Druekgassehalter. Das Hauptpatent bezieht sich auf einen Druckgasschalter mit Löschung - des Ab schaltlichtbogens durch strömendes Druck gas, welches während dem Abschaltvorgang durch die Strahldüse eines Ejektors in der Strahlrichtung desselben in einen Stauraum geblasen wird.
Dabei ist das von der Fang düse dieses Ejektors abgewendete Ende des Stauraumes in die Saugöffnung desselben Ejektors zurückgeführt.
Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf eine Weiterentwicklung des Druckgas schalters nach dem Patentanspruch des Hauptpatentes und besteht darin, dass mit der freien Atmosphäre verbundene Entlüf tungsöffnungen in der zur Schaltkammer führenden Druckgaszuführungsleitung ange bracht sind, und zwar derart, dass sie, in der Strömungsrichtung des Druckgases während der Füllung des, Stauraumes gesehen, vor der Strahldüse des Ejektors liegen.
Bei dem in der Zeichnung schematisch dargestellten Ausführungsbeispiel der vor liegenden Erfindung ist das Druckgassteuer- ventil 17 unmittelbar auf dem Druckgas behälter 18 aufgebaut. In der gestrichelt eingetragenen Offenstellung des Ventils 17 strömt das Druckgas durch die Öffnungen 19 im Ventilzylinder 210 in die Druckgas leitung 21, welche über ein Isolierrohr 16 in den untern .Schalterpol 1 mündet. Der untere Schalterpol 1 stützt sich auf einem Isolier zylinder 15 ab, der die Antriebsvorrichtung für den beweglichen Kontakt 5 enthalten kann.
Die Schaltkammer wird durch den Iso lierzylinder 3 begrenzt, auf den der obere Schalterpol 4 aufgebaut ist. Oberhalb des Schalterpols 4 befindet sich der den Stau raum begrenzende Metallzylinder 11, der an seinem obern Ende durch die Haube 10 ab geschlossen ist. An der letzteren ist ein wei terer Metallzylinder 8 befestigt, der hauben- seitig grosse Öffnungen oder Aussparungen 22 besitzt.
An seinem von der Haube 10 abgewendeten Ende ist der Metallzylinder nach innen eingebogen und formt die Fang düse 7 eines Ejektors, dessen Strahldüse 6 aus, dem massiven Schalterpol 4 herausge- arbeitet ist. Die Saugöffnung 12 dieses Ejek- tors steht mit dem Ringraum zwischen den Zylindern 8, 11 in Verbindung.
Bewegt sich während einer Abschaltung der Kontakt 5 gegen die gestrichelt einge- zeichnete Endlage, so strömt das Druckgas bei geöffnetem D:ruckgassteuerventil 17 in der Richtung der ausgezogenen Pfeile aus der Schaltkammer durch den Hohlkontakt 4 und die Strahldüse 6 des Ejektors in den Stauraum. Die Druckgasströmung setzt sich durch die Fangdüse 7 fort,
um nach Durch laufen des Zylinders 8 an der Haube 10' um gelenkt zu .vTerde-. Der Druckgasstrom pas siert die Öffnungen 22 und gelangt durch den Ringraum zwischen den Zylindern 8, 11 wieder nach unten in den Schalterpol 4. Dort wird er nochmals umgelenkt und durch die Saugöffnung 12 gelangt er von neuem durch die Fangdüse 7 in den Zylinder B. Diese Zir kulation bleibt bei geöffnetem Druckgas steuerventil 17 .so lange vorhanden, bis, der Stauraum gefüllt ist und durch die Strahl düse 6 kein Druckgas mehr aus der Schalt kammer nachfliesst..
Der Stauraum: besitzt nun zweckmässig ausser seiner durch die Strahldüse 6 gebil- deten Eintrittsöffnung keine weiteren Üff- nimgen, durch welche sich der gefüllte Stau raum entleeren könnte.
Die E'ntlüftungs- öffnungen für die E\utleerung des Stauraumes werden zweckmässig nur in der - Drueligas- zuführungsletung 21 angebracht- In der Zeichnung sind sie mit 23 bezeichnet und werden durch ein Absperrorgan so lange ge schlossen, als das Druckgassteuerventil 1<B>7</B> geöffnet ist.
Vorzugsweise wird zu diesem Zweck der bewegliche Teil des. Druckgas- steuerventils mit dem beweglichen Teil des. Absperrorgans zusammengebaut, wie dies in d\er Zeichnung bereits angegeben ist. Der obere Teil des Zylinders 20 dient gleichzeitig als Absperrorgan: und verdeckt die Öffnungen 23, wenn das Druckgassteuerventil 17 die ge- striefelte Lage einnimmt.
Wird das Druck gassteuerventil geschlossen, dann kommen die Öffnungen 24 im Ventilzylinder 20 in Übereinstimmung mit den. EutJ;üftuu,säff- nungen 23 und der Stauraum, die Schaltkam mer, sowie die Druckgaszuführungsleitung entleeren sich in der Richtung der gestri chelten Pfeile in die freie Atmosphäre. Ins besondere erfolgt hierbei die Entleerung des Stauraumes entgegen seiner Strahlrichtung durch die Strahldüse 6 des Ejektors.
Der Vorzug der beschriebenen Einrich tung ist, dass mit einfachen Mitteln der Druck in der Schaltkammer nach der Lö schung des Abschaltlichtbogens so lange er halten bleibt, als das Druckgassteuerventil geöffnet ist, und zwar ohne dass ein Gasver lust stattfindet. Die Überschlagsspannung zwischen den Kontakten 5, 4 kann deshalb während langen Zeitabschnitten durch den Druck in der Schaltkammer künstlich er höht werden.
Insbesondere für Schalter mit gesondertem Spannungstrenner ist dies von Bedeutung; sowie bei Einrichtungen mit selbsttätiger Kurzschlussfortschaltung. Bei der Verwendung eines üblichen Stauraumes: der bekannten Bauart ohne Ejektor ist der Aufwand zur Erzielung dieser Wirkung wesentlich grösser.
Vor allem kann die Ent- lüftungsöffnung für den Stauraum nicht in der Druckgaszuführungsleitung angebracht werden,<B>da,</B> die während' dem Abschaltvor- gang entstandenen Metalldämpfe eine Ver schmutzung der Isolierteile der Schaltkarn- mer und der Druclkgaszuführungsleitung her vorrufen, welche die Isolation des Schalters gefährdet.
Man war daher gezwungen, die mit der freien Atmosphäre verbundenen Ent- lüftungsöffnungen unmittelbar, am :Stauraum selbst anzubringen und mittels eines auf Spannung befindlichen zusätzlichen Absperr schiebers, zu .schliessen, solange das Druck gassteuerventil geöffnet war. Die erforderli chen .Steuereinrichtungen für diese Schieber sind natürlich kostspielig und teilweise auch sehr ve,@vickelt in ihrem Aufbau.
Insbeson dere bei Schaltern mit Mehrfachunterbre- , fällt der durch, diese Schieber hervor <B>c</B> 'hun,.
gerufene Mehraufwand sehr ins Gewicht, da jeder Stauraum ,einen besonderen Schieber für seine Entlüftungsöffnung haben musste uucl ausserdem noch weitere Massnahmen- ex- forderlich sind, welche eine gleichzeitige Ent leerung der Stauräume sicherstellen.
Bei der Anwendung der über einen Ejek- tor in sich zurückgeführten .Stauräume mit Umwälzung der eingeblasenen Schaltgase werden hingegen die aus der Schaltkammer kommenden Metalldämpfe wegen der Um wälzung rasch entionisiert, ausgeschleudert und vorwiegend an den Umlenkstellen des Stauraumes niedergeschlagen.
Die Schalt gase können ohne Bedenken aus dem Stau raum über die Schaltkammer und die Druck gaszuführungsleitung in die freie Atmosphäre übergeführt werden, ohne dass eine Ver schmutzung der Isolierteile zu befürchten ist. Es ist infolgedessen möglich, die Entlüf tungsöffnung an einer Stelle mit Erdpoten- tial anzubringen und den Absperrschieber für diese Entlüftungsöffnung mit dem Druckgas.steuerventil zusammenzubauen, wie dies in der Zeichnung angegeben ist. Bei.
Schaltern mit Mehrfachunterbrechung unter Verwendung mehrerer in sich zurückgeführ ter Stauräume kann dann eine gemeinsame Entlüftungsöffnung in dem zu den Unter brechungsstellen führenden gemeinsamen Teil der Druckgasleitung angebracht werden, so dass für sämtliche Unterbrechungsstellen nur noch der mit dem Druckgassteuerventil zu sammengebaute Schieber erforderlich ist. Alle Hilfssteuereinrichtungen für solche Schieber fallen in diesem Falle weg und die gleichzeitige Entleerung der Stauräume ist ohne zusätzliche Massnahmen sichergestellt.