristalle einen festen Sitz erhalten und wegen ihrer Härte die Abnutzung der Schicht sehr verzögern. Die Phosphatschicht hat, wie Versuche ergeben haben, die Eigenschaft, dass sie auch bei un genügender Schmierung und bei starker Er wärmung der Bremse fest haftet und des halb eine Beschädigung der Bremse verhütet. Ausserdem entstehen bei manchen Herstellungs verfahren, besonders wenn die Oberfläche vorher in bekannter Weise mit Sandstrahl aufgerauht ist, bei längerem Gebrauch zwi schen den Vertiefungen in die Bremsfläche ragende Vorsprünge, die die Bremsfähigkeit der Bremse erhöhen. Ferner hat es sich ge zeigt, dass bei der Bildung der Schicht zwischen den Kristallen Vertiefungen und Spalten entstehen, in denen eine gewisse Ölmenge sich sammelt, die eine Wärmeableitung be günstigt. Diese Vorteile werden dadurch erzielt, dass die Phosphatschicht nicht nur aufgela gert ist und deshalb leicht abgerieben werden kann, sondern dass das Gefüge der Reibflächen geändert ist in Verbindung mit der glätten den Eigenschaft der in die aufgeätzte Oberflä che des Grundmetalles eingelagerten Phosphat kristalle. Es wird dazu noch der hohe Wider stand der Phosphate gegen Wärme ausgenützt, da deren Zerstörung durch Wärme erst bei 500 beginnt. Die Folge davon ist, dass die Be triebstemperaturen der Bremsnaben gegenüber den bisher angewendeten Temperaturen hinauf gesetzt werden können. Diese Eigenschaften und Wirkungen sind namentlich bei Nabeninnenbremsen von grosser Bedeutung, weil die Bremse in der Nabe eingeschlossen ist und wegen der Kleinheit der Flächen bei längerem Bremsen hohen Temperaturen ausgesetzt wird. Es können nicht nur die oben genannten Massnahmen angewendet werden, die in erster Linie auf den Korrosionsschutz aufgebaut sind und deren Aufgabe es in erster Linie ist, Phosphatkristalle an der Oberfläche des Gründmetalles zu bilden, sondern es können auch andere geeignete Massnahmen angewandt werden, bei denen eine möglichst feingeglie derte Ätzung der Oberfläche des Grund metalles erzielt wird und durch die in die möglichst starken Ätzvertiefungen Phosphate eingelagert werden. Es können nicht allein die bekannten Doppelsalze der Metaphosphor säure auf Zn-, 3111- und Fe-Basis benutzt werden, sondern auch andere Phosphate. Die Schicht auf der Bremsfläche kann auch aus der Verbindung mehrerer Phosphorsäuren mit dein Grundmetall gebildet sein. Es können hierzu zum Beispiel Ortho- und Metaphosphor säure, unter Umständen auch Salze der Pyro- phosphorsäure verwendet werden. Als besonders günstig hat sich heraus gestellt die chemische Vorbehandlung der Reibflächen durch Ätzen, zum Beispiel mit HC1, um eine möglichst feine Aufteilung der Oberfläche des Grundmetalles zu erhalten und um ein möglichst gleichmässiges Angreifen der Oberfläche bei der Phosphatbehandlung zu erreichen, was durch eine entsprechende Härtebehandlung unterstützt werden kann. Es ist auch möglich, eine feine Oberflächen rauhigkeit durch mechanische Verfahren, wie Sandstrahl, vor der Phosphatbehandlung zu ei-zielen. Durch die Auswahl eines Grund metalles von besonderer Feinkörnigkeit, zum Beispiel von mit Aluminium, Chrom und der gleichen Metallen legierten Stählen, lässt sich ebenfalls eine sehr feine Aufteilung der Reib flächen erzielen, unter Umständen unter Weg lassung jeder besonderen Wärmebehandlung. Die Vorteile dieser Massnahme sind eine bessere Ausnützungsfähigkeit der so behandel ten Bremsteile, da die Bremstemperaturgrenzen gegenüber allen andern üblichen Reibstoffen wesentlich erhöht sind. Die obersten Grenzen sind durch die Temperaturen gegeben, bei denen eine chemische Veränderung der Phos- pliatschicht, zum Beispiel Eisenphosphat, auf tritt, und acich durch die Temperatur, die' bereits eine wesentliche Clefügeänderung der Bremskörper verursachen würde. Es hat sich bei praktischen Versuchen tatsächlich auch bei hohen Temperaturen und bei grossem Schmier mittelmangel eine nahezu vollkommene Fress- sicherheit auch im Dauerbetrieb gezeigt. Ein weiterer Vorteil ist die Ersparnis an teuren Rohstoffen, wie sie Kupfer und dessen Legie rungen, gegebenenfalls auch Asbest darstellen. Vorteilhaft ist auch noch die Möglichkeit einer einfacheren Gestaltung der Bremsteile und die Möglichkeit einer Stahlauswahl, die so wohl in der Beschaffenheit wie in der Behand lung Ersparnisse bringt, zum Beispiel Ersatz der bisher üblichen Einsatzstähle durch Ver gütungsstähle sowie Ersatz des bisherigen Einsatzhärteverfahrens durch das einfachere der Vergütungshärtung. Es kann auch eine Wärmebehandlung vollkommen weggelassen werden. Es ist auch möglich, an Stelle der stählernen Bremsteile solche aus gegossenem Eisen, zum Beispiel Grau-, Temper- oder Stahlguss, zu verwenden. Es ist nicht nötig, dass auf beiden Reib flächen eine Phosphatschicht gebildet wird, es genügt vielmehr, wenn nur eine der Reib flächen behandelt wird, während die gegenüber liegende in ihrem bisherigen Zustande bleiben kann.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Bremse für Fahrzeuge, insbesondere für Freilaufbremsnaben von Fahrrädern, dadurch gekennzeichnet, dass, damit wenig oder nicht geschmiert zu werden braucht, wenigstens auf einer der Bremsflächen eine Phosphat schicht gebildet ist, die in das Grundmetall eingreift. UNTERANSPRÜCHE: 1. Bremse nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Phosphatschicht aus einem Phosphat des Grundmetalles besteht und die Kristalle des Phosphates in Vertie fungen der aufgerauhten Bremsfläche einge lagert sind. z. Bremse nach Patentanspruch und Unter anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Phosphatschicht aus einem Phosphat eines Metalles der Eisengruppe besteht. 3.Bremse nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Phosphatschicht aus der Verbindung mehrerer Phosphorsäuren mit dem Grundmetall gebildet ist. 4. Bremse nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass das Grundmetall der Bremsfläche aus einer Metallegierung und die Phosphatschicht aus Phosphaten der die Legie rung bildenden Metalle besteht.
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