CH240935A - Sicherheitseinrichtung in einmännig geführten Triebfahrzeugen. - Google Patents

Sicherheitseinrichtung in einmännig geführten Triebfahrzeugen.

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CH240935A
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Inventor
Oerlikon Maschinenfabrik
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Oerlikon Maschf
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B60VEHICLES IN GENERAL
    • B60LPROPULSION OF ELECTRICALLY-PROPELLED VEHICLES; SUPPLYING ELECTRIC POWER FOR AUXILIARY EQUIPMENT OF ELECTRICALLY-PROPELLED VEHICLES; ELECTRODYNAMIC BRAKE SYSTEMS FOR VEHICLES IN GENERAL; MAGNETIC SUSPENSION OR LEVITATION FOR VEHICLES; MONITORING OPERATING VARIABLES OF ELECTRICALLY-PROPELLED VEHICLES; ELECTRIC SAFETY DEVICES FOR ELECTRICALLY-PROPELLED VEHICLES
    • B60L3/00Electric devices on electrically-propelled vehicles for safety purposes; Monitoring operating variables, e.g. speed, deceleration or energy consumption
    • B60L3/02Dead-man's devices

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
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  • Sustainable Development (AREA)
  • Sustainable Energy (AREA)
  • Power Engineering (AREA)
  • Transportation (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Regulating Braking Force (AREA)

Description


  . Sicherheitseinrichtung in     einmännig        geführten    Triebfahrzeugen.    Die einfachsten     und        meistverwendeten          Sicherheitseinrichtungen    für     einmännig    ge  führte Triebfahrzeuge weisen     mindestens    ein  Pedal oder     einen    Druckknopf auf, wobei vom  Führer ständig auf     eines    dieser Organe ge  drückt werden muss.

   Lässt er es los, so be  ginnt ein Apparat zu arbeiten, der unmittel  bar oder nach einer meistens     einstellbaren     Zeit oder nach     einer    bestimmten Wegstrecke  des Fahrzeuges die Antriebsmaschinen des  Fahrzeuges abschaltet und die Bremse in Tä  tigkeit setzt. Mit dieser Sicherheitseinrich  tung kann noch eine Warnvorrichtung ver  bunden sein, welche den Führer auf die be  vorstehende Abschaltung der Antriebsma  schinen und Bremsung aufmerksam macht.

    Der Nachteil derartiger Sicherheitseinrich  tungen besteht weniger in der Möglichkeit  und     Versuchung    für den Führer, sich das  ständige Drücken eines Pedals oder Druck  knopfes durch das Auflegen von Gegen  ständen oder andere     Massnahmen    zu ersparen,  als     darin,    dass die von diesen Sicherheits  einrichtungen ausgeübte Aufmerksamkeits-         kontrolle    vorwiegend auf Gewichtswirkung  des Führers abstellt, also keine Bewegung  seinerseits erfordert. Wird der Führer z. B.  ohnmächtig und     sinkt    er derart zu Boden,  dass das Pedal     weiterhin    niedergedrückt  bleibt, so kommt die     Sicherheitseinrichtung     nicht zum Ansprechen.

   Ferner kann der  Führer im Fahrdienst     einschlafen,    ohne dass  der Druck auf das Pedal aufhört, mit dem  gleichen Ergebnis wie oben.  



  Zur Ausschaltung solcher Möglichkeiten  wurden Anordnungen vorgeschlagen, bei  denen der Führer Pedal oder Druckknopf  oder andere eigens dazu vorgesehene Vor  richtungen in bestimmten gleichbleibenden  oder veränderlichen Zeitabschnitten (die sich  in den Grenzen von mehreren Sekunden bis  mehreren Minuten bewegen können) oder  nach einer bestimmten Fahrstrecke betätigen  muss, damit keine Abschaltung und Brem  sung des Fahrzeuges erfolgt. Die     Aufmerk-          samkeitsprüfung    des Führers erfolgt hier  periodisch und muss durch eine     Handlung    des  Führers, nämlich z. B. durch das vorüber-      gehende Loslassen oder Niederdrücken des  Pedals, jeweils um einen neuen Zeitabschnitt  verschoben werden.

   Die erhöhte Sicherheit,  die diese Anordnung gewährt, wird jedoch  mit einer stärkeren Beanspruchung des  Führers durch die     fortwährende    Bedienung  des Pedals erkauft, und dies bedingt     wieder     ein Ablenken der Aufmerksamkeit des  Führers von seinen Hauptaufgaben, von  denen nur das Steuern des Fahrzeuges und  die Beobachtung der Strecke und Signale  angeführt seien. Dadurch wird der Wert  solcher Anordnungen vermindert.  



  Die vorliegende     Erfindung    betrifft eine       Sicherheitseinrichtung    in     einmännig    geführ  ten     Triebfahrzeugen,    bei welcher der Führer  von Zeit zu Zeit     Vorrichtungen        betätigen          muss.,    damit das Ansprechen eines mit diesen  Vorrichtungen verbundenen, das selbsttätige  Anhalten des Triebfahrzeuges herbeiführen  den Apparates verhindert     wird.    Erfindungs  gemäss     sind    dem gleichen Zwecke dienende,

    zusätzliche     Vorrichtungen    mit     mindestens     einem Teil der zum Betrieb des Fahrzeuges  notwendigen und vom Führer bedienten       bezw.    gesteuerten Apparate verbunden und  werden durch diese betätigt, um zu erreichen,  dass die Betätigung der erstgenannten Vor  richtungen während - einer bestimmten Zeit       bezw.    Fahrstrecke     unnötig    ist.  



  Die ersteren Vorrichtungen seien im nach  folgenden als     willkürlich,    die letzteren als       unwillkürlich        betätigt    bezeichnet.  



  Unter den zum Betrieb eines Triebfahr  zeuges notwendigen Apparaten     sind    haupt  sächlich zu nennen der Fahrschalter für die  Anfahrt, die Fahrt und oft auch die elek  trische Bremsung des Fahrzeuges; ferner  die     Betätigungsapparate    der mechanischen  Bremse (Druckluft-,     Luftsauge-,    Hand  bremse) sowie die zu allen diesen gehörigen,  von ihnen gesteuerten Apparate, beispiels  weise Schaltschützen, -Ventile,     Kolben.    Bei  allen Arten von     Strassen-Triebfahrzeugen    mit  und ohne     Oberleitung    kann ferner die Be  wegung des Steuerrades und der Fahr- und  Bremspedale dem gleichen Zwecke dienstbar  gemacht werden.

      Im Falle, dass durch die willkürlich be  tätigten Vorrichtungen der Sicherheitssteue  rung ein elektrischer Stromkreis abwechselnd  geöffnet und geschlossen wird, können auch  die unwillkürlich betätigten     Vorrichtungen     mit elektrischen Kontakten ausgerüstet sein,  die bei der     Betätigung    der Apparate durch  den Führer, abwechslungsweise geöffnet und  geschlossen werden und auf     denselben    Strom  kreis oder einen besonderen Stromkreis ein  wirken.

   Jede Handlung, welche der Führer  durch die Betätigung irgendeines Apparates  ausübt,     muss    zugleich als Äusserung dafür ge  wertet werden, dass er seinen Dienst wachsam  versieht, was bei geeigneter Zuordnung von  Apparaten und von diesen betätigten Vor  richtungen den Verzicht auf eine besondere       Aufmerksamkeitskontrolle    in diesem Zeit  abschnitt erlaubt. Der Führer ist somit ge  rade dann, wenn seine Aufmerksamkeit durch  die Führung des Fahrzeuges voll beansprucht       wird,    vom Achtgeben auf die Sicherheits  steuerung entlastet, und er muss das Pedal  nur bedienen, solange er eine Strecke befährt,  die keine     Handlung    von ihm erfordert.

   Die  ihm zum     Bewusstsein    kommende periodische       Aufmerksamkeitsprüfung    beschränkt sich  daher auf das absolut notwendige Mindest  mass und bewirkt somit eine fühlbare Ent  lastung des Führers, ohne dass die Sicherheit  der Fahrzeugführung im geringsten vermin  dert wäre. Die Entlastung des Führers von  der Sicherheitssteuerung wird um so fühl  barer, je stärker seine Beanspruchung durch  das Betätigen der übrigen Apparate wird.  Beispielsweise wird bei der Anfahrt und der  Bremsung eines Zuges oder beim Durch  fahren einer schwierigen Strecke mit der  jeweiligen höchstzulässigen Geschwindigkeit  der Fahrschalter     bezw.    das Bremsventil so  oft verstellt, dass ein     Betätigen    des Sicher  heitspedals vollständig dahinfallen kann.

    



  Zur Erläuterung der Erfindung sind in  der beiliegenden, schematischen Zeichnung       Ausführungsbeispiele    der Erfindung gezeigt,  bei denen vom Führer     Kin    Stromkreis ab  wechslungsweise geöffnet und geschlossen ,  werden muss.      Es bedeutet 1 in     Fig.    1 das Pedal, 2 den  Druckknopf der     Sicherheitssteuerung,    deren  Kontakt von Zeit zu Zeit geöffnet werden  muss, damit der     Sicherheitsapparat    4 wieder  in     seine    Anfangsstellung gebracht wird.

   An       n    vom Führer betriebsmässig unmittelbar oder  mittelbar     bedienten    Apparaten     sind    weitere  Kontakte 3 .1 bis 3.     n    angebracht, die bei  der Betätigung der betreffenden Apparate  in beliebigem     Sinne    den     Sicherheitsstromkreis     ebenfalls abwechslungsweise öffnen     und     schliessen     und    damit die Betätigung des  Pedals 1 oder des Druckknopfes 2 in diesem       Zeitabschnitt    unnötig machen.  



  Der Sicherheitsapparat 4 besteht beim Bei  spiel     Fig.1    aus einem Zeitrelais, das bei Erre  gung der Spule 41 zu arbeiten beginnt und  nach einer durch das" Zeitwerk 42 einstellbaren  Zeit von mehreren Sekunden bis mehreren  Minuten auf die Kontakte 43     einwirkt.    Da  durch wird die     Abschaltung    der Antriebs  maschinen und die Bremsung des Fahrzeuges       bezw.    des Zuges eingeleitet.

   Jedesmal, wenn  einer der     in    Reihe geschalteten Kontakte bei  1, 2     und    3 .1 bis 3 .     n    geöffnet wird, fällt  das Relais des Sicherheitsapparates 4 in  seine Anfangsstellung zurück und     beginnt     nach dem     Wiederschliessen    des betreffenden  Kontaktes     seine    Arbeit von neuem.  



  In     Fig.    2 wird der Sicherheitsapparat 4  von einer Welle 41 angetrieben. Diese Welle  kann     ihrerseits    wieder durch einen besonde  ren     Kleinmotor    oder von     einer    vorhandenen       Hilfsmaschine        angetrieben    werden, wodurch  der Sicherheitsapparat 4 zeitabhängig arbei  tet.

   Erfolgt der     Antrieb    der Welle 41 von der  Fahrzeugachse aus, so wird die Arbeitsweise  des Sicherheitsapparates 4     wegabhängig.     Durch     eine    Feder 42 wird bei stromlosem       Solenoid    43 ein Zahn- oder Reibrad 44     mit          einem    Gegenrad 45 gekuppelt.

   Dadurch be  wegt sich eine Kontaktvorrichtung 46 mit  einem     Kontaktplätchen    47 aus der Anfangs  stellung     a    und schliesst nach gegebener Zeit  oder Fahrstrecke     (bestimmt    durch die ein  gebaute Übersetzung und die Drehzahl der  Welle 41) in der Stellung b einen Stromkreis    4$.     Damit    wird die     Abschaltung    der An  triebsmaschine und die Bremsung     eingeleitet.     Wird einer der hier parallel geschalteten       Kontakte    bei 1, 2 und 3. 1 bis 3 . n geschlos  sen, so erregt sich das     Solenoid    43 und kup  pelt das Rad 44 aus.

   Die Kontaktvorrichtung  geht dann vor Erreichen der Stellung b durch  die     Wirkung    einer Feder 49     wieder    in die  durch einen     Anschlag    50 festgelegte Stellung  a zurück, und der Sicherheitsapparat     beginnt     nach dem Wiederoffnen des     vorhin    geschlos  senen Kontaktes seine Arbeit von neuem.  



       Fig.    3 zeigt die     Anwendung    der Erfin  dung auf eine häufig verwendete Sicherheits  steuerung mit wegabhängigem Sicherheits  apparat 5. Dieser enthält ein     Solenoid    51,  das bei seiner Erregung den Antrieb 52 vom  Apparat 5 loskuppelt, der dann     in    seine  Ruhelage zurückkehrt, wodurch das An  sprechen von Kontakten 53 und 54 sowie die  Betätigung des Bremsventils 55 verhindert  wird.

   Damit nicht nur bei dauerndem Los  lassen, sondern auch bei ständigem Drücken  des Pedals 1 oder     Druckknopfes    2 der Si  cherheitsapparat 5 wirksam wird,     ist    der     zeit-          oder    wegabhängige Schalter 4 angebracht,  der, wenn die Kontakte bei 1     und    2 oder die  an andern Apparaten     angebrachten    oder  durch sie     betätigten    Kontakte 3. 1 bis 3 .     n,     nicht von Zeit zu Zeit geöffnet werden, den  Stromkreis des     Solenoids    51 unterbricht     und     den Sicherheitsapparat 5 in Tätigkeit setzt.

    Dieser schliesst nach einer bestimmten Fahr  strecke den Kontakt 53. Ein     Summer    6 er  tönt und warnt den Führer. Bleibt die War  nung wirkungslos, so erfolgt nach einer wei  teren Fahrstrecke die Betätigung des Kon  taktes 54 und     damit    die     Abschaltung    der An  triebsmaschinen sowie die     Einleitung    der  Bremsung durch das     Bremsventil    55.

   Auch  bei diesem     Ausführungsbeispiel        vermindern     die vom Führer bei der     Steuerung    des Fahr  zeuges     ohne    zusätzliche     geistige    Mitwirkung  betätigten Kontakte 3     .1    bis 3 .     n    die Ablen  kung der Aufmerksamkeit des Führers von       seinen        eigentlichen    Aufgaben     auf    das durch  die Erhöhung der Sicherheit     bestimmte    un  umgänglich notwendige Mass.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Sicherheitseinrichtung in einmännig ge führten Triebfahrzeugen, bei welcher der Führer von Zeit zu Zeit Vorrichtungen betä tigen muss, damit das Ansprechen eines mit diesen Vorrichtungen verbundenen, das selbsttätige Anhalten des Triebfahrzeuges herbeiführenden Apparates verhindert wird, dadurch gekennzeichnet,
    dass dem gleichen Zweck dienende zusätzliche Vorrichtungen mit mindestens einem Teil der zum Betrieb des Fahrzeuges notwendigen und vom Führer bedienten bezw. gesteuerten Apparate ver bunden sind und durch diese betätigt wer- den, um zu erreichen, dass die Betätigung der erstgenannten Vorrichtungen während einer bestimmten Zeit bezw. Fahrstrecke unnötig ist.
    UNTERANSPRUCH: Sicherheitseinrichtung nach Patentan spruch, dadurch gekennzeichnet, dass die an den zum Betrieb des Fahrzeuges notwendigen und vom Führer bedienten bezw. gesteuerten Apparaten angebrachten Vorrichtungen bei der Betätigung der Apparate elektrische Stromkreise der Sicherheitseinrichtung ab wechslungsweise öffnen und schliessen.
CH240935D 1949-12-08 1944-06-01 Sicherheitseinrichtung in einmännig geführten Triebfahrzeugen. CH240935A (de)

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