CH240620A - Verfahren zur Herstellung von Kondensationsprodukten des Harnstoffes bezw. des Thioharnstoffes oder Gemischen von beiden mit Azetaldehyd und Formaldehyd. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Kondensationsprodukten des Harnstoffes bezw. des Thioharnstoffes oder Gemischen von beiden mit Azetaldehyd und Formaldehyd.

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CH240620A
CH240620A CH240620DA CH240620A CH 240620 A CH240620 A CH 240620A CH 240620D A CH240620D A CH 240620DA CH 240620 A CH240620 A CH 240620A
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Ag Bata
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C08ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
    • C08GMACROMOLECULAR COMPOUNDS OBTAINED OTHERWISE THAN BY REACTIONS ONLY INVOLVING UNSATURATED CARBON-TO-CARBON BONDS
    • C08G12/00Condensation polymers of aldehydes or ketones with only compounds containing hydrogen attached to nitrogen
    • C08G12/02Condensation polymers of aldehydes or ketones with only compounds containing hydrogen attached to nitrogen of aldehydes
    • C08G12/04Condensation polymers of aldehydes or ketones with only compounds containing hydrogen attached to nitrogen of aldehydes with acyclic or carbocyclic compounds
    • C08G12/10Condensation polymers of aldehydes or ketones with only compounds containing hydrogen attached to nitrogen of aldehydes with acyclic or carbocyclic compounds with acyclic compounds having the moiety X=C(—N<)2 in which X is O, S or —N
    • C08G12/12Ureas; Thioureas

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Description


  Verfahren zur Herstellung von Kondensationsprodukten des     Harnstoffes        bezw:    des       Thioharnstoffes    oder Gemischen von beiden mit     Azetaldehyd    und     Formaldebyd.       Es ist bekannt, dass Formaldehyd in     Karb-          amidharzen,    z. B. Harnstoff- oder     Thioharn-          stoffharzen,    durch     Azetaldehyd    teilweise er  setzt     werden    kann (vergleiche G.     Barsky    und  H.

   P.     Wohnsiedler,        USA.-Patent        Nr.1896276).     



  Die mit     Azetaldehyd    modifizierten Harze  lösen sich besser im .Wasser als reine     Karb-          amid-Formaldehydharze.    Sie haben ausserdem  den Vorteil, dass sie die beim Zusatz von Pa  raffinemulsionen vorkommende saure Reak  tion von     pA        3-4    gut vertragen.  



  Das obenerwähnte bekannte Verfahren  besteht darin, dass der zunächst isolierte       Äthylidenharnstoff    in Anwesenheit von  Chlorwasserstoff (als Katalysator) mit Form  aldehyd kondensiert wird. Die Kondensation  von Harnstoff mit     Azetaldehyd    muss bei nied  riger     Temperatur    von 20-30  C und in Ge  genwart von     HCl    durchgeführt werden und  dauert einige Tage bis eine Woche.

   Harnstoff  wird dabei teilweise zu Ammoniak     hydroly-          siert,    wobei mit anwesendem     Chlorwasserstoff            Ammonchlorid    entsteht.     Ammonchlorid    ver  ursacht im Laufe der weiteren Kondensation  die unerwünschte Bildung von höheren un  löslichen     Kondensationsprodukten.    Ausserdem       wurde    bei diesem bekannten Verfahren mit  grossem     ÜberSChuss    an Formaldehyd gearbei  tet. Das überschüssige Formaldehyd musste  bei. anschliessender Konzentrierung entfernt  werden.  



  Vorliegende Erfindung betrifft eine Ver  vollkommnung dieses bekannten Verfahrens.  die darin besteht, dass ohne Isolierung der       Zwischenprodukte    gearbeitet, und dass Am  monsulfat statt Chlorwasserstoff als Kataly  sator verwendet     wird.    Dadurch werden fol  gende Vorteile     gewonnen:     1. Die Herstellungsdauer wird von einigen  Tagen auf einige Stunden verkürzt.  



  2. Es ist nicht mehr notwendig, mit grösse  rem Überschuss an Formaldehyd zu     arbeiten     und den Überschuss über das     Molekularver-          hältnis    1 : 2 zu entfernen.      3. Die Verluste durch Hydrolyse des  Harnstoffes     ebenso        wie    die unerwünschte Wir  kung von     Ammonchlorid    werden vermieden.  



  4. Die Apparatur     ist    einfach, der ganze  Vorgang wird in einem Gefäss durchgeführt.  5. Es ist nicht mehr nötig, das Gemisch  am Anfang der Kondensation intensiv zu  kühlen.  



  6. Die     Bindung    von     Azetaldehyd    verläuft  so rasch, dass praktisch keine Verluste an ver  dampftem     Azetaldehyd    entstehen, obwohl die  Temperatur weit über den Siedepunkt des       Azetaldehyds    steigt. .  



       Beispiel   <I>1:</I>       375g    Harnstoff wird in 600 cm' Wasser  gelöst, wonach     393    g 70%iger     Azetaldehyd          zi,gefügt    wird. Zur Herstellung wird der  technische; 96,3 % ixe     Azetaldehyd    gebraucht,  welcher zur Bildung vom     unreaktiven        Par-          aldehyd    neigt. Durch Verdünnen auf 70%  wird die Bildung von     Paraldehyd    vermieden.  Beim Auflösen des     Azetaldehyds    erwärmt  sich die Reaktionsflüssigkeit.

   Erst nach dem  Sinken der Temperatur auf     30-25 C    wird  allmählich eine Lösung von 6 g     Ammonsulfat     in 250 cm' Wasser binnen 15-20 Minuten  zugesetzt, wobei die Temperatur mässig bis  auf 40  C steigt. Das Gemisch     wird    ohne  Wärmezufuhr     1-11/-,        Stunden    gerührt, bis  sich     Äthylidenharnstoff    in Form einer grauen  Trübung auszuscheiden     beginnt.    Dann wird  521g Formalin (36     %ig)    zugefügt und sofort  mit     NaOH    neutralisiert.

   Die Lösung     wird    mit  Essigsäure auf     pg    6 mässig sauer gemacht und         zum    Sieden erhitzt. Dabei wird die trüb ge  wordene Lösung wieder klar. Die Erwärmung  wird noch 15-20 Minuten fortgesetzt. Da  nach wird die Lösung gekühlt und mit der  Natronlauge auf     pA    7 neutralisiert.

   Das rohe  Produkt besitzt eine Viskosität von 1,57  Eng  ler bei 30  C und kann     entweder    nach dem  Verdünnen zum Imprägnieren von     Textilien     usw. oder nach dem Eindicken zur     Ilerstel-          lung    von Lacken     bezw.    in Verbindung mit  Füllstoffen zur Herstellung von     Press-    und       Spritzmassen    verwendet werden.  



       Beispiel   <I>2:</I>  Dasselbe Verfahren wird nur mit dem  'Unterschiede wiederholt, dass anstatt 375 g  Harnstoff ein Gemisch von     300g    Harnstoff  mit 95 g     Thioharnstoff    verwendet     wird.    Die  aus dem     Reaktionsprodukt    hergestellten  Lacke weisen grössere Beständigkeit gegen  über chemischen Einflüssen und höhere Pla  stizität in der Wärme auf. Die     Pressmischun-          gen    besitzen ein grösseres Fliessvermögen.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Heistellung von Konden sationsprodukten des Harnstoffes bezw. des Thioharnstoffes oder Gemischen von beiden mit Azetaldehyd und Formaldehyd, dadurch gekennzeichnet, dass die Kondensation durch geführt wird, ohne die Zwischenprodukte zu isolieren, und dass Ammonsulfat als Kataly sator verwendet wird.
CH240620D 1942-10-20 1943-08-25 Verfahren zur Herstellung von Kondensationsprodukten des Harnstoffes bezw. des Thioharnstoffes oder Gemischen von beiden mit Azetaldehyd und Formaldehyd. CH240620A (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE972352C (de) * 1953-05-12 1959-07-09 Horst Dr Pajenkamp Verfahren zur Herstellung von Stickstoff-Duengemitteln mit definierten Anteilen von leicht loeslichem und schwer loeslichem Stickstoff

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* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE972352C (de) * 1953-05-12 1959-07-09 Horst Dr Pajenkamp Verfahren zur Herstellung von Stickstoff-Duengemitteln mit definierten Anteilen von leicht loeslichem und schwer loeslichem Stickstoff

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