CH243603A - Verfahren zur Herstellung eines metallisierbaren Azofarbstoffes. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung eines metallisierbaren Azofarbstoffes.

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CH243603A
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Ag Sandoz
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C09DYES; PAINTS; POLISHES; NATURAL RESINS; ADHESIVES; COMPOSITIONS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; APPLICATIONS OF MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • C09BORGANIC DYES OR CLOSELY-RELATED COMPOUNDS FOR PRODUCING DYES, e.g. PIGMENTS; MORDANTS; LAKES
    • C09B35/00Disazo and polyazo dyes of the type A<-D->B prepared by diazotising and coupling
    • C09B35/02Disazo dyes
    • C09B35/039Disazo dyes characterised by the tetrazo component
    • C09B35/08Disazo dyes characterised by the tetrazo component the tetrazo component being a derivative of biphenyl
    • C09B35/10Disazo dyes characterised by the tetrazo component the tetrazo component being a derivative of biphenyl from two coupling components of the same type
    • C09B35/16Disazo dyes characterised by the tetrazo component the tetrazo component being a derivative of biphenyl from two coupling components of the same type from hydroxy-amines

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Description


  Verfahren zur Herstellung eines     metallisierbaren        Azofarbstoifes.       Durch die französische Patentschrift  Nr. 889850 ist es bekannt geworden, dass die       Tetrazoverbindung    des     3,3'    -     Dioxy    - 4,4' -     di-          aminodiphenyls    nur fähig ist,     Disazofarb-          stoffe    zu bilden, wenn ganz bestimmte Kupp  lungsbedingungen innegehalten werden.

   Es  wird angegeben, dass erst die     Verwendung     von Alkali- oder     Erdalkalihydroxyden    oder  Ammoniak die Bildung von normalen     Disazo-          farbstoffen    ermögliche, während die Kupp  lung in Gegenwart von     Alkalikarbonaten     meist unvollständig oder in anderer Weise  verlaufe. Ferner wird erwähnt, dass wenn  man mit     Alkalihydroxyden    arbeite, es sogar  vorteilhaft sein könne, die Anwesenheit von  grösseren Mengen an     Alkalikarbonaten    aus  zuschliessen.

   Nach der Patentschrift bedingt  ferner die schwache Kupplungsenergie der       Tetrazoverbindung    manchmal gegen Schluss  der Kupplungsreaktion Temperaturen von 40   und mehr und eine     Kupplungsdauer    von 48  bis 70 Stunden.  



  Die vorliegende Erfindung betrifft nun  ein Verfahren zur Herstellung von metalli-         sierbaren        Azofarbstoffen    und ist dadurch       gekennzeichnet,    dass man 1     Mol        tetrazotiertes          3;

  3'-Dioxy-4,4'-diaminodiphenyl        bezw.    das       Kupplungsprodukt    aus 1     Mol        tetrazotiertem          3,3'-Dioxy-4,4'-diaminodiphenyl    und 1     Mol     einer beliebigen     Azokomponente    in Gegen  wart von wasserlöslichen     Pyridinbasen    mit  2     bezw.    1     Mol    einer Kupplungskomponente  vereinigt.  



  Der Erfolg der     Pyridinanwendung    war  nicht vorauszusehen, da aus der erwähnten  französischen Patentschrift hervorgeht, dass  die beidseitige     Kupplung    nur in Gegenwart  von stark alkalisch reagierenden Medien er  folgt, was für die     Pyridinbasen    nicht zutrifft.  Die     Verwendung    der wasserlöslichen     Pyri-          dinbasen    hat ausserdem den Vorteil,     reinere     und einheitlichere Farbstoffe zu liefern.

   Auch  ermöglicht dieses Verfahren die Kupplung  auf     Azokomponenten,    für die wegen ihres  Gehaltes an durch Alkalien     verseifbaren        Sub-          stituenten    eine     Kupplung    in Gegenwart von       Atznatron    usw. nicht in Betracht kommt.

        Gegenstand des vorliegenden Patentes ist  ein Verfahren zur Herstellung eines     metalli-          sierbaren        Azofarbstoffes,    welches dadurch       gekennzeichnet    ist, dass man 1     Mol        tetrazo-          tiertes        3,3'-Diogy-4,4'-diaminodiphenyl    in       Gegenwart    von wasserlöslichen     Pyridinbasen     mit 2     Mol        1-Amino-8-naphthol-2,4-disulfon-          säure    vereinigt.  



  <I>Beispiel:</I>  2,9 Gewichtsteile     3,3'-Diogy-4,4'-diamino-          diphenyldichlorhydrat    werden in 20 Teilen  Wasser und 4,3 Gewichtsteilen konzentrierter  Salzsäure mit einer konzentrierten Lösung  von 1,38 Gewichtsteilen     Natriumnitrit    bei  etwa 5      tetrazotiert,    Die     Tetrazosuspension     wird dann bei 0     bis    3  in einer Vorlage aus  6,5 Gewichtsteilen     1-Amido-8-naphthol-2,4-          disulfonsäure,    35 Teilen Wasser, 10 Ge  wichtsteilen Soda und 45 Gewichtsteilen       Pyridinbasengemisch    eingetragen.

   Es wird  zuerst 6     Stunden    bei 0 bis 3  und dann wei  tere 15 Stunden gut gerührt, indem man die  Temperatur langsam bis auf 15 bis 20  stei  gen lässt. Durch Zugabe von Kochsalz und    Salzsäure wird der Farbstoff abgeschieden.  Er stellt ein     sch-,varzes    Pulver dar, das sich in  Wasser mit blauer und in konzentrierter  Schwefelsäure mit     grünlichblauer    Farbe löst.  Der neue Farbstoff färbt Zellwolle, mit  Kupfersulfat nachbehandelt, in licht- und  waschechten     grünstichig    blauen Tönen an.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung eines metalli- sierbaren Azofarbstoffes, dadurch gekenn zeichnet, dass man 1 Mol tetrazotiertes 3,3' Diogy-4,4'-diaminodiphenyl in Gegenwart von wasserlöslichen Pyridinbasen mit 2 Mol 1-Amino - 8 -naphthol - 2,4 - disulf onsäure ver einigt.
    Der neue Disazofarbstoff ist ein schwar zes Pulver, das sich in Wasser mit blauer und in konzentrierter Schwefelsäure mit grünlichblauer Farbe löst. Der neue Farb stoff färbt Zellwolle, mit Kupfersulfat nach- behandelt" in licht- und waschechten grün stichig blauen Tönen an.
CH243603D 1945-02-13 1945-02-13 Verfahren zur Herstellung eines metallisierbaren Azofarbstoffes. CH243603A (de)

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